Jack London - Quer durch die USA

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In «Quer durch die USA» schildert Jack London seine eigenen Erlebnisse als «Tramp». Die Tramps sprangen auf fahrende Züge, um als blinder Passagier durch die USA zu reisen. Das Leben als illegal Reisender bescherte Jack London zahlreiche spannende Abenteuer, aber auch die fortwährende Verfolgung durch die Hüter des Gesetzes.
Jack London (1876-1916) führte ein abenteuerreiches Leben, bevor er sich ganz der Schriftstellerei widmete. Er war Matrose, Fabrikarbeiter, Goldschürfer – und auch Landstreicher.

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Als wir das erste Mal hielten und am Gleis entlang vorliefen, zählte ich nur fünfzehn Vagabunden. Fünf von uns waren ›geflogen‹. Der Ausrottungsprozeß war also gut im Gange und wurde Station auf Station fortgesetzt. Jetzt waren wir vierzehn, dann neun, schließlich acht. Es erinnerte mich an die zehn Negerlein im Kinderlied. Ich war fest entschlossen, das letzte Negerlein zu sein. Und warum auch nicht? War ich nicht mit Kraft, Gewandtheit und Jugend gesegnet? Ich war achtzehn Jahre alt und in glänzender Form. Und Nerven hatte ich auch nicht. War ich nicht zudem ein Vagabund von Gottes Gnaden? Waren die andern nicht die reinen Dummköpfe und Anfänger neben mir? Wenn ich nicht das letzte Negerlein wurde, so konnte ich ebenso gut das ganze Spiel aufgeben und mich auf irgendeiner Farm anstellen lassen. Mit der Zeit war unsere Zahl auf vier reduziert worden, und nun begann sich das ganze Zugpersonal dafür zu interessieren, und es wurde ein Kampf zwischen Witz und Gewandtheit, bei dem das Personal natürlich die besseren Chancen hatte. Einer nach dem andern verschwand, bis ich schließlich allein übrig war. Nun ja, ich war nicht wenig stolz darauf! Kein Krösus ist je stolzer auf seine erste Million gewesen. Ich hing fest trotz der beiden Bremser, eines Schaffners, eines Heizers und eines Lokomotivführers.

Hier ein paar Beispiele, wie ich mich anhing: Weit voraus in der Dunkelheit – so weit, dass der Bremser, der auf dem ›Blinden‹ fährt, ihn bestimmt verlassen hat – springe ich auf. Schön, bis zur nächsten Station bin ich sicher. Dann wiederhole ich das Manöver. Der Zug fährt zum Bahnhof hinaus. Ich sehe ihn kommen. Es ist kein Licht zu sehen auf dem ›Blinden‹. Hat das Personal den Kampf aufgegeben? Ich weiß es nicht. Das weiß man nie, und man muss immer auf alles vorbereitet sein. Sobald der ›Blinde‹ neben mir ist, springe ich auf und strenge meine Augen an, um zu sehen, ob der Bremser auf der Plattform steht. Vielleicht steht er tatsächlich mit abgeblendeter Laterne da, um sie mir an den Kopf zu schlagen. Ich kenne das! Ich habe zwei- oder dreimal eine Laterne an den Kopf bekommen.

Aber nein, der erste ›Blinde‹ ist leer. Der Zug beschleunigt seine Fahrt. Jetzt bin ich sicher bis zur nächsten Station. Aber bin ich wirklich sicher? Ich spüre, wie der Zug seine Schnelligkeit vermindert. Im selben Augenblick bin ich auf der Hut. Man führt etwas im Schilde gegen mich, und ich weiß nicht, was. Ich versuche, nach beiden Seiten gleichzeitig Ausguck zu halten, und vergesse auch nicht, den Tender vor mir zu beobachten. Von jeder dieser drei Seiten, vielleicht auch von allen dreien auf einmal, kann der Angriff erfolgen.

Ah, jetzt kommt es! Der Bremser ist auf der Lokomotive gefahren. Das wird mir erst in dem Augenblick klar, als er seine Füße auf das rechte Trittbrett des ›Blinden‹ setzt. Wie der Blitz bin ich unten und laufe vor die Lokomotive. Ich verschwinde im Dunkel. Genau so war die Situation, als der Zug Ottawa verließ. Jedenfalls bin ich vorn und der Zug muss an mir vorbeifahren, wenn er seine Reise fortsetzt. Meine Chancen, hinaufzuspringen, sind so gut wie je.

Ich passe genau auf. Ich sehe, wie die Laterne sich auf die Lokomotive zu bewegt, und sehe sie nicht wieder zurückkommen. Folglich muss sie sich noch auf der Lokomotive befinden, und es liegt nahe, dass an dem Handgriff der Laterne ein Bremser hängt. Dieser Bremser muss faul sein, sonst hätte er seine Laterne ausgelöscht, als er nach vorn ging, statt nur die Hand vorzuhalten. Der Zug fährt wieder schneller. Der erste ›Blinde‹ ist leer, und es gelingt mir, hinaufzukommen. Wie zuvor, fährt der Zug langsamer, der Bremser von der Lokomotive klettert von der einen Seite auf den ›Blinden‹ hinauf, und ich springe auf der anderen Seite hinunter und laufe vor.

Wie ich im Dunkel warte, fühle ich mich von unsagbarem Stolz durchbebt. Der Überlandzug hat zweimal meinetwegen gehalten – meinetwegen, des armseligen Landstreichers auf der Walze. Ich allein habe zweimal den Überlandzug mit seinen vielen Passagieren und Wagen, seiner Regierungspost und seinen zweitausend Pferdekräften, die in der Lokomotive arbeiten, aufgehalten. Und dabei wiege ich nur hundertundsechzig Pfund und habe keine fünf Cent in der Tasche. Wieder sehe ich, wie die Laterne zur Lokomotive kommt. Aber diesmal ganz offensichtlich. Ein wenig zu offensichtlich für meinen Geschmack, und ich denke nach, was das bedeuten kann. Auf jeden Fall habe ich etwas andres zu fürchten als den Bremser auf der Lokomotive. Der Zug fährt vorbei. Im letzten Augenblick, ehe ich den Sprung wage, sehe ich eine dunkle Gestalt auf dem ersten ›Blinden‹ – einen Bremser ohne Licht. Ich lasse ihn vorbeifahren und will auf den zweiten ›Blinden‹ springen. Aber der Bremser vom ersten ist abgesprungen und läuft hinter mir her. Im Fluge sehe ich auch die Laterne jenes Bremsers, der sich auf der Lokomotive befand. Er ist ebenfalls abgesprungen, und nun sind beide Bremser neben dem Gleise, auf derselben Seite wie ich. Im nächsten Augenblick kommt der dritte ›Blinde‹ an mir vorbei, und ich springe hinauf. Aber ich bleibe nicht oben. Ich habe meinen Gegenzug berechnet. Ich laufe über die Plattform und höre im selben Augenblick, wie der Bremser auf das Trittbrett springt. Ich springe auf der anderen Seite ab und laufe in der Richtung des Zuges nach vorn. Ich will einen kleinen Vorsprung bekommen und dann auf den ersten ›Blinden‹ springen. Es gelingt mir gerade noch im letzten Augenblick, denn der Zug beschleunigt jetzt seine Fahrt. Der Bremser ist mir wieder auf den Hacken und läuft weiter. Ich glaube, dass ich der bessere Schnellläufer von uns beiden bin, denn ich erreiche den ersten ›Blinden‹. Ich stehe auf dem Trittbrett und sehe mich nach meinem Verfolger um. Er ist nur zehn Fuß hinter mir und läuft schnell, aber die Schnelligkeit des Zuges ist jetzt ungefähr ebenso groß wie seine eigene, und der Abstand zwischen ihm und mir verringert sieh nicht. Ich rede ihm ermutigend zu, strecke die Hand aus, um ihm zu helfen; aber er bricht in einen mächtigen Fluch aus, gibt den Kampf auf und springt ein paar Wagen weiter hinten auf den Zug. Der Zug fährt jetzt mit voller Fahrt, und ich lache vor mich hin, als ich ganz unvorbereitet von einem Wasserstrahl getroffen werde. Es ist der Heizer, der von der Lokomotive aus den Wasserschlauch auf mich richtet. Ich gehe auf das hinterste Trittbrett des Tenders, wo ich unter dem vorspringenden Dach vollkommen geschützt bin. Das Wasser fährt über meinen Kopf hin, ohne mir etwas zu tun. Es juckt mir in den Fingern, dem Heizer ein Stück Kohle an den Kopf zu werfen, aber ich weiß, dass ich, wenn ich es tue, von ihm und dem Lokomotivführer totgeschlagen werde, und so beherrsche ich mich.

Kaum hält der Zug das nächste Mal, so bin ich wieder unten und laufe in der Dunkelheit nach vorn. Ais der Zug diesmal die Station verlässt, befinden sich beide Bremser auf dem ersten ›Blinden‹. Ich errate, was sie vorhaben. Der Wiederholung des Spiels von vorhin haben sie einen Riegel vorgeschoben. Ich kann nicht wieder auf den zweiten Wagen springen, auf die andere Seite laufen und dann den ersten einholen. Sobald der erste ›Blinde‹ vorüber ist, springen sie, jeder auf einer Seite des Zuges, ab. Ich aber springe auf den zweiten Wagen, und indem ich dies tue, weiß ich, dass die Bremser mich jetzt von beiden Seiten angreifen werden. Es ist gleichsam eine Falle. Beide Auswege sind versperrt. Und doch gibt es noch einen Weg; nach oben. Darum warte ich nicht, bis meine Verfolger mich eingeholt haben. Ich klettere auf das eiserne Geländer der Plattform und stehe auf dem Rad der Handbremse. Damit bin ich aber auch am Ende meiner Weisheit angelangt, und ich höre die Bremser von beiden Seiten die Stufen heraufstürmen. Ich lasse mir nicht die Zeit, mich nach ihnen umzusehen. Ich hebe die Arme über den Kopf, bis sie den Rand der herabgebogenen Wagendächer erreichen. Die eine Hand liegt natürlich auf dem einen, die andere auf dem andern Dache. Unterdessen kommen beide Bremser die Treppe herauf. Ich weiß es gut, obwohl ich keine Zeit habe, mich nach ihnen umzusehen, denn alles das geschieht im Laufe weniger Sekunden. Ich springe mit den Füßen ab und schwinge mich hoch. Gerade als ich die Beine unter mir hochziehe, strecken beide Bremser die Hände aus und greifen in die leere Luft Ich weiß das sehr gut, denn ich blicke hinunter und verfolge mit Interesse ihre Bewegungen. Und ich höre sie auch fluchen.

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