George Sand - Geschichte meines Lebens

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Die französische Schriftstellerin George Sand (1804-1876) verfasste erfolgreiche Romane und setzte sich engagiert für die Frauenbewegung ein. Die «Geschichte meines Lebens» ist ihr wichtigstes autobiografisches Werk. Sand gibt in ihrer Autobiografie Einblicke in ihre Gedanken- und Ideenwelt. Viele ihrer Weggefährten und Liebhaber, unter anderem Frédéric Chopin und Friedrich List, charakterisiert George Sand in bildreichen Beschreibungen. George Sand wuchst nach dem Tod ihres Vaters bei ihrer Großmutter auf, in deren Haus zahlreiche Künstler aus- und eingingen. So kam Sand mit der französischen Geisteswelt und ihren revolutionären philosophischen Ideen in Kontakt. Prägend für ihr Handeln war die Philosophie von Jean-Jacques Rousseau, auf den sich George Sand immer wieder bezieht.

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Sechster Brief.

Den 28. Frimaire Jahr XIII.

„Ich komme soeben mit der „ Fraicheur “ von Montreuil zurück. Ich mußte vor dem 30. dorthin eilen, um mich dem Revüe-Inspector vorzustellen, damit ich in die Liste der zu Besoldenden eingetragen wurde. Bei meiner Rückkehr finde ich René von dem lebhaftesten Eifer für mich erfüllt. Er hat mit Dupont bei seinem Prinzen gespeist und sie haben sich lange über mich unterhalten. Dupont hat meine Talente und meine Tapferkeit gepriesen und der Prinz hat sich gewundert, daß ich nicht weiter avancirt bin. Ich soll ihm nun vorgestellt werden; er hat viel Interesse für mich gezeigt, aber unglücklicherweise hat er in diesem Augenblicke nur wenig Einfluß. Viel besser würde es sein, wenn sich seine Gemahlin um meine Angelegenheiten kümmern wollte.

„Um Dir zu gehorchen, will ich nun abermals Alles aufbieten, mir den Eintritt in die Garde zu erringen; ich werde noch einmal mein Glück bei Protectoren und Höflingen versuchen. Was eine Anstellung im Finanzfache betrifft, so ist nicht daran zu denken. Die Kaution der Einnehmer beträgt hunderttausend Thaler baar ...“

„Ich arbeite an meiner Oper und sende Dir den Entwurf meines Planes. Sage mir, ob Du ihn billigst.

„Aurora hat sich sehr über den Kuß gefreut, den ich ihr von Dir, meine liebe Mutter, gegeben habe. Wenn sie sprechen oder schreiben könnte, würde sie Dir auf die zärtlichste Art von der Welt zum neuen Jahre Glück wünschen. Sie hat noch nichts gesagt, aber ich versichere Dich, daß sie bereits denkt. Ich bete das Kind an und Du mußt mir diese Liebe verzeihen, die meine Liebe zu Dir nicht im Geringsten beeinträchtigt. Im Gegentheil, sie lehrt mich Deine Zärtlichkeit immer besser verstehen und würdigen.

„Du weißt wahrscheinlich, daß der Prinz Joseph zum König der Lombardei und Eugen Beauharnais zum König von Etrurien ernannt werden sollen. Man spricht von einer nahen Kriegserklärung ...“

Siebenter Brief.

Paris, den 9. Ventose .

„Meine liebe, gute Mutter, wenn ich Deinen Brief in dem Tone lesen wollte, worin Du ihn geschrieben hast, so bliebe mir nichts übrig, als mich in's Wasser zu stürzen. Aber ich bin überzeugt, daß Du nicht ein Wort von dem glaubst, was Du geschrieben hast. Einsamkeit und Entfernung lassen Dich die Dinge für größer ansehen, als sie sind, aber obwohl ich mich auf das Zeugniß meines Gewissens berufen darf, bin ich doch durch Deine Sprache sehr schmerzlich berührt. Du wirfst mir beständig mein Mißgeschick vor, als ob ich im Stande gewesen wäre, es zu beschwören, und als ob ich Dir nicht hundert Mal gesagt und bewiesen hätte, daß alle Mitglieder des Generalstabes in die vollständigste Ungnade gefallen sind.

„Es ist auch nicht anzunehmen, daß Zufall oder Gunst sich bedeutend für oder gegen uns erklären. Der Kaiser hat nun einmal sein System! Clarke und Caulaincourt haben sich bei ihm auf das Angelegentlichste für mich verwendet. Dupont selbst hat mir in der letzten Zeit Gerechtigkeit erwiesen und hat sich vielfach für mich bemüht. Ich beklage mich über Niemand und vor Allem beneide ich Niemand. Ich freue mich über die Gunstbezeugungen, die meinen Verwandten und Freunden zu Theil werden, ich sage mir dabei nur, daß ich nicht auf demselben Wege vorwärts kommen werde, weil ich mich nicht darauf verstehe. Der Kaiser wählt und ernennt allein; der Kriegsminister ist nur noch ein erster Commis. Der Kaiser weiß genau, was er thut und was er will: er will Alle, welche die Hochmüthigen gespielt haben, heranziehen, er will sich und seine Familie mit Höflingen umgeben, die er der alten Partei abwendig gemacht hat. Er hat ja nicht nöthig, uns untergeordneten Offizieren zu gefallen, die wir den Krieg aus Begeisterung mitgemacht haben und von denen er nichts zu fürchten hat. Wenn Du Dich in der Gesellschaft bewegtest, wenn Du in Intriguen verflochten wärest, wenn Du mit den Freunden des Auslandes gegen ihn conspirirtest, würde für mich Alles besser stehen, ich wäre nicht vergessen und verlassen: ich hätte nicht nöthig gehabt, mein Leben in die Schanze zu schlagen, im Wasser und im Schnee zu schlafen, hundert Gefahren zu trotzen und unser kleines Vermögen im Dienste des Vaterlandes zu opfern. Meine gute Mutter, ich mache Dir keinen Vorwurf wegen Deiner Uneigennützigkeit, Deiner Weisheit und Tugend; im Gegentheil, ich liebe, achte und verehre Dich wegen Deines Charakters — aber verzeihe mir nun auch, wenn ich nur ein braver Soldat und ein aufrichtiger Patriot bin.

„Wir wollen uns übrigens trösten, denn laß nur den Krieg wieder beginnen, so ändern sich wahrscheinlich alle Verhältnisse. Sobald es sich wieder um Flintenschüsse handelt, sind wir auch wieder zu etwas gut und dann wird man sich unserer erinnern.

„Ich will die letzte Seite Deines Briefes nicht wieder lesen — ich habe sie verbrannt. Ach! was sagst Du mir? Nein, meine Mutter, ein braver Mann entehrt sich nicht, wenn er ein Weib liebt und ein Weib ist keine Dirne, wenn sie von einem ehrenhaften Manne geliebt wird, der sie für die Ungerechtigkeiten des Geschicks zu entschädigen sucht. Du weißt das besser als ich! meine Ansichten haben sich nach Deinen Lehren gebildet, die ich immer ehrfurchtsvoll aufgenommen habe und so sind sie nur ein Widerschein Deiner Seele. Welch ein unbegreifliches Verhängniß bringt Dich nun dazu, mir vorzuwerfen, daß ich der Mann bin, den Du geistig und körperlich gebildet hast?

„Aber auch aus Deinen Vorwürfen bricht Deine Zärtlichkeit immer hervor. Ich weiß nicht, wer Dir gesagt haben mag, daß ich eine Zeitlang im Elende war, so daß Du Dich nachträglich darum ängstigst. Nun ja! es ist wahr, ich habe im vergangenen Sommer eine kleine Dachstube bewohnt — und die Häuslichkeit des Dichters und Verliebten bildete einen sonderbaren Gegensatz zu den goldenen Stickereien meiner Uniform. Wegen dieses Augenblicks der Verlegenheit, von dem ich Dir nicht gesagt habe, und über welchen ich mich nie beklagen werte, darfst Du Niemand anklagen. Er war durch eine Schuld veranlaßt, die ich längst bezahlt glaubte. Ich hatte das Geld ungetreuen Händen übergeben, aber jetzt ist der Schaden bereits durch meinen Sold ausgeglichen. Ich habe jetzt auch eine sehr hübsche kleine Wohnung und entbehre nichts.

„Was sagte mir denn Andrezel? Du würdest vielleicht nach Paris kommen, würdest Nohant vielleicht verkaufen? Ich verstehe das nicht recht. Ach komm, meine gute Mutter, komm! alle unsere Leiden wird eine zärtliche und aufrichtige Erklärung in die Flucht jagen! Aber verkaufe Nohant nicht, Du würdest Dich dahin zurücksehnen. Lebe wohl, ich umarme Dich von ganzer Seele. Ich bin sehr traurig und niedergeschlagen über Deine Unzufriedenheit und doch ist Gott mein Zeuge, daß ich Dich liebe, und daß ich Deine Liebe verdiene.

Moritz.“

In dem letzten Briefe dieser Correspondenz spricht mein Vater ziemlich weitläufig über einen Vorfall, der seine Mutter sehr zu quälen schien.

Man hatte soeben Marmontel's hinterlassene Memoiren herausgegeben. Meine Großmutter hatte Marmontel in ihrer Kindheit viel gesehen, aber sie sprach nie von ihm und seine Memoiren sagen deutlich, aus welchem Grunde.

Hier ist ein Bruchstück aus diesen Denkwürdigkeiten.

„Die Art von Wohlwollen, welche man an diesem Hofe [Der Hof des Kronprinzen, Vater Ludwig's XVI.] für mich hatte, diente wenigstens dazu, mir bei einem merkwürdigen Vorfalle Gehör und Glauben zu verschaffen. Das Taufzeugniß von Aurora, Tochter des Fräuleins von Verrières bekundete, daß sie das Kind des Marschalls von Sachsen [Marmontel irrte sich, da es nöthig wurde, dies Zeugniß durch Parlamentsbeschluß umzuändern.] ist, und nach dem Tode des Vaters hatte die Frau Kronprinzessin die Absicht, sie erziehen zu lassen. Das war der Ehrgeiz der Mutter; aber plötzlich fiel es dem Kronprinzen ein, zu behaupten, sie wäre meine Tochter und dieser Ausspruch that seine Wirkung. Frau von Chalut theilte mir denselben lachend mit, aber ich nahm die Sache von der ernsthaftesten Seite; nannte den Scherz des Kronprinzen leichtsinnig, machte mich anheischig zu beweisen, daß ich Fräulein Verrières erst während der Reise des Marschalls nach Preußen, also ein Jahr nach der Geburt dieses Kindes kennen gelernt hatte und sagte, daß es grausam sein würde, der Kleinen ihren wirklichen Vater zu nehmen und mich dafür auszugeben. Frau von Chalut [Diese Frau von Chalut war eine geborne Baranchon und die begünstigte Kammerfrau der ersten und zweiten Kronprinzessin. Die letzte verheirathete sie und ihr Mann wurde zum General-Pächter gemacht, Sie und der Marquis von Polignac haben meinen Vater über die Taufe gehalten.] übernahm es, diese Sache bei der Kronprinzessin zu führen und der Kronprinz gab nach. So wurde denn Aurora auf ihre Kosten in einem Nonnenkloster von St. Cloud erzogen, und aus Gefälligkeit für mich und auf meine Bitte übernahm es Frau von Chalut, welche in St. Cloud ein Landhaus besaß, diese Erziehung in ihren Einzelnheiten zu überwachen.“

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