Maria Rohmer - Am Ende des Regenbogens

Здесь есть возможность читать онлайн «Maria Rohmer - Am Ende des Regenbogens» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Am Ende des Regenbogens: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Am Ende des Regenbogens»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Am Ende des Regenbogens -
an deiner Seite auf dem letzten Stück des Weges -
ist ein Erfahrungsbericht über die Zeit während der Krebserkrankung
meines Vaters, eine ganz intensiv erlebte, durchlebte Zeit bis hin zu seinem Tod.
Dieser Tod war für mich der Beginn einer langen Reise,
einer Reise an deren Ende das Annehmen, Akzeptieren und Loslassen stehen.
Ich frage nicht mehr: Warum? – Ich frage: Wozu?
Es ist ein Bericht über den Umgang mit der Krankheit, mit dem Sterben,
dem Verlust eines geliebten Menschen und der Trauer -
der Sehnsucht nach dem, was einmal war.
Ein Bericht über die Zeit des Abschieds, der vielen Tränen, der Verzweiflung,
der Wut, der Angst, eine Zeit der Hoffnung, des Lachens, des Glücks, der vielen stillen,
unvergessenen Momente.
Es war eine Zeit der vielen Fragen und der Suche nach dem Sinn, der hinter allem steckt.
Es waren 14Monate voller Liebe, Nähe und Gemeinsamkeit.
Und – habe ich ihn gefunden, den Sinn, der hinter allem hier auf Erden steckt -
an manchen Tagen denke ich JA, an machen Tagen bin ich voller Zweifel.
Wir schmieden Pläne.
Wir haben Wünsche.
Wir setzen uns Ziele.
Wir haben unsere Träume und Sehnsüchte.
Aber wir Menschen haben keine Kontrolle über das Leben und die Umstände,
die alles von einem Augenblick zum anderen verändern können.
Das einzig Beständige ist die Veränderung.
Nichts bleibt wie es ist – so sehr wir uns das auch manchmal wünschen.
Alles ist im Fluss.
Immer wieder endet ein Zyklus, damit ein neuer beginnen kann.
Immer wieder stehen wir vor Herausforderungen, die es zu meistern gilt.
Einen Sinn in allem zu erkennen, einen Sinn zu finden weiterzumachen,
weiterzuleben fällt manchmal unendlich schwer.
Uns bleibt nur dem Leben und einer höheren Macht zu vertrauen.
Mögen die Schutzengel dich begleiten und dir deinen Weg weisen.
Ich wünsche dir -
jeden Tag ein kleines Lächeln – ist es auch noch so zaghaft
jeden Tag ein liebes Wort
jeden Tag eine kleine Freude
jeden Tag eine Portion Zuversicht und Mut
jeden Tag die Kraft für einen neuen Tag

Am Ende des Regenbogens — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Am Ende des Regenbogens», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Wenn es so etwas gibt wie Stolz und wenn man solch ein Gefühl zulassen darf, dann ... Dann würde ich sagen: „Opa, darauf, dass ausgerechnet du mein Großvater warst, darauf bin ich mächtig stolz!“

Am Tag seiner Beerdigung begann meine Esssucht. Die Stärke, mich dem Trennungsschmerz zu stellen, besaß ich nicht. Damals noch nicht. Wieder war eine Verbindung zu meiner Kindheit unwiderruflich zerstört.

Ich wählte die Flucht, versuchte mich zu betäuben. Letztendlich war es nur ein Hinauszögern der Trauer. Der Trauer um diesen Mann und um alles, wofür er gestanden, um alles, was ich auf immer verloren hatte. Aber der Trauer entgeht man nicht. Sie lauert einem auf, und früher oder später muss man sich ihr stellen.

Für mich wurde daraus ein langes, zähes Ringen: Die Suche nach meinem Weg im Leben, nach meinen Zielen, meinen Wünschen, nach mir selbst. Diesen Weg bin ich alleine gegangen, musste ihn alleine gehen. Nichts war mir damals klarer als das. Ich habe mein Ziel erreicht - auch über Umwege.

Aus dieser Zeit, aus diesem Wissen heraus, stark genug zu sein, um mich nicht aufzugeben, daraus schöpfe ich einen Großteil meiner Kraft.

Ein `Ich kann nicht` gibt es seither für mich nicht mehr. Auch ein Mosaiksteinchen zu diesem Puzzle, das Wozu heißt.

Beim dritten Mal erlebten wir ein qualvolles, ein elendes Sterben mit. Ein Sterben, verlängert durch eine Apparatemedizin, die in all ihren Möglichkeiten ausgenutzt wurde, deren Einsatz von niemandem hätte verhindert werden können - einzig von der Patientin selbst. Nur war diese längst schon nicht mehr in der Lage sich zu artikulieren. Längst war sie gefangen in ihrer eigenen Gedanken- und Gefühlswelt, tauchte nur manchmal aus dem Nebel der Betäubungsmittel und aus den Grenzen ihrer Krankheit auf und kehrte zu uns zurück.

Die Tochter kapitulierte unter dem psychischen Druck der Ärzte - `Wollen Sie das verantworten?` - und wir ließen zu, dass der Leidensweg einer 83jährigen Frau um weitere Wochen verlängert wurde. Durch eine Operation, deren Sinnlosigkeit wir von Anfang an mit brutaler Gewissheit vor Augen hatten.

Damals war ich 34, und zu dritt begleiteten wir meine `kleine Oma` bis zum Ende. Gemeinsam mit meiner Mutter und meiner Schwester wachte ich drei Tage und fast drei Nächte an ihrem Krankenbett. Im Morgengrauen des vierten Tages wurde sie erlöst.

Die Wochen zuvor waren grausam und menschenunwürdig.

Ein Abbild dessen, was sie durchlitten hatte, blieb auf ihrem Antlitz zurück. Sie hatte es mit bewundernswerter Tapferkeit erduldet.

Diese Oma hatte ich geachtet und respektiert, aber ich war ihr nie richtig nah gewesen. Wir waren zu verschieden in unserem Denken und Handeln. Irgend etwas mir Fremdes war in ihrem Wesen, etwas, das sich mir nicht erschloss. Es blieb ein gewisser Abstand, ein Rest von Zurückhaltung.

Nun war sie gestorben. Wir hatten mit ansehen müssen, wie die Krankheit ständig mehr Besitz von ihr ergriff, sie aufzehrte, ihren Körper und ihren Geist verfallen ließ. Sie dämmerte dahin, auf der Grenzlinie zwischen Leben und Tod. Wochenlang, weil sie zu stark war, den Kampf aufzugeben. Denn das war sie - eine Kämpferin zeit ihres Lebens. So manche Begebenheit kam uns wieder in den Sinn, während wir neben ihr wachten. Wir hatten viel Zeit. Zeit zum Reden. Zeit zum Schweigen. Zeit zum Lachen. Ja, auch zum Lachen.

Da saßen wir am Sterbebett einer Kranken, erinnerten uns an deren liebenswert schrullige Angewohnheiten der letzten Jahre, und uns wurde ein Lachen geschenkt. Inmitten dieser Atmosphäre aus Leid, Schmerz und Aussichtslosigkeit war es plötzlich da. Unwirklich, irreal fast, und wir haben es als das erkannt, was es sein sollte: Ein Geschenk.

Dass sie dieses Lachen mitgenommen hat, das wünsche ich mir.

Einmal noch habe ich meine Oma besucht: In der Leichenhalle, in der man sie aufgebahrt hatte. Ich gab ihr etwas zurück, auf das sie mehr Anrecht besaß als ich: Den Ehering meines Großvaters, ihres Mannes. Dreizehn Jahre lang hatte ich ihn verwahrt. Wie schon so manches Teil, das mir anvertraut wurde. Alles nur auf Zeit, nichts war für immer. Alles nur so lange, bis der Zeitpunkt da war, sich zu trennen.

Beim vierten Mal verlor ich den gerade wiedergefundenen Vater.

3. Kapitel

Vorwort

Juli 1995. Hochsommer. Urlaubszeit.

Temperaturen um die 35°C. Hitze, Tropenklima. Fast nicht auszuhalten.

Genau wie vor einem Jahr. Du hast das alles ertragen ohne zu klagen:

Die wochenlange Schwüle in den Räumen - oben, direkt unterm Dach -,

die Schmerzen, die Angst und auch die Hoffnung. Immer wieder die Hoffnung ...

Es war dienstags. Es waren noch sechs Tage bis zu meinem Geburtstag. Es war der 12. Juli 1994. Die Zeiger meiner Armbanduhr standen auf 9.35 Uhr.

Es war die Todesstunde meines Vaters.

Langsam bewegt sich der Sekundenzeiger meiner Uhr weiter, Millimeter um Millimeter, unaufhörlich. Starr und fassungslos schaue ich ihm zu. Er läuft weiter. Mein Gott, er läuft weiter. Er muss doch stehenbleiben. Innehalten. Er muss! Er muss!!!

Die Zeit jedoch lässt nicht mit sich handeln. Nie! Weder in Momenten voller Freude und Glück, noch in Augenblicken voller Schmerz und Trauer. Es ist gut so.

Die Glocken der nahen Kirche läuten. Es ist 9.45 Uhr. Gleich beginnt in Holt die Messe für die Senioren der Gemeinde. Die Glocken werden uns erinnern. Jede Woche. Jeden Dienstag ...

4. Kapitel

Juli 1995. Eigentlich weiß ich schon lange, dass ich dieses Buch schreiben werde, schreiben muss. Im Unterbewusstsein war mir das schon klar, als ich im vergangenen Jahr damit begann, meine Gedanken und Gefühle zu Papier zu bringen.

Weil das half. Weil das tröstete. Weil das Kraft gab. Weil es mich müde machte und ich endlich nachts schlafen konnte.

Es war kein Tagebuch, das ich geführt habe. Es waren nur zwei Blöcke, in die ich, wenn mir danach zu mute war, reingeschrieben habe. Dem Papier konnte ich alles anvertrauen, mir meine ganze Angst von der Seele schreiben.

Heute morgen hatte ich den Mut, diese beiden Blöcke, die seit über einem Jahr in einer Schublade liegen, anzufassen, rauszuholen, die Notizen zu lesen. Lange, sehr lange habe ich das nicht gewagt. Ich wusste warum ...

Aber nun fühle ich: Es ist soweit. Ich kann es schaffen. Der richtige Zeitpunkt ist da.

Mit diesen Aufzeichnungen im Gepäck fahre ich in die Eifel. Fahre nach Frauenkron, in unser Dorf. Hier, und nirgendwo anders auf der Welt, werde ich es beginnen. Hier, auf einer Wiese oberhalb der Kyll, inmitten eines Meeres aus Sommerblumen, die sacht im Wind schaukeln, lasse ich mich auf dieses Abenteuer ein.

Denn, dass es eins wird, ist mir klar.

Neugier, Mut, Durchhaltevermögen, Beharrlichkeit, Herz, eine Spur Verrücktheit, träumen können, staunen können - leben. Das macht ein gutes Abenteuer aus. Ein Wagnis ist es allemal. Aber solche Situationen hast Du doch gemocht. Stimmt’s? Also, Papa, fangen wir an. Schreiben wir es:

Unser Buch.

Soll ich Dir was verraten? Neben mir - weißt Du was da liegt? Ein Berg von Taschentüchern. Ich werde ihn abarbeiten. Stück für Stück. Ich verspreche es Dir. Danach wird es gut sein. Wir werden uns noch näher, noch vertrauter sein - weil wir es geschafft haben. Wir beide, gemeinsam. Denn ohne Deine Hilfe wird es nicht gehen.

Vor uns liegt ein langer Weg. Ein Weg voller Erinnerungen, voller Hindernisse, voller Fallen, in die wir hineinstolpern werden. Aber zusammen werden wir die Kraft finden, es durchzustehen, werden die letzten vierzehn Monate Deines Lebens noch einmal durchleben. Mit allem! Mit den Tränen, der Verzweiflung, den Schmerzen, der Hoffnung, den Glücksmomenten, mit der Freude, dem Lachen und mit Deinem Humor, den Du bis zum letzten Tag nicht verloren hast. Sicher, es hat auch Tage gegeben, an denen Du mutlos warst, keinen an Dich rangelassen hast, stundenlang nur vor Dich hingegrübelt hast, nicht mit uns hast reden wollen. Es gab wohl einiges, das musstest Du alleine abmachen mit Dir.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Am Ende des Regenbogens»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Am Ende des Regenbogens» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Am Ende des Regenbogens»

Обсуждение, отзывы о книге «Am Ende des Regenbogens» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x