Nun stellt sich nach diesem Vergleich erneut die Frage für wen die Arbeit mit dem Kuscheltier am besten geeignet ist.
Die Antwort ist so simpel wie einleuchtend. Für alle Personen, da es neben der reinen Einzelarbeit auch sehr gut als Ergänzung verwendet werden kann.
Personen mit psychischen Störungen und fortgeschrittener Isolation können besonders im Anfangsstadium ihrer Problematik präventiv oder zu Beginn einer Therapie von der Arbeit mit dem Kuscheltier profitieren.
Die Gründe sind vor allem die Neutralität des Kuscheltiers und dessen flexible Anwendungsmöglichkeiten.
Oftmals reicht schon das Bewusstsein aus, das Kuscheltier in seiner Nähe zu haben, um den Prozess der psychischen Entlastung einzuleiten.
Dadurch bauen sie eine Vertrauensbasis auf, welche eine Grundlage für die Kommunikation mit dem Kuscheltier ist.
Im Verlauf sammeln sie immer mehr Erkenntnisse und Erfahrungen über sich selbst. Dies steigert zunehmend den Mut sich wieder Situationen im realen Umfeld zu stellen, welche in der Vergangenheit vermieden wurden. Dadurch verstärken sich das Selbstbewusstsein und die Motivation zur Integration ins soziale Umfeld.
Dieser Prozess ist vergleichbar mit dem Lernprozess von Personen mit großen Familien und Haustieren.
Für Personen mit großen Familien und/oder Haustieren stellen Kuscheltiere vor allem eine gute Ergänzung zu ihren bereits gesammelten Erfahrungen dar.
Hier werden über die Arbeit mit dem Kuscheltier noch mehr Erkenntnisse durch Reflektion verschiedener Erlebnisse gewonnen, welche den Umgang noch detaillierter gestalten.
Wie wir sehen konnten ist das Kuscheltier für nahezu alle Personen ein empfehlenswertes Hilfsmittel zur Erreichung von Erkenntnissen und Steigerung der Integration seiner Person in die Gesellschaft.
Die Wahl des Wegbegleiters
Wer soll es sein?
Mit den Kuscheltieren verhält es sich ein wenig wie mit unserer Familie oder dem Freundeskreis.
Nur mit Personen denen wir vollends vertrauen, können wir reden.
Bei realen Personen gibt es aber einen entscheidenden Unterschied. Wir wollen mit bestimmten Leuten nicht über alles reden.
Dies hat nicht nur mit den gemeinsamen Interessen und sozialen Stellungen zu tun, sondern maßgeblich mit den eigenen Grenzen.
Wie bereits erwähnt ist es oft die Angst vor Konsequenzen, wie Abwendung oder Abstufung im sozialen Umfeld, welche die Grenzen bestimmen.
Bei der Auswahl eines solchen Wegbegleiters spielen gleich mehrere individuelle Faktoren eine Rolle.
Der Begriff des Wegbegleiters ist nicht ohne Grund gewählt, da es nicht immer Kuscheltiere sein müssen, welche zur Auswahl stehen.
Genauso können es auch Puppen, Haustiere oder Bilder sein.
In den meisten Fällen sind es jedoch Kuscheltiere, die für diesen Zweck ausgewählt werden.
Der entscheidende Faktor bei der Auswahl ist vor allem die emotionale Bindung zum jeweiligen Wegbegleiter.
Je enger diese Bindung ist, desto leichter fällt es uns, inniges Vertrauen ihm gegenüber zu entwickeln und uns ihm mehr zu öffnen als bei realen Personen.
Sehr empfehlenswert sind hier Kuscheltiere, die unsere Kindheit mitbestimmt haben.
Der Grund dafür ist, dass uns diese Bindung bereits bekannt ist und sozusagen wieder zum Leben erweckt wird.
Ganz anders würde dies aussehen, wenn man kein solches Kuscheltier mehr besitzt, oder nie besessen hat.
Hier müssen wir erst nach einem geeigneten Kuscheltier suchen, welches individuell zu uns passt.
Es muss nicht zwangsläufig groß sein. Beispielsweise könnte es auch ein Schlüsselanhänger oder etwas anderes sein.
Das Wichtigste ist, dass wir uns mit dem jeweiligen Wegbegleiter identifizieren können, welcher uns sozusagen repräsentiert.
Natürlich spielen auch Interessen eine große Rolle bei der Auswahl.
So kann der Wegbegleiter eine ganz eigene Figur darstellen, aber auch ebenso gut aus Filmen & TV stammen.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Namensgebung für den jeweiligen Wegbegleiter.
Da es oft eigene Kuscheltiere sind, stellt der Name einen wichtigen Faktor zur Entwicklung einer emotionalen Bindung dar. Aus diesem Grund sollte der Name des Kuscheltiers aus unserer Kindheit verwendet werden.
Es muss nicht unbedingt der eigene Name sein.
Das baut zwar eine sehr starke Identifikation auf, jedoch ist es nicht für jeden geeignet, da wir bei der Anwendung des Kuscheltiers im enormen Maß uns selbst vor Augen haben.
Eine bessere Alternative ist die Findung eines anderen Namens.
Dieser kann von einem Freund, Familienmitglied, oder ein reiner Fantasie-Name sein.
Dadurch beziehen wir alles, was wir dem Kuscheltier erzählen nicht zu sehr auf uns. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass eine Form der Reflexion stattfindet, welche sich auch auf außenstehende Personen beziehen lässt.
Unseren Haustieren vertrauen wir ebenfalls oft unsere Gedanken an.
Der Unterschied besteht bei ihnen darin, dass sie (wenn auch nicht in unserer Sprache) ein gewisses Feedback geben in Form von Zuneigung oder auch Abneigung. Auf dieses Thema kommen wir im Verlauf noch genauer zu sprechen.
Bei Bildern besteht wiederum ein anderes Problem. Je nach Bild verbinden wir damit eine emotionale Erinnerung an ein bestimmtes Ereignis oder Erlebnis von uns selbst oder einer nahestehenden Person.
Bei Bildern beschränkt sich die Identifikation auf unser Gefühl, welches wir bei der Betrachtung des Bildes empfinden. Dies muss nicht zwangsläufig positiv sein.
Es kommt maßgeblich auf den Zusammenhang zwischen dem Bild und uns selbst an. Auch auf diesen markanten Unterschied wird im Verlauf des Buches noch eingegangen.
Wie wir sehen, kann ein Wegbegleiter je nach Auswahl oder auch in Kombination völlig unterschiedliche Wirkungen auf uns haben.
Das kann aus verschiedenen Aspekten analysiert werden, welche es nun genauer zu betrachten gilt.
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