Klaus Schröder - Fahnen,Flammen, Fanatismus

Здесь есть возможность читать онлайн «Klaus Schröder - Fahnen,Flammen, Fanatismus» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Fahnen,Flammen, Fanatismus: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Fahnen,Flammen, Fanatismus»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Erzählt werden die Ereignisse in Deutschland der zwanziger bis vierziger Jahre aus der Sicht einer bürgerlichen Familie. In Dresden und Rostock genießt man die letzten Jahre der Weimarer Zeit und begrüßt zunächst die neuen Machthaber. Marie verlebt eine glückliche Jugend und heiratet 1935 den Marinesoldaten Kurt, der aus einer kaisertreuen Familie in Rostock stammt. Sie gründen eine neue Familie in Kiel. Hier wächst ihr Sohn Wolfgang zunächst in friedlicher Umgebung auf. Die Anfangserfolge der Nazis werden begrüßt, die Schattenseiten jedoch nicht wahrgenommen oder verdrängt. Wegen des Kriegsausbruchs 1939 wird Wolfgang zu den Großeltern nach Ostsachsen geschickt, wo er unbeschwert heranwächst. Die Wehrmacht eilt von Sieg zu Sieg, aber Kurts Eltern werden in Rostock zweimal ausgebombt. Marie wird nach Schleswig dienstverpflichtet wo auch ihr Sohn ein Jahr voller Abenteuer verlebt. 1944 weichen beide nach Sachsen aus. In Kiel geraten sie in einen schweren Luftangriff. Endlich in Sicherheit, findet Marie im Dorf eine Anstellung. Während der Kriegsalltag jetzt auch hier den Alltag bestimmt, verarbeitet Wolfgang alles spielerisch. Seine Cousine in Dresden erlebt jedoch das Inferno des 13. Februar 1945 in aller Grausamkeit. Mit dem Einmarsch der Sowjets wird auch die Dorfidylle zerstört und ein schwieriger Neuanfang beginnt. Der Hitlerkult ist dem Stalinkult gewichen.

Fahnen,Flammen, Fanatismus — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Fahnen,Flammen, Fanatismus», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Mit Puppen hatte sie nichts im Sinn. Sie besaß eine wunderschöne, in Babygröße, mit Porzellankopf, rollenden Augen, klappenden Augenlider und langen braunen Echthaaren, dazu viele prächtige Kleider. Die zog sie aber lieber ihrer Katze an, die sich alles gefallen ließ. Angezogen und mit Häubchen versehen lag sie unbeweglich auf dem Rücken, mit den Pfoten auf der Decke und wurde spazieren gefahren. Das war interessanter als eine leblose Puppe. Seit tausenden Jahren waren Katzen Begleiter der Menschen. Ohne Katze, das war doch gar nicht vorstellbar und der Mensch konnte froh sein, bei ihr wohnen zu dürfen. Der Korbwagen wurde ihr so vertraut, dass sie später sogar ihre Kinder darin gebar.

Auch ein weißer Spitz gehörte neben Kaninchen, Ziegen, Hühnern und einem Schwein zur Menagerie. Als Marie aber versuchte, den Hund mit Vaters Rasiermesser zu rasieren, gab es die erste Dresche. So was tut man ja auch nicht. Bauz, so hieß der Spitz, war ein richtiger Schlawiner. Als er sich mal an der Pfote verletzt hatte, wurde er viel herumgetragen. Er hinkte auch noch, als die Wunde längst verheilt war. Allerdings nur, wenn jemand hinsah.

Als später die Schule begann, hatte Marie endlich viele Freundinnen. Deren Eltern waren zwar durchweg vermögender, aber das herrliche Grundstück zog alle an und Paul verstand es immer wieder, entzückende Gartenfeste zu veranstalten. Da konnte man so laut sein, wie man wollte, denn das Gelände grenzte auf der einen Seite an einen Friedhof und auf der anderen an eine Gärtnerei. Die Toten und die Blumen beschwerten sich nicht. Der kleine Park lag direkt an der Elbe und die Kinder machten sich einen Spaß daraus, versteckt im Gebüsch, die auf der Elbpromenade spazierenden Liebespaare zu belauschen. Danach wurden dann die tollsten Geschichten um das Erlauschte gesponnen.

Nach vier Grundschuljahren ging Marie in die Höhere Mädchenschule. Ihre Mitschülerinnen kamen aus der „besseren“ Gesellschaft, Marie wurde aber sofort integriert. Nicht nur wegen des Parks und der vom Vater organisierten Feste. Zwei adlige Mädchen waren Flüchtlinge aus Russland. Die Väter erschossen, die Güter beschlagnahmt, brachten die Mütter sie mit Nachhilfestunden durch. Nina sprach zuhause jeden Tag eine andere Sprache und in der Schule war sie ein Ass. Eine andere Klassenkameradin, Traute, war das einzige Kind eines Fabrikanten. Sie hatte alles, nur keine schlanke Figur, denn sie aß und naschte für ihr Leben gern. Deshalb fuhr sie jedes Jahr mit ihrer Mutter nach Karlsbad in die Tschechoslowakei, um dort für viel Geld ihre Pfunde abzuhungern. Sie kam schlank zurück und hatte nach drei Monaten wieder alles aufgeholt. Sie musste deshalb mit dem Fahrrad zur Schule fahren, aber ein Chauffeur begleitete sie im Auto, einem Maybach.

Die Schule hatte gute Ausbilder. Die Fremdsprachenlehrer mussten zuvor zwei Jahre im Ausland unterrichtet haben und der Chemielehrer war ein Experte, aber zu gut für diese Welt. Er wurde der Backfische nicht Herr. Marie war seine Hilfskraft, und wenn er im Nebenraum Unterrichtsmaterial holte, durchstöberte sie sein Zensurenbüchlein. Wenn man es gar zu arg trieb, wurde man gelegentlich zum Schulleiter beordert. Der sah die Sünderin nur lange eindringlich an, das genügte, um in Reue zu zerfließen. Da stand sie nun, zerknirscht am modisch kurzen Röckchen zupfend. „Ziehen hilft nicht, länger machen!“

Pauls Aktivitäten waren sehr vielseitig. Die Arbeit im Haus, im Garten und mit den Tieren blieb allerdings an der geduldigen Mutter Selma hängen. Das karge Beamtengehalt musste aufgebessert werden und zu Feiertagen kam auch noch die weite Verwandtschaft zum Essen und Feiern. Immerhin hatte er eine sichere Stellung, Polizei brauchte man immer, im Gartenhaus konnten sie umsonst wohnen und zu essen gab es genug. So mussten sie dank der eigenen Haustiere keine Eier zum Stückpreis von 320 Milliarden RM kaufen. Das kostete ein Ei zu Zeiten der Hyperinflation Ende 1923. Auch Fleisch, Gemüse, Obst und Ziegenmilch gab es aus eigener Produktion. Paul musste damals für eine Straßenbahnfahrt 600 RM hinblättern und es gab viele andere Kosten. Deshalb arbeitete Selma von der Früh bis zum Abend in Haushalt und Garten und beklagte sich nicht. Wenn sie mal einen hübschen Stoff für ein neues Kleid bekam, bettelte Marie es ihr oft ab. Die Mutter hätte auch ihr letztes Hemdchen gegeben, wie im Märchen vom Sterntaler. Dabei sang sie von früh bis abends.

Die schweren Zeiten waren dann nach der Währungsreform im November 1923 Gott sei Dank vorbei und man konnte sich wieder einige Vergnügungen gönnen. Jedenfalls der gehobene Mittelstand und die Beamtenschaft.

Zu der Zeit wurde Radfahren modern und Paul war sofort dabei. Er brachte sich als Vergnügungsvorstand ein und organisierte fast jeden Sommersonntag Ausflüge in die schöne Umgebung. Picknick im Freien – die Jugend saß meist etwas abseits. Das Trio Marie, Gretel und Ilse war unzertrennlich. Die Freundinnen scherzten: Marie die Kluge, Gretel die Reiche und Ilse die Hübsche. Auch Tanzvergnügen organisierte Paul und Marie lernte solche Gesellschaftstänze wie Menuett und Konter. Wenn ihr Vater im Beisein des älteren Reigenpartners dann in der Straßenbahn Fahrscheine für drei Erwachsene und ein Kind verlangte, wäre Marie fast im Boden versunken.

Als Weltkriegsteilnehmer war Paul selbstverständlich auch im Militärverein. Alljährlich fanden in allen Räumen des Dresdner Ausstellungspalastes Bälle statt. Das hatte den Vorteil, dass man tanzend den Eltern entschwinden konnte. Bei den schicken Fähnrichen brauchte Marie nie Mauerblümchen zu sein. Hier tanzte man modern, Charleston zum Beispiel.

„Das ist keine Kunst“, erklärte sie dem Vater, „Man muss sich nur vorstellen, dass man einen Floh im Rücken hat und die Schlüpfer verliert.“ „Na danke“, sagte Paul.

Spätestens um Mitternacht stand er mit dem Mantel an der Tür, ein stummer Mahner, manchmal geduldig und schwitzend eine ganze Stunde lang. Dann wurde es aber ernst. Gewöhnlich gingen sie per pedes nachhause und Marie hinkte in ihren hohen Absätzen lahm hinterher. Vaters Worte „Beim Tanzen warst du aber nicht so schlecht zu Fuß“ marterten ihre Seele.

Beim „Verein christlicher junger Männer“ war Paul Ehrenmitglied. Die bliesen Posaune. Zu Festtagen oder zu Pauls Geburtstag stellten sie sich am Tor auf und brachten ein Ständchen. Am Straßenrand standen die Zaungäste. Natürlich hatte er damit gerechnet, auch wenn er sehr erstaunt tat. Drinnen gab es Kartoffelsalat von Selma und dann wurde eine Holztanzdiele im Garten aufgebaut. Die Zaungäste staunten immer noch. Erich, ein posauneblasender Bankbeamter, verdiente schon eigenes Geld und war im heiratsfähigen Alter. Zur Silberhochzeit seiner Eltern saß Marie neben dem Jubelpaar an seiner Seite und wurde von der ganzen Verwandtschaft begutachtet. Sie aber hatte noch keinen Sinn fürs Heiraten. In ihrem Kopf war zurzeit nur Platz für schöne Kleider, ein Zustand, den ihre Eltern mit Geduld ertrugen.

Dann wurde sie Mitglied im Ruderverein, der nur fünf Minuten vom Haus entfernt sein Vereinsheim hatte. Die Periode des Radfahrens war vorbei, jetzt stieg man jeden Sonntag ins Boot. Meist bildete sich eine Gruppe von Zweisitzern, die elbauf bis in die Sächsische Schweiz ruderte. Dort gab es in einem kleinen Lokal Apfelstrudel und dann Tanztee im Freien. Am Abend ließ man sich hinter einem Raddampfer von der Strömung heimwärts treiben.

Im Winter war Schneeschuhlaufen angesagt. Bis Tharandt fuhr man mit dem Zug, dann wurden die Bretter mit vielen Lederschnüren vor dem Bahnhof befestigt. Die immer zu kurzen Abfahrten mussten mit mühsamen Aufstiegen errungen werden. Das machte nur in der Gruppe Spaß. Zu Mittag gab es Brote aus dem Rucksack.

Die Reise zum Treffen des VDA nach Gmunden mit drei Mädeln aus ihrer Klasse und sieben weiteren aus der Schule war der Abschluss und Höhepunkt des unbeschwerten Lebens gewesen. Sie wurden sorgfältig vorbereitet, eine Karte mit Darstellung des Deutschtums im Ausland wurde ausgiebig besprochen. Nach der Reise widmete sich Marie den Vorbereitungen für die Reifeprüfung.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Fahnen,Flammen, Fanatismus»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Fahnen,Flammen, Fanatismus» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Fahnen,Flammen, Fanatismus»

Обсуждение, отзывы о книге «Fahnen,Flammen, Fanatismus» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x