Anina Toskani - Braco - kleiner Bruder, großer Engel

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Anina Toskani schreibt seit der Kindheit. Mr. Bär findet ihre Texte und überredet sie zu veröffentlichen. Was mit Poesie und Kurzgeschichten begann, wird ein autobiografischer Roman. Als bei Queen Mum Deli die Alzheimer Dämonen auf der grünen Couch grassieren, beginnt ihre Suche. Da begegnet sie Braco's magischem Blick und eine Wende tritt ein.
Von Alzheimer, Burnout, Couchsurfing, Heilern, Hypnose, Jesus Christus, Pater Pio und heiligem Lachen erzählt sie mitreißend in Braco, kleiner Bruder – großer Engel.

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Niemand unter meinen zahlreichen irdischen Lehrern und Meistern hatte mir je die Frage nach dem Sinn des Daseins und vor allem nach dem Sinn solchen Leidens, wie es Alzheimer Patienten haben, beantworten können. Ich krankte an der täglichen Anteilnahme an Deli’s Leiden mit ihrer Trübsal, den Selbstmordgedanken und der Verzweiflung, ganz zu schweigen von den körperlichen Beschwerden, wie häufigen Durchfällen oder Atemnot und Schwere in den Beinen, die sie außerdem noch hatte. Mit Braco gab es nun eine stille Hoffnung ohne Worte. Mit jedem Blick, den ich mit Braco auf Videos verbrachte, wurde mir ein wenig leichter ums Herz. Ich wurde dann sehr neugierig auf seine persönliche Präsenz. Die Faszination, die die erste Begegnung ausgelöst hatte, ist mir noch immer gegenwärtig, als wäre es heute gewesen. Ich schöpfte Hoffnung, dass er Deli helfen könne, ihren wohlverdienten Lebensabend zu genießen.

Braco war meine allerletzte Hoffnung, denn alles andere hatte schon versagt: die Beratungen bei der geriatrischen Psychiatrie, bei der wir eine kettenrauchende Sozialhelferin angetroffen hatten, die Hilfsangebote von Pflegediensten, die keine Vertrauensperson stellen konnten, die Therapeutin, die ins Haus kam, diverse Putzhilfen, die das Handtuch warfen, manche Begegnungsstätte, die zu weit weg war, Ärzte, die sich nicht trauten, Deli einzuweisen und vieles andere mehr. Deli klebte an mir, wie eine Klette und hatte vor allen Fremden tierische Angst. Den Job, sie zu unterstützten, konnte ich nicht einfach an den Nagel hängen, eher hätte ich meiner Firma kündigen können. Doch wovon sollten wir dann existieren. Delis winzige Rente hätte für uns nie gereicht.

Begeistert brachte ich deswegen Deli die frohe Botschaft von Braco und von den Tausenden von Heilungszeugnissen, in denen Menschen von unheilbaren jahrzehntelangen Beschwerden und Leiden, körperlicher, psychischer und seelischer Art, erlöst worden waren. Meine Hoffnung, auch sie würde von den Alzheimer Dämonen befreit werden, wuchs, als ich noch eine Falldarstellung entdeckte, wie eine alte Dame von totaler Hilflosigkeit und Alzheimer Symptomen mit über 70 Jahren völlig genesen war und sich wieder selbst versorgen konnte. So schöpfte ich große Hoffnung, ich könnte Deli auf jeden Fall vor der Einlieferung in die Psychiatrie bewahren, wie schon einmal 10 Jahre zuvor.

Oft nahm ich in Braco’s Gegenwart wahr, dass sich der Raum um mich herum aufhellte. Das geschah, sobald ich seinem Blick begegnete oder seine Stimme hörte. Es war, als würde die Sonne aufgehen, in meinem Herzen und auch ringsherum in meinem Zimmer. Manchmal fühlte es sich so an, als hätte ich den Himmel mit den Fingerspitzen berührt! „Es werde Licht!“ Dachte ich oft lächelnd, denn mit der Erschaffung des Lichts, hatte laut der Bibel alles vor ewig langer Zeit im leeren dunklen Raum des Weltalls angefangen. „Es werde Licht!!“ Murmelte ich oft in Deli’s Gegenwart unbemerkt. Denn ich hatte noch immer Hoffnung auf Besserung. Ich war wild entschlossen, sie den Fängen der dunklen Mächten zu entreißen, von denen wir nicht wussten, woher sie kamen. Ich wollte unbedingt herausfinden, was hinter dem Phänomen auf der grünen alten Velourcouch steckte und Deli’s frühere Frohnatur zurückholen. Ich war mir sicher, Braco würde mir dabei helfen.

Bracos Sonnensymbol im Onyxraum Bracos Blick Delis Alzheimer Attacken - фото 6

Braco’s Sonnensymbol im Onyxraum

Braco’s Blick & Deli’s Alzheimer Attacken.

In der Zwischenzeit, begann Deli’s Stimmung immer heftiger zu schwanken. Sie war immer seltener gutgelaunt, dafür umso öfter melancholisch, schweigsam, in sich gekehrt, regelrecht weltabgewandt. Sie sprach immer häufiger vom Sterben…

Dann fiel mir auf, dass sie manchmal Trinken und Essen, manchmal sogar die Herdplatte auf kleiner Flamme vergaß, bis es in der Küche angebrannt roch. Meist verließ sie kaum noch die grüne Couch, auf der sie in Droschkenkutscherhaltung mit geneigtem Kopf saß, stundenlang grübelnd. Sie beklagte sich über ihr Leiden, auch körperliches Unwohlsein, wiederholte immer öfter den Wunsch, sie wolle einfach weg, nur weg, einfach tot sein, mausetot! Dann wieder sagte sie, sie sei mir eine Bürde und schwere Last; deswegen sei es Zeit, dass sie gehe und den Weg freimache. Solche Aussagen brachen mir das Herz, denn ich liebte sie sehr und wir waren seit der Schulzeit ein regelrechtes Komplott. Meine inneren Alarmglocken begannen heftig zu läuten. Ich sagte ihr, dass wir die Lebenszeit von Gott oder der Seele zugeteilt bekommen haben und den Plan nicht einfach ändern können. „Wir wissen nicht, wie alt wir werden und warum wir länger als gewünscht auf diesem Planeten unterwegs sind!“ Sie nickte stumm. Nun war ich gezwungen, so auf sie aufzupassen, dass sie keine Dummheiten machte. Schon seit einigen Monaten ging ich jeden Morgen vor der Arbeit mit meinem großen Korb aus geflochtener Weide, dem Rotkäppchenkorb zu ihr, um mit ihr gemeinsam, in der kleinen gemütlichen Wohnküche mit Blick auf den grünen Innenhof, zu frühstücken. Der Korb barg frische Früchte, vom Gretl Markt gegenüber, eine Kanne Tee und manchmal ein paar süße Leckereien.

Wir teilen beide die Leidenschaft für leckere Torten und Obstkuchen, was bei uns daheim im Dialekt heißt: „Wir sind verschnuppt!“ So saßen wir morgens oft vor der leise flackernden Kerze bei Tee und Kaffee einander gegenüber. Ich plauderte drauflos, um sie abzulenken, erzählte allerhand All-täglichkeiten, aber oft auch gern von den Erlebnissen mit Braco und den Videos, die ich angeschaut hatte. Deli wurde immer neugieriger, sie mochte die Geschichten, denn ringsherum passierte nicht viel, den lieben langen Tag. Wenn ich begeistert von etwas berichtete, staunte sie wie ein Kindergartenkind auf dem Weihnachtsmarkt und machte große Augen. Begeisterung steckt an! Wenn ich von den Heilungen und meinen persönlichen Eindrücken erzählte, wie gut mir sein stiller Blick tat, staunte sie darüber, dass er gar keine Worte benutzt. Das machte sie sehr neugierig. Es gefiel ihr, da sie selbst auch seit Jahren kein überflüssiges Wort mehr sprach. Schließlich gelang es mir, sie zu überzeugen, doch gemeinsam mit mir in meiner Wohnung, einmal Braco an meinem Bildschirm zu erleben. Wir gingen gemeinsam um die Ecke, von ihrer zu meiner Wohnung, saßen dann einträchtig nebeneinander vor einigen von Braco’s Videos. Deli war äußerst skeptisch wie immer. Ich wunderte mich darüber, dass sie den Skeptizismus seit Vati’s Tod 1995 übernommen und zu ihrer zweiten Natur gemacht hatte. Er war sehr rational und analytisch gewesen, ganz im Gegensatz zu ihrem emotionalen und herzlichen Wesen, doch nun empfand ich oft, als würde mir in Deli eine Kombination meiner beiden Eltern gegenübersitzen. Sie brachte oft Argumente, die mich in Erstaunen versetzten. Trotzdem war sie bereit, Braco’s Blick einmal auszuprobieren und dachte, sie habe dabei nichts Besonderes empfunden oder bemerkt. Zu meinem Erstaunen sah ich jeodch, als ich sie heimlich von der Seite beobachtete, gleich bei einem der ersten Male, eine Träne in ihrem Augenwinkel. Das war seit Jahren nicht mehr vorgekommen. Sie pflegte oft zu sagen, sie könne nicht mehr weinen, nicht einmal dann, wenn sie tieftraurig sei und das sei sie eigentlich fast immer. Zu solchen Aussagen konnte ich immer nur stumm und betroffen nicken und meinen Kummer herunterschlucken. Ihre innere Versteinerung tat mir tief im Herzen furchtbar weh. Ich hätte sie so gern wieder glücklich gesehen. Der zweite Weltkrieg hatte Deli’s s und Vati’s beste Jugendjahre überschattet, die Heirat verzögert und Berufsvisionen verschleppt. Deli’s Jungmädchentraum vom glücklichen Landleben, in einem schönen Haus mit Garten und Schneideratelier, bezahlte sie mit dem Verlust ihrer Kunden aus der Stadt. Vater hatte unser Einfamilienhaus auf dem Dorf eigens auf Deli’s Wunsch hin gekauft, sogar gegen seine persönliche Überzeugung, nur um ihren Traum umzusetzen, doch die ohne Architekt ausgeführten Pfuschereien wurden viel zu teuer bezahlt. Ihn kostete die Entscheidung zugunsten der Familie damals Kraft, Nerven und begrenzte ihn bei der Arbeitssuche auf ein engeres Umfeld. Deli ließ, ungeahnt, bei der Entscheidung, in ein winziges Dorf von 400 Seelen zu ziehen, am meisten Federn. Sie verlor in den ersten Jahren in ihrem Traumhaus, das sich als teurer Alptraum entpuppte, sage und schreibe 40 Kilo und dazu ihre Gemütsruhe, ihren Humor und schließlich sämtliche Schneidereikunden. Die Entfernung von der Stadt war auf Dauer zu groß.

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