Emile Erckmann - Madame Therese

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Es wird eine Episode aus dem Ersten Koalitionskrieg (1792–1797) geschildert. In Anstatt stoßen ein Detachement der französischen Revolutionstruppen und eine Abteilung österreichischer Truppen aufeinander. Die französischen Truppen unterliegen, müssen sich zurückziehen und viele Tote zurücklassen. Der menschenfreundliche Arzt Jakob Wagner rettet die schwer verwundete, bereits als tot angesehene Madame Thérèse, eine Marketenderin der Franzosen. Sie wird im Haus des Arztes versteckt und gesundgepflegt. Wagner wird deshalb bei den preußischen Behörden in Kaiserslautern als Jakobiner denunziert. Er wird jedoch von einem Freund gewarnt und bringt Thérèse und sich selbst angesichts der drohenden Verhaftung durch preußische Truppen heimlich ins Lager des französischen Generals Hoche bei Pirmasens in Sicherheit.

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»Diese Republikaner haben einige vorübergehende Erfolge erzielt, wegen der Ueberraschung, die sie durch ihre wahrhaft unglaubliche Kühnheit und Sinnlosigkeit der Welt bereitet haben. [11] Indem sie alle Doktrinen und alle bestehenden Prinzipien leugneten, haben sie alle vernünftigen Leute mit Betäubung geschlagen; das ist die einzige Ursache dieser Umwälzungen. Gerade wie man manchmal einen Ochsen und selbst einen Stier plötzlich beim Anblick einer jählings aus der Erde schlüpfenden flinken Natter still stehen und fliehen sehen kann, so sehen wir unsere Soldaten verblüfft und selbst in unordentlicher Flucht vor einer solchen Kühnheit. Aber alles dies kann nicht lang dauern, und wenn die erste Ueberraschung einmal vorüber ist, so bin ich versichert, unsre alten Generale vom siebenjährigen Krieg schlagen diese zusammengerafften Barfüßler in Grund’s Boden hinein, und es kommt keiner wieder in sein unglückliches Vaterland zurück.«

Nachdem er solches gesprochen, zündete Herr Karolus seine Pfeife wieder an und ging auf und ab, die Hände auf dem Rücken, mit der Miene großer Selbstbefriedigung. Alle andern dachten über das nach, was sie soeben gehört hatten, und endlich nahm der Mauser das Wort:

»Alles was geschehen soll, geschieht,« sagte er. »Daß diese Republikaner ihre Herrn und ihre Geistlichen verjagt haben, das stand im Himmel geschrieben seit dem Anfang der Zeiten. Gott wollte es! Zu wissen, ob sie wieder umkehren, das hängt davon ab, was unser Herrgott für gut findet; ob er die Todten wieder erwecken will, hängt von ihm ab. Aber vergangenes Jahr, als ich meine Bienen arbeiten sah, bemerkte ich, daß einstmals diese kleinen Dinger, so sanft und hübsch, sich auf die Drohnen stürzten, sie stachen und aus dem Stock schleiften. Das wiederholt sich alle Jahre. Diese Drohnen zeugen die Jungen und die Arbeitsbienen unterhalten sie, so lange der Stock ihrer bedarf; aber dann tödten sie sie. Es ist abscheulich; aber doch, wie’s geschrieben steht. Indem ich [12] das betrachtete, dachte ich an die Republikaner. sie sind im Zug, ihre Drohnen zu tödten; aber seid ruhig, man kann sie nicht entbehren; es werden andere nachkommen; man wird ihnen wieder aufhelfen und sie ernähren, und die Bienen werden sich wieder aufs Neue erbosen und sie wieder dem Hundert nach umbringen. Man wird glauben, jetzt sei alles fertig; aber es werden wieder andere nachkommen; und so fort und fort; es muß so sein; es muß so sein!«.

Der Mauser warf den Kopf auf, und Herr Karolus, mitten im Zimmer stehend, rief:

»Was nennt Ihr Drohnen? Die wahren Drohnen sind dieses übermüthige Geschmeiß, das sich zu allem für befähigt hält, und nicht die Herren und die Geistlichen.«

»Mit Verlaub, Herr Richter,« entgegnete der Mauser, »die Drohnen sind die, die nichts schaffen wollen und doch alles genießen. Die, welche. ohne einen andern Dienst zu leisten, als um die Königin zu sumsen, verlangen, daß man sie reichlich füttere. Man füttert sie. Aber endlich, so steht’s geschrieben, wirft man sie hinaus. Das ist tausend und tausendmal vor gekommen, und es kann sich nicht fehlen, daß es sich immer wiederholt. Die Arbeitsbienen voll Ordnung und Sparsamkeit können keine Wesen ernähren, die zu nichts nütz sind. Es ist unglücklich; es ist traurig; aber es ist so. Wenn man Honig macht, so möchte man ihn gerne auch für sich behalten.«

»Ihr seid ein Jakobiner!« schrie Karolus entrüstet.

»Nein, im Gegentheil, ich bin ein Bürger von Anstatt, Maulwurffänger und Bienenzüchter; ich liebe mein Land, so gut wie sie; ich würde mich für dasselbe aufopfern, vielleicht besser als sie. Aber ich bin genöthigt, zu sagen, daß die wahren Drohnen die sind, die nichts arbeiten, und daß die Bienen die sind, die schaffen, weil ich es hundertmal gesehen habe.«

[13]

»Ah,« rief Karolus Richter, »ich will wetten, daß Koffel die nämlichen Ideen hat, wie Ihr.«

Darauf antwortete der kleine Schreiner, der bis jetzt nicht gesprochen hatte, mit blinzelndem Auge:

»Herr Karolus, wenn ich das Glück hätte, der Enkel eines Bedienten von Peri-Peter oder Salm-Salm zu sein, und wenn ich ein reicher Erbe wäre, wie sie, daß ich in Ueberfluß und Nichtsthun leben könnte, dann würde ich sagen, daß die Drohnen die Arbeiter und die Bienen die Müßiggänger sind. Aber so wie ich bin, habe ich die ganze Welt nöthig, um zu leben und ich sage nichts. Nur denke ich, jedem sollte das beschieden sein, was er mit seiner Arbeit verdient.«

»Meine lieben Freunde,« hob nun der Onkel mit Ernst an, »sprechen wir nicht von diesen Dingen; denn wir werden uns nicht verständigen. Friede, Friede, das ist, was uns noth thut. Der Friede gibt den Menschen den Wohlstand und stellt alle Wesen auf ihren rechten Platz. Im Krieg sieht man die schlechten Neigungen vorherrschen: Mord, Raub und was sonst daran hängt. Es lieben auch alle Menschen von schlechtem Lebenswandel den Krieg; er ist für sie das einzige Mittel, etwas zu scheinen. In Friedenszeiten wären sie nichts, man würde zu leicht gewahr, daß ihre Gedanken, ihre Erfindungen und ihre Wünsche nichts weniger als genial sind. Gott hat den Menschen zum Frieden, zur Arbeit, zur Liebe seiner Familie und seiner Mitmenschen geschaffen. Weil nun der Krieg gegen alles dieß anlauft, so ist er eine wahre Geißel. Nun schlägt es aber soeben zehn Uhr; wir könnten bis morgen fortdisputiren, ohne uns besser zu verständigen. Ich schlage daher vor, schlafen zu gehen.«

Hierauf erhoben sich alle, und der Bürgermeister, seine dicken Fäuste auf die Arme seines Lehnstuhls stützend, rief:

[14]

»Gebe der Himmel, daß weder die Republikaner, noch die Preußen, noch die Kaiserlichen hier durch kommen, denn alle diese Leute haben Hunger und Durst. Und wie es angenehmer ist, seinen Wein selbst zu trinken, als ihn von andern hinunterstürzen zu sehen, so ist es mir lieber, diese Dinge aus der Zeitung zu erfahren, als sie mit eigenen Augen zu schauen. Das sind meine Gedanken!«

Auf diese Bemerkung hin wandte er sich zur Thüre. Die andern folgten.

»Gute Nacht,« rief der Onkel.

»Guten Abend,« antwortete der Mauser, die dunkle Straße hinwandelnd.

Die Thüre schloß sich, und der Onkel sagte mit bekümmerter Stimme:

»Allons Fritzel, mach daß du gut schläfst.«

»Gleichfalls, Onkel.« Damit stiegen Lisbeth und ich die Treppe hinan.

Eine Viertelstunde später herrschte das tiefste Stillschweigen im Hause.

II.

An einem Freitag Abend im Monat November 1793 knetete Lisbeth nach ihrer Gewohnheit den Teig, um Hausbrod zu backen. Da es zugleich auch Fladen und Aepfelkuchen geben sollte, so hielt ich mich bei ihr in der Küche auf und sah ihr zu, indem ich mich den angenehmsten Betrachtungen hingab.

Als der Teig fertig war, setzte man Bierhefe zu, kratzte ringsherum den Backtrog ab und deckte eine dicke Federdecke darüber, um ihn gehen zu lassen. Dann breitete Lisbeth die Gluthen des Herds im Ofen aus und schob mit der Stange drei große trockene Reisigbündel hinein, die alsbald unter dem [15] finstern Gewölbe zu flammen anfingen. Als nun das Feuer gut brannte, schloß sie das Schürloch und sagte zu mir:

»Jetzt, Fritzel, wollen wir zu Bett gehen; morgen, wenn Du aufstehst, wird’s Kuchen geben.«

Wir stiegen also in unsere Kammern hinauf. Onkel Jakob schnarchte schon seit einer Stunde hinten in seinem Alkoven. Ich legte mich nieder, an die guten Sachen denkend, und brauchte nicht lange, um wie ein seliger einzuschlafen.«

Das dauerte schon ziemlich lange, es war noch Nacht und der Mond glänzte voll in mein kleines Fenster, als ich durch einen sonderbaren Lärm geweckt wurde; es war, wie wenn das ganze Dorf zum Märchen geworden wäre; in der Ferne öffneten und schlossen sich Thüren; eine Menge von Schritten ging durch die kothigen Pfützen der Straße hin und wider. Zugleich hörte ich auch in unserem Haus kommen und gehen, und purpurne Reflexe spielten auf meinen Scheiben.

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