Emile Erckmann - Madame Therese

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Es wird eine Episode aus dem Ersten Koalitionskrieg (1792–1797) geschildert. In Anstatt stoßen ein Detachement der französischen Revolutionstruppen und eine Abteilung österreichischer Truppen aufeinander. Die französischen Truppen unterliegen, müssen sich zurückziehen und viele Tote zurücklassen. Der menschenfreundliche Arzt Jakob Wagner rettet die schwer verwundete, bereits als tot angesehene Madame Thérèse, eine Marketenderin der Franzosen. Sie wird im Haus des Arztes versteckt und gesundgepflegt. Wagner wird deshalb bei den preußischen Behörden in Kaiserslautern als Jakobiner denunziert. Er wird jedoch von einem Freund gewarnt und bringt Thérèse und sich selbst angesichts der drohenden Verhaftung durch preußische Truppen heimlich ins Lager des französischen Generals Hoche bei Pirmasens in Sicherheit.

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Aber um ihn auf das Kapitel seiner Wahrsagungen zu bringen, war ihm die Gegenwart seines Freundes Koffel nöthig, des Schreiners, Drehers, Uhrenmachers, Hundsscheerers, Thierarztes, kurz des größten Genies von Anstadt und Umgegend. Koffel trieb alles; er flickte das zersprungene Geschirr mit Eisendraht, er verzinnte die Pfannen, er reparierte altes verdorbenes Hausgeräthe, er stellte die Orgel in stand, wenn Pfeifen und Blasbalg in Unordnung waren; Onkel Jakob hatte ihm selbst verbieten müssen, gebrochene Beine und Arme einzurichten, denn er hielt sich auch für einen geschickten Mediziner. Der Mauser zollte ihm viele Bewunderung und sagte manchmal: Wie schade, daß Koffel nicht studiert hat,’s ist ewig schad’! und alle Gevatterinnen auf dem Lande betrachteten ihn als ein Universalgenie.

[6]

Aber all dies stieg ihm nicht zu Kopf, und die sicherste seiner Einnahmsquellen Floß im Herbst: da ging er krauteinschneiden, seinen Krauthobel, wie einen Butten auf dem Rücken, und rief von Thüre zu Thüre: Kraut einschneiden! Der Krauteinschneider!

Da sah man’s, wie große Geister belohnt werden.

Koffel, ein kleiner magerer Mann, schwarz von Bart und Haar, mit langer, dünner wie ein Entenschnabel niederhängender Nase, säumte auch nicht zu erscheinen, die Hände in den Taschen seines runden Kittels, die Zipfelmütze im Nacken, die Zottel zwischen den Schultern, mit kurzen Hosen und dicken blauen Strümpfen voll Leimflecken, schlotternd um seine spindeldürren Beine, und mit schlurfen, die an mehreren Stellen aufgerissen waren, um seinen Schwielen Platz zu machen. Er trat einige Augenblicke nach dem Mauser herein, schritt mit kleinen Schritten vorwärts und sagte mit ernsthafter Miene:

»Guten Appetit, Herr Doktor!«

»Wenn’s Euch beliebt,« antwortete der Onkel.

»Danke vielmal; wir haben diesen Abend Salat gegessen; das ist mein Leibessen.«

Nach diesem Gespräche setzte sich Koffel hinter den Ofen und rührte sich nicht, bis der Onkel anhub:

»Flink, Lisbeth, zünde das Licht an und nimm das Tischtuch weg.«

Dann stopfte auch der Onkel seine Pfeife und rückte zum Ofen. Man schickte sich an, vom Regen, vom schönen Wetter, von den Ernten etc. zu reden. Der Maulwurffänger hatte im Lauf des Tags so und so viel Fallen gestellt, er hatte während des Gewitters das Wasser von irgend einer Wiese abgeleitet; er hatte so und so viel Honig aus seinen Bienenständen gewonnen; seine Bienen sollten bald schwärmen, hängten sich schon vor dem Korbe an, und der Mauser rüstete daher bereits neue Körbe, um die jungen schwärme aufzunehmen.

Koffel aber kaute immer irgend einer Erfindung wieder;, er sprach von seiner Uhr ohne Gewicht, an der die zwölf Apostel schlag zwölf Uhr erscheinen mußten, während der Hahn krähte und der Tod mähte; oder sprach er von seinem Pflug, der, aufgezogen wie eine Uhr, ganz allein marschieren sollte oder von einer ähnlichen, wunderbaren Erfindung.

Der Onkel hörte ernsthaft zu; er gab mit einem Zeichen des Hauptes seinen Beifall, dachte aber wohl zugleich an seine Kranken.

Im Sommer saßen die Nachbarinnen auf der steinernen Bank vor unsern offenen Fenstern und plauderten mit Lisbeth über Haushaltungsgegenstände. Die eine hatte letzten Winter so und so viel Ellen Leinwand gesponnen, einer andern Hennen hatten täglich so und so viel Eier gelegt.

Ich, meines Theils, benutzte einen guten Augenblick, um zu Klipfel’s Schmiede zu laufen, deren Flamme von weitem her, am Ende des Dorfs, durch die Nacht glänzte. Hans Adam, Franz Seppel und mehrere andere hatten sich dort schon versammelt. Wir sahen zu, wie die Funken wie Blitze unter den Hammerschlägen davon flogen. Wir pfiffen beim Lärmen des Amboßes. Brachte man eine alte Mähre zum Beschlagen, so halfen wir ihr den Fuß halten. Die Aeltesten unter uns versuchten Nußblätter zu rauchen, bis es ihnen übel wurde; einige andere rühmten sich, schon alle Sonntage zum Tanz zu gehen; das waren Burschen von fünfzehn bis sechs zehn Jahren. sie setzten den Hut auf’s Ohr und rauchten mit wichtiger Miene, die Hände in den Taschen.

[8]

Endlich um zehn Uhr zerstreute sich die ganze Bande; jeder zog seiner Heimath zu.

So verliefen die gewöhnlichen Wochentage; aber am Montag und Freitag erhielt der Onkel die »Frankfurter Zeitung« und an diesen Tagen war das Haus besuchter. Außer Mauser und Stoffel sahen wir unsern Bürgermeister, Christian Meyer, und Herrn Karolus Richter, den Enkel eines alten Bedienten des Grafen Salm-Salm, herbeikommen. Weder der eine noch der andere wollte auf die Zeitung abonnieren, aber sie hörten sie gerne umsonst vorlesen.

Wie oft habe ich mich seitdem unsres dicken Bürgermeisters mit seinen scharlachrothen Ohren, seinem wollenen Camisol und seiner weißen baumwollenen Mütze, im Lehnsessel, an des Onkels gewöhnlichem Platze sitzend, erinnert. Er schien über tiefe Dinge nachzudenken; aber seine ganze Aufmerksamkeit war darauf gerichtet, die Neuigkeiten wohl zu behalten, damit er sie seiner Frau, der tugendsamen Barbara, mittheilen könne, welche die Gemeinde in seinem Namen regierte.

Und dann der große Karolus, eine Art Windhund, in seinem Jagdhabit, und mit seiner Kappe von gesottenem Leder, der größte Wucherer des Landes, der alle Bauern von oben herab ansah, weil sein Großvater Lakai bei Salm-Salm gewesen, der sich einbildete, den Leuten einen Gefallen zu er weisen, wenn er von ihrem Tabak stopfte, und der unaufhörlich von Parks und Fasanerien, von Hetzjagden und von den Rechten und Privilegien des gnädigsten Herrn von Salm-Salm sprach. Wie oft habe ich ihn in unsrem niedrigen Zimmer aus- und eingehen sehen. Da saß er mit gerunzelten Augenbrauen und schien zuzuhören, aber plötzlich fuhr er mit der Hand in die große Rocktasche des Onkels, holte sein [9] Tabakspäckchen heraus und stopfte sich seine Pfeife, die er am Licht »Mit Erlaubnis« anzündete.

Ja, alle diese Dinge stehen mir noch lebhaft vor den Augen.

Armer Onkel Jakob! Der gute Mann ließ sich seinen Tabak wegrauchen und merkte es nicht einmal, mit so viel Aufmerksamkeit las er die Tagesneuigkeiten. Die Republikaner nahmen damals die Pfalz weg und zogen den Rhein hinab; sie wagten es, sich den drei Kurfürsten, dem König von Preußen und dem Kaiser Joseph gegenüber zu stellen.

Alle Zuhörer des Onkels entsetzten sich über ihre Kühnheit.

Herr Richter sagte, das könne von keiner Dauer sein, diese Lumpen werden bis auf den legten Mann ausgerottet werden.

Der Onkel beschloß immer seine Vorlesung mit irgend einer verständigen Betrachtung. Er sagte:

»Loben wir den Herrn, daß wir mitten in Wäldern leben und nicht im Weinland, auf rauhem Gebirg und nicht in der fruchtbaren Ebene. Diese Republikaner glauben nichts bei uns erwischen zu können; darauf beruht unsere Sicherheit; wir können uns in Frieden auf’s Ohr legen. Aber wie viele andere sind ihren Räubereien ausgesetzt! Diese Leute wollen alles mit Gewalt durchsetzen; aber die Gewalt hat nie etwas Gutes erzeugt. sie sprechen uns von Liebe, Gleichheit, Freiheit; aber sie bringen diese Grundsätze nicht zur Anwendung; sie verlassen sich auf ihre Fäuste und nicht auf die Gerechtigkeit ihrer Sache. Vor ihnen und lang vorher sind andere gekommen, um die Welt zu befreien; diese schlugen nicht und tödteten nicht; sie gingen den Tausenden nach zu Grunde, und an ihre Stelle trat im Verlauf der Jahrhunderte das Lamm, [10] welches die Wölfe verschlungen hat. Man sollte glauben, von diesen Menschen sei kein Andenken mehr übrig; aber nein: sie haben die Welt überwunden; sie haben nicht das Fleisch, sie haben die Seele des Menschengeschlechts erobert, und die Seele, das ist alles. Warum folgen diese nicht demselben Beispiel?«

Da rief Karolus Richter mit verächtlicher Miene:

»Warum? Weil sie selbst an keine Seele glauben, und weil sie die Mächtigen der Erde beneiden. Und dann! alle diese Republikaner sind Atheisten, vom ersten bis zum letzten; sie achten weder Thron noch Altar; sie haben Dinge um gestürzt, die seit dem Ursprung der Zeit bestanden; sie wollen keinen Adel mehr, wie wenn der Adel nicht das Wesen der Dinge auf Erden und im Himmel wäre; als ob es nicht anerkannt wäre, daß unter den Menschen die einen zur Sklaverei, die andern zum Herrschen geboren sind; als ob man diese Ordnung nicht selbst in der Natur gewahrte: die Moose stehen unter dem Gras, das Gras unter dem Busch, der Busch unter den Bäumen und die Bäume unter dem Himmelsgewölbe. Ebenso stehen die Bauern unter den Bürgern, die Bürger unter dem Richterstand, der Richterstand unter dem Geburtsadel, der Geburtsadel unter dem König und der König unter dem Papst, der von seinen Kardinälen, Bischöfen und Erzbischöfen repräsentiert ist. Das ist die natürliche Ordnung der Dinge. Man mag wohl reden; aber nie wird sich eine Distel zur Höhe eines Eichbaumes erheben, und nie wird ein Bauer das Schwert führen, wie der Abkömmling eines erlauchten Geschlechts von Kriegern.

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