Ron Müller - Das Zwillingsparadoxon

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Doktor Geiger verabreicht einem Mann eine Überdosis Morphin und zeichnet mit Präzisionswaagen das Gewicht des Sterbenden auf. Nachdem er weitere Patienten tötet, wird kurze Zeit später auch die Leiche des Mediziners gefunden.
Henning, sein älterer Sohn, zeigt sich vom ungeklärten Tod des Vaters wenig beeindruckt. Die Beerdigung empfindet er als Farce, die trauernde Familie geht ihm auf die Nerven. Am liebsten würde er mit dem Thema abschließen, wären da nicht die Mitteilungen in der Presse, für deren Erscheinen sein Vater noch zu Lebzeiten gesorgt hatte.
Immer mehr Augen richten sich auf die Geigers Hinterlassenschaft. Ständig kommen neue Informationen zutage. Bis Henning keine andere Wahl bleibt, als gemeinsam mit der jungen Ärztin Ewa und dem Journalisten Martin den Hinweisen auf den Grund zu gehen. Je mehr sie über die Todesursache herausfinden, umso deutlicher werden die Anzeichen für eine Verschwörung. Das Leben seines Vaters, wie Henning es kannte, war eine Fassade. Und je weiter sie dahinter blicken, umso besser erkennen sie die Gefahr für jeden, der dem Vermächtnis des Doktors zu nahe kommt.

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»Wie viel Zeit bleibt noch bis zur Testamentseröffnung?«, fragte Steve und angelte sich das erste Stück.

»Kannst es wohl nicht abwarten. Wirst schon genug abbekommen.«

»Jungs!« Die Großmutter versuchte, einen Streit im Keim zu ersticken.

»Steck doch die Knete in dein florierendes Unternehmen.«

»Henning, es reicht!«

Inges Worte sorgten dafür, dass er vom Bruder abließ und mit der Gabel die erste Portion sezierte. Er hatte keinen Appetit und vor allem keine Lust auf das Harmoniebestreben, das der Rest der Familie hatte.

»Ich kann Heucheln nun mal nicht ausstehen«, murmelte er vor sich hin.

»Was willst du eigentlich?« Wütend sprang Steve auf.

Henning hielt es ebenso wenig auf dem Stuhl. »Sag doch einfach, dass dir das Erbe gelegen kommt, und quatsch keine Opern.«

»Anscheinend geht es dir am Arsch vorbei, dass Vater tot ist«, brüllte Steve zurück.

»Ja, der feine Vater. Möchtest du das mit der Ehrlichkeit mal probieren?« Henning ging um den Tisch. »Sprich mir nach! Es ist mir völlig egal, ob seine Durchlaucht lebt oder nicht, da er sich nicht für uns interessiert hat. Nicht im Ansatz! Und der Vollständigkeit halber sag auch noch das hier: Ich habe für meinen Pflichtteil zwar wenig getan, aber ich nehme ihn dankend an, als Entschädigung, weil der gute Mann zeit seines Lebens nur mit sich beschäftigt war. Und der gute Mann war gar nicht gut, um bei der Wahrheit zu bleiben, eigentlich war er ein Arsch! «

»Du überheblicher …«

Im selben Augenblick knallte Inges Handfläche auf Hennings Schläfe. Sie hatte die Wange treffen wollen.

Das war’s! Nach der Aktion brauche ich mir den Mist hier nicht länger zu geben.

Er tobte in die Küche, riss den Kühlschrank auf und zog ein Pils heraus.

»Wisst ihr was?«, brüllte er durch den Flur. »Ihr könnt den ganzen Scheiß behalten. Nehmt meinen Teil und dann heult doch alle noch ordentlich rum, weil der Idiot nicht mehr da ist.«

Henning verzog sich vor das Haus. Er trank das Bier in einem Zug, warf seine Maschine an und die Flasche krachend gegen die Garage.

Schwachköpfe!

Halb fünf.

Der Raum des Amtsgerichts erschien schmucklos. Einem Bau, der seit der vorletzten Jahrhundertwende von außen etwas Herrschaftliches ausstrahlte, hatte man von innen mit jedem Jahrzehnt mehr von ebendiesem genommen. Erst den Stuck und die Dielung. Später die hohen Decken. Wenigstens die Türen hatte man im Original belassen, jedoch so oft überstrichen, dass sie heruntergekommen wirkten. Der einzige Blickfang enthielt zehn Zeilen und hing in einem schwarzen Rahmen zwischen zwei Fenstern:

Der Tod ist nicht das Ende.

Er löst einzig die Bande, die dich mit der Zeit verbunden hat … die dich mit ihr vorantreiben ließ.

Du fällst nicht ins Bodenlose. Keine Angst. Du bleibst nur stehen und verhakst dich in einer Minute, die du nicht mehr verlassen wirst.

Anfangs fürchtest du, immer schneller abzutreiben. Aber das kommt dir nur so vor. Denn mit dem Tod bist du lediglich losgelöst von der Gegenwart, zur Ruhe gekommen und nur die übrige Welt strebt weiter.

Ingeborg saß neben Steve. Sie wartete und vermied es, den Text ein zweites Mal zu lesen.

Der Gerichtsmitarbeiter, der sich ihnen vor zehn Minuten mit Nowak vorgestellt und die Formalitäten geklärt hatte, kam nun in Begleitung aus einem Nebenzimmer.

»Bevor wir zur Verlesung kommen, stelle ich Ihnen Herrn Steiner vor. Er wird der Testamentseröffnung beiwohnen.«

Es war den beiden Hinterbliebenen egal, ob der hochgewachsene, kräftige Mann im braunen Anzug zuhörte. Ihretwegen hätte das halbe Amt zuhören können, solange alle, was die Erbsumme angelangte, den Mund hielten und nicht aus der Nachbarschaft stammten.

Nowak räusperte sich und begann.

Letzter Wille und Testament

Ich, Dr. Oswald Geiger, geboren am 25.10.1950, setze für das vor meiner Ehe entstandene Vermögen die Aevum-Stiftung und für den in der Ehe entstandenen Besitz meinen Sohn, Henning Geiger, als Erben ein. Meine Ehefrau, Ingeborg Geiger, enterbe ich hiermit.

Steve Geiger soll nach dem Versterben seines Bruders der Schlusserbe sein. Sollte er nach meinem Ableben den Pflichtteil verlangen, so soll er auch zum Zeitpunkt des Todes von Henning lediglich den Pflichtteil erhalten. In diesem Fall übertrage ich den Rest des Besitzes an die Aevum-Stiftung.

Im Rahmen meines Letzten Willens wird das Gericht gebeten, die Anwesenden der Testamentsverlesung über die Hintergründe der genannten Stiftung in Kenntnis zu setzen.

9

Als Oswald Geiger zu Lebzeiten darüber nachdachte, nach seinem Tod ganz sicher zu gehen und sich vorsichtshalber vor der Beerdigung eine Giftspritze setzen zu lassen, graute ihm vor dem Gedanken, plötzlich in einem Sarg unter der Erde aufzuwachen. Er hätte sich gleichwohl davor ekeln können, von Würmern zerfressen zu werden, aber womöglich ahnte er, dass sich diese lediglich einen Meter über ihm aufhielten, nicht tiefer als drei Handbreit unter der Grasnarbe, die an seiner Parzelle mit dem überdimensionierten Grabstein endete. Die Sache mit den Würmern wäre ihm vermutlich ohnehin egal gewesen, da seine Furcht nicht dem Tod galt, sondern einem Unglück, bei dem alle von selbigem bei seiner Person ausgingen, ihm im Sarg aber gerade ebendieser fehlte.

Doch dieses Unglück widerfuhr ihm nicht, denn Doktor Geiger befand sich zweifelsohne jenseits der hinteren Schwelle des Lebens. Im rechten Unterbauch hatte am elften Tag nach seinem Auffinden Fäulnis eingesetzt. Eine Mischung aus Schwefelwasserstoff, Methan und Ammoniak füllten nicht nur Teile des Darms – sie dehnten bereits die Haut des Bauches und färbten sie gelbgrün.

Dass zu diesem Zeitpunkt achthundert Meter entfernt in einer Postfiliale ein hellbrauner Umschlag aufgegeben wurde, hatte er vor seinem Tod nicht mehr präzise planen können. Dennoch verlief es in seinem Sinne. Der Umschlag enthielt eine handgeschriebene Notiz des Doktors. Die zweite Anzeige, welche einen Tag später die Hälfte der Titelseite des Stadtanzeigers einnehmen sollte. Ein Dreizeiler:

Niemand hatte bislang auch nur eine Ahnung davon, was zum Zeitpunkt eines Todes tatsächlich geschieht.

Es wird alles verändern!

Dr. Oswald Geiger

10

Das war’s?«, fragte Steve entgeistert.

»Abgesehen von Ort, Datum und Unterschrift … ja.«

Ingeborg sagte nichts. Sie starrte auf eine Stelle oben am Türrahmen, an der Farbe abgeplatzt war. Wahrscheinlich bei einem Umzug passiert.

»Er vermacht uns also keinen einzigen Euro?«, Steve glaubte, sich verhört zu haben.

»So entspricht es dem Letzten Willen Doktor Geigers.«

»Und was soll diese Stiftung? Wen interessiert das jetzt, wenn es eh nichts zu erben gibt?«

»Die Erwähnung war der ausdrückliche Wunsch des Verstorbenen. Aus diesem Grund hatte ich Rechtsanwalt Steiner zu diesem Termin gebeten.«

»Ach ja?« Steve behielt die Beherrschung nur mit Mühe. »Sie können ja auch noch einen Kurzvortrag über den Spreewald halten. Geht’s ihnen eigentlich noch gut?! Ich dachte, der Kern einer Erbschaft wäre, etwas zu erben. Stattdessen verschwenden Sie nur unsere Zeit.«

»Herr Geiger! Es lässt sich nicht ändern.«

»Stimmt. Doch es steht nirgendwo im Testament, dass wir uns das hier weiter anhören müssen.«

»Sie sollten aber.« Steiner verzog keine Miene.

»Sagen Sie mir einen Grund.«

»Ihre Familie wird in den nächsten Wochen das Haus verlieren.«

»Was?« Fassungslos ließ sich Steve zurück in den Stuhl fallen.

»Mit dem Versterben meines Mandanten«, begann Steiner, »wurde ich beauftragt, Sie nach der Eröffnung des Testaments über Folgendes zu informieren. Am 4. Juli jährt sich zum zweiten Mal das Gründungsdatum der Stiftung meines Mandanten. Bislang ruhte diese. Das soll sich mit seinem Tod ändern. In diese Institution flossen sämtliche finanziellen Mittel, die er vor seiner Eheschließung mit Ingeborg Geiger gebildet hatte. Hierzu zählt eben auch das Haus, in welchem Doktor Geiger bis zuletzt wohnte. Mit Kaufdatum aus dem Jahr 2002 ist es dem Stiftungsvermögen zuzuordnen und wurde mit einem Wert von fünfhundertfünfzigtausend Euro veranschlagt.«

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