Rebekka Haefeli - C'est la vie

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Der Mediziner Roland Kunz war bis vor Kurzem Ärztlicher Leiter am Zentrum für Palliative Care im Stadtspital Zürich Waid. Eva Bergsträsser leitet die Pädiatrische Palliative Care am Universitäts-Kinderspital Zürich. Beide haben Pionierarbeit in der medizinischen und menschlichen Begleitung von unheilbar kranken Erwachsenen und Kindern geleistet. Die Autorin porträtiert Roland Kunz und Eva Bergsträsser und begleitet sie bei der Arbeit im Spital. Sie lässt die Leserinnen und Leser miterleben, mit welch existenziellen und emotionalen Fragen die Fachleute sowie die Patientinnen, Patienten und deren Familien konfrontiert sind.
Einfühlsam wird an verschiedene Aspekte rund um das Leben im Bewusstsein des Todes herangeführt und aufgezeigt, dass es oft kleine Dinge sind, die den belasteten Alltag leichter und erfüllter machen. Anhand von Recherchen blickt Rebekka Haefeli ausserdem zurück und schildert, wie viel sich in den vergangenen Jahrzehnten in der Palliative Care in der Schweiz verändert hat. Mit fotografischen Reportagen von Gaëtan Bally.

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Die verantwortliche Pflegefachfrau erzählt, die Patientin sei heute schläfriger und müder als noch am Vortag. Der Mann und die Töchter, die sich am Bett von Frau Ahmadi abwechseln, hätten auch den Eindruck, sie sei deutlich verwirrter. Weil die Patientin wegen starker Schmerzen mit Morphium behandelt wird, ist allerdings schwierig zu beurteilen, ob die Verwirrtheit auf die Erkrankung oder auf die Medikamente zurückzuführen ist.

Die Pflegefachfrau wirkt besorgt. «Was passiert, wenn sie plötzlich ‹abstellt›?», fragt sie und meint damit, dass Frau Ahmadi einen plötzlichen Herzstillstand erleiden könnte. Die Patientin und ihre Familie haben sich bisher dafür ausgesprochen, in jedem Fall eine Reanimation in Anspruch zu nehmen. «Ich möchte das nochmals ansprechen», nimmt Oberärztin Schlau das Thema in der Vorbesprechung auf. «Eine Reanimation ist kein schöner Anblick und kann für alle traumatisierend sein.» Nicht selten brechen bei der Herzmassage Rippen, und wenn das Gehirn über längere Zeit zu wenig Sauerstoff bekommt, kann es schweren Schaden nehmen. Kunz erwähnt, die Haltung der Familie von Frau Ahmadi sei wohl auch auf deren Religiosität zurückzuführen. «In ihrem Glauben ist das Leben ein Geschenk, das man unter allen Umständen erhalten muss.» Er bestärkt die Oberärztin darin, mit der Familie noch einmal das Gespräch zu suchen.

Bei der Visite liegt Frau Ahmadi mit angewinkelten Beinen im Bett. Ihr Atem geht schwer, sie starrt mit weit geöffneten Augen und grossen Pupillen auf die Ärztinnen und den Arzt, der auf einem Hocker an ihrem Bett Platz nimmt. Ihm gegenüber sitzt Herr Ahmadi auf einem zweiten Bett; er hat die letzten Tage und Nächte bei seiner Frau in der Klinik verbracht. Kunz beginnt mit der Patientin zu sprechen, fragt, wie es geht mit dem Atmen. «Schwierig», sagt sie leise und gepresst. Auch wenn sie ruhig daliege, bereite ihr das Atmen Mühe. Der Mann sagt, seine Frau sei sehr müde, leide unter Verstopfung und habe keinen Appetit. Kunz antwortet: «Ihre Frau ist schwer krank. Darum hat sie keinen Appetit. Die Krankheit sitzt überall im Körper, deshalb ist sie so müde. Der Körper hat immer weniger Kraft, um das zu bewältigen, was er muss. Aber wir versuchen, mit Medikamenten etwas für die Verdauung zu tun. Wir schauen, dass sie keine Schmerzen hat. Aber dagegen, dass der Tumor überall sitzt, können wir nichts mehr tun.»

Etwas später sind neben dem Mann von Frau Ahmadi auch zwei ihrer drei Töchter zu Besuch. Für 16 Uhr ist das Gespräch geplant, an dem neben Oberärztin Hannah Schlau und Assistenzärztin Mahnoor Anwar auch die verantwortliche Pflegefachfrau und eine Mitarbeiterin der spezialisierten Palliative-Care-Spitex teilnehmen. Sie alle setzen sich um das Bett von Frau Ahmadi. Es geht darum, die unmittelbar nächsten Schritte zu besprechen.

Die Familie möchte wissen, wie lange es noch so weitergeht. Eine der Töchter sagt: «In diesem Zustand kann sie ja nicht nach Hause.» Schlau erklärt, ob eine Rückkehr nach Hause realistisch sei, hänge vielmehr davon ab, was die Familie tragen könne. Sie spricht Klartext, wählt ihre Worte aber mit Bedacht: «Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass es schlechter wird.» Die Mitarbeiterin der Palliative-Care-Spitex führt aus, dass die spezialisierte Pflege zu Hause fast rund um die Uhr gewährleistet werden könnte. Sie erwähnt jedoch auch, dass dies mit einem erheblichen Aufwand verbunden wäre.

Die Familie scheint den Ernst der Lage nun langsam zu realisieren. Es gibt aber noch viele Fragen, die sie beschäftigen, und auch die Entscheidung über eine allfällige Reanimation im Fall eines plötzlichen Herzstillstands ist noch nicht gefallen. «Ich sehe, dass das wenig sinnvoll wäre», sagt eine der Töchter. «Aber wir möchten das in Ruhe mit unserem Vater besprechen.» Dann fragt die zweite Tochter, ob es möglich wäre, Frau Ahmadi mit dem Flugzeug zu ihren Eltern ins Ausland transportieren zu lassen, damit die Familie von ihr Abschied nehmen könnte. Das Spital würde Hand dazu bieten und auch die entsprechenden ärztlichen Atteste ausstellen, antwortet die Oberärztin. Doch die Organisation müsste die Familie übernehmen. Auch die umgekehrte Möglichkeit wird nun noch kurz diskutiert: die Variante, die betagten Eltern von Frau Ahmadi in die Schweiz einzufliegen.

Schliesslich fragt die jüngere Tochter, ob es nicht möglich wäre, das Leiden ihrer Mutter «mit einer Spritze» zu verkürzen. Die Oberärztin erklärt, diese Option stehe nicht zur Verfügung. Grundsätzlich wäre ein assistierter Suizid mit Unterstützung einer Sterbehilfeorganisation in der Schweiz möglich, jedoch nicht im Spital. Vorsichtig formuliert Schlau, dass die Lebenszeit von Frau Ahmadi ohnehin limitiert sei. Auf eine Reanimation, sagt sie, würde sie an der Stelle der Familie verzichten. «Wir sollten versuchen, Ihrer Mutter ein sanftes Sterben zu ermöglichen. Sie ist bei uns in guten Händen.» Herr Ahmadi und seine Töchter scheinen zu verstehen, was die Ärztin sagt. Ob sie die Tragweite in diesem Moment erfassen, ist nicht ganz klar.

Persönliche Erfahrungen mit Krankheit und Tod

«Das Bild des Sarges, der aus dem Haus getragen wird, werde ich nie vergessen. Im Sarg lag mein Vater, und das Haus, in dem er bis zu seinem letzten Atemzug blieb, hatte er selbst gebaut.» Der Palliativmediziner Roland Kunz ist geprägt von eigenen Erfahrungen mit Krankheit und Tod. Die Wahl, sich als Arzt auf die Disziplinen Geriatrie und Palliative Care zu spezialisieren, fiel nicht zufällig: Sein Vater starb 1984 nach einer längeren Krebserkrankung. Er wurde 62 Jahre alt. Dieses Erlebnis hat Kunz tief beeindruckt und seinen Werdegang beeinflusst.

Dass er Arzt werden will, wusste Roland Kunz allerdings schon seit der Zeit im Gymnasium. Er erinnert sich, dass er damals, während der Schulzeit, auf ein Buch über den deutsch-französischen Mediziner Albert Schweitzer (1875 – 1965) stiess. Dieser war als «Urwaldarzt» bekannt geworden und hatte in Lambarene im zentralafrikanischen Gabun ein Spital gegründet. Die Philosophie Schweitzers, der den Respekt vor den Menschen, den Tieren und der Natur propagierte, faszinierte Kunz. Er las alles, was er über den Arzt finden konnte. Der Pioniergeist und die Idee eines Spitals im Urwaldgebiet, von der Schweitzer beseelt war und die er zielstrebig umsetzte, begeisterten ihn. Der legendäre «Urwalddoktor» wurde zu seinem Vorbild.

«Die Geschichte Schweitzers hat mich in der Auffassung bestärkt, dass man immer Wege findet, um das zu erreichen, was man wirklich will», sagt Roland Kunz. «Albert Schweitzers Grundhaltung sowie die Ehrfurcht vor dem Leben und vor den Patienten imponierten mir. In der Jugendzeit war dies sicher eine meiner wichtigsten Prägungen.» Schweitzer wurde für ihn zu einer Schlüsselfigur. «Nachdem ich ihn entdeckt hatte, war für mich klar, dass ich Medizin studieren wollte.»

Roland Kunz ist mit einem zwei Jahre älteren Bruder in Tagelswangen, einem Dorf zwischen Zürich und Winterthur, aufgewachsen. Das Haus der Familie, gebaut vom Vater, der Architekt war, steht am Waldrand. Heute wohnt Roland Kunz hier mit seiner Frau Angie, einem Hund und «zwei geriatrischen Pferden», wie er sagt. In seiner Freizeit ist er mit dem Velo unterwegs oder einem Motorrad, das er hin und wieder mietet. Er mag es, im Winter Skitouren zu unternehmen und im Sommer in den Bergen zu wandern.

Kunz erinnert sich an eine glückliche, behütete Kindheit. Bis zum Tag, als er die Geschichte Albert Schweitzers hörte, wollte er Brückenbauer werden. Als Kind zeichnete er viel, vor allem Flugzeuge und Brücken, und er träumte davon, komplizierte Bauwerke zu entwerfen. Kunz erzählt, angesprochen auf seine Kindheit, aber auch von Eishockeypartien mit Kollegen auf dem winterlichen, zugefrorenen Waldweiher und von Schulkameraden, deren Eltern bei der Firma Maggi im nahen Kemptthal arbeiteten. Maggi ist die legendäre Lebensmittelfabrik, die für ihre Instantsuppen, Flüssigwürze und Suppenwürfel bekannt wurde. Sie war einst einer der bedeutendsten Arbeitgeber der Region; vom Geschäftsgang der Firma hing das Wohlergehen vieler Familien in der Umgebung ab.

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