Henry Haggard - Sie

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Sir Henry Rider Haggard (1856-1925), einer der bedeutendsten englischen Erzähler der Jahrhundertwende, gehört zu den Klassikern des phantastischen Abenteuerromans. Seine exotischen und farbenprächtigen Fantasy-Epen spielen vornehmlich im dunklen Herzen Afrikas, das zu jener Zeit noch weitgehend unerforscht und von wilden Völkerschaften bewohnt war und Raum bot für Spekulationen über geheimnisvolle unentdeckte Reiche und legendäre uralte Zivilisationen.
Der Racheauftrag einer zweitausend Jahre zurückliegenden Bluttat führt Leo Vincey, den letzten Sproß eines alten griechischen Geschlechts, zusammen mit Horace Holly, seinem väterlichen Freund und Erzieher, nach einer gefahrvollen Reise in die geheimnisvolle Totenstadt Kor, wo ein uralter Kampf überirdischer Mächte seinen Höhepunkt erreicht und wo SIE herrscht: SIE, die wiedergeborene Göttin, vom Reichtum des alten Ägypten, von der Weisheit des antiken Griechenlands und von der Macht des imperialen Roms. SIE - von ewiger Jugend und tödlicher Schönheit ...
Titel der englischen Originalausgabe
>SHE< - A HISTORY OF ADVENTURE
Deutsche Übersetzung von Helmut Degner

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Das erste Bild zeigte den Sterbenden. Er ruhte auf einem Lager, dessen vier kurze, geschwungene, in einen Knauf auslaufende Füße Musiknoten ähnelten, und hauchte offenbar soeben seinen Geist aus. Um das Lager waren weinende Frauen und Kinder versammelt; ersteren fiel das Haar lose auf den Rücken. Auf dem nächsten Bild war die Einbalsamierung des Toten dargestellt, der nackt auf einem Tisch lag, welcher die gleichen Vertiefungen hatte wie jener vor uns; vielleicht war es sogar die Abbildung dieses Tisches. Drei Männer waren an der Arbeit - einer beaufsichtigte die Prozedur, ein zweiter hielt eine Art Trichter in der Hand, dessen Spitze in einem Einschnitt in der Brust - wahrscheinlich in der großen Brustschlagader - steckte, und der dritte, welcher mit gespreizten Beinen über der Leiche stand, goß aus einem großen Krug eine dampfende Flüssigkeit in den Trichter. Das Seltsamste an dieser Skulptur war, daß der Mann mit dem Trichter und der Mann mit dem Krug sich die Nasen zuhielten - vermutlich, um nicht den von der Leiche ausströmenden Gestank oder die aromatischen Dämpfe der heißen Flüssigkeit, die sie in die Adern des Toten füllten, einzuatmen. Ein weiterer Umstand, für den ich keine Erklärung weiß, war, daß alle drei Männer ihr Gesicht mit einem Leinentuch verhüllt hatten, in dem sich Öffnungen für die Augen befanden.

Die dritte Skulptur zeigte die Bestattung. Der Tote lag steif und kalt, in ein leinenes Gewand gekleidet, auf einer Steinplatte, die jener ähnelte, auf der ich während unseres ersten Aufenthalts geschlafen hatte.

Zu seinem Haupt und seinen Füßen brannten Lampen, und neben ihm standen mehrere der von mir bereits erwähnten schön bemalten Krüge, die vielleicht Speisen und Getränke enthielten. In der kleinen Kammer drängten sich Leidtragende und Musiker, die auf einem lyraartigen Instrument spiel-ten, und zu Füßen des Toten stand ein Mann, der sich soeben anschickte, ein Tuch über die Leiche zu breiten.

Diese Skulpturen waren, allein als Kunstwerk betrachtet, so bemerkenswert, daß ich eine derart ausführliche Beschreibung durchaus berechtigt finde. Doch davon abgesehen erschienen sie mir auch deshalb überaus interessant, weil sie anscheinend mit größter Genauigkeit die Totengebräuche eines gänzlich verschollenen Volkes darstellten, und ich konnte selbst in diesem Augenblick nicht umhin, daran zu denken, wie neidisch einige mir befreundete Altertumsforscher in Cambridge auf mich sein würden, wenn es mir beschieden sein sollte, ihnen von diesen wunderbaren Funden zu berichten.

Doch zurück zu unserer Geschichte. Nachdem ich diese Skulpturen, die übrigens, wie ich wohl noch nicht erwähnt habe, in Relief ausgeführt waren, eilends betrachtet hatte, setzten wir uns zu einem ausgezeichneten, aus gekochtem Ziegenfleisch, frischer Milch und Mehlkuchen bestehenden Mahl nieder, welches uns auf sauberen Holztellern serviert wurde.

Nachdem wir gegessen hatten, begaben wir uns zu Leo, um nach seinem Befinden zu sehen, während Billali sagte, er müsse jetzt der Herrscherin >Sie< seine Aufwartung machen und ihre Befehle entgegennehmen. Leo ging es sehr schlecht. Er war aus seiner Betäubung erwacht, phantasierte von einem Bootsrennen auf dem Cam und schlug wild um sich. Als wir in seine Kammer traten, beugte sich Ustane eben über ihn, um ihn festzuhalten. Ich sprach auf ihn ein, und meine Stimme schien ihn zu besänftigen; jedenfalls wurde er ruhiger und ließ sich dazu überreden, eine Dosis Chinin zu nehmen.

Ich mag etwa eine Stunde bei ihm gesessen haben -es wurde inzwischen so dunkel, daß ich auf dem aus einem Sack und einer Decke improvisierten Kissen kaum noch seinen Kopf und seine goldenen Locken erkennen konnte -, als plötzlich mit feierlicher Miene Billali eintrat und mir mitteilte, daß >Sie< den Wunsch auszusprechen geruht habe, mich kennenzulernen -eine Ehre, die, so fügte er hinzu, nur wenigen zuteil werde.

Er schien ziemlich bestürzt über die Gelassenheit, mit der ich diese Ehre hinnahm, doch ich fand es nicht im mindesten verlockend, Bekanntschaft mit einer wilden, dunkelhäutigen Königin zu schließen, so mächtig und geheimnisvoll sie auch sein mochte, zumal ich mir große Sorgen um den lieben Leo machte. Als ich trotzdem aufstand, um ihm zu folgen, fiel mein Blick auf etwas Glänzendes, das am Boden lag, und ich hob es auf. Der Leser wird sich vielleicht entsinnen, daß in dem Kästchen außer der Tonscherbe auch ein Skarabäus lag, der mit sonderbaren Hieroglyphen bedeckt war, und daß diese Zeichen >Suten se Ra< oder >Königlicher Sohn der Sonne< bedeuteten.

Diesen Skarabäus, der sehr klein war, hatte sich Leo in London in einen goldenen Siegelring fassen lassen; und dieser Ring war es, den ich jetzt vom Boden aufhob. Leo hatte ihn sich vermutlich in einem Fieberanfall vom Finger gerissen und fortgeworfen. Damit er nicht verlorenging, steckte ich ihn an meinen kleinen Finger und folgte dann Billali, während Job und Ustane bei Leo blieben.

Wir gingen durch den Gang, durchquerten die große Vorhalle und schritten auf den entsprechenden Gang auf der anderen Seite zu, vor dem die Wächter wie zwei Statuen standen. Als wir uns näherten, neigten sie grüßend den Kopf und hoben dann ihre langen Speere und legten sie quer über die Stirn wie die Anführer der Soldaten, die uns abgeholt hatten, ihre Elfenbeinstäbe. Wir gingen zwischen ihnen hindurch und traten in einen Gang, welcher genau jenem glich, der zu unseren Kammern führte, nur daß dieser hell beleuchtet war. Nach wenigen Schritten traten uns vier Stumme - zwei Männer und zwei Frauen -entgegen, die sich tief verneigten und uns dann begleiteten, die Frauen vor uns und die Männer hinter uns gehend. So gingen wir an mehreren mit Vorhängen verhängten Türen vorbei, hinter denen, wie ich später herausfand, die Kammern lagen, in denen die stummen Diener der Herrscherin >Sie< wohnten. Nach einigen weiteren Schritten stießen wir wiederum auf eine Türöffnung, welche das Ende des Ganges zu bilden schien. Auch hier standen zwei weiß oder eher gelb gekleidete Wächter, die sich ebenfalls tief verneigten, salutierten und uns durch schwere Vorhänge in einen großen Vorraum treten ließen, der etwa vierzig Fuß im Quadrat messen mochte. Darin saßen auf Kissen acht oder zehn Frauen, die meisten jung und hübsch und blondhaarig, und arbeiteten mit elfenbeinernen Nadeln an Gestellen, die wie Stickrahmen aussahen. Auch sie waren taubstumm. Auf der anderen Seite dieses großen, mit Lampen erhellten Raumes befand sich eine zweite Türöffnung, die mit schweren, orientalisch aussehenden Vorhängen verhängt war, die jenen vor den Türen unserer Kammer nicht im mindesten glichen. Davor standen, den Kopf tief geneigt und die Hände in tiefster Demut gekreuzt, zwei besonders hübsche stumme Mädchen. Als wir uns näherten, streckten beide einen Arm aus und schlugen die Vorhänge zurück. Daraufhin tat Billali etwas Sonderbares. Der ehrwürdige alte Herr warf sich auf Hände und Knie nieder und kroch in dieser unwürdigen Haltung, seinen langen weißen Bart über den Boden schleifend, in das dahinterliegende Gemach. Als ich ihm aufrecht folgte, blickte er sich um und rief:

»Nieder, mein Sohn; nieder, mein Pavian; nieder auf Hände und Knie. Wir nähern uns der Herrscherin >Sie<, und wenn du keine Demut zeigst, wird sie dich ohne Zögern niederschlagen.«

Erschrocken blieb ich stehen und wollte schon unwillkürlich die Knie beugen. Doch dann besann ich mich rechtzeitig. Ich war ein Engländer; warum, so fragte ich mich, sollte ich mich kriechend so einem wilden Weibe nähern, als wäre ich nicht nur dem Namen nach, sondern wirklich ein Affe? Ich konnte und durfte dies nicht tun, zumindest so lange nicht, bis ich völlig überzeugt war, daß mein Leben oder mein Wohlergehen davon abhing. Erniedrigte ich mich einmal dazu, auf den Knien zu kriechen, so würde ich es immer tun müssen, und dies wäre ein deutliches Eingeständnis meiner Unterlegenheit gewesen. Deshalb folgte ich Billali kühn in aufrechter Haltung und fand mich gleich darauf in einem anderen Gemach, das wesentlich kleiner als der Vorraum war. Seine Wände waren mit prächtigen Vorhängen bedeckt, wie ich später erfuhr, dem Werk der stummen Mädchen, die sie im Vorraum zu Streifen knüpften, welche später zusammengenäht wurden. Da und dort standen in dem Gemach Ruhebänke aus schönem schwarzen Ebenholz mit eingelegten Elfenbeinverzierungen, und den Boden bedeckten Teppiche. Am Ende dieses Gemaches befand sich eine Art Alkoven, ebenfalls verhängt mit Vorhängen, durch welche ein Lichtschimmer drang. Außer uns befand sich niemand in dem Gemach.

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