Хайнц Конзалик - Das einsame Herz
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«Ich bin Apotheker, Herr Knackfuß«, antwortete er schlicht.
«Das ist gut! Sie könnten sonst mit der nächsten Extrapost nach Dresden zurückfahren! Man hat nichts als Ärger mit seinen Angestellten. «Er nahm die Pfeife aus dem Halter, stopfte sie aus der Dose mit einem würzigen Tabak und setzte sich mit einem Span aus dem Kohlenbecken in Brand.»Haben Sie schon gefrühstückt?«fragte er dann den noch immer vor ihm Stehenden.
«Ich hatte auf der langen Fahrt keine Gelegenheit dazu«, murmelte Otto Heinrich und schämte sich, daß es schon die zweite Lüge war, mit der er seinen Dienst antrat.
«So kommen Sie, nehmen Sie Platz und greifen Sie zu«, sagte Herr Knackfuß, selbst erstaunt über seine Freundlichkeit.»Brot, Honig und Kaffee finden Sie auf dem Tisch, und eine Tasse. Trudel!«rief er.»Trudel, noch ein Gedeck.!«
«Ja, Vater — sofort!«antwortete eine helle, noch kindliche Stimme aus dem Nebenzimmer.
Otto Heinrich setzte sich an den Tisch, Knackfuß gegenüber und fühlte in der Brust einen merkwürdigen Druck, einen Zwang, hastiger zu atmen.
Um sich zu beruhigen, verkrampfte er unter dem Tisch die Hände miteinander und sah nicht zu der Tür hin, aus der jetzt ein etwa zwanzigjähriges, zartes, aber in aller Lieblichkeit blühendes Mädchen trat und eine Tasse mit Teller und Messer vor Otto Heinrich hinstellte. Dabei machte sie einen Knicks vor dem Gast und eilte dann schnell wieder in den Nebenraum. Das letzte, was der Jüngling beim Aufblicken sah, waren schwere blonde Flechten, die rund um den schmalen Kopflagen.
Mit einem lauernden Blick hatte Knackfuß sein Gegenüber beobachtet, als seine Tochter eintrat, da es aber schien, als ob dieser gar nicht von dem Mädchen Notiz nähme, nickte er befriedigt, spürte aber im Innersten einen kleinen Stich in seinem Stolz, daß ein junger Mann die Schönheit seiner Tochter ignorierte.
«Ihr Vater hat mir viel von Ihnen erzählt«, begann der Apotheker die Unterhaltung weiterzuführen.»Ich kenne Ihren Herrn Vater von Dresden her, von der Hofapotheke. Als er noch Münzbuchhalter war und ich 1. Apotheker in Dresden, quittierte er mir die Rechnungen an den königlichen Hof. Einmal auch kam er zu mir, um in meinem Laboratorium eine neue Legierung auszuprobieren, denn Ihr Herr Vater ist ein großer Künstler. Den Namen Benjamin Kummer wird man sich einmal merken müssen — er hat viel zum Wohlstand Sachsens beigetragen. «Er hielt inne und beobachtete den jungen Mann beim Essen.»Er hatte damals schon eine große Neigung zum Apothekerberuf und ließ mich wissen, daß einer seiner Söhne — wenn es unbedingt sein müsse — auch Apotheker werden müsse.«
«Dieser Sohn bin ich«, sagte Otto Heinrich. Seine Stimme klang ein wenig traurig, daß Herr Knackfuß etwas strenger aufblickte und leicht mit dem Kopf schüttelte.
«Gefällt es Ihnen nicht in unserer Sparte?«fragte er und stieß aus der Porzellanpfeife eine dicke Wolke in Richtung des Essenden.»Wer nicht mit Leib und Seele Apotheker ist, der sollte sich erst gar nicht in unserem Metier versuchen.«
«Ich habe gute Zeugnisse«, antwortete Otto Heinrich und legte Herrn Knackfuß einen Packen Papiere auf den Tisch, die er seiner Innentasche des Rockes entnahm.»Ich habe nie gezweifelt, daß ich meinen Beruf vernachlässigen könnte.«
«Ich sagte schon einmal, junger Mann: nicht aufs hohe Pferd setzen. Was Sie sagen, das sagen alle, die zu mir kamen! Und was taten sie — sie bestahlen mich, wo sie nur konnten!«
Dem jungen Apotheker schmeckte das Brot nicht mehr. In einem Atem mit Dieben genannt zu werden, übertraf die Erwartungen, die er in bezug auf Herrn Knackfußens Unhöflichkeit einzustecken sich vornahm. Daß aber ehrliche Kollegen, die nur der Tochter dieses Haustyrannen schöne Blicke schenkten, als tief verwerflich hingestellt wurden, verscheuchte alle Achtung vor dem Meister aus der Seele Otto Heinrichs.
«Ich bin ein Kummer«, sagte er deshalb stolz.»Ich glaube nicht, daß diese Mahnung bei mir angebracht ist!«
Die Antwort war vermessen.
Dem Apotheker verschlug es die Stimme, aber er beherrschte sich, wohl weil er fühlte, daß er in seiner Strenge zu weit gegangen war. Er erhob sich vielmehr, klopfte die Pfeife am Kamin aus und wandte sich dann wieder zu dem neuen Hausgenossen um.
«Sie kennen Ihre Wohnung sicher schon durch Herrn Bendler. Über die Ordnung im Hause wird er Sie gleichfalls unterrichten. In erster Linie sind Sie mir verantwortlich, auch wenn Sie unmittelbar Herrn Bendler unterstehen und neben sich noch drei Gesellen und Lehrlinge haben. Ich dulde in meinem Hause keine Disziplinlosigkeiten und sehe sehr darauf, daß meine Anordnungen, kaum gesagt, auch befolgt werden. Sie haben bis zum Mittag Zeit, sich einzurichten. - Ich danke Ihnen für Ihre Auskünfte.«
Er nickte und drehte sich schroff um.
Betreten ging Otto Heinrich aus dem Zimmer, zögerte an der Schwelle noch einen Augenblick, faßte das kleine Paket, das er noch immer in der Hand hielt, fester und wollte noch einmal anklopfen — dann aber besann er sich, schüttelte stumm den Kopf und ging durch den Flur in einen Seitengang, wo er auf den Riesen Bendler, der anscheinend schon eine lange Zeit hier gestanden und gewartet hatte, stieß.
«Zu Boden geschmettert und zu Tode betrübt?!«empfing er den Freund mit einem leisen Lachen. Er hieb ihm auf die Schulter, hakte sich dann bei ihm unter und zerrte ihn weg zu einer Tür, die in das Laboratorium führte.
«In einer Woche überhörst du seine Sticheleien«, sagte er, indem er in den weiten Raum trat, in dem schon die anderen Apotheker an den Geräten standen und mischten und kochten. Von einem Nebenraum, der wohl der Laden sein mochte, tönten Stimmen herein.
Kummer sah sich im Kreise um.
Das alte Bild der Flaschen, Retorten, Kolben und Gläser, Kocher, Salbentöpfe, Tiegel und Mörser brachte eine vertraute und sanfte Stille in sein erregtes Herz. Er trat an einen Mörser heran, nahm ihn hoch, roch intensiv an dem Inhalt und wandte sich dann lächelnd an den Riesen Bendler.
«Rötel, pulvrig zerstampft — zum Färben. Es war die erste Arbeit, die man mir als Lehrling gab. «Er schnupperte mit erhobener Nase im Raume.»Und der Geruch ist auch da… dieser eigentümliche, herbe Geruch der Arzneien. Bendler, ich glaube, ich lebe mich doch ein. «Und leiser fügte er hinzu:»Ich will mir alle Mühe geben, nicht auszubrechen…«
«Und wenn — lieber Kummer —, dann brechen wir gemeinsam! — So, und jetzt gehe ich erst den Kaffee trinken — und wenn der Alte noch so sehr toben sollte.«
Otto Heinrich, der den Vormittag nicht untätig vorübergehen lassen wollte, trat unterdes aus dem Haus und schlenderte die Straße entlang durch die Reihe der kleinen, aber sauberen Fachwerkhäuser, bis er zu einem kleinen Birkenwäldchen kam, das sich von einem leicht ansteigenden Hügel bis zum Stadtrand heranschob. Dort setzte er sich auf einen Baumstumpf, legte das kleine Paket auf seine Knie und begann es aufzuschnüren.
Ganz beschäftigt in der Auflösung der Knoten, bemerkte er nicht, wie ein Mädchen den schmalen Weg über den Hügel zu ihm hinunterstieg und hinter ihm anhielt, ihn eine Zeitlang beobachtend. Als sie sah, mit welch ungelenken Fingern er sich um die Knoten mühte, lächelte sie und trat dann einen Schritt vor, genau vor ihn hin.
Kummer schreckte auf. Aber noch mehr ergriff ihn ein Schrecken, als er erkannte, wer die Schöne war.
«Jungfer Trudel«, stotterte er.»Verzeihen Sie meine Überraschung — Sie hätte ich an diesem Ort am wenigsten erwartet.«
«Ich habe ein paar Beeren für den Mittagstisch gesammelt«, sagte das Mädchen und setzte sich ungeniert neben den Jüngling ins Gras.»Bekommen Sie den Knoten nicht auf? Darf ich Ihnen helfen?«
«Oh — ich danke bestens. Es geht schon. «Otto Heinrich, den der Liebreiz des ovalen Gesichtes und des jungen Körpers wie eine heiße Welle überspülte, fühlte sich täppisch und ungelenk. Im Innern schalt er sich selbst einen Tölpel, vermied es aber trotzdem, in die großen, fragenden Mädchenaugen zu sehen, die so nahe unter ihm glänzten.
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