Хайнц Конзалик - Das einsame Herz

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In Frankenberg, fernab des herrlichen, königlichen Dresden, verliebt sich ein junger Apotheker in die Tochter seines Prinzipals. Ahnungslos und von seiner Leidenschaft verblendet betritt er den Weg, der in sein Verhängnis führt. Vor dem bewegten historischen Hintergrund einer glanzvollen Epoche entfaltet sich das Drama einer großen Liebe, die in der Enge der sächsischen Provinz zum Scheitern verurteilt ist.

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Als am Morgen die Sonne durch die Dachluke in die Kammer schien — eine trübe Septembersonne, ohne Kraft und Glanz, überzogen von nebligen Streifen, die von den Wäldern der Berge emporschwebten und wie feine Fäden durch die Wolken sich webten — stand Willi Bendler, wie er eben seinen Vornamen verraten hatte, schon im Flur an der Waschschüssel und tauchte den langen Schädel in das kalte Wasser.

Otto Heinrich dehnte sich in seinem Bett, breitete die Arme weit aus und blickte sich zum erstenmal mit Bewußtsein in seiner neuen Heimat um.

Die Kärglichkeit seiner Umgebung kam ihm erst bei dem grausamen Tageslicht voll zum Erkennen, und das Gefühl trotz des neuen Freundes nun erst richtig verlassen zu sein, einsam mit all sei-nem Leid und der Sehnsucht nach Licht und Freiheit, drückte ihm in der Kehle, daß er tief schlucken mußte und schnell aufsprang, um die drängenden Tränen nicht hervorquellen zu lassen.

Von draußen drang das Schnaufen Bendlers in die Kammer, der in seiner Waschschüssel wie ein kleiner Junge prustete.

Otto Heinrich mußte lächeln.

Sein Kamerad verstand das Leben — er kapselte sich gegen alles ab und war nur der wirkliche Mensch, wenn er in der Nacht in den Himmel starrte und die Größe des Alls sich vermischte mit der Einsamkeit seines heißen Herzens.

Langsam zog er sich an, wählte aus dem Koffer eine neue Halsbinde und eine frischgebügelte Hose, die ihm die Mutter als Sonntagsstaat mitgegeben hatte, und trat dann hinaus in den Flur, wo der Riese sich an einem Rollhandtuch abtrocknete und neues Wasser in die Schüssel geschüttet hatte.

«Guten Morgen, Kollege!«begrüßte er Otto Heinrich mit einer wohltuenden Fröhlichkeit.»Hinein mit dem Kopf ins kalte Wasser — ein Apotheker muß kühl denken und seine Sinne nicht erregen!«

Er warf dem Freunde einen großen Waschlappen zu, schrubbte sich selbst mit einer Riesenbürste die blitzenden Zähne und schickte sich dann an, seine Halsbinde unter viel Geschnaufe zu winden. Lachend half ihm Otto Heinrich aus dieser morgendlichen Qual, was Bendler damit vergalt, daß er ein großes Schwarzbrot auf den Tisch warf und einen Klumpen Butter dazu.

«Wohlan, mein Freund, laßt uns speisen!«rief er und knallte den einen Stuhl an den Tisch.»Unten bei dem alten Geizkragen gibt es zum Kaffee nur zwei dünne Honigschnitten — nebenbei vom schlechtesten Abfallhonig — und, wenn es hoch kommt, eine runde, möglichst kleine Semmel. Da heißt es vorher in der Stille essen und in der Sonne des Herrn den Kaffee loben!«

Mit einem großen Messer — bei Willi Bendler schien alles riesenhaft

— säbelte er einen mächtigen Kanten von dem Brot und legte die Butter in Scheiben darauf. Lächelnd sah ihm Otto Heinrich zu, setzte sich aber doch nach dem Waschen zu ihm und aß einige Schnit-ten des würzigen Gebäckes.

«So«, sagte nach einer geraumen Zeit der Riese,»jetzt gehen wir hinunter. Wenn der Knackfuß dich anbrüllt, bleibe höflich und bis zu einem gewissen Grade unterwürfig — er kann nichts mehr hassen als eine eigene Meinung. Die Meinung macht bei ihm der Herrgott und der Staat — na ja, du kennst sie ja, die typischen Spießer!«

Noch einmal bürstete sich Otto Heinrich schnell über den Rock, nahm das kleine Paket, das er in der Kutsche von der Reisetasche in den Mantel gesteckt, in die Hand und folgte dem Freunde die steile Treppe hinunter, die sie durch einen Nebenflur verließen. Auf ihm kamen sie in eine schöne, holzgeschnitzte, mit Spiegeln verzierte Halle, deren gewundene Treppe mit dicken, roten Teppichen belegt war. An den Wänden hingen handgetriebene Tranleuchter, wertvolle Gobelins oder standen alte, zeitgeschwärzte, geschnitzte Möbel und Truhen, deren Wert nur ein Kenner abzuschätzen verstand.

Vor einer Tür am Fuße der Treppe hielt Bendler an, räusperte sich, warf einen langen Blick auf Otto Heinrich und klopfte dann mit seinen dicken Fingerknöcheln an. Es klang wie ein dumpfes Dröhnen durch die stille Halle.

Aus dem Kamin antwortete ein Knurren.

«Das heißt: bitte«, flüsterte der Riese und riß die Tür auf. Aber kaum hatte er den Griff niedergedrückt, als ihm schon eine herrische, harte Stimme entgegenschrie:

«Wie oft soll ich Ihnen sagen, daß meine Tür keine Pauke ist?! Können Sie nicht leise klopfen?«

«Guten Morgen, Herr Knackfuß«, antwortete Bendler vergnügt.»Wem Gott eine kräftige Gestalt gibt, dem schenkt er auch ein kräftiges Klopfen. «Er schob den zögernden Otto Heinrich ins Zimmer und postierte ihn vor den herumfahrenden, erstaunten, im ersten Augenblick verblüfften Apotheker.

Herr Knackfuß mochte Ende der Fünfzig zählen. Seine mittelgroße Gestalt war hager, aber nicht dünn, sein Gesicht knöchern, ohne unschön zu wirken, aber die Augen unter der hohen Stirn und den spärlichen Haaren waren dunkel und stechend, der Mund schmal und wie verkrampft, während die Finger unruhig auf der weißen Tischdecke hin und her fuhren.

Er trug einen mandelfarbenen Morgenrock mit kecken Verschnürungen, helle, graue Beinkleider mit Lackschuhen und ein Spitzenhemd, das in dieser morgendlichen Kühle durch einen leichten Seidenschal verdeckt wurde. Eine aus Porzellan kunstvoll geformte Pfeife lag in einem silbernen Pfeifenständer, daneben eine Tabaksdose aus schwarzem, geschnitztem Holz und ein aus Kupfer getriebenes Glühbecken mit kleinen, leicht qualmenden Kohlen darin. Das Geschirr aus gemaltem Porzellan war schon zurückgeschoben, der Brotkorb abräumbereit am Ende des Tisches, während die Kanne mit dem Kaffee noch neben der Pfeife stand.

Mit flackernden Augen blickte Herr Knackfuß von dem einen zum anderen, schob dann plötzlich mit einer hastigen Bewegung den Stuhl zurück und sprang auf, während sich sein etwas gelbes Gesicht in dünne Falten legte.

Er muß gallenkrank sein, dachte Otto Heinrich Kummer in diesem Augenblick und achtete weniger auf den Blick des neuen Chefs als auf das Spiel der Falten in dem schmalen Gesicht.

Da schreckte ihn sein Name aus der Betrachtung, und er straffte sich, den Herrn gebührend zu begrüßen.

«Das ist Herr Otto Heinrich Kummer«, sagte in diesem Augenblick der Riese Bendler.»Der neue 2. Provisor. Sie haben ihn aus Dresden kommen lassen.«

«Aha — der Kummer!«Herr Knackfüß versuchte ein Lächeln, das in den gelben Falten ertrank.»Wann eingetroffen?«

«Soeben«, rief Willi Bendler, ehe der Gefragte eine Antwort fand.»Er kam mit der Frühpost um halb sieben. «Dann atmete er auf, denn die größte Klippe war umschifft. Nun mochte der Apotheker fragen — der Wind war aus den Segeln.

«Sie haben eine gute Fahrt gehabt?«fragte Herr Knackfuß nach einem strengen Seitenblick zu Bendler.»Ihr Herr Vater hat Sie mir sehr warm empfohlen. Aber glauben Sie nicht, daß ich Sie deshalb engagierte. Fürsprachen nützen bei mir nichts — ich will Leistungen sehen.«

«Daran soll es nicht fehlen«, sagte Otto Heinrich schlicht.

«Nicht aufs hohe Pferd, junger Mann«, fiel ihm der Apotheker ins Wort.»Ich habe die besten Referenzen von der Hofapotheke in Dresden — das stimmt —, aber ich überzeuge mich lieber selbst, ehe ich ein Urteil fälle. «Und zu Bendler gewandt, brummte er:»Öffnen Sie den Laden, stauben Sie die Regale ab, machen Sie das Pulver für den Herrn Doktor und den Herrn Magister fertig. «Als aber Otto Heinrich mit dem Freunde das Zimmer verlassen wollte, winkte ihm Knackfuß zu und sagte:»Sie bleiben bitte noch hier, Herr Kummer. Ehe Sie die Apotheke betreten, ist noch manches zu bereden.«

Mit einem Kopfnicken ging Bendler aus dem Zimmer. Laut krachend flog die Tür ins Schloß.

Herr Knackfuß zuckte zusammen, warf ein Blatt Papier, das er gerade in die Hand genommen hatte, auf den Tisch zurück und setzte sich.

«Sehen Sie — am frühen Morgen geht es hier schon los«, sagte er hart.»Stelle ich diesen Bendler zur Rede, so sagt er, die Tür sei ihm aus der Hand gefallen. Er ist ein guter Apotheker, sonst säße er schon lange an der Luft. Das weiß er, der Flegel, und deshalb bringt er mich noch ins Grab! Werden Sie nicht so wie er! Er ist ein Revolutionär! Und was schlimmer ist — er ist ein Träumer! In seiner Kammer habe ich einmal Gedichte gefunden! Er leugnete, daß sie von ihm sind. Beweisen konnte man es nicht — aber ist es wahr, beim Satan, dann fliegt er! Ein Dichter revolutionärer Lieder in meinem Hause, das wäre das letzte!«Er sah den stillen Otto Heinrich Kummer scharf an und grollte:»Dichten Sie etwa auch?«

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