Anne Golon - Angélique

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Aus dem Französischen übertragen von Günther Vulpius
Titel des Originals »La Marquise des Anges«

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»Gut. Das beruhigt mich«, sagte Lauzun.

»Er wird wohl mit den Gaskognern zusammen sein; die Gesellschaft amüsiert sich in einer Schenke am Hafen. Falls er nicht einer Aufforderung der Prinzessin Henriette von England gefolgt ist, die ihn bitten wollte, für sie und ihre Damen zu singen.«

»Kommt, Angélique!« sagte Lauzun.

Die englische Prinzessin war jenes sympathische junge Mädchen, neben dem Angélique beider Überfahrt zur Fasaneninsel gesessen hatte. Auf Péguillins Frage schüttelte sie verneinend den Kopf.

»Er ist nicht hier. Ich habe einen meiner Edelleute nach ihm ausgesandt, aber er hat ihn nirgends gefunden.«

»Sein Mohr Kouassi-Ba ist doch eine Erscheinung, die man nicht übersehen kann.«

»Auch der Mohr ist nicht gesehen worden.«

In der Schenke zum »Goldenen Walfisch« erhob sich Bernard d’Andijos mühsam vom Tisch, um den die Blüte der Gascogne und des Languedoc versammelt war. Nein, niemand hatte Monsieur de Peyrac gesehen. Und dabei hatte man lange genug nach ihm Ausschau gehalten, ihn gerufen, ja sogar Kieselsteine an die Fenster seines Quartiers in der Rue de la Rivière geworfen. Aber von Peyrac keine Spur.

Lauzun faßte sich ans Kinn, um zu überlegen.

»Suchen wir de Guiche. Der kleine Monsieur hat Euerm Gatten schmachtende Blicke zugeworfen. Vielleicht hat er ihn zu einer aparten Gesellschaft bei seinem Busenfreund mitgenommen.«

Angélique folgte dem Herzog durch die überfüllten, von Fackeln und bunten Laternen erleuchteten Gassen. Sie traten ein, fragten, gingen wieder hinaus. Die Leute saßen bei Tisch, im Dunst der Speisen, im Rauch der abertausend Kerzen, im muffigen Odeur der Dienstboten, die den ganzen Tag aus den Weinfontänen getrunken hatten.

Man tanzte auf den Plätzen nach dem Klang der Tamburine und Kastagnetten. Die Pferde wieherten im Halbdunkel der Höfe.

Graf Peyrac war verschwunden.

Angélique packte Péguillin plötzlich beim Arm.

»Nun ist es genug, Péguillin, redet! Weshalb seid Ihr so besorgt um meinen Gatten? Wißt Ihr etwas?«

Er seufzte, nahm diskret seine Perücke ab und wischte sich die Stirn.

»Ich weiß nichts. Ein Edelmann aus dem Gefolge des Königs weiß nie etwas, es könnte ihn zu teuer zu stehen kommen. Aber ich habe schon eine ganze Weile den Verdacht, daß ein Komplott gegen Euren Gatten im Gange ist.«

Er flüsterte ihr ins Ohr:

»Ich fürchte, man hat versucht, ihn zu verhaften.«

»Ihn zu verhaften?« wiederholte Angélique. »Aber weshalb denn?«

Er zuckte die Schultern.

»Ihr seid verrückt«, sagte Angélique. »Wer kann den Befehl geben, ihn zu verhaften?«

»Der König natürlich.«

»Der König hat anderes zu tun, als an einem solchen Tage Leute verhaften zu lassen. Das ist ja Unsinn, was Ihr da erzählt.«

»Ich hoffe es. Ich habe ihm gestern abend eine Warnung zukommen lassen. Er hatte noch genügend Zeit, um sich auf sein Pferd zu schwingen. Madame, seid Ihr Euch ganz sicher, daß er die Nacht bei Euch verbracht hat?«

»O ja, ganz sicher!« sagte sie und errötete ein wenig.

»Also hat er nicht begriffen, hat weitergespielt, mit dem Schicksal jongliert.«

»Péguillin, Ihr macht mich wahnsinnig!« rief Angélique und schüttelte ihn. »Ich glaube, Ihr seid im Begriff, Euch einen Scherz mit mir zu erlauben.«

»Ssst!«

Er zog sie an sich wie ein Mann, der mit den Frauen umzugehen weiß, und drückte ihre Wange an die seine, um sie zu beruhigen.

»Ich bin ein ziemlich verworfener Bursche, meine Liebe, aber Euer kleines Herz zu martern, das ist etwas, dessen ich nie fähig wäre. Und außerdem gibt es nach dem König keinen Menschen, dem ich so zugetan bin wie dem Grafen Peyrac. Wir wollen uns keine unnötigen Sorgen machen, Kindchen. Vielleicht ist er rechtzeitig entwischt.«

»Ja, aber ...«, riefAngélique aus.

Er machte eine beschwörende Geste.

»Ja, aber«, wiederholte sie leiser, »warum sollte der König gesonnen sein, ihn zu verhaften? Seine Majestät hat noch gestern abend sehr huldvoll mit ihm gesprochen, und ich selbst habe Worte belauscht, mit denen er der Sympathie Ausdruck gab, die Joffrey ihm eingeflößt hat.«

»Ach, Sympathie! Staatsraison ... Einflüsse ...! Es steht uns armen Höflingen nicht zu, die Beweggründe des Königs zu werten. Denkt daran, daß er Schüler Mazarins war und daß der Kardinal folgendes über ihn sagte: >Er wird sich spät auf den Weg machen, aber er wird es weiter bringen als die andern.<���«

»Glaubt Ihr nicht, daß eine Intrige des Erzbischofs von Toulouse dahintersteckt?«

»Ich weiß nichts ... ich weiß gar nichts«, wiederholte Péguillin.

Er begleitete sie bis zu ihrem Haus und versprach, weiter nachzuforschen und sie am Morgen aufzusuchen.

Als Angélique eintrat, hoffte sie verzweifelt, ihr Mann werde dasein und sie erwarten, aber sie fand nur Margot vor, die den schlafenden Florimond hütete, und die alte Tante, die man über dem Festtrubel völlig vergessen hatte. Die übrigen Dienstboten waren zum Tanz in die Stadt gegangen.

Angélique warf sich in ihren Kleidern aufs Bett, nachdem sie lediglich Schuhe und Strümpfe abgelegt hatte. Ihre Füße waren geschwollen von dem irrsinnigen Gang, den sie mit dem Herzog von Lauzun durch die Stadt gemacht hatte. Ihr Hirn lief leer.

»Ich will morgen nachdenken«, sagte sie zu sich.

Und sie fiel in tiefen Schlaf.

Sie wurde durch einen Ruf geweckt, der von der Straße heraufdrang.

»Médême! Médême ...!«

Der Mond wanderte über die flachen Dächer der kleinen Stadt. Vom Hafen und vom Hauptplatz tönten noch Lärm und Gesang herüber, aber in der nächsten Umgebung war alles still. Fast alle Menschen schliefen, zutiefst erschöpft.

Angélique hastete auf den Balkon und erkannte den schwarzen Kouassi-Ba, der drunten im Mondlicht stand.

»Médême! Médême ...!«

»Warte, ich mach’ dir auf.«

Ohne sich die Zeit zu nehmen, ihre Schuhe anzuziehen, lief sie hinunter, zündete im Flur eine Kerze an und schloß die Haustür auf.

Der Schwarze glitt mit einem geschmeidigen Raubtiersprung ins Innere. Seine Augen funkelten seltsam; sie sah, daß er bebte, als befände er sich in einem Trancezustand.

»Woher kommst du?«

»Von dort drüben«, sagte er mit einer unbestimmten Armbewegung. »Ich brauche ein Pferd. Sofort ein Pferd!«

Seine Zähne entblößten sich in einer wilden Grimasse.

»Mein Herr ist angegriffen worden«, flüsterte er, »und ich hatte meinen großen Säbel nicht bei mir. Oh, warum hatte ich ausgerechnet heute meinen großen Säbel nicht bei mir?«

»Angegriffen, Kouassi-Ba? Von wem?«

»Ich weiß nicht, Herrin. Wie soll ich es wissen, ich, ein armer Sklave? Ein Page brachte ihm ein Briefchen. Der Herr ist hingegangen. Ich bin ihm gefolgt. Es waren keine Leute im Hofjenes Hauses; nur eine Kutsche mit dunklen Vorhängen. Männer kamen heraus und umzingelten ihn. Der Herr zog seinen Degen. Weitere Männer kamen dazu und zerrten ihn in die Kutsche. Ich habe geschrien und mich an die Kutsche geklammert. Zwei Diener waren hinten aufgestiegen. Sie schlugen auf mich ein, bis ich zu Boden stürzte. Aber ich habe einen von ihnen mitgerissen und erdrosselt.«

»Du hast ihn erdrosselt?«

»Mit meinen Händen. So«, sagte der Schwarze, wobei er seine rosigen Handflächen wie eine Zange öffnete und schloß. »Die Sonne brannte zu sehr, und meine Zunge ist dicker als mein Kopf, so durstig bin ich.«

»Trink erst etwas, nachher wirst du reden.«

Sie folgte ihm in den Stall, wo er einen Eimer ergriff und lange trank.

»Jetzt«, sagte er, indem er sich die wulstigen Lippen wischte, »werde ich ein Pferd nehmen und ihnen nachsetzen. Ich werde sie alle mit meinem großen Säbel umbringen.«

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