Anne Golon - Angélique
Здесь есть возможность читать онлайн «Anne Golon - Angélique» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: Исторические любовные романы, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Angélique
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:4 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 80
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Angélique: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Angélique»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Titel des Originals »La Marquise des Anges«
Angélique — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Angélique», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Sie betrachtete dieses Gesicht. Es gehörte ihr, dachte sie zärtlich; sie hatte es gestreichelt, sie kannte seine kleinsten Fältchen. Sie lächelte und murmelte: »Mein Liebster!«
Draußen vor der Tür war Kouassi-Ba in seinem Wams aus kirschfarbenem Samt, seiner weiten türkischen Hose und seinem Turban, beide aus weißer Seide, Gegenstand der Bewunderung aller Gaffer. Man machte einander auf seinen gekrümmten Säbel aufmerksam. Auf einem Kissen hielt er einen goldbeschlagenen Kasten aus sehr schönem rotem Saffian.
Zwei Sänften erwarteten den Grafen und Angélique.
Sehr rasch erreichte man das Haus, in dem der König, seine Mutter und der Kardinal abgestiegen wa-ren. Wie alle vornehmen Häuser von Saint-Jean-de-Luz war es ein schmales Gebäude in spanischem Stil mit vorgesetzten Balustraden und winzigen Balkons aus vergoldetem Holz. Die Hofleute drängten sich auf dem Platz, wo der Seewind die Federn der Hüte wehen ließ.
Angélique fühlte ihr Herz bis zum Halse schlagen, als sie die Stufen zum Hause emporstieg. »Ich werde den König sehen«, dachte sie, »die Königin-Mutter! Den Kardinal!«
Wie nahe er ihr immer gewesen war, dieser junge König, von dem die Amme erzählt hatte, überfallen vom aufrührerischen Pariser Volk, auf der Flucht durch das von der Fronde verheerte Frankreich, nach der Willkür der Fürstenparteien von Stadt zu Stadt, von Schloß zu Schloß gejagt, verraten, verlassen, schließlich siegreich. Jetzt erntete er die Früchte seiner Kämpfe. Und mehr noch als der König genoß die Frau, die Angélique im Hintergrund des Saales erblickte, die Königin-Mutter in ihren schwarzen Schleiern mit ihrem stumpfen spanischen Teint, in ihrer zugleich unnahbaren und anmutigen Haltung, die Stunde des Triumphs.
Der Zeremonienmeister kündigte an:
»Graf Peyrac de Morens d’Irristru.«
Angélique machte ihren Hofknicks. Das Herz klopfte ihr zum Zerspringen. Vor ihr ragten eine schwarze und eine rote Gestalt auf: die KöniginMutter und der Kardinal.
Sie dachte: »Joffrey müßte sich tiefer verbeugen. Vorhin hat er die Grande Mademoiselle so schön gegrüßt. Aber vor dem Allergrößten macht er nur einen kleinen Kratzfuß ... Binet hat recht ... Binet hat recht .«
Es war dumm, in diesem Zusammenhang an den guten Binet zu denken und sich immer wieder zu sagen, er habe recht. Weshalb tat sie das eigentlich? Eine Stimme sagte:
»Wir sind erfreut, Euch wiederzusehen, Graf, und Madame zu begrüßen ... zu bewundern, über die man Uns schon so viel Erfreuliches berichtet hat. Aber Wir müssen feststellen, daß die Wirklichkeit alles Lob übertrifft.« Angélique hob die Augen. Sie begegnete einem leuchtenden Blick, der sehr aufmerksam auf ihr ruhte: dem Blick des Königs.
Prächtig gekleidet, war der König von mittlerem Wuchs, aber er hielt sich so gerade, daß er alle seine Hofleute zu überragen schien. Angélique stellte fest, daß seine Haut leicht pockennarbig war, Überbleibsel der Blattern, an denen er in seiner Kindheit gelitten hatte. Seine Nase war zu lang, sein Mund aber kräftig und sinnlich unter dem dünnen, schmalen Schnurrbärtchen. Das kastanienbraune, quellende Haar fiel in welligen Kaskaden herab. Er hatte schöne Beine und wohlgeformte Hände. Unter den Spitzen und Bändern ahnte man einen geschmeidigen, kräftigen, durch Jagd und Gymnastik gestählten Körper.
»Meine Amme würde sagen: Er ist eine schöne Mannsperson und taugt zum Heiraten«, dachte Angé-lique und ärgerte sich alsbald über solch unfeine Gedanken in einem so feierlichen Augenblick ihres Lebens.
Die Königin-Mutter verlangte den Inhalt des Kästchens zu sehen, das Kouassi-Ba eben kniend in der Haltung eines der Heiligen Drei Könige dargeboten hatte.
Man geriet in Begeisterung angesichts des kleinen Handtäschchens mit seinen Döschen und Kämmen, Scheren, Spangen, Petschaften aus purem Gold und Schildpatt. Doch der Reisealtar bezauberte die frommen Damen des Hofstaats der Königin-Mutter noch mehr. Diese lächelte und bekreuzigte sich.
Das Kruzifix und die beiden Statuetten spanischer Heiliger sowie die ewige Lampe und das kleine Weihrauchgefäß waren aus Gold und Silber. Und Joffrey de Peyrac hatte von einem italienischen Maler auf vergoldetem Holz ein Triptychon malen lassen, das Szenen der Passion darstellte. Die Miniaturen waren äußerst zart und von großer Farbenfrische. Anna von Österreich erklärte, die Infantin stehe im Ruf strenger Frömmigkeit und werde über ein solches Geschenk zweifellos entzückt sein.
Sie wandte sich dem Kardinal zu, um ihn die Malereien bewundern zu lassen; der aber nahm eines der Instrumente des Täschchens nach dem andern in die Hand und ließ sie durch die Finger gleiten.
»Man sagt, Euch fließe das Gold aus der hohlen Hand, Monsieur de Peyrac, wie die Quelle aus dem Felsen?«
»Euer Bild ist treffend, Eminenz«, erwiderte der Graf zurückhaltend. »Wie die Quelle aus dem Felsen ... aber aus einem Felsen, den man zuvor mit einem großen Aufgebot an Zündschnüren und Pulver unterminiert, den man bis zu ungeahnten Tiefen ausgegraben, dann gewälzt und zerstoßen hat. Dann allerdings kann dank der Mühe und des Schweißes Wasser aus ihm quellen, und das sogar im Überfluß.«
»Das nenne ich eine hübsche Parabel über die Arbeit, die Früchte trägt. Wir sind es nicht gewohnt, Leute Eures Standes eine solche Sprache führen zu hören, aber ich gestehe, daß es mir nicht mißfällt.«
Mazarin lächelte noch immer. Er hielt einen Spiegel aus dem Täschchen vor sein Gesicht und warf einen flüchtigen Blick hinein. Trotz Schminke und Puder, unter denen er seinen krankhaft gelben Teint zu verbergen suchte, glänzte es feucht vor Schwäche an seinen Schläfen, und die Locken seiner Haare waren verklebt unter seinem roten Kardinalskäppchen.
Seit Monaten zehrte die Krankheit an ihm; er zumindest hatte nicht gelogen, als er seine Blasensteine zum Vorwand nahm, um sich nicht als erster dem spanischen Bevollmächtigten Don Luis de Haro vorstellen zu müssen. Angélique fing einen Blick der Königin-Mutter auf den Kardinal auf, den Blick einer besorgten Frau. Vermutlich hätte sie ihm gar zu gern gesagt: Redet nicht so viel, Ihr strengt Euch zu sehr an. Das ist die Stunde für Euren Kräutertee.
War es wahr, daß sie ihren Italiener geliebt hatte, die so lange von einem allzu keuschen Gatten verschmähte Königin? Alle Welt behauptete es, aber niemand wußte es genau. Ein einziges Wesen kannte vielleicht das Geheimnis, und das war der streng behütete Sohn, der König. Nannten ihn der Kardinal und die Königin in den Briefen, die sie austauschten, nicht den »Mitwisser«? Mitwisser wessen?
»Bei Gelegenheit würde ich mich gerne mit Euch über Eure Arbeiten unterhalten«, sagte der Kardinal.
Der junge König erklärte seinerseits mit einer gewissen Lebhaftigkeit: »Ich ebenfalls. Was ich erfahren habe, hat meine Neugier geweckt.«
»Ich stehe Eurer Majestät und Eurer Eminenz zur Verfügung.«
Die Audienz war beendet.
Angélique und ihr Gatte begrüßten Monseigneur de Fontenac, den sie in der unmittelbaren Umgebung des Kardinals bemerkten. Danach machten sie bei allen hohen Persönlichkeiten und deren Anhang die Runde. Angélique war so angeregt, daß sie keine Müdigkeit verspürte. Die Komplimente, die sie empfing, ließen keinen Zweifel an ihrem Erfolg zu. Es war offenkundig, daß das Paar große Aufmerksamkeit erregte.
Während ihr Gatte sich mit dem Marschall Gra-mont unterhielt, trat ein junger Mann von kleinem Wuchs, aber angenehmem Gesicht auf Angélique zu. »Erkennt Ihr mich, o Göttin, die Ihr eben dem Wagen des Sonnengotts entstiegen seid?«
»Natürlich!« rief sie erfreut. »Ihr seid Péguillin.«
Um gleich darauf entschuldigend fortzufahren: »Ich bin recht formlos, Monsieur de Lauzun, aber was wollt Ihr, ich höre überall von Péguillin reden. Péguillin da, Péguillin dort! Alle Welt hegt so viel Zuneigung für Euch, daß ich mich, ohne Euch inzwischen wiedergesehen zu haben, einfach anpaßte.«
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Angélique»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Angélique» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Angélique» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.