Frank Lorca - Der rote Henker

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„Nein!“ schrie Desmond Corry. „Tut es nicht! Ich gebe euch alles, was ich habe!“ Der Millionär kreischte in höchster Todesangst auf, als zwei brutale Hände ihn an den Rockschößen faßten. Sein Hemd war bis zur letzten Faser durchgeschwitzt. „Trage es wie ein Mann“, sagte die hohle Stimme unter der roten Kapuze, aus deren schwarzen Augenschlitzen ein glühendes und mordlüsternes Feuer brannte. „Dein Gejammer kommt zu spät. Du hättest nie in dieses Schloß kommen dürfen.“ Desmond Corry, der Millionär aus den Vereinigten Staaten, der sein Geld mit obskuren Waffenschiebereien gemacht hatte, quiekte wie ein Meerschweinchen, das von einem Irrsinnigen mit Genuß zu Tode gequält wird. In seinen vor Schreck geweiteten Augen spiegelte sich das Podest mit der Guillotine. Der tödliche Stahl leuchtete rot im Schein der beiden Fackeln. Der Mann mit der Kapuze schleppte den Schreienden auf dieses Podest. Der Millionär war gefesselt. Er konnte es nicht verhindern, daß er auf den Richtblock geschleudert wurde. Das Halseisen schnappte mit einem schmatzenden Laut ein. Corry wandte den Kopf nach oben. Das Fallbeil löste sich aus seiner Verankerung. Es war das letzte, was Desmond Corry sah…

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„Woher wollen Sie wissen, daß es nur einer war?“ fragte Truffaut.

„Sehen Sie sich die Fußspuren an. Wenn mich nicht alles täuscht, ist der Mann durch das Treibhaus in den Keller gekommen, und dabei sind seine Sohlen in der Kammer neben der Guillotine blutig geworden. Es sind die Spuren von nur einem Mann.“

„Sieht aus, als ob Sie recht hätten. Wir sind zu dritt. Hoffentlich laufen uns diese komischen Halluzinationen nicht mehr über den Weg. Vielleicht sollte ich doch zu trinken aufhören.“

Truffaut überspielte die Szene. Es war Galgenhumor, den er an den Tag legte.

Nagenguest hatte die Taschenlampe genommen und leuchtete den Boden ab. „Hier liegen auch die Sicherungen“, sagte er und bückte sich. „Der Kerl hat sie aus dem Kasten genommen und sie dann weggeworfen. Leuchten Sie mir mal, Monsieur Inspecteur? Ich glaube, der Kasten hängt neben dem Eingang.“

Der Leibwächter hob die Emaillesicherungen auf und drückte Truffaut die Lampe in die Hand. Nach ein paar Sekunden flammte das Licht wieder auf. Die Männer atmeten auf, obwohl im Weinkeller nur eine trübe Funzel hing.

„Haben Sie eine Waffe?“ fragte Truffaut, an William Corry gewandt. „Bei dem anderen Herrn habe ich die Ausbuchtung an der Schulter gesehen.“

„Nein. Ich habe keine Waffe“, meinte William. „Aber schließlich gehen wir ja unter polizeilichem Schutz vor. Sie haben doch sicher einen Revolver dabei?“

„Ja.“ Truffaut klatschte gegen seinen Hosenbund. „Hoffentlich muß ich die Waffe nicht benutzen. Ich bin ein miserabler Schütze.“

„Das beruhigt mich ungemein. Beginnen wir mit unserer Höhlenwanderung? Oben, auf einem kleinen Tischchen, liegen noch Fackeln und eine weitere Lampe.“

Die Männer unterhielten sich betont burschikos. Doch ganz konnten sie die Angst nicht voreinander verbergen, die mit stählernen Klauen nach ihnen griff.

Dann machten sie sich auf den Weg. Sie hatten kein Ziel. Keiner von ihnen kannte sich in diesen Gewölben aus.

Plötzlich ertönte ein langgezogener Schrei, der unmöglich von einem menschlichen Wesen stammen konnte…

Auch Pierre Margent hatte diesen Heulton gehört. Wie eine Spinne mit eiskalten Beinen kroch das Entsetzen in sein Gehirn. Überrascht ließ er von Chantal ab.

Die Frau hatte den Kopf gehoben, so gut es ihre Lage erlaubte. Ihre Gedanken rasten im Kreis. Sie war dem Tod näher als dem Leben. Die Stricke zerrten an ihren Knochen und Sehnen, drohten sie zu zersprengen. Doch auch ihr war das unwirkliche Gekreische nicht entgangen. Die Gänsehaut jagte wie Fieberschauer über ihren nackten Körper.

Der Gangster hatte sich zur Tür gewandt. Das Geräusch war ganz nahe gewesen. Er hatte es immer noch im Ohr, obwohl es schon längst aufgehört hatte.

Doch die Tür bewegte sich nicht. Etwas in ihm ließ ihn trotzdem nicht zur Ruhe kommen.

Dieser Schrei - oder wie immer man dieses Geräusch nennen wollte, es war nicht von dieser Welt gewesen…

Die Sage, von der Alan Grenouille ihm erzählt hatte, fiel ihm ein, doch er schüttelte den Gedanken daran ab wie eine lästige Bürde. Und doch hatte sich ein Bild in seine Vorstellungswelt gefressen.

Der rote Henker. Ein Rundbeil in der Hand, von dem frisches Blut tropfte.

Plötzlich wurde es heiß und kalt zugleich in der Folterkammer. Die Fackeln bekamen Zugluft, obwohl das gar nicht möglich war. Sie flackerten blau.

Dann wieder dieser Schrei!

Diesmal noch näher!

Und dann schepperndes Gelächter, das aus allen Richtungen gleichzeitig zu kommen schien. Es wurde lauter und lauter, schwoll an zu einem tosenden Orkan.

Margent fühlte sich wie in einer bronzenen Glocke, gegen die unbarmherzig geschlagen wird.

Das Gelächter wurde zu einem überlauten Rauschen, mit Pfeif- und Heultönen vermischt. Es legte sich wie eine Haut um den Körper; der Schall wurde fühlbar, schmerzte.

Der Gangster schlug beide Fäuste gegen die Ohren. Doch alles half nichts. Auch Chantal schrie auf. Ihr Klagen ging unter in diesem furchtbaren Ton, der jede einzelne Nervenzelle vibrieren ließ.

„Aufhören!“ kreischte Margent, doch er hörte nicht einmal seine eigene Stimme.

Mit einemmal war das Gelächter vorbei. Es hörte so abrupt auf, als wäre es abgeschnitten worden. Jetzt schmerzte die plötzliche Stille. Sie tat fast so weh wie der Schallschock vorher.

Margent blieb keine Zeit, sich zu erholen.

Vor ihm begannen Flammen aus dem Stein zu schlagen. Züngelnde Flammen, von denen eine eisige Kälte ausging.

Diese Flammen fraßen den Stein, lösten ihn auf.

Eine orangerote Fläche wurde sichtbar. Zwei schwarze Konturen hoben sich von ihr ab. Übergroße Gestalten. Gespenstische Riesen. Ihre Köpfe liefen spitz zu.

Sie trugen Kapuzen.

Die orangerote Fläche hinter ihnen wurde heller, wechselte in strahlendes, lichtes Blau. Sie warf ihren Schein auch auf die beiden Gestalten. Aus vier engen Augenschlitzen funkelte es brennendrot. Die nackte Mordlust glitzerte aus diesen Augenschlitzen. Der Funke dahinter wurde zu einem faustgroßen Feuerball.

„Willkommen im Reich der Finsternis“, dröhnte eine Stimme. Sie war brüchig und trotzdem laut und deutlich. „Willkommen, Pierre Margent aus Paris. Wir haben schon auf dich gewartet.“

Der Gangster wich mit vor Schreck geweiteten Augen gegen die Tür zurück. In seinem Rücken versuchte er den Riegel zu öffnen. Doch er zog seine Hände sofort zurück. Der Riegel war glühend heiß.

Die beiden Kapuzenmänner lachten.

„Du entkommst uns nicht, Pierre Margent. Du hast dich des Verbrechens des Einbruchs und der üblen Nachrede schuldig gemacht. Den Einbruch würden wir dir verzeihen, aber daß du uns im Dorf als üble Halunken und Mörder bezeichnet hast, wirst du büßen müssen.“

„Ich habe nichts gesagt“, stammelte Margent.

„Wir wissen alles, Pierre Margent aus Paris. Wir lesen deine Gedanken. Ja. Wir sind Louis und Justin de Lavorne. Die roten Henker. Jawohl, die sind wir. Und wir werden Gericht sitzen über dich und das Urteil vollstrecken. Wir werden noch viele Urteile vollstrecken. Nicht wahr, Justin?“

Ein hohles Gelächter ertönte aus der Kapuze des Kleineren. Der groteske Bauch wackelte.

„Doch zum Tribunal darfst du unsere Gesichter sehen.“

„Nein! Schert euch zum Teufel, wo ihr hingehört!“

Die Greisenstimme kicherte.

„Du gehörst ebenfalls zu uns. Zum Teufel. Wir werden dich hinbringen.“

Die größere der Gestalten nahm die Kapuze ab. Pierre Margent erstarrte.

Er hatte in seinem verpfuschten Leben schon viel Gräßliches gesehen, doch dieser Anblick ließ sein Blut gefrieren.

„Ich weiß, daß ich nach euren Begriffen keine Schönheit bin, Irdischer.“

Gelbe Zähne bleckten in einem verwesten grüngrauen Gesicht. Muskelfasern hingen aus den Wangen. Die Augen waren stumpf, doch die Pupillen leuchteten rot, strahlten Margent an. Es waren keine Haare mehr an dem angefressenen Schädel. Unter der Kopfhaut, die sich an einigen Stellen ringelte, schaute der kahle weiße Schädelknochen hindurch.

Der aus dem Totenreich zurückgekehrte Henker lachte höhnisch. „Und noch einen Anklagepunkt gibt es, Pierre Margent aus Paris. Du hast unseren Freund getötet, der uns aus unserem Dämmerschlaf errettet hat.“

Die Gestalt setzte die Kapuze wieder auf. Nur die Augen glühten den Gangster noch an.

Der rote Henker malte mit seinem Fingerknochen ein geheimnisvolles Zeichen in die Luft.

Margent sah, wie Luft sich in der Kammer an einer Stelle verdichtete, rasende Wirbel bildete und schließlich Gestalt annahm. Der Gangster traute seinen Augen nicht.

Doch der Mann, der plötzlich vor ihm stand, war einwandfrei Marc Lever, den er in der Hütte getötet und im Wald hatte verscharren lassen. Es war Marc Lever, und er war es auch wieder nicht. Er bewegte sich wie ein Automat, ein schrecklicher Automat, der Phantasie eines wahnsinnigen Gehirns entsprungen.

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