Ben Bova - Asteroidenfeuer

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Asteroidenfeuer: краткое содержание, описание и аннотация

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Die nicht allzu ferne Zukunft: Martin Humphries, Erbe des milliardenschweren Humphries Trust, wähnt sich auf der Höhe seiner Macht. Er lebt in einer luxuriösen Idylle auf dem Mond, die er zu einer uneinnehmbaren Festung ausgebaut hat, und ein Asteroid nach dem anderen fällt ihm zu, so dass er seine Macht und sein Monopol in der Raumfahrt immer weiter ausbauen kann. Seinen Rivalen Lars Fuchs hat er nicht nur ausgeschaltet, sondern auch gedemütigt, indem er ihm seine Frau Amanda genommen und geheiratet hat. Sie bringt den ersehnten Sohn und Erben zur Welt. Doch noch immer genügt ihm das nicht: Er will Lars Fuchs beseitigt haben und hetzt einen bezahlten Killer auf ihn, der sich im Asteroidengürtel auf die Lauer legt. Aber Humphries ahnt nicht, dass ihm längst ein viel gefährlicherer Gegner erwachsen ist …
Mit diesem Buch beendet Ben Bova die faszinierende Geschichte, die mit »Der Asteroidenkrieg« begann und in »Asteroidensturm« fortgesetzt wurde.

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Doug Stavenger machte die lange Zeitverzögerung zwischen Selene und dem Gürtel auch zu schaffen. Edith näherte sich in der Elsinore Ceres. Sie würde das Habitat Chrysallis in weniger als vierundzwanzig Stunden erreichen.

»… Fazit ist«, sagte er zu ihr, »wärst du hier geblieben, dann wäre dir eine große Story förmlich vor die Füße gefallen. Humphries lässt keine Berichterstatter in sein Haus — nicht einmal in den Garten oder das, was davon noch übrig ist. Nach dem, was die Sicherheitsinspektoren mir aber erzählen, ist das Haus ein ausgeglühtes Skelett, und der große schöne Garten ist völlig verwüstet.«

Er hielt inne, lehnte sich im Sessel zurück und versuchte die Gedanken zu strukturieren. Es war schwer, mit einem dunklen Monitor zu sprechen. Als ob man ein Selbstgespräch führte.

»Edie, dieser Krieg ist nun weit genug gegangen. Ich muss ihn irgendwie beenden. Die Kämpfe haben schon auf Selene übergegriffen, und das kann ich nicht zulassen. Wenn das Feuer von Humphries' Garten sich weiter ausgebreitet hätte, dann hätte es hier viele Todesopfer gefordert. Vielleicht wäre sogar die gesamte Bevölkerung umgekommen. Ich kann nicht zulassen, dass diese Leute eine solche Bedrohung für uns darstellen. Ich muss sie stoppen.«

Ja, sagte Stavenger sich. Du musst sie stoppen. Es wird Zeit, die Reservebank zu verlassen und aufs Spielfeld zu gehen. Aber was soll ich tun? Wie soll man zwei der größten Konzerne im Sonnensystem daran hindern, Selene in ein Schlachtfeld zu verwandeln?

Ich muss einen Weg finden, wurde er sich bewusst. Sonst werden sie alles zerstören.

Als seine Nachricht die Elsinore erreichte, sah Edith Elgin die tiefen Sorgenfalten im Gesicht ihres Mannes.

Doch in ihrem Kopf rief eine Stimme: Fuchs kommt her! Das muss er. Er hat Freunde unter den Felsenratten. Auf die eine oder andere Art wird es ihm gelingen, sich nach Ceres zu schleichen — zumindest um aufzutanken und Proviant und Vorräte an Bord zu nehmen. Und ich werde da sein und ihn interviewen!

Vor lauter Aufregung sprang sie auf, verließ ihre Kabine und lief den schmalen Gang zur Brücke hinauf. Ich muss herausfinden, wann genau wir an Chrysallis andocken, sagte sie sich. Und schauen, ob der Kapitän noch irgendwelche anderen Schiffe zu orten vermag, die zum Habitat unterwegs sind. Fuchs' Schiff wird auf dem Radar auftauchen, nachdem die Strahlenwolke abgezogen ist.

Lars Fuchs war tatsächlich nach Ceres unterwegs. Er flog lautlos und hatte alle Bojen und Telemetrie abgeschaltet. Die Hände auf dem Rücken verschränkt, die Mundwinkel mürrisch heruntergezogen und angestrengt überlegend stapfte er auf der Brücke der Halsey umher.

Das Schiff absolvierte den Jungfernflug im tiefen Raum recht ordentlich. Die Systeme waren so hoch automatisiert, dass sie es zu viert fliegen konnten. Nodons Schulter verheilte, und Sanja hatte Fuchs versichert, dass noch mehr Besatzungsmitglieder in Chrysallis auf sie warteten.

Fuchs war zwar offiziell vom Felsenratten-Habitat verbannt und hatte es auch seit fast zehn Jahren gemieden. Aber sie werden mir doch wohl erlauben, in einen Parkorbit zu gehen, sagte er sich. Nur für einen Tag oder so. Nur so lang, um mehr Mannschaften und Vorräte an Bord zu nehmen.

Und was dann, fragte er sich. Ich habe die Nautilus , die im Gürtel auf mich wartet, und dieses neue Schiff. Werde ich überhaupt genug Leute finden, um beide Schiffe zu bemannen? Humphries wird alle Reserven gegen mich mobilisieren. Fuchs nickte. Soll er nur. Soll er mich nur durch den Gürtel jagen. Ich werde ihn ausbluten lassen. Es ist mir zwar nicht gelungen, ihn zu töten, aber ich werde ihn dort treffen, wo es ihm am meisten wehtut: in den Büchern. Jedes Schiff, das er auf mich ansetzt, ist ein Aufwand, der den Ertrag schmälert. Bei jedem HSS-Schiff, das ich zerstöre, wird ein Fässchen roter Tinte aufgemacht. Ich werde ihn ausbluten.

Bis er mich tötet, wurde Fuchs sich bewusst. Dieser Krieg zwischen uns kann auf nur eine Weise enden. Ich bin ein toter Mann. Das hat er mir schon vor Jahren gesagt.

Er erhaschte einen Blick auf sein Spiegelbild in einem der dunklen Monitore auf der Brücke. Ein verhärmtes, zorniges Gesicht mit schmalen, zu einem zynischen Grinsen verzerrten Lippen und tiefliegenden Augen, die wie glühende Kohlen brannten.

Ganz recht, sagte er zu seinem Spiegelbild. Er wird mich töten. Aber es wird ihn teuer zu stehen kommen. Ich bin weder leicht noch billig zu haben.

Big George Ambrose saß mit nervösen Zuckungen am Konferenztisch. Der Stuhl war etwas zu klein für seinen massigen Körper, und die Armlehnen waren gerade so hoch, um ihn in eine zusammengekauerte Körperhaltung zu zwingen. Auf die Dauer war das schmerzhaft.

Und diese Sitzung dauerte nun schon seit etlichen Stunden. Das Regierungsgremium von Chrysallis hatte eine seiner seltenen Unstimmigkeiten. Für gewöhnlich nickte das Gremium Georges Entscheidungen nämlich ab. Keins der Ratsmitglieder wollte wirklich Verantwortung übernehmen. Sie wurden nach dem Zufallsprinzip vom Personal-Computer des Habitats ausgewählt und mussten dann ein Jahr im Regierungsgremium dienen. Jeder von den acht Männern und Frauen wäre lieber an seinem alten Arbeitsplatz oder zu Hause gewesen, hätte sich lieber ein Video angeschaut oder in der Bar einen zur Brust genommen. Alles, nur nicht sich in diesem Konferenzraum zanken.

George fand, dass die Bar eine gute Idee war. Vielleicht sollten wir unsere dämlichen Sitzungen dort abhalten, sagte er sich. Alle abfüllen und dann abstimmen lassen.

Aber er wusste, dass es um eine ernste Sache ging. Man musste sich dem Problem stellen und nüchtern abschätzen.

Pancho hatte George gewarnt, dass Lars Fuchs in einem Raumschiff Kurs auf den Gürtel nahm. Man konnte es an den Fingern einer Hand abzählen, dass er sich irgendwo Vorräte beschaffen musste, und dieses Irgendwo war Ceres.

»Vielleicht kommt er gar nicht hierher«, sagte eins der Ratsmitglieder, eine nervös wirkende Frau in einem modischen Pullover, der mehr zeigte als verhüllte. »Vielleicht kapert er ein paar Schiffe und stiehlt die Vorräte, die er braucht. Er ist schließlich ein Pirat.«

»Deshalb haben wir ihn ja verbannt«, sagte der schafsäugige Lagerhaus-Arbeiter, der neben ihr saß.

»Das ist nicht ganz richtig«, korrigierte George.

»Aber verbannt haben wir ihn doch«, sagte der Lagerist patzig. »Dann dürfen wir ihm auch nicht erlauben, hier anzudocken.«

»Das war vor zehn Jahren«, sagte eines der älteren Vorstandsmitglieder, ein ehemaliger Bergmann, der eine neue Karriere als Waffentechniker eingeschlagen hatte.

»Aber er wurde auf Lebenszeit verbannt, stimmt's?«

»Stimmt«, gab George zu.

»Na bitte.«

»Hört mal«, sagte die Frau, die George direkt gegenübersaß — eine pummelige Rothaarige mit künstlich violetten Augen. »Die Hälfte der HSS-Schiffen im Gürtel wird auf der Suche nach Fuchs sein. Wenn er hier auftaucht, werden sie ihn sich schnappen.«

»Das ist neutrales Territorium«, sagte George. »Jeder weiß das. Wir haben es mit HSS und Astro vereinbart. Wir fertigen jedes Schiff ab, das zu uns kommt, und dafür finden im Umkreis von tausend Klicks ums Habitat keine Kampfhandlungen statt.«

»Das bedeutet aber nicht, dass wir Fuchs auch abfertigen müssten. Er ist schließlich ein Exilant.«

»Es ist noch jemand involviert«, fügte George hinzu. »Wir bekommen Besuch von einem Medien-Star. Sie wird morgen hier eintreffen. Edith Elgin.«

»Ich sehe immer ihre Shows von Selene!«

»Ist sie nicht mit Douglas Stavenger verheiratet?«

»Was will die hier?«

»Eine Dokumentation über den Krieg produzieren«, erklärte George.

»Wollen wir überhaupt eine Dokumentation über den Krieg? Ich meine, das ist doch keine gute Publicity für uns?«

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