Isaac Asimov - Experiment mit dem Tod

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Titel des Originals: »A Whiff of Death«

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Endlich kam das Klingelzeichen, und Brade legte die Kreide aus der Hand. »Über die einzelnen Zusatzprodukte der Karbonylverbindungen sprechen wir dann am Montag«, sagte er und ging zur Tür. Er wartete diesmal nicht auf die unvermeidlichen fünf, sechs Studenten, die immer noch Fragen hatten. Das war ein weiteres Thema für einen Soziologen. Es waren praktisch immer dieselben Studenten, die zu ihm kamen. Einige wollten sich zweifellos einfach beliebt machen. Einige mochten sich dabei wichtig vorkommen. Wieder andere wollten ihn vielleicht ärgern und mit Fragen aufs Glatteis führen. Und ein paar schließlich (und ihretwegen nahm Brade die andern geduldig mit in Kauf) wollten wirklich etwas näher erklärt haben oder ihren Wissensdurst befriedigen.

Diesmal aber ließ er sie alle stehen und ging sofort hinaus - sein einziges Zugeständnis an den besonderen Charakter des Tages. Cap Anson wartete schon in seinem Arbeitszimmer und blätterte in seinem neuen Buch über heterozyklische Chemie, das Brade vor drei Tagen erhalten hatte. Es war der erste Band eines auf zehn Bände bemessenen Werkes.

Anson blickte auf, als Brade eintrat (früher war dies einmal Ansons Arbeitszimmer gewesen), und sein altes Gesicht verzog sich zu einem Lächeln.

»Ah, Brade! Fein!« Anson setzte sich an eine Schmalseite des Konferenztischs. (An dem Tisch hatten zehn Personen Platz, und er wurde gelegentlich benutzt, wenn Brade für seine älteren Studenten ein formloses Seminar abhielt.) Anson breitete ein Bündel Manuskriptseiten aus und sah ihn erwartungsvoll an. »Haben Sie die revidierte Form des 5. Kapitels gelesen?«

Brade hätte vor Erleichterung fast gelacht. Es war Erleichterung, was er verspürte. Es war, als hätte sich in ihm mit einem leisen Knacks eine Feder entspannt. Da mochten Studenten sterben und Polizeibeamte Fragen stellen und alle andern ihn, Brade, ansehen, als könnten sie es mit dem Tod persönlich zu tun haben - Anson, der gute alte, stur seinen Gewohnheiten treu bleibende Cap Anson dachte nur an sein Buch. Brade sagte: »Es tut mir leid, Cap. Ich bin noch nicht dazu gekommen.« Der Schatten der Enttäuschung lag plötzlich schwer auf dem kleinen Mann. (Er war natürlich nur körperlich klein und ging noch immer sehr sorgfältig gekleidet, das Jackett ordentlich zugeknöpft. Seit einigen Jahren trug er einen Spazierstock bei sich, aber mit ihm berührte er gewiss nur dann den Boden, wenn niemand hinsah.) Er sagte: »Ich dachte, gestern abend -« »Ich weiß, ich hatte das Problem Berzelius mit Ihnen besprochen und die revidierte Fassung lesen wollen. Es tut mir leid, dass ich unsere Verabredung nicht einhalten konnte.« Es lag ihm auf der Zunge, hinzuzufügen, dass dies das erstemal war, dass ihm dies passierte, aber er unterließ es.

»Nun, lassen wir das, aber abends zu Hause hatten Sie doch sicher Zeit, einen Blick hineinzuwerfen.« Seine noch immer sehr lebhaften blauen Augen flehten ihn gleichsam an, als müsse er, Brade, wenn er es nur versuchte, sich daran erinnern, dass er das Kapitel doch gelesen hatte.

»Ich war gestern abend etwas durcheinander, Cap, Sie müssen schon entschuldigen. Ich lese es jetzt schnell zusammen mit Ihnen durch, wenn Sie wollen.«

»Nein.« Mit leicht bebenden Händen raffte Cap Anson seine Papiere zusammen. »Ich möchte, dass Sie es sich in Ruhe ansehen. Es ist ein wichtiges Kapitel. Ich behandele die organische Chemie in diesem Kapitel als eine moderne, systematische Wissenschaft, und der Übergang ist nicht einfach. Ich komme morgen früh bei Ihnen zu Hause vorbei.«

»Tja, morgen ist Samstag, und ich habe Doris versprochen, dass ich mit meiner Tochter in den Zoo gehe, wenn schönes Wetter ist. « Das schien Anson an etwas zu erinnern. Er sagte in etwas scharfem Ton: »Ihre Tochter hat Ihnen doch das Manuskript gegeben, das sie von mir bekommen hat, ja?« »Ja, natürlich.«

»Na, gut, wir sehen uns dann morgen früh.«

Er stand auf. Er ging nicht auf Brades Bemerkung über den geplanten Zoobesuch ein. Das war nicht seine Art, und Brade hatte es auch nicht anders erwartet. Anson schrieb an einem Buch, und da interessierte ihn sonst gar nichts.

Das Buch! Es war, als hätte Brade aus seinen eigenen Sorgen heraus ein neues Mitleidsvermögen entdeckt. Anson hatte sein tiefstes Mitgefühl. Er war ein bekannter, großer, vielgeehrter Mann gewesen -und er hatte zu lange gelebt.

Seine wirklich große Zeit, als er in der organischen Chemie unumstritten herrschte, als eine gegenteilige Bemerkung von ihm eine neue hoffnungsvolle Hypothese im Keim ersticken konnte, als die Vorträge, die er auf Tagungen hielt, ein gespannt lauschendes Publikum fanden -diese Zeit lag zwei Jahrzehnte zurück.

Als Brade seinen Doktor machte, war Anson schon ein Veteran, und die organische Chemie begann sich seinem Zugriff zu entziehen. Eine neue Zeit war heraufgedämmert. Das Chemielabor war elektronisch geworden. Brade musste sich eingestehen, dass er dagegen ankämpfte, aber es war nun einmal so. Aus Chemie waren Instrumentierung und Mathematik, Reaktionsmechanismen und Kinetik geworden. Die altmodische Chemie, die eine Kunst und eine Sache des Gefühls gewesen war, gab es nicht mehr.

Anson war allein mit seiner Kunst zurückgeblieben, und die Chemiker sprachen von ihm wie von einem großen Mann, der nicht mehr lebte. Nur dass man seltsamerweise eine kleine Gestalt, die an Anson in seinen späteren Jahren erinnerte, gelegentlich bei Chemikertagungen noch immer Hotelflure entlanggehen sehen konnte. Und so wandte sich Anson als Emeritus seinem großen Ruhestandsprojekt zu - einer abschließenden Geschichte der organischen Chemie, einer Beschreibung jener Zeit, als Giganten aus Luft, Wasser und Kohle Substanzen gebildet hatte, die es in der Natur nicht gab. Aber war das denn, fragte sich Brade plötzlich, etwas anderes als Flucht vor der Wirklichkeit? Vor der Wirklichkeit dessen, was die physikalische Chemie mit Ansons geliebten Reaktionen machte, ein Rückzug in jene Zeit, als Anson eine maßgebliche Persönlichkeit gewesen war? Cap Anson war schon an der Tür, als Brade einfiel, dass er etwas vergessen hatte. »Ach, übrigens, Cap -« Anson wandte sich um. »Ja?«

»Ich werde ab nächste Woche eine Reihe von Vorlesungen über die Sicherheitsmaßregeln im Labor halten, und es wäre fein, wenn Sie Zeit hätten und mir ein oder zwei Vorlesungen abnehmen könnten. Schließlich haben Sie von uns allen hier die längste Laborerfahrung.« Anson runzelte die Stirn. »Sicherheitsregeln im Labor? Ach so, ja - Ihr Student, Neufeld. Er hatte diesen tödlichen Unfall.« Brade dachte: Dann weiß er es also doch.

Laut sagte er: »Das ist einer der Gründe, weshalb wir uns zu diesem Kurs entschlossen haben, ja.«

Aber Ansons Gesicht hatte sich in jähem Zorn verzerrt, und er hob seinen Stock und ließ ihn dann auf die Tischplatte knallen, dass es krachte wie ein Pistolenschuss. »Ihr Student ist ums Leben gekommen, und Sie sind schuld daran, Brade! Sie sind schuld!«

6

Der Knall, aber noch mehr die mit aller Schärfe vorgebrachten Worte Ansons hatten Brade erstarren lassen. Er griff hinter sich nach seinem Stuhl, bekam ihn aber nicht zu fassen. Anson sagte etwas ruhiger: »Sie können die Verantwortung nicht leugnen, Brade.« Brade sagte: »Cap, ich - ich -«

»Sie waren sein Doktorvater. Was er auch im Labor tat, fiel in Ihren Verantwortungsbereich. Sie hätten wissen müssen, was für ein Mensch er war. Sie hätten genau wissen müssen, was er tat, was er dachte. Sie hätten ihn entweder zur Vernunft bringen oder hinauswerfen müssen, wie Ranke das getan hat.«

»Sie sprechen von moralischer Verantwortung.« Brade fühlte sich schwach und erleichtert, als wäre die moralische Verantwortung für den Tod des jungen Mannes gar nichts. Seine Hand fand endlich den Stuhl, und er setzte sich. »Aber Cap, ein Professor kann und muss sich um seine Studenten kümmern, aber das geht doch nur bis zu einer gewissen Grenze.«

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