Frank Schätzing - Lautlos

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Sieht Dr. Liam O’Connor, genialer Physiker und Bestsellerautor, Gespenster? Wird Köln wirklich von einer unbekannten Macht unterwandert, wenige Tage bevor hier die weltpolitische Elite zum G-8-Gipfel zusammenkommt? Tatsächlich stößt O’Connor auf eine Verschwörung und eine unheimliche Waffe, die einen neuen Kalten Krieg auslösen könnte. In einem atemlosen Katz- und Mausspiel versucht er, die Katastrophe zu verhindern. Doch die Gegner scheinen immer einen Schritt voraus zu sein…

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Es war der kleine Schönheitsfehler, der vieles zunichte machte. Clinton hätte so gut und über jeden Zweifel erhaben sein können, dachte Guterson, ohne diese ständige Nacheiferei seines Jugendidols. Ganz klar war die Zuneigung, die Köln dem Präsidenten jetzt schon entgegenbrachte, auch auf die offensichtlichen Parallelen zu JFK zurückzuführen. Seit Kennedy hatte kein Politiker in den USA das höchste Amt im Staat so kontinuierlich angestrebt und auch gewonnen wie Bill Clinton. Ebenso wie Kennedy war der Präsident ein Berechner, der sich auf dem schmalen Grat zwischen dem Verbotenen und Nochvertretbaren bewegte. Er hatte Amerika aus der Isolation befreit, ein Hoffnungsträger, der einen langen amoralischen Schatten warf und darum jeden potentiellen Sünder faszinieren musste. Wie Kennedy war auch Clinton ein unbändiger Optimist, der automatisch davon ausging, man könne sich immer irgendwo treffen, und gerade darum hatten beide sich so gut verkauft. Clinton war überzeugt, dass insgeheim sogar republikanische Hardliner wie Newt Gingrich oder Pat Buchanan eine Basis mit ihm wollten – von Leuten wie Jassir Arafat oder Hafez al-Assad ganz zu schweigen –, die man nur entdecken müsse. Impulsiv neigte er zu Toleranz und Ausgleich, was ihm Stimmen einbrachte, zugleich aber auch sein größtes Problem darstellte. Wenn Bill Clinton eines nicht konnte, und auch darin glich er Kennedy, dann seine Gegner richtig einschätzen. Beide waren Kämpfer und zugleich Spieler, populistische Grenzgänger, die alles auf eine Karte setzten, ohne recht zu wissen, wer ihnen gegenübersaß.

Der eine hatte am Ende verloren. Alles, das Leben. Dafür war er in den Olymp der Unantastbarkeit entstiegen, den er mit den Größten der Geschichte teilte. Wenn die Laserattacke wirklich Clinton gegolten hatte, wäre ihm der arme Aufsteiger aus Arkansas womöglich in eine Art Vorzimmer gefolgt. Trotz des Lewinsky-Skandals betrachteten die meisten Amerikaner das Vorgehen Starrs gegen den Präsidenten mit Skepsis und Widerwillen. Sie fanden, es sei seine Sache, was er mit seinen Zigarren tat. JFKs Liebeleien hatten den Präsidenten nicht daran gehindert, die Kubakrise zu meistern, warum also sollten Clintons eher harmlose Abenteuer ihn davon abhalten, die USA aus dem psychologischen Black Hole herauszuführen, in das die

Weltmacht nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion gestürzt war?

Wie bei Kennedy waren es – trotz oder gerade wegen seiner offen zur Schau gestellten Triebhaftigkeit – gerade die Frauen, die Clinton die Stange hielten. Ihnen verdankte er die Wiederwahl. Sie hätten vermutlich am meisten um ihn getrauert, wenn er dem Anschlag zum Opfer gefallen wäre, weil sie wesentlich mehr Akzeptanz für Clintons Seitensprünge aufbrachten als für Starrs Sittenpolizei, die sie zurückzwingen wollte in die finsteren Abgründe des Kolonialismus, zurück an den Herd und ins puritanische Abseits. Im Grunde war es nur logisch, dass Clinton den Rummel um seine Person in der Malzmühle nicht den Kölnern verdankte, sondern einer weiblichen amerikanischen Reisegruppe.

Vielleicht, im Falle der Katastrophe an diesem Tag, hätte Clinton posthum sogar von seinen Gegnern so etwas wie Liebe erfahren. Nur, Verehrung blieb Kennedy vorbehalten. Hier endete die Parallele. Clinton träumte den historischen Traum. Von Friedensschlüssen unter seinem Patronat, von der Lösung der Nahostfrage, von der Unsterblichkeit. Kennedy hatte diesen Traum verkörpert. Geschichte war nicht wiederholbar, sosehr man sich auch darum bemühen mochte.

Es war 23.00 Uhr, als sie hinaus auf die Straße traten. Der Präsident winkte in die Menge, verschwand in seinem Lincoln, und sie fuhren zurück, während ein weiteres Mal die Deutzer Brücke gesperrt und die Schifffahrt eingestellt wurde.

Wenn schon, dachte Guterson.

Auf diese Weise würden sich die Kölner wenigstens daran gewöhnen, was ihnen in den nächsten Tagen noch bevorstand. Wenn sie Clinton wollten, mussten sie den Secret Service, die CIA und das FBI eben mit in Kauf nehmen. Und sie konnten sich dabei noch glücklich schätzen. So entspannt und freundschaftlich die Zusammenarbeit mit dem BKA im Wesentlichen verlaufen war, hatten einige Gespräche weitaus weniger freundliche Züge getragen. Die Reibereien etwa mit dem FBI, das sich – zugegeben – um fremde Hoheitsrechte wenig scherte. Oder als sie verlangt hatten, für Clinton die komplette Innenstadt räumen zu lassen oder wenigstens einen eigenen Weg vom Rathaus zum Römisch-Germanischen Museum festzulegen. Das BKA war fuchsteufelswild geworden. Jeder gehe diesen Weg, der Franzose, der Italiener, der Kanzler, der Japaner, warum nicht Clinton? Sie hatten versucht, den Deutschen klar zu machen, dass Clinton der Präsident der Vereinigten Staaten und nicht der Franzose oder der Italiener war, aber die Gegenseite war hart geblieben. Zeitweise war es zugegangen wie auf dem Basar. Zugeständnis gegen Forderung. Der Secret Service hatte sich darin behauptet, dass während des G-8-Gipfelfotos auf dem Heinrich-Böll-Platz Eisenbahnwaggons als Sichtblende auf die Hohenzollernbrücke gerollt werden würden, dass Clinton nie über Kabel schreiten dürfe oder darunter hindurch, was bei achttausend Journalisten und zig Kilometern verlegten Leitungsnetzes alptraumhafte Züge für die Organisatoren annahm, dass Clintons Limousine grundsätzlich nur auf der rechten Seite einer Straße oder Zufahrt zu parken habe – und dass der Secret Service, wenn es ihm gefiel, all dies binnen weniger Stunden über den Haufen werfen und neue Regeln aufstellen konnte.

Dafür waren sie bekannt, ihren Gastgebern so etwas zuzumuten. Sie galten als arrogant und gefühllos. Der Punkt war, dass sie es wussten und dass es ihnen gleich war. Andere Nationen wollten nicht begreifen, dass der Secret Service an einem Trauma litt, obwohl er definitiv nichts für das gekonnt hatte, was damals in Dallas geschehen war. Guterson war klar, dass sie sich allzu oft im Ton vergriffen. Wann immer dies in den vergangenen Wochen geschehen war, hatte das BKA kalt lächelnd mit »Ingelheim« gekontert. »Ingelheim« war als Argument ein Totschläger. Dort hatten sich Clinton und Schröder unlängst getroffen. Schröder hatte dort gestanden, wo er eben stehen musste, um den Präsidenten zu begrüßen, und eine amerikanische Protokollbeamtin hatte ihn angeherrscht, er solle unverzüglich seinen Arsch einpacken und auf die Seite gehen. Sie hatte es nicht ganz so harsch formuliert, aber den deutschen Kanzler darauf hinzuweisen, er dürfe dort nicht stehen, hatte auch so für einen Sack Probleme gereicht.

Es war eines der seltenen Male gewesen, dass der Secret Service wirklichen Ärger bekommen hatte.

Auch das war ihnen egal.

Guterson sah aus dem Fenster. Die Kolonne fuhr über den Rhein, und einen Moment lang berührten ihn der angestrahlte Dom und die kleinere Kirche davor auf eigenartige Weise.

Er führte ein kurzes Gespräch mit dem Präsidenten, während sie auf die lange, gewundene Auffahrt zum Hyatt einbogen.

Es hatte kein Attentat gegeben. Jeder wollte die rückhaltlose Aufklärung mit allen Mitteln, um die Auftraggeber zu ermitteln, und jeder hatte zugleich Angst davor, es herauszufinden. Sollte sich der Verdacht einer serbischen oder gar russischen Beteiligung bewahrheiten, würden die Konsequenzen schauerlich sein. Aber zugleich wollte niemand, dass überhaupt etwas passiert war. Nicht in der Friedensstadt Köln. Keine Risse im Gefüge.

Wie immer blieb es sein Problem. Seines und das der deutschen Kollegen.

Sie würden es lösen.

WAGNER

»Ja. Nein. Nein. Ja.«

Wagner hatte das Gefühl, immer wieder die gleichen Fragen zu beantworten, aber vielleicht lag es auch einfach nur an ihrer Unfähigkeit, das Geschehene zu erklären.

Vor allem fühlte sie sich müde, schrecklich müde. Sie saßen auf der Pritsche eines offenen Mannschaftswagens und halfen den Polizisten zu verstehen, was sie in der Halle vorgefunden hatten. Die meiste Zeit redete ohnehin O’Connor. Die Männer, die sie vernahmen, waren schließlich zu der Überzeugung gekommen, dass er ihnen die präziseren Informationen lieferte, und behelligten Wagner nur sporadisch. Einer von ihnen war Bär, der Hauptkommissar vom Flughafen, den anderen kannte sie nicht. Sie waren höflich und rücksichtsvoll, offenbar aber fest entschlossen, in wenigen Minuten umfassendes Wissen zu erlangen.

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