John Grisham - Das Testament

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Troy Phelan ist ein milliardenschwerer Exzentriker, der des Lebens müde ist. Doch nicht so müde, daß er sein Imperium kampflos seinen geldgierigen Erben überlassen würde. Bevor er sich aus dem 13. Stock stürzt, verfügt er, daß sein gesamtes Vermögen an seine bis dato völlig unbekannte, uneheliche Tochter Kachel geht. In der Phelan-Familie bricht ein Sturm der Entrüstung los, und es wird sofort alles in Bewegung gesetzt, um das Testament anzufechten. Unterdessen versucht der ehemalige Staranwalt Nate O'Riley, mit dessen Karriere es schon seit Jahren bergab geht, die legitime Erbin aufzutreiben. Doch wie Rachel finden, die irgendwo im unzugänglichen brasilianischen Regenwald als Missionarin arbeitet? Als O'Riley nach einer abenteuerlichen und lebensgefährlichen Reise schließlich zu ihr gelangt, scheint alles umsonst gewesen zu sein - Rachel interessiert sich nicht für das Erbe ihres Vaters, dafür um so mehr für die Lebensgeschichte von Nate. Doch die Zeit läuft. Wenn O'Riley Rachel nicht umzustimmen vermag, fällt das gesamte Vermögen in die Hände des unersättlichen Phelan-Clans.

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Der Häuptling forderte die Besucher auf zu warten und ging dann langsam wieder ins Dorf zurück. Eine halbe Stunde verging. Jetzt musste Rachel wissen, wer sie waren, der Häuptling hatte es ihr bestimmt mitgeteilt. Und sie schien nicht kommen zu wollen.

Eine Wolke schob sich vor die Sonne, und Nate sah aufmerksam hin. Sie war weiß und faserig, nicht im geringsten bedrohlich, trotzdem jagte sie ihm Angst ein. Wenn er den leisesten Donner in der Ferne hörte, würde er aufbrechen. Im Boot aßen sie einige Waffeln und ein wenig Käse.

Mit einem Pfiff unterbrach der Häuptling ihren Imbiss. Er war allein aus dem Dorf zurückgekommen. Sie be-gegneten einander auf halbem Wege und folgten ihm etwa dreißig Meter, dann änderten sie die Richtung und gingen auf einem anderen Pfad hinter den Hütten vorbei. Nate konnte den offenen Dorfplatz sehen. Er war verlassen, kein einziger Ipica ging umher. Keine Kinder spielten. Keine jungen Frauen fegten den Platz um die Hütten frei. Niemand kochte und wusch. Man hörte keinen Laut. Die einzige Bewegung kam vom aufsteigenden Rauch der Feuer.

Dann sah er Gesichter in den Türöffnungen. Man beobachtete sie. Der Häuptling hielt sie von den Hütten fern, als litten sie an einer schlimmen ansteckenden Krankheit. Er schlug wieder einen anderen Pfad ein, der zwischen den Bäumen hindurchführte. Als sie auf eine Lichtung traten, befanden sie sich vor Rachels Hütte.

Von Rachel war nichts zu sehen. Er führte sie seitwärts an der Tür vorbei. Dort sahen sie im tiefen Schatten der Bäume die Gräber.

ZWEIUNDFÜNFZIG

Die Indianer hatten sorgfältig vier weiße Holzstücke zurecht-geschnitzt, poliert und mit Ranken zu zwei völlig gleichen Kreuzen zusammengebunden. Sie waren klein, keine dreißig Zentimeter hoch, und steckten am unteren Ende beider Gräber in der frischen Erde. Nichts stand darauf, weder ein Name noch ein Hinweis auf den Zeitpunkt des Todes.

Unter den Bäumen war es dunkel. Nate stellte seine Tasche auf den Boden zwischen den Gräbern und setzte sich darauf. Der Häuptling begann leise und rasch zu reden.

»Die Frau liegt links, Lako rechts. Sie sind vor etwa zwei Wochen am selben Tag gestorben «, dolmetschte Jevy. Der Häuptling sprach weiter. »Seit unserer Abreise sind zehn Menschen an Malaria gestorben«, sagte Jevy.

Der Häuptling sprach lange, ohne eine Pause zum Dolmetschen zu machen. Nate hörte die Worte, und doch hörte er nichts. Er sah auf den ordentlich angehäufelten und von geschälten Ästen umrandeten schwarzen Erdhügel zur Linken, der ein genaues Rechteck bildete. Dort lag Rachel Lane, der tapferste Mensch, dem er je begegnet war, denn sie hatte nicht die geringste Angst vor dem Tod gehabt. Im Gegenteil, sie hatte ihn willkommen geheißen. Sie hatte ihren Frieden gefunden. Endlich war ihre Seele bei ihrem Gott, und ihr Leib ruhte auf alle Zeiten inmitten der Menschen, die sie geliebt hatte.

Neben ihr lag Lako, sein himmlischer Leib frei von jeglichem Makel und Leiden.

Der Schock kam und ging. Ihr Tod war tragisch, und auch wieder nicht. Sie war keine junge Mutter und Gattin, die Angehörige hinterließ. Sie hatte keinen großen Kreis von Freunden, die zusammenkamen, um ihren Hingang zu betrauern. Nur eine Handvoll Menschen in ihrer Heimat würde je erfahren, dass sie nicht mehr lebte. Sie hatte als Fremde unter den Menschen gelebt, die sie begraben hatten.

Er hatte sie gut genug gekannt, um zu wissen, dass sie nicht betrauert werden wollte. Tränen wären ihr nicht recht, und Nate konnte um sie auch keine vergießen. Eine Weile sah er ungläubig auf das Grab, dann aber meldete sich die Realität. Sie war keine alte Freundin, mit der er oft zusammengewesen war; er hatte sie kaum gekannt. Seine Gründe, sie zu finden, waren ausschließlich selbstsüchtiger Art gewesen. Er war in ihre Privatsphäre eingedrungen, und sie hatte ihn gebeten, nicht zurückzukehren.

Trotzdem schmerzte es ihn, dass sie nicht mehr lebte. Er hatte jeden Tag, seit er das Pantanal verlassen hatte, an sie gedacht. Er hatte von ihr geträumt, ihre Berührung gespürt, ihre Stimme gehört, sich an ihre Weisheit erinnert. Sie hatte ihn beten gelehrt und ihm Hoffnung gegeben. Sie war in Jahrzehnten der erste Mensch gewesen, der Gutes in ihm erkannt hatte.

Nie zuvor war er einem Menschen wie Rachel Lane begegnet, und er vermisste sie schmerzlich.

Der Häuptling schwieg. »Er sagt, dass wir nicht lange bleiben können«, sagte Jevy.

»Warum nicht?« fragte Nate, ohne den Blick von ihrem Grab zu nehmen.

»Die Geister sagen, dass wir an der Malaria schuld sind. Die Krankheit ist gekommen, als wir zum ersten Mal hier waren. Die Indianer sind nicht glücklich, uns hier zu sehen.«

»Sagen Sie ihm, dass seine Geister ein Haufen Clowns sind.«

»Er möchte Ihnen etwas zeigen.«

Langsam erhob sich Nate und sah den Häuptling an. Sie traten durch die Tür in Rachels Hütte, wobei sie den Kopf einziehen mussten. Der Boden bestand aus gestampfter Erde. Im vorderen der zwei Räume standen unglaublich primitive Möbel, ein Stuhl aus Zuckerrohr und Ranken und ein Sofa, dessen Beine Holzklötze waren und dessen Sitzkissen Strohbündel. Der hintere Raum hatte als Schlafzimmer und Küche gedient. Wie die Indianer hatte sie in einer Hängematte geschlafen. Darunter stand auf einem Tischchen eine Kunststoffschachtel, die einst Medikamente enthalten hatte. Der Häuptling wies darauf und sagte etwas.

»Da ist was drin, das Sie sich ansehen sollen«, dolmetschte Jevy.

»Ich?«

»Ja. Sie hat gewusst, dass sie sterben würde, und den Häuptling gebeten, ihre Hütte zu bewachen. Wenn ein Amerikaner kommen würde, sollte er ihm die Schachtel zeigen.«

Nate hatte Angst, sie zu berühren. Der Häuptling nahm sie und gab sie ihm. Nate ging nach nebenan und setzte sich auf das Sofa. Der Häuptling und Jevy verließen die Hütte.

Seine Briefe hatten sie nie erreicht, jedenfalls lagen sie nicht in der Schachtel. Außer einer brasilianischen Kennmarke, wie sie jeder Bewohner des Landes besitzen muss, der kein Ureinwohner ist, enthielt sie drei Briefe von der Missionsgesellschaft. Nate las sie nicht, denn am Boden der Schachtel sah er Rachels Testament.

Es steckte in einem weißen Umschlag mit einem brasilianischen Absender. In ordentlichen Druckbuchstaben hatte sie darauf geschrieben: Letzter Wille Rachel Lane Porters.

Ungläubig sah Nate darauf. Mit zitternden Händen öffnete er behutsam den Umschlag. Er enthielt zwei gefaltete und durch eine Heftklammer verbundene Brief bögen. Auf dem ersten stand noch einmal in großen Druckbuchstaben Letzter Wille Rachel Lane Porters.

Nate las:

Ich, Rachel Lane Porter, Gottes Kind, Bewohnerin Seiner Welt, Bürgerin der Vereinigten Staaten und im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte, setze dies als meinen Letzten Willen fest.

1. Ich habe keine früheren Testamente abgefasst, die ich widerrufen müsste. Dies ist mein erstes und letztes. Jedes Wort habe ich von Hand geschrieben. Es soll ein eigenhändiges Testament sein.

2. In meinem Besitz habe ich eine Kopie des Testaments meines Vaters, Troy Phelan, vom 9. Dezember 1996, in dem er mich zur Universalerbin seines Vermögens einsetzt. Ich versuche, dies Testament nach dem Muster des seinigen abzufassen.

3. Weder schlage ich das auf mich entfallene Erbe aus, noch möchte ich es antreten, vielmehr ist mein Wunsch, dass mit dem Vermögen eine Stiftung gegründet wird.

4. Die Erträge der Stiftung sollen dazu dienen, nachstehende Ziele zu unterstützen: a) das Werk der Missionare von World Tribes Missions auf der ganzen Welt fortsetzen, b) die frohe Botschaft des Christentums verbreiten, c) die Rechte der Eingeborenenvölker Brasiliens und ganz Südamerikas schützen, d) die Hungrigen speisen, die Kranken heilen, den Obdachlosen eine Heimstatt verschaffen und die Kinder retten.

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