Thomas Lehr - September. Fata Morgana

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September. Fata Morgana: краткое содержание, описание и аннотация

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Zwei Väter und zwei Töchter, zwei parallele Lebensgeschichten in den USA und im Irak. Ihre Schauplätze sind weit entfernt, und doch verbinden sie zwei politische Ereignisse: Sabrina stirbt am 11. September 2001 im New Yorker World Trade Center, während Muna 2004 in Bagdad bei einem Bombenattentat ums Leben kommt. "September" erzählt vom Islam, von Öl, Terror und Krieg und von zwei Frauen, die stellvertretend für die Opfer dieses Konflikts stehen.

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die du doch studierst

er liebt es das zu sagen und auch dass die Erde sogar in Kalifornien existiere ja dass ich sie gerade dort wo sie ja äußerst lebendig sei noch besser erforschen könne er sagte auch er bräuchte die Gravitation meiner Bücher und meine deutsche

Nach-Denklichkeit

(das Wort brachte ich ihm bei)

im Sonnenlicht

lehnen wir aneinander am Bahnsteig

in unseren Körpern lodert eine Flamme auf

die überschlägt

und uns verbindet als hätten wir keine Kleider keine trennende Haut

schon fährt der Long-Island-Zug ein das Quietschen Fauchen und Zischen eines höheren (stärkeren) Wesens überragt uns (nur eine Maschine) küss mich Eric

öffne die Augen

die gelb gestreifte Front der Lok dann

eine verschmierte blaue Eisenwand

Martin

Es sind nur noch zwei Meilen zu laufen

ein (Sabrinas) Kinderleben lang benötigte ich bis mir das Denken in Meilen Fuß Zoll selbstverständlich wurde die Bürotürme der UMass ragen wie Burgzinnen hinter fahl himbeerroten Sportplatzumzäunungen auf hinter denen sich undeutlich einige Frühsportler bewegen Studenten und Oberschüler wie in großen Netzen gefangen von schrecklichen Fischkuttern der Luft die Bilder

flirren vorbei verschwimmen verwischen zu

Lichtfiguren der Regen an jenem Tag vor einem Jahr an dem ich Sabrina nach Boston fuhr

endgültig wie ich immer wieder und wieder

denken muss

hörte plötzlich auf die Sonne brach schier gewaltsam hervor auf dem Fenster der Beifahrerseite das Sabrina zur Hälfte heruntergelassen hatte sah ich mit zerlaufenen Wassertropfen und kondensiertem Dampf gemalt

in dieser Vergangenheit den Spiegel einer Vergangenheit

die Silhouette der Alhambra wie Luisa und ich sie einen Monat zuvor vom Albacín-Viertel aus (auf einer Steinmauer neben einer weißen Kirche sitzend) erblickt hatten mächtig und doch gelassen auf ihrem ockerfarbenen Felssockel ruhend ich dachte mir damals bezüglich dieses Urlaubs was Sabrina mit Blick auf unser Haus ihre alte Schule das ganze hinweggleitende vertraute Amherst meinte nämlich dass man gar nicht mehr heraus müsse dass man ebenso gut immer bleiben könnte ein naiver Gedanke den schon ein Blick über die Schulter widerlegt vom Heck her über die nach vorn geklappten Rücksitze des Ford bis zu den unwillig nachgebenden Lehnen der Vordersitze türmen sich die Kleider- und Bücherkartons Sporttaschen Plastiktüten (Sabrinas Schlittschuhe in bedrohlicher Nähe zur Glasscheibe des in eine Daunenjacke gesteckten alten PC-Monitors es wurde Zeit für ein Notebook)

es ist wiederum

ein früher Septembertag

ein später Sommertag

kälter nässer gleißender (blendende Lichtschneisen über dem Highway Nr 90 auf den wir bei Springfield auffahren) als der heutige bald in der Erinnerung erstarrende Tag meines letzten Laufes für so lange Zeit

der Lauf ist

noch nicht zu Ende

das letzte Jahr ist

noch nicht angebrochen

die Grenzübertritte haben noch nicht einmal Silhouetten im Nebel der Zukunft

es würde ihr helfen sagt Sabrina dass wir gerade erst aus Europa zurückgekommen seien nach der fünfwöchigen Reise wäre sie einfach unterwegs geblieben habe sie ihre Koffer nur wieder umgepackt ich sehe unter dem Vorwand die rechte Spur beobachten zu müssen zu ihr hinüber erschrecke gleichermaßen über ihren Mut ihre Leichtigkeit den noch so mädchenhaften schmalen Körper an meiner Seite ich würde am liebsten das Steuer herumreißen und sie zurück nachhause fahren ich muss die klügere Instanz in mir wiederherstellen die es vor Kurzem noch lieber gesehen hätte wenn sie zum Studium weiter weggegangen wäre (nach Kalifornien wenigstens oder sogar nach Berlin) als sich Boston auszusuchen gewissermaßen den geografischen Kompromiss zwischen der Villa auf Long Island und dem Holzhaus in Amherst

in Cambridge

wo ich in einer Frühstückspension übernachtete um unseren Abschied hinauszuziehen offiziell aber nur wegen des geplanten Mittagessens am nächsten Tag mit Amanda und

dem Ölmann

wie Sabrina und ich ihn immer nannten als bestünde er von Kopf bis Fuß nur aus einer viskösen schwarz glänzenden Masse oder spiegelnden Flüssigkeit vielmehr die durch ein Wunder (der Petrochemie) zusammenhielt zu menschenähnlicher Gestalt

in Boston und Cambridge hatte sich der frühe Septembertag im Jahr 2000 zu einem klassisch schönen Sommertag entwickelt (übertrieben dreidimensionale Marmorwölkchen wie fliegende Steine vor dem Hintergrund einer stahlblauen Himmelsfläche) in einem neuen Jahrtausend ihr Studium zu beginnen erschien Sabrina weniger bemerkenswert als mir (der ich oft daran gezweifelt hatte so lange zu leben)

die ersten Stunden

betäubten wir uns mit Organisation schleppten Kartons packten aus räumten ein und ich versuchte nicht zu eifrig zu wirken um nicht den Anschein zu erwecken Sabrina loswerden zu wollen auch wenn ich in dem Augenblick in dem ich das Studentenwohnheim am Charles River sah (eines jener nüchternen fünfstöckigen Gebäude welche die klassische Brownstone-Architektur nachahmen nur etwas kantiger und transparenter so dass nichts verloren und nichts gewonnen scheint) den nicht wieder zu schließenden Riss der Trennung spürte

der noch einmal zugewachsen war als sie mit sechzehn beschlossen hatte zu mir nach Amherst zu ziehen und dort (zuhause) die Highschool zu beenden plötzlich so konzentriert und engagiert dass ihre MIT-Bewerbung angenommen wurde

der Riss ist nichts weiter als

das notwendigerweise vollkommen eigenständige Leben des anderen des eigenen Kindes

deiner Tochter die auf einem Kiefernholzsofa an deiner Seite zwischen halb ausgepackten Umzugskartons die Listen des MIT Housing studiert What’s in the room: Extra-long bed — Mattress — Desk — Desk-Chair — Bureau — Phone — Ethernet-Access — Waste baskets … What to bring: Adress book — Alarm clock — Aspirin or other

Pain

reliever

Sabrina greift nach ihrem einen Popsong dudelnden mobile es ist ihre Mutter die noch einmal unseren Termin für den kommenden Mittag bestätigt dessen Sinn mir unklar ist dem ich aber auch nicht ausweichen möchte (eine der Mutproben ähnelnden Amanda-Inszenierungen von Patchwork-Familien-Harmonie) und als Sabrina auflegt versetzt mich das Nachklingen von Amandas Stimme in dieser Umgebung so lebhaft in die Zeit in der wir gemeinsam in einem Wohnheim-Zimmer hausten büffelten und uns liebten dass es mir so vorkommt als besuchte Sabrina mich und nicht ich sie in ihrer neuen Behausung und das Gefühl hält noch an

als wir aufstehen das Zimmer verlassen und die Gerätschaften der Gemeinschaftsküche besichtigen im Fahrstuhl erscheinen mir Studienanfänger wie ich sie seit so vielen Jahren in meinen Vorlesungen und Übungen sehe fast so mysteriös und interessant wie sie Sabrina wohl vorkommen (immerhin sind es künftige MIT-Leute und nicht Frischlinge unserer Wald- und Wiesenuniversitäten)

noch während wir in die Tiefgarage rumpeln

hält die illusionäre Zeitverschiebung an ich fühle mich wie ein älterer Kommilitone dieser Freshmen deren Eltern und Freunde ebenfalls Kartons CD-Player Kleiderbündel Baseballschläger und Fernsehgeräte in das Heim schleppen am Labours Day

gegen Abend kommt dann auch Sabrinas Zimmergenossin Julia an eine ironische Rothaarige mit trägem fülligen Körper und schnellem Mundwerk wir besuchen einen Irish Pub auf dem Campus und noch immer und obgleich oder weil die beiden jungen Frauen sich blendend verstehen und lebhaft miteinander reden kehre ich nicht so recht in mein Professorenalter zurück sondern schwimme in einer diffusen Zeitzone zwischen den Studenten mit ihren flackernden mobiles den Guinness-Reklamen den Schwarz-Weiß-Fotografien die das Leben der irischen Einwanderer in halb ironischer halb glorifizierender Weise in die vage Gegenwart projizieren

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