Rita Brown - Die Sandburg

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August 1952: Die siebenjährige Nickel verbringt mit ihrer Mutter, ihrer Tante Louise und ihrem Cousin Leroy einen Tag am Meer. Die vier sitzen am Ufer der Chesapeake Bay, die bekannt ist für ihren Reichtum an Muscheln und Krebsen. Mit Blick auf das glitzernde Wasser, das ein Labyrinth kleiner Inseln umspült, verbringen die Schwestern, Nickel und Leroy einen zunächst unbeschwerten Nachmittag. Sie bauen eine prächtige Sandburg, ziehen einen Burggraben und basteln aus Eisstielen eine Zugbrücke. Doch als die Erwachsenen sich im Wasser abkühlen, bleibt Leroy skeptisch; er fürchtet sich vor Haien. Nickel, die keine Gelegenheit auslässt, ihren Cousin zu necken, versichert ihm, dass ihn kein Hai je erwischen wird - sondern ein Krebs. Später, im für seine Schalentiere berühmten Strand-Restaurant, ist Leroy das Essen verleidet. Doch damit nicht genug - denn als die vier zu ihrer Sandburg zurückkehren, ist dort ein erster Bewohner eingezogen ...

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RMBIch kann es nur erkennen, wenn sie es zum Prinzip erheben, eine Haltung, die ich beklagenswert finde. Wer sein Geschlecht oder seine Sexualität hinausposaunen muss, ist schwach und ängstlich. DSOder eine Katze?

RMBO ja, einen Text, der von einer Katze geschrieben wurde, erkenne ich immer. Er enthält zu viele schwärmerische Hinweise auf Katzenminze und Thunfisch. DSGibt es in Ihren Augen so etwas wie Frauenliteratur?

RMBNein, aber die Verleger möchten gerne, dass wir das denken, und das möch­ten auch einige Frauen, die sich eine Sonderbehandlung wünschen. Die großen Themen Leben und Tod, Freiheit und Knechtschaft, Tragödie und Komödie ken­nen kein Geschlecht. Ich glaube nicht mal, dass die Interpretation geschlechtsabhängig ist. Ich spreche hier von der HOHEN LITERATUR, nicht von den großartigen Unterhaltungsromanen, die tatsächlich vom Geschlecht beeinflusst sind, z.B. The Queen of the Turtle Derby.

DSHätte Adolf Hitler auch eine Frau sein können? Oder sind Frauen die besseren Menschen?

RMBJa, aber ohne den albernen Schnurrbart, das ist ein schwacher Trost. Hiermit haben Sie die Antwort auf Ihre nächste Frage sicher schon erraten. Nein, ich bin nicht der Meinung, dass Frauen die besseren Menschen sind, aber ich denke, dass Frauen infolge von sieben- bis zehntausend Jahren konsequenter patriarchalischer Unterdrückung oftmals mitfühlen können mit denen, die entweder en masse leiden, z.B. unter Rassismus, oder individuell, wenn z.B. Leukämie diagnostiziert wird. Was nicht bedeutet, dass Männer diese Gefühle nicht haben können, nur glaube ich, dass Frauen in größerem Maße viel schneller auf derartige Nöte reagieren als Männer.

DSWarum schreiben Sie Bücher mit und über Katzen statt über Steuererklärungen und Sozialabbau? Was stand am Anfang Ihrer Katzenbücher? RMBIch kann politische Sachbücher schreiben und habe es in meiner Jugend auch getan, aber ich fand es einschränkend. Es scheint zum Zeitpunkt des Schreibens schrecklich wichtig zu sein, dabei ist es nur der Ölfilm auf der Wasseroberfläche. Ich wollte tiefer dringen, und der einzig wahre Weg dahin ist die Belletristik. Auch der gehobensten Sachliteratur wie z. B. Geschichte des Verfalls und Untergangs des Römischen Reiches von Edward Gibbon sind strenge emotionale Grenzen gesetzt. (Ich finde, dies ist vielleicht das großartigste Sachbuch in englischer Sprache.)

Ja älter ich werde, je mehr ich schreibe, desto deutlicher empfinde ich es als Gesang auf dem Blatt, als Musik, und wenn man seine Sprache innig liebt, dann ist es Musik. Ich liebe das Englische mit allen Fasern meines Seins. Nicht, dass ich Deutsch nicht wunderbar finde, vor allem wie es in der Gegend um Hannover gesprochen wird, aber ich liebe meine Muttersprache, finde in ihr Lachen, Erhabenheit, die Geschichte eines Volkes, eines bemerkenswerten Volkes im Guten wie im Bösen. Ob es einem passt oder nicht, ich gehöre diesem Volk an. Die Katzenromane erblickten dank der Klugheit von Sneaky Pie mitten im Streik des Schriftstellerverbandes Writer's Guild im Jahre 1988 das Licht der Welt. Ich hatte das große Glück, in Hollywood genug Arbeit zu finden, aber durch den Streik, der fast ein Jahr anhielt, waren alle Fördergelder ausgesetzt. Ich schrieb weiter an meinen Romanen, doch dazu brauchte ich eine ganze Weile. Die Katze schlug Krimis vor. Der Gedanke an Genre-Literatur war mir zuwider (so was Snobistisches), aber ich begriff rasch die Absicht. Ein Krimi war schneller zu schreiben, besonders wenn ich tippte, was sie diktierte. Bantam zeigte sich wenig begeistert, veröffentlichte aber den ersten Katzenkrimi, Schade, dass du nicht tot bist, um mir einen Gefallen zu tun. Den Rest der Geschichte kennen Sie, und es wird immer besser; denn Jahre später habe ich mit einer Fuchsjagdserie begonnen, die ebenfalls gut läuft. So gern ich mit Sneaky zusammenarbeite, ich muss gestehen, dass ich meine NichtKrimis noch ein kleines bisschen lieber schreibe. Nur dauert das dann wieder viel länger.

DSIch lese ja Bücher, um die Welt einmal durch die Augen eines anderen zu sehen, in eine fremde Haut oder in diesem Fall in ein fremdes Fell zu schlüpfen. Geht's Ihnen auch so?

RMBIch kann diese Frage nicht beantworten, weil ich lese, wie ich atme: Ich weiß nicht recht, ob ich einen Grund habe.

DSEin beliebter Aufkleber lautete einmal: «Die Wirklichkeit ist der Fluchtort jener Menschen, die mit der Welt der Phantasie nicht zurechtkommen.» Sehen Sie das auch so?

RMBNein, beileibe nicht. Die Menschheit krankt daran, dass wir uns der Wirklichkeit nicht stellen können. Wir entwickeln Theologien und Ideologien, um die Natur in Abrede zu stellen, um, und das ist wahrhaft schmerzlich, unsere eigene animalische Natur in Abrede zu stellen. Indem wir das tun, besudeln wir die Erde, bringen uns gegenseitig um, weil uns die Götter oder die Regierung der anderen nicht gefallen, und wundern uns, warum wir trinken, Drogen nehmen, Wege suchen, um uns vor unseren eigenen entsetzlichen Missetaten zu ver­stecken. Man muss immer bedenken, wir haben den Garten Eden verlassen. Die Tiere nicht.

DSDas Böse spielt in Ihren Büchern eine große Rolle. Wie kommt das Böse in die Welt?

RMBWenn ein Eichhörnchen eine Eichel vom Baum pflückt, hat das Eichhörnchen dann dem Baum Schaden zugefügt? Wenn ein Bär einen Lachs fängt, hat der Bär dem Lachs geschadet, aber nur, um zu leben. Das Tier namens Mensch und die Ameisen sind offenbar die einzigen Lebewesen, die Krieg führen. Noch einmal: Je mehr wir unser animalisches Ich und andere Tiere in Abrede stellen, desto befähigter sind wir, Böses zu tun. Unsere Ichbezogenheit geht über jede Vorstellung hinaus.

DSIn Ihren Romanen wird das Tier vom Objekt zum Subjekt. Essen Sie eigentlich Fleisch?

RMBIch esse Fleisch. Ich bin ein Allesfresser, genau wie ein Fuchs. Ich lebe meiner Natur gemäß.

DSPatricia Highsmith forderte einmal, Literatur müsse amoralisch sein. Teilen Sie diese Ansicht?

RMBNein, aber ich verstehe, was sie meint. Shakespeare hat uns die ganze Welt oft urteilslos dargestellt, aber ich würde seine Werke nicht als amoralisch klassifizieren. Das Problem entsteht, wenn Schriftsteller die Handhabe eines Moralkompasses damit verwechseln, ein Propagandist zu sein. Literatur ist keine Propaganda, und das erklärt auch, warum sie so selten in totalitären Staaten entsteht oder von Menschen geschaffen wird, die unter streng kontrollierten theokratischen Regimen zu leiden haben.

DSWelche Einwirkungsmöglichkeiten auf die Gesellschaft versprechen Sie sich von Literatur, welche Grenzen sehen Sie?

RMBSo gern ich glauben möchte, dass Literatur auf die Gesellschaft einwirken kann, das zwanzigste Jahrhundert hat mir diese Vorstellung ausgetrieben. DSStrebt ein Schriftsteller nach Macht?

RMBWenn ein Schriftsteller nach Macht strebt, möchte ich vermuten, es geht um Macht über Sprache, Stil, Handlung und Gestalt. Das Streben nach jeder anderen Form von Macht ist eine aberwitzige Verblendung, und ich denke, je unsicherer das Ego, desto stärker die Verblendung.

DSHat der Schriftsteller in den USA seit Fitzgeralds oder Hemingways Zeiten an Macht verloren?

RMBWie kommen Sie auf die Idee, Schriftsteller in meinem Land hätten jemals zu irgendeiner Zeit in der Geschichte Macht besessen? Ich glaube das nicht. Aber Neru-da schrieb einmal, die Literatur habe eine geheime Macht, die entspringen kann wie eine Quelle, und ich wollte, ich könnte mich genau an das Zitat erinnern, weil es so knapp und schön ist wie alle seine Werke, die ich bewundere. (Ich bewundere auch Surtees, der als Sport-Autor des neunzehnten Jahrhunderts gilt, wohingegen ich ihn für einen Satiriker ersten Ranges halte.) Ein einmal gewecktes Bewusstsein kann nicht mehr schweigen, und vielleicht vermag das die Literatur zu bewirken. Jedoch regt sie die Menschen nicht unbedingt zum Handeln an. Wenn alles gesagt und getan ist, ist viel mehr gesagt als getan. DSWoher nimmt man die Kraft für Kunst im Kapitalismus? RMBWo sie seit Aristophanes (Athen, fünftes, frühes viertes Jahrhundert v. Chr.) hergekommen ist. Für jeden Schriftsteller wurde eine wohlhabende Persönlichkeit als Mäzen bestimmt, und dieser finanzierte die Produktion von Stücken für die großen Festspiele. Das ist heutzutage nicht sehr viel anders, insofern als Leute mit Geld beispielsweise für eine Symphonie bürgen oder ein Konzern bezahlt, dessen Geschäft darin besteht, Bücher zu verkaufen. Es ist keineswegs vulgär, Geld im Verhältnis zu Kunst zu betrachten. Es wäre vielmehr dämlich, es nicht zu tun. Wenn irgendjemand das wusste, dann war es ganz be­stimmt Charles Dickens. Mit anderen Worten, Kunst und Kapitalismus sind nicht antithetisch. Dummheit, Engstirnigkeit und Kunst sind antithetisch.

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