Хайнц Конзалик - Das unanstadige Foto

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Konsalik — er hat sich mit großen Rußland-Romanen wie» Liebesnächte in der TaigaDie Tochter des TeufelsNachforschungen< erfahren immer mehr Einwohner von dem Bild. Die Gesellschaft hat ihren Skandal. Heuchelei und Spießertum feiern Triumphe…
Wie Konsalik die Doppelbödigkeit der Moral entlarvt und gleichzeitig echt russische Atmosphäre vermittelt — das muß man gelesen, besser: durchlacht haben.
Ein echtes Lesevergnügen!

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«Man könnte es anders machen«, sagte Babajew nachdenklich.»Das Gesundheitsgesetz enthält die Vorschrift der Vorsorgeuntersuchung. Wenn du morgen bekanntgibst, daß im Gebiet des unteren Tobol einige Cholera-Fälle auftreten und sich deshalb sämtliche Frauen vorsorglich untersuchen lassen müssen, hast du sie alle hier. Das wäre am unauffälligsten.«

«Das geht nur, wenn Dr. Lallikow mitmacht. «Kasutin starrte Babajew trübsinnig an. Das Mißtrauen gegen Dunja Sergejewna zerfraß ihn. Er nahm noch einmal die Bilder, fächerte sie durch und blieb an dem Foto mit den Schenkeln hängen. Wie ein Blitz schlug es bei ihm ein, diese Haltung kannte er. So saß seine Vera manchmal da, wenn sie aus dem Bad stieg und sich vor dem Spiegel kämmte. Genau so! Ihre Hockerhaltung. Seine Frau Vera. Prachtvolle Schenkel, glatt und wohlgeformt, nach dem Bad schimmernd und nach Rosenseife duftend.

Vera! Die Mutter seiner beiden Kinder. Wie oft war Jankowski schon zu Gast gewesen? Kaum zu zählen! Und jedesmal hatte sich Vera wie ein junges Mädchen benommen, hatte besonders gut gekocht und war herumgehüpft wie ein Fohlen. Völlig verändert war sie jedesmal gewesen, wenn Jankowski sich angemeldet hatte. Ja, genau so war es. Kasutin fiel es wie Schuppen von den Augen. Und die Fotos stimmten dazu. Das waren nicht Bilder der Schenkel eines jungen Mädchens, sondern Bilder einer gesunden, kräftigen Frau von 39 Jahren. Vera Konstantinowna Kasutina! O Gott, halt mich fest, daß ich nicht mein Gewehr aus dem Schrank reiße und zu Jankowski renne! Ich weiß ja gar nichts, ich darf die Fotos ja gar nicht gesehen haben. Es muß alles in der Stille erledigt werden. Bisher war Nowo Korsaki eine Stadt ohne Skandale gewesen.

«Natürlich müssen wir Dr. Lallikow einweihen«, sagte Babajew eindringlich.»Die Reihenuntersuchung kann nur er vornehmen. Dann wird es ganz einfach sein. Ich stehe hinter einer Wand, gucke durch ein Loch und habe dabei die Bilder in der Hand. Mein fotografisches Auge sieht sofort, wenn das Modell Jankowskis sich vor Dr. Lallikow dreht. Ich gebe dir dann ein Zeichen.«

«Es wird unmöglich sein. «Kasutin schüttelte den Kopf.»Dr. Lallikow wird nie zulassen, daß du dir alle Frauen von Nowo Korsa-ki nackt betrachtest. Welch ein Gedanke!«

«Aber Dr. Lallikow darf das schon?«

«Dafür hat er Medizin studiert. Ärzte im Amt sind geschlechtslose Wesen. Ein wirklich schwerer Beruf. «Kasutin blickte aus dem Fenster. Draußen fuhr der dicke Baubeauftragte Zwetkow vorbei; er war der einzige, der einen großen Wolga-Wagen besaß. Seine Frau,

Antonina Pawlowna, saß neben ihm. Sie war bekannt für ihre Schönheit, nur schminkte sie sich zu stark. Beim Fest der Komsomolzen hatte sie den ganzen Abend mit dem Geologen Jankowski getanzt. Der gutmütige Zwetkow hatte sich darüber gefreut, er war fürs Tanzen zu dick geworden.

Kasutin erstarrte, blickte wieder auf die unanständigen Fotos und wurde von Zweifeln zerrissen. Dunja, Vera oder vielleicht Antonina Zwetkowa? Babajew hatte recht: Hier mußte eine Klärung erfolgen. Es war mörderisch, mit dieser Ungewißheit zu leben. Die nackte Schöne mußte einen Kopf bekommen und damit eine Identität.

Kasutin griff zum Telefon und rief Dr. Lallikow an.»Ich brauche Sie dringend, Simon Michailowitsch«, sagte er heiser.»Mir zerspringt sonst der Kopf.«

Dr. Lallikow kam sofort. Er war ein kleiner, fetter Mensch und trug eine Brille, deren Gläser so dick und geschliffen waren, daß jedem, der nur die Brille ansah, sofort die Augen tränten. Er war kurzatmig, was er aber nicht seiner Fettleibigkeit zuschrieb, sondern einem rein psychischen Leiden, erzeugt von seinen teuflischen Patienten, die ihm die Lunge einengten und das Herz abdrückten, wie er behauptete.

Von der Ausbildung her war Lallikow nämlich Chirurg und hatte Jahre davon geträumt, Chefarzt einer großen Klinik zu werden. Aber dann war ihm der Hodenbruch des Vorsitzenden des Eisenkombinats >Ehre des Ural< in Swerdlowsk dazwischengekommen. Boris Nikolajewitsch Werschokin, so hatte der einflußreiche Mann geheißen, hatte sich mit seinem lästigen Bruch in die Hände von Dr. Lallikow gegeben, in der berechtigten Hoffnung, nach wenigen Tagen wieder herumspringen zu können wie ein Böcklein. Lallikow hatte phantastisch operiert, weggeschnitten, ausgeräumt, geradezu künstlerisch genäht, aber als der Genosse Werschokin frohgemut wieder ins häusliche Reich zurückgekehrt war und seine liebebedürftige Frau Praskuja ihren Erwartungen handgreiflichen Ausdruck verliehen hatte, war ihr ein Entsetzensschrei entfahren, während Boris Nikolajewitsch in einen erstarrenden Schock gefallen war.

Die Sache war nicht mehr reparabel gewesen: Dr. Lallikow hatte den Vorsitzenden Werschokin in höchster künstlerischer Vollendung entmannt. Natürlich war der Skandal unterdrückt worden und hatte man Werschokin daran hindern können, Lallikow die Hirnschale einzuschlagen, aber mit der großen Karriere des Chirurgen Lalli-kow war es ein für allemal vorbei. Dr. Lallikow hatte in der Klinik die Obduktion der Gestorbenen, deren Todesursachen nachgegangen wurde, übernehmen müssen. Er hatte sich vor Kummer dann in drei Jahren seinen ungeheuren Bauch angefressen und schließlich entnervt aufgegeben. Er war nach Nowo Korsaki gezogen, wo man eine Arztstelle ausgeschrieben hatte. In seiner Praxis dort raunzte er die Patienten an und wurde vor Gram immer dicker und kurzatmiger.

«Wenn man bedenkt«, sagte er manchmal,»daß ich dazu ausersehen war, ganze Organe zu verpflanzen und die Chirurgie zu revolutionieren, nun aber hier in den Wäldern herumsitze und festsitzende Fürze lockern muß, dann fällt das Elend der ganzen Menschheit auf mich hernieder.«

Daß er nach Kasutins Anruf sofort kommen konnte, verdankte er seiner Art, mit den Patienten umzuspringen. Mit dem Parteisekretär verband ihn die Liebe zum Schachspiel, das die einzige Abwechslung war, die sich Dr. Lallikow gönnte, es sei denn, man rechnete zu seinen Liebhabereien noch das wöchentliche Klistier hinzu, das er dem Popen Väterchen Akif verabreichen mußte.

«So weit geht Gottes Güte nicht, daß er sich auch noch um den lahmen Darm seines Popen kümmert!«rief Dr. Lallikow jede Woche einmal mit unterdrückter Freude in der Stimme, wenn Väterchen Akif mit verkniffenem Gesicht auf dem Bauch lag und seinen nackten Hintern ihm entgegenstreckte.»Väterchen, tief Luft holen. Jetzt gurgeln wir mal kräftig.«

An diesem Morgen nun, nach Kasutins Notruf, riß Dr. Lallikow die Tür zu seinem Wartezimmer auf, überblickte die Schar der wartenden Patienten und brüllte:»Fließt einer weg? Nein! Fällt einer um? Nein! Ihr könnt alle warten, ihr glotzäugigen Simulanten! Ich muß weg zu einem lebensbedrohlichen Fall!«

Da niemand wagte, Dr. Lallikow zu verärgern — schließlich war er der einzige Arzt in Nowo Korsaki, und man wußte nie, ob man ihn nicht bald wirklich dringend brauchen würde —, nickten sie alle, machten traurige Gesichter und blieben geduldig sitzen.

Auch das hatte seinen Sinn, denn wenn Lallikow nicht in der Praxis war, gab es immer noch die Sprechstundenhilfe Marfa Felixowna.

Marfa hatte eigentlich Schneiderin gelernt, was Lallikow als beste Eignung dazu ansah, Verbände zu wickeln und Fäden zu ziehen. Und tatsächlich hatte sich Marfa gut eingearbeitet. Sie schmiß die Praxis zu 80 Prozent allein, bildete sich durch die Lektüre von Fachzeitschriften weiter und stieß dabei auf den Titel >Medizinische Assistentin^ Da sie mit Berechtigung annahm, die Arbeit einer solchen bei Dr. Lallikow zu verrichten, verlangte sie ab sofort, daß man sie >Frau Assistentin< titulierte. Die Patienten schwenkten willig um und begrüßten sie ehrfurchtsvoll mit der neuen Bezeichnung, denn kein Mensch fühlt sich armseliger als ein Patient, der voll und ganz der Gnade ärztlicher Behandlung ausgesetzt ist. So kam es, daß man aufatmete, wenn Dr. Lallikow plötzlich die Praxis im Stich lassen mußte und Marfa Felixowna den Laden übernahm. Erstens ging dann alles schneller, zweitens wurde man nicht beschimpft, drittens hatte Marfa sensible, weiche Hände, von denen man sich gern abtasten ließ, und viertens stimmten ihre Diagnosen fast immer. Sie waren differenzierter als jene von Dr. Lallikow. Wenn Lallikow brüllte:»Du hast Rückenschmerzen, sagst du? Da haben wir es wieder! Hast gestern am Sonntag wieder gefressen wie ein Bär, und jetzt staut sich alles im Darm! Komm wieder, wenn du den Kübel voll hast!«, dann konnte man von Marfa Felixowna hören:»Das böse Rheuma. Hier hast du eine gute Salbe. Abends kräftig in den Rücken einmassieren.«

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