Adalbert Stifter - Witiko
Здесь есть возможность читать онлайн «Adalbert Stifter - Witiko» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: Классическая проза, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Witiko
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:4 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 80
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Witiko: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Witiko»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Witiko — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Witiko», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Als der Zug zu dem Tore der Burg gelangte, ritt Agnes, die verwitwete Markgräfin von Österreich, durch das Tor heraus. Sie hatte ein graues Gewand und einen weißen Schleier. Ihr Zelter war weiß. Hinter ihr ritten Herren und Frauen. Die Herren hatten schöne Kleider, die Frauen aber nur graue. Unter den Frauen war Wentila, Witikos Mutter.
Als Agnes zu dem Markgrafen und der Markgräfin gekommen war, wurde sie von ihnen ehrerbietig gegrüßt. Sie dankte des Grußes. Dann sprachen sie noch ein wenig mit einander. Dann stellten sie ihre Pferde neben einander, und ritten von der Burg weg auf einem Pfade, der gegen Abend führte. Die Männer und Frauen, die zu Heinrich und Gertrud und die zu Agnes gehörten, folgten ihnen. Vorn ritten solche, welche Hofämter hatten. Dann kamen die andern. Die Männer der beiden Geleite vermischten sich, wie es sich ergab, oder ihr Wunsch es fügte. Am Ende des Zuges ritten die jüngeren Leute, und waren auseinander gestreuter. An den Seiten des Zuges standen die grünen Bäume, und streckten ihre Zweige gegen die bunten und schimmernden Gewänder, gegen die Panzergeflechte und gegen die Waffen.
Witiko ritt zwischen Weringand von Plaien und Poto von Potenbrun. Sie zeigten ihm Männer und Frauen, die vor ihnen ritten, und nannten ihre Namen.
Gebhard von Abbadesdorf lenkte sein Pferd herzu, und sagte: »Sei gegrüßt, Witiko, tummle dein Roß unter österreichischen Reitern.«
»Sei gegrüßt«, antwortete Witiko, »auf diesem Pfade ist wenig zu tummeln.«
»So komme zu uns hinab, wo der Raum größer ist«, sagte der andere.
»Ich werde kommen«, entgegnete Witiko. Dann ritten Ebergus von Aland und Viricus von Gaden herbei, und Ebergus sagte: »Bist du da, junger Reiter?«
»Ich bin da«, entgegnete Witiko, »du hast ja gesagt, daß es meine Pflicht ist.« »Und du erfüllest sie«, sagte der andere.
»Ich werde sie immer zu erfüllen streben«, sagte Witiko. »Dann erfülle sie auch gegen die Frauen, und huldige ihnen, sie sind schön, und verdienen es«, sprach Viricus von Gaden.
»Ich bin in Huldigungen nicht geübt«, antwortete Witiko.
»So übe dich, und nimm von Thiemo deinen Unterricht, der sich schon lange übt.« Marchard von Hintberg kam herzu, und sagte: »Sei gegrüßt, du
Freund von gestern, es ist gute Art, daß du bei uns bist, nun
lebe recht wacker mit uns.« »Sei gegrüßt«, antwortete Witiko, »wie es sich fügt und schickt.«
»Es fügt sich und schickt sich«, entgegnete Marchard. Dann kam Werinhard von Brun, und sagte: »Böhmischer
Rittersmann, du bist in dem Zuge, nun lasse es dir gefallen, wie es auch andern gefallen hat, die gekommen sind.« Hierauf ritt Thiemo von der Aue von hinten nach vorne gegen
Witiko, und sagte: »Sei gegrüßt, Witiko, ich habe jetzt nicht Zeit, ich werde später wieder zu dir kommen.«
Dann ritt er vorwärts, und schloß sich an die älteren Männer an. Und so kamen noch andere Männer herzu, und ritten wieder weg, und sprachen mit einander.
Nach einer Zeit hörte Witiko hinter sich schnellere Pferdetritte, wie wenn einer näher reitet, und dann hörte er die Worte: »Es hat mir an dem Herzen viel dicke weh getan, daß mich es des gelüste, das ich nicht mochte han.«
Er blickte um, und es war ein sehr junger Mann in blauen Kleidern auf einem weißen Pferde hinter ihm.
Witiko rief: »Der Fiedler vom Kürenberge.«
»Ja, du Lederhaube, so bist du in Österreich«, antwortete der Mann.
»Ich bin bei meiner Mutter und der Frau Markgräfin auf dem Kahlenberge«, entgegnete Witiko.
»Ich weiß es«, sagte der Mann, »und mußte dich im Zuge mit den Augen herausstechen, wie man eine Lerche an den Pfeil heftet.«
Nach diesen Worten trieb er sein Pferd vorwärts, bis er neben Witiko war.
»Und wie bist du denn nach Österreich gekommen?« fragte Witiko.
»So wie du in die Welt gegangen bist«, antwortete der Ritter vom Kürenberge. »Als der alte Regimar tot war, und als du fort warest, ritt ich von Passau hinweg. Ich bin in vielen Gebieten und Burgen gewesen, und dann bin ich an den Hof der Markgrafen von Österreich gezogen. Als der Krieg kam, der zwischen dem Markgrafen von Österreich und dem Herzoge von Bayern war, zogen wir nicht in den Krieg, es zog mein Vater nicht, die Ritter von Rohre zogen nicht, der alte Heinrich von Oftering zog nicht, der unser Nachbar ist, die Herren von Wilheringen zogen nicht, der Ritter von Traun zog nicht, und viele nicht, die um uns waren. Wir halfen aber auch dem Markgrafen von Österreich nicht. Ich ritt zu meinem Vater auf den Kürenberg, und blieb auf dem Kürenberge. Als der Krieg geendiget war, und als der Ruf ging, daß wir nach Böhmen ziehen werden, um die mährischen Fürsten zu züchtigen, so kamen wir aus den Gauen der Traun und der Enns und der Donau zusammen, und zogen mit unseren Fähnlein den bayrischen Wald hinan, und vereinigten uns bei dem Orte Furth mit dem Könige Konrad. Und als die Sache aus war, und als ich von Prag wieder auf den Kürenberg gekommen war, ritt ich eine Weile zu Erlustigungen nach Linz und nach Wels und nach Eferdingen und nach Enns und nach Kremsmünster und nach Rohre, und dann ritt ich nach Wien an den Hof Heinrichs, des Markgrafen von Österreich; denn die Babenberge sind doch anders als die Welfe, und das Herzogtum Bayern ist jetzt ledig, und weil der Markgraf Heinrich der Stiefbruder des Königs Konrad ist, so wird er von dem Könige Konrad mit Bayern belehnt werden, und wenn er auch damit nicht belehnt wird, so kann das bayrische Land zwischen der Enns und dem Inn losgetrennt und zu Österreich gefügt werden, und der Markgraf Heinrich wird dann der erste Herzog von Österreich sein, und wir werden Mannen des Herzoges von Österreich sein.«
»Ich habe Zdik, den Bischof von Olmütz, der auf der Flucht ist, von Böhmen nach Passau geleitet«, sagte Witiko, »und bin dann auf einem Schiffe die Donau herab nach Wien gefahren, und da ich gegen Linz kam, habe ich auf den Wald des Kürenberges geschaut, und habe deiner gedacht.«
»Hast du meiner gedacht?« rief der Ritter vom Kürenberge, »nun so habe meinen Dank dafür. Auf der Burg des Kürenberges sitzt nun mein Vater allein. Er reitet nicht mehr an den Hof. Es ist kein Hof in Bayern, und zu dem Hoflager des Königs reitet er nicht, und an den Hof des Markgrafen auch nicht. Er waltet mit den Knechten, streicht die Fiedel, läßt noch seine Stimme erschallen, gibt Rat, tröstet meine Mutter, wenn sie ein Leid hat, und sendet mir Botschaften. Unten an dem Kürenberge, wo die kleinen Föhren gegen die Stadt Wels hingehen, sitzt auf dem ebenen Boden der alte Heinrich von Oftering, der noch manchen Streitsang hegt. Er ist der Vater des jungen Heinrich von Oftering, der mit uns ein Knabe bei dem alten Regimar gewesen ist, du weißt noch die roten Wänglein und die blonden Haare.«
»Ich weiß es«, sagte Witiko.
»Und wie ist es denn bei euch in Prag?« fragte der vom Kürenberge.
»Der Hof des Herzogs Wladislaw ist bisher mit Sorgen und mit Krieg erfüllt gewesen«, sagte Witiko.
»Der Krieg ist auch herrlich«, sprach der Ritter vom Kürenberge, »er ist nach dem Sange das Herrlichste, und gibt den Ruhm.«
»Uns hat er Zerstörung und Jammer gegeben«, sagte Witiko.
»Und der Ritter Gertrud und ihr Knappe Dimut sind jetzt in dem Munde aller Sänger an dem Hofe ihres Bruders Heinrich«, entgegnete der Ritter vom Kürenberge.
»Das geschieht mit Recht«, antwortete Witiko, »wer ein Großes tut, dessen Name soll in Ewigkeit genannt werden.
»In Ewigkeit«, rief der Ritter, »und sein Sänger dazu.«
»Es sind auch alte Helden in dem Kampfe gewesen«, sagte Witiko.
»Wir wissen es, und ehren sie«, antwortete der Ritter. »Bist du nach dem Kriege in die Heimat gegangen?«
»Ich bin in die Heimat gegangen«, antwortete Witiko.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Witiko»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Witiko» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Witiko» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.