Adalbert Stifter - Witiko

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An seinem monumentalen Werk über die Gründungsgeschichte des Königreiches Böhmen im 12. Jahrhundert arbeitete Stifter zehn Jahre lang wie »ein Pflugstier«. Durch den Romanhelden Witiko, der stellvertretend für den sittlich handelnden Menschen steht, wird das grandiose Historiengemälde zum Bildungsroman, als dessen Meister sich der Autor mit seinem ›Nachsommer‹ in die Literaturgeschichte eingeschrieben hatte.

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Als dreiunddreißig Tage vergangen waren, als Witiko und seine Mutter über alles geredet hatten, was sie im Sinne und Gedanken trugen, und als sie sich geeint hatten, was in ihrem Eigentume noch geschehen solle, rüstete sich Witiko zur Fortreise. Er ging zur Markgräfin Agnes, den Abschiedsdank zu sagen. Sie sprach zu ihm: »Witiko, ziehe mit Gottes Gnade, und bleibe gut. Denke an uns, und denke auch an meinen Vater, und bete einmal für ihn. Er ist schön an Gestalt gewesen, sein Geist hat viele Gaben gehabt, von seinen Lippen sind demütige Worte gegangen, und er hat so Herbes erdulden müssen.«

»Ich werde an Euch und an Euern Vater und an alle hier gedenken, und mein Gebet für sie zu Gott richten«, antwortete Witiko.

Sie gab ihm ein leuchtendes Gewand und eine schöne Helmzier zum Geschenke.

Dann verabschiedete er sich von seiner Mutter. Sie gab ihm ein Sammetbeutelchen mit so viel Gold, als sie vermochte. Er nahm es im Danke an.

Dann verabschiedete er sich von den Herren und Frauen der Burg.

Dann sagte er Lutgart, dem Mädchen seiner Mutter, einen Scheidegruß.

Dann ordnete er seine Habe, übergab sie Säumern, und ritt mit Raimund in die Stadt Wien.

Dort verabschiedete er sich von allen seinen neuen Genossen, und noch besonders von dem Ritter vom Kürenberge, von Heinrich von Oftering und von Werinhard von Brun.

Dann ritt er mit Raimund aus der Stadt Wien über die lange Donaubrücke hinaus, und schlug den Weg nach dem oberen Plane ein.

3. Mit Waldschäften

Witiko ritt mit Raimund über die große Ebene, welche in Mitternacht der Stadt Wien an dem linken Ufer der Donau liegt. Er ritt einen Tag lang dem Wasser der Donau entgegen. Am Morgen des zweiten Tages ritt er über eine Anhöhe hinan, auf welcher dann das Waldland begann. Er ritt durch Gebiete der Herren von Chunring, durch die Stadt Horn, und übernachtete in einer Herberge des Waldes. Am dritten Tage ritt er über Hügel, durch Täler, an Büschen, Hütten und Gehöften vorüber, und kam darauf in den dichteren Wald, in dem größere und mächtigere Bäume standen. Am vierten Tage gelangte er in die krumme Au. Am fünften Tage ritt er an dem Turme Rownos vorüber, dann zwischen den Häusern von Horec hindurch, und kam am Mittage in dem oberen Plane an.

Er ritt in den Hof des steinernen Hauses, und brachte dann mit der Hilfe Martins und Raimunds die Pferde in eine Ruhestelle, und begann die Pflege derselben. Hierauf ging er in die Stube, legte seine Lederhaube von sich, und setzte sich mit Martin an den großen Tisch.

Lucia bereitete Speisen, und als sie fertig waren, verzehrten Witiko und Raimund dieselben.

Nach dem Essen ging Witiko zu dem alten Pfarrer. Die Leute, welche ihm auf dem Wege begegneten, grüßten ihn, und auch aus Häusern kamen manche zum Gruße. Witiko sprach mit einem jeden.

Bei dem alten Pfarrer blieb er eine Stunde.

Dann ging er zu David, dem Zimmerer, und sagte zu ihm: »David, hast du trockenes Baumholz?«

»Sie sind in der Laube geschichtet, die wir vor drei Jahren nach dem Tage des heiligen Andreas geschlagen, und im Sommer behauen haben«, antwortete David, der Zimmerer.

»Hast du Gehilfen, schnell einen Holzbau aufzurichten?« frage Witiko wieder.

»Ich habe Gehilfen, und kann überall Gehilfen bekommen«, antwortete David.

»Bei uns liegen auch behauene und trockene Kernstämme«, sagte Witiko. »Ich werde die Laube in einen warmen Holzstall umwandeln lassen, und an einer andern Stelle eine neue Laube bauen. Ehe die Fröste des späten Herbstes kommen, muß die Sache fertig sein.«

»Sie wird fertig sein«, sagte David, der Zimmerer.

»So nimm Männer zu deiner Arbeit«, sprach Witiko, »und komme morgen in der ersten Frühe zu mir, daß wir die Maße des Platzes nehmen, und daß wir über das Werk sprechen.«

»Ich werde vor dem Aufgange der Sonne bei dir sein«, sagte David.

»Dann zimmere mir aber auch zugleich vier Truhen, welche geeignet sind, daß man Habschaften in ihnen aufbewahren kann«, sagte Witiko.

»Ich werde in der Frist das Zimmern der Truhen beginnen, in der du mein Haus verlassen hast«, antwortete David.

»So tue es«, sagte Witiko. »Ich werde in diesem Winter bei euch bleiben.«

»Das wird schön sein«, antwortete David.

Nach diesen Worten verließ Witiko das Haus Davids, und ging noch zu Peter Laurenz, dem Schmied, und zu Christ Severin und zu Veit Gregor und zu Tom Johannes, dem Fiedler, und zu Stephan und zu der Mutter Norberts.

Dann ging er wieder in sein Haus.

Dort sprach er mit Martin über die Dinge, welche in der Zeit seiner Abwesenheit in dem Hause geschehen waren, und ließ sich manches zeigen.

Am Abende saß er mit mehreren Männern, die gekommen waren, auf der Gasse des Hauses, und als es Nacht geworden war, legte er sich in der Kammer auf sein Lager.

Nach dem Anbruche des nächsten Tages zog er sein graues grobes Wollgewand und seine langen Stiefel an, und setzte seine dunkle Filzhaube auf das Haupt. Dann kam David, der Zimmerer. Er zeigte ihm die behauenen Stämme, die im Hause waren, sie maßen die Länge und Breite der Laube, und bestimmten, was geschehen müsse, daß daraus ein Stall werde.

Dann ging David, der Zimmerer, wieder fort.

Witiko bestellte nun drei Männer mit Saumrossen, und trug ihnen auf, daß sie am Mittage in Bereitschaft wären, in die krumme Au zu ziehen, dort seine Habe, welche Säumer aus Wien bringen würden, auf die Rosse zu laden, und sie nach Plan zu fördern. Raimund wurde beauftragt, mit den Männern zu reiten, und die Habe von den Säumern aus Wien zu übernehmen.

Als dies geschehen war, ging Witiko auf den Kreuzberg, tat vor dem Kreuze ein kurzes Gebet, und blickte dann auf den Wald, in welchem der dunkle See lag, und hinter welchem das Haus Heinrichs von Jugelbach stand. Dann blickte er auf den Wald des heiligen Thomas.

Nach dem Mittagessen kamen vier Männer mit einem Gehilfen Davids, des Zimmerers, und begannen die Arbeit an der Laube.

Am Nachmittage ritt Witiko auf seinem grauen Pferde eine Wegstunde in der Richtung gegen den Thomaswald und wieder zurück.

Am Abende kamen Stephan, der Wagenbauer, Peter Laurenz, der Schmied, Tom Johannes, der Fiedler, Christ Severin, der Wollweber, Zacharias, der Schenke, Roman, den sie den grünen Weber hießen, Tobias, Maz Albrecht, Urban und Mathias zu Witiko. David, der Zimmerer, sandte sein Weib, und ließ sagen, daß er Witiko nicht besuchen könne, weil er an den Truhen mit seinen Knechten arbeite, so lange ein Tagesschein ist. Witiko ließ durch Martin und Lucia Holzschragen aus dem Hause auf die Gasse tragen, die Männer legten lange Bretter darüber, so daß Bänke wurden, und sie setzten sich im Vierecke auf die Bänke. Sie sagten, weil Witiko einen Stall baue, und weil der Stall vor dem Herbste fertig sein müsse, und weil es der Brauch sei, daß die Einwohner von Plan einer dem andern helfen, wenn er etwas baut, oder unternimmt, so wollen sie ihm auch beistehen, und mit Werkzeugen kommen. Witiko nahm mit Dankbezeugung das Anerbieten an.

»Ich werde morgen in der Frühe heraus gehen«, sagte Tobias.

»Ich auch«, sagte Mathias.

»Ich werde auch kommen«, sagte Maz Albrecht.

»Ich kann nicht selber kommen«, sagte Zacharias, der Schenke; »aber mein Altknecht ist in Bereitschaft, und wird an manchem Tage da sein.«

»Ich komme selber«, sagte Roman, »und wir werden abwechseln.«

Jetzt nahm Peter Laurenz, der Schmied, das Wort, und sprach: »Witiko, wir haben alles ausgewirkt, was dem Herzoge von Nutzen war, und das Eisenwerk zu dem Stalle wird keinen Tadel leiden, und ich werde nichts verzögern, und eher das andere liegen lassen, und Urban ist kein Kind, das um Taglohn arbeitet, er hat dessen nicht Not, er hat seine Geschäfte, und wird etwas Erkleckliches in der Welt werden, ich erziehe ihn dazu; aber er wird kommen, und wird bei dir arbeiten, weil er mit dir in Nürnberg gewesen ist, ich habe ihn unterrichtet, daß er es besser machen kann als die andern. So sage ich.«

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