Adalbert Stifter - Witiko

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An seinem monumentalen Werk über die Gründungsgeschichte des Königreiches Böhmen im 12. Jahrhundert arbeitete Stifter zehn Jahre lang wie »ein Pflugstier«. Durch den Romanhelden Witiko, der stellvertretend für den sittlich handelnden Menschen steht, wird das grandiose Historiengemälde zum Bildungsroman, als dessen Meister sich der Autor mit seinem ›Nachsommer‹ in die Literaturgeschichte eingeschrieben hatte.

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Witiko nahm seine Haube ab, und stand vor ihm.

»Sei gegrüßet, du junger Degen«, sagte der Markgraf, »bist du in unser Ländlein Österreich gekommen?«

»Ich bin in das Land gekommen«, sprach Witiko, »und die erhabene Frau Markgräfin, deine erlauchte Mutter, hoher Herr, hat gesagt, daß ich mich unterfangen dürfe, dir den Ehrfurchtsgruß zu bringen.«

»Ich danke dir für den Gruß, mein Sohn«, sagte der Markgraf, »unsere erlauchte Mutter hat dir gut geraten, ich nehme dich so lieb auf wie andere fremde Männer, die mich mit einem Heimsuche bedenken und achte dich, weil mein Schwager Wladislaw und meine Schwester dich genannt haben, daß du in ihrer Sache mit Entscheid gehandelt hast.«

»Ich habe gemeint, das Geziemende zu tun«, antwortete Witiko.

»Der Herzog sagt, daß du nach Gerechtigkeit strebest«, entgegnete der Markgraf.

»Ich möchte sie nur so einsehen können, wie die weisen Männer, welche um den Herzog sind«, antwortete Witiko.

»Das wird in den Jahren kommen, welche noch vor dir sind, Witiko«, sagte der Markgraf. »Du bist mit deiner Mutter auf dem Kahlenberge bei unserer vielgeliebten Mutter als Gast.«

»Meine Mutter ist früher da gewesen, ich bin dann gekommen, und es hat mir die erlauchte Frau Markgräfin Herberge gewährt«, sagte Witiko.

»Unsere Mutter liebt deine Mutter als die Tochter ihrer Mutter ungemein«, antwortete der Markgraf, »genießet die Herberge, und komme oft zu mir und meinen Männern herunter. Ich werde meinen Herren und Kriegsleuten befehlen, daß sie gütlich mit dir umgehen. Erheitere dich in unserer Weise, da noch die Waffenruhe vor dem Kriege gegen die Mährer, die du entlassen hast, dauert.«

»Ich dachte, daß der Krieg leichter gegen jeden Fürsten allein sein wird, als gegen ihre Vereinigung«, antwortete Witiko, »und dann werden wir den Streit auch ohne fremde Hilfe vollführen können.«

»Das liegt bei Gott, Witiko, und das werden die Kriegsherren ermessen und die weisen Männer, von denen du sagst, daß sie bei dem Herzoge sind«, entgegnete der Markgraf. »Fahre im Guten fort, Witiko, du bist noch jung, und kannst vieles erstreben, ich bin auch nicht alt, und so mir Gott hilft, werde ich das Ehrengrüßen, das du bringst, und das mir andere bringen, erst recht verdienen. Bleibe lange bei uns, und wenn du scheidest, lasse dir nicht leid sein, daß du gekommen bist, und wenn du eine österreichische Sitte gelernt hast, lasse dich's nicht kränken, und komme wieder.«

»Es wird mir nicht leid sein«, sagte Witiko, »und ich werde suchen, von dir und den Deinigen zu lernen.«

»So etwas zu lernen ist«, erwiderte der Markgraf. »Bringe unserer geliebten Mutter einen Gruß, grüße deine Mutter, und gehabe dich wohl.«

Er stand nach diesen Worten auf, und reichte Witiko die Hand. Witiko sah, daß die Hand weiß und schön gebildet sei.

Er faßte sie, und sagte. »Lebe glücklich, hoher Herr!«

»Das wäre ein guter Wunsch, wenn Gott ihn erfüllen will«, antwortete der Markgraf.

Darauf verneigte sich Witiko, und verließ das Gemach.

In dem Vorgemache grüßte er den Ritter in dem grünen Gewande, und setzte dann seine Lederhaube wieder auf das Haupt.

Der Ritter aber sagte. »Ich bin Otto von Lengenbach, und so du einmal in meine Veste kommen willst, Witiko, so wirst du freundlich aufgenommen werden.«

»Ich danke Euch, Herr«, sagte Witiko, »es könnte sich fügen, und dann nehme ich die Einladung an.«

Hierauf wurde er von Tibert, dem Kämmerer, und Thiemo von der Aue in den Vorsaal geführt.

Von dem Vorsaale ging er im Geleite derer, die mit ihm gekommen waren, über die Treppe hinab.

In dem Hofe waren nun Pferde von den Knechten der Ritter, die bei ihm waren, herbei geführt worden.

Witiko bestieg sein Pferd, die Ritter bestiegen auch die ihrigen, und Marchard von Hintberg sagte: »Wir werden dich eine Strecke geleiten, Witiko.«

»Ich freue mich eurer freundlichen Art«, entgegnete Witiko.

Alle die Männer und hinter ihnen ihre Knechte ritten nun aus dem Hause auf den großen Platz hinaus.

Dort rief Thiemo von der Aue: »Wo hast du denn deine Herberge, du junger fahrender Ritter, der du da fremde Länder besuchst?«

»Ich bin nicht genau ein fahrender Ritter«, sagte Witiko, »meine Mutter ist in euerm Lande, und ich bin zu ihr gekommen und so auch gerne in euer Land.«

»Und wo herbergt denn deine Mutter, so du jetzt etwa zu ihr reitest?« fragte Thiemo von der Aue.

»Ich reite zu ihr«, antwortete Witiko, »und sie herbergt auf dem Kahlenberge bei der hocherlauchten Frau Markgräfin Agnes, zu der sie beschieden worden ist.«

»Das ist die böhmische Wentila«, rief Thiemo von der Aue, »und herbergest du auch bei ihr auf dem Kahlenberge?«

»Ich herberge auch dort«, entgegnete Witiko.

»Dann werden wir dich morgen sehen, weil Kahlenbergritt ist«, sagte Marchard von Hintberg, »du mußt dich anschließen, und mit uns reiten.«

»Wenn es sich ziemt«, sagte Witiko.

»Es ziemt sich«, rief Ebergus von Aland, »und es ist deine Ritterpflicht und Kriegerpflicht, weil du dem Markgrafen einen Heimsuch gemacht hast.«

»Dann werde ich mitreiten«, entgegnete Witiko.

»Und ich werde dich schützen«, rief Thiemo von der Aue.

»Ich hege großen Dank für deinen Schutz«, sagte Witiko, »aber ich denke, ich werde mich selber schützen, oder eines Schutzes nicht bedürfen.«

»Gegen den Witz schütze ich dich«, rief Thiemo, »und gegen den Witz kann dich kein anderer so schützen.«

»So schütze mich, Vater«, antwortete Witiko.

»So bist du ein folgsamer Knabe«, rief Thiemo.

»Ich werde dir immer gehorsamen«, sagte Witiko.

»Das wird zu deinem Heile sein«, antwortete Thiemo.

Die Männer ritten durch das Tor der Stadtmauer gegen den tiefen Graben hinaus. Sie ritten über die Brücke des Grabens, und an der Freiung vorüber.

Dann nahmen sie Abschied.

»Reite wohl, Witiko«, rief Marchard von Hintberg.

»Gehabe dich gut«, sagte Viricus von Gaden.

»Gedenke des Gehorsams«, rief Thiemo von der Aue.

»Freue dich in unserem Lande«, sagte Werinhard von Brun.

»Bleibe recht lange da«, rief Gebhard von Abbadesdorf.

»Habet Dank, ihr Herren«, rief Witiko entgegen, und gehabet euch wohl.«

»Gehabe dich wohl«, riefen mehrere, und sie riefen ihm noch zu, daß er sie in ihren Vesten besuchen solle.

Dann wendeten sie ihre Pferde, und ritten der Freiung entlang wieder gegen die Stadt.

Witiko aber ritt mit Raimund auf den Kahlenberg.

Nach dem Mittagessen zeigte Ezelin, der Vogt, Witiko die ganze Burg, er zeigte ihm ihre Vorräte und ihre Waffen, und zeigte ihm, wie sie den Ungarn Widerstand geleistet habe, und wie sie in Zukunft zu verteidigen wäre.

Ehe an dem folgenden Tage die Sonne aufgegangen war, begannen sich die Männer auf dem Kahlenberge zum Empfange derer, die da kommen sollten, zu rüsten. Sie schmückten sich und ihre Pferde, und luden Witiko ein, das gleiche zu tun. Er aber rüstete nur sein Pferd, legte sein Hausgewand ab, tat das Ledergewand an, und gürtete an dasselbe sein Schwert mit dem Sobeslawgürtel. Dann bestiegen alle die Pferde, ritten vor die Burg, und stellten sich in eine Reihe.

Als sie eine Zeit gewartet hatten, kam ein Zug von Reitern und Reiterinnen auf dem Pfade des Laubwaldes herauf. Der erste in dem Zuge war Heinrich, der Markgraf von Österreich. Er hatte ein blaßrotes Kleid, und auf der dunkelroten Sammethaube eine weiße Reigerfeder. Sein Pferd war schwarz. Neben ihm ritt die Markgräfin in einem weißen Kleide und einem grünen Schleier. Sie hatte blonde Haare, blaue Augen und ein helles Angesicht. Die Farbe ihres Pferdes war goldbraun. Hinter dem Markgrafen und der Markgräfin ritten Herren und Frauen in schönen Gewändern. Die Herren hatten Obsorge, daß die Frauen gut ritten.

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