Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe

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Arc de Triomphe: краткое содержание, описание и аннотация

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»Gut«, sagte Ravic. »Wir brauchen das nicht zu erörtern.« Er war plötzlich auf eine sonderbare Weise gerührt. Irgend etwas hatte ihn getroffen. Er wurde ärgerlich. Er wollte nicht mehr getroffen werden.

»Nein. Bei dir hatte ich es nicht nötig«, sagte sie und sah ihn fast flehend an.

»Joan...«

»Und ich lüge jetzt auch nicht. Ich lüge nicht ganz, Ravic. Ich habe dich wirklich angerufen, weil ich Angst habe. Ich hatte ihn glücklich aus der Tür ’raus und abgeschlossen. Es war das erste, was mir in den Sinn kam. Ist das so schlimm?«

»Du warst verdammt ruhig und ohne Angst, als ich kam.«

»Weil er fort war. Und weil ich dachte, du wirst kommen und mir helfen.«

»Gut. Dann ist jetzt alles in Ordnung, und ich kann gehen.«

»Er kommt wieder. Er hat geschrien, er würde wiederkommen. Er sitzt jetzt irgendwo und trinkt. Ich weiß das. Und wenn er betrunken ist und wiederkommt, ist er nicht wie du — er kann nicht trinken.«

»Genug!« sagte Ravic. »Laß das. Es ist zu albern. Deine Tür ist gut. Und mach so etwas nicht wieder.«

Sie blieb stehen. »Was soll ich denn sonst machen?« stieß sie plötzlich hervor.

»Nichts.«

»Ich rufe dich an — dreimal, viermal —, du antwortest nicht. Und wenn du antwortest, sagst du mir, ich solle dich in Ruhe lassen. Wie denkst du dir das?« — »Genauso.«

»Genauso? Wie genauso? Sind wir Automaten, die man an und abstellen kann? Eine Nacht ist alles wunderbar und voll Liebe und dann plötzlich...«

Sie schwieg, als sie Ravics Gesicht sah. »Ich habe mir gedacht, daß das kommen würde«, sagte er leise. »Ich habe mir gedacht, daß du versuchen würdest, es auszunützen! Es paßt zu dir! Du wußtest, es war das letztemal damals, und du hättest es damit genug sein lassen sollen. Du warst bei mir, und weil es das letztemal war, war es so, wie es war, und es war gut, und es war ein Abschied, und wir waren voll voneinander, und wir würden es in unserer Erinnerung geblieben sein — du aber konntest nichts weiter tun, als es wie ein Händler ausnützen, es umdrehen in eine neue Forderung, um etwas Einmaligem, Fliegendem eine kriechende Fortsetzung zu machen! Und da ich nicht wollte, greifst du jetzt zu diesem ekelhaften Trick hier, und man muß widerkauen, worüber Sprechen allein schon eine Schamlosigkeit ist.«

»Ich...«

»Du wußtest es«, unterbrach er sie. »Lüg nicht wieder. Ich will nicht wiederholen, was du gesagt hast. Ich kann so etwas noch nicht! Wir beide wußten es. Du wolltest nie wiederkommen.«

»Ich bin nicht wiedergekommen!«

Ravic starrte sie an. Er beherrschte sich mühsam. »Gut. Dann hast du telefoniert.«

»Ich habe telefoniert, weil ich Angst hatte!«

»O Gott«, sagte Ravic. »Dies ist zu idiotisch! Ich gebe auf!«

Sie lächelte langsam. »Ich auch, Ravic. Siehst du nicht, daß ich nur will, daß du hierbleibst?«

»Das ist genau, was ich nicht will.«

»Warum?« Sie lächelte immer noch.

Ravic kam sich ziemlich geschlagen vor. Sie weigerte sich einfach, ihn zu verstehen, und wenn er anfangen würde, es zu erklären, würde er weiß wo enden. »Es ist eine verfluchte Korruption«, sagte er schließlich. »Du kannst das nicht verstehen.«

»Doch«, erwiderte sie langsam. »Vielleicht. Aber warum ist es anders als vor einer Woche?«

»Da war es dasselbe.«

Sie schwieg und sah ihn an. »Ich kümmere mich nicht um Namen«, sagte sie dann. Er antwortete nicht. Er spürte, wie überlegen sie war. »Ravic«, sagte sie und kam näher. »Ja, ich habe gesagt, damals, es sei zu Ende. Ich habe gesagt, du würdest nie wieder etwas von mir hören. Ich habe es gesagt, weil du es wolltest. Daß ich es trotzdem nicht tue — verstehst du das nicht?« Sie sah ihn an.

»Nein«, erwiderte er grob. »Alles, was ich verstehe, ist, daß du mit zwei Männern schlafen willst.«

Sie rührte sich nicht. »Es ist nicht so«, sagte sie dann. »Aber selbst, wenn es so wäre, was geht es dich an?« Er starrte sie an. — »Was geht es dich wirklich an?« wiederholte sie. »Ich liebe dich. Ist das nicht genug?«

»Nein.« — »Du brauchst nicht eifersüchtig zu sein. Du nicht. Du warst es auch nie...«

»So?«

»Nein. Du weißt überhaupt nicht, was es ist.«

»Natürlich nicht. Weil ich keine Theateraufführungen veranstaltet habe, wie dein Knabe da...«

Sie lächelte. »Ravic«, sagte sie. »Eifersucht beginnt mit der Luft, die der andere atmet.«

Er antwortete nicht. Sie stand vor ihm und sah ihn an. Sie sah ihn an und schwieg. Die Luft, der schmale Korridor, das halbe Licht — alles war plötzlich voll von ihr. Voll von einem Warten, einem atemlosen, sanften Ziehen, wie die Erde, wenn man sich über die Brüstung eines Turms schwindelnd beugt. Ravic fühlte es. Er wollte nicht gefangen werden. Er dachte jetzt nicht mehr daran, zu gehen. Wenn er ginge, würde ihn dieses hier verfolgen. Und er wollte nicht verfolgt werden. Er wollte ein klares Ende machen. Er brauchte Klarheit morgen.

»Hast du einen Schnaps da?« fragte er.

»Ja. Was willst du? Calvados?«

»Kognak, wenn du ihn hast. Oder meinetwegen auch Calvados. Ganz gleich.«

Sie ging zu dem kleinen Schrank. Er blickte hinter ihr her. Die helle Luft, die unsichtbare Strahlung der Lockung, das: hier laßt uns Hütten bauen, die alte, ewige Gaukelei — als wenn Friede jemals länger als für eine Nacht aus dem Blute kommen konnte!

Eifersucht. Er wußte nichts davon? Aber wußte er nicht etwas von der Unvollkommenheit der Liebe? War das nicht älterer Schmerz, unstillbarer als das bißchen persönliche Elend: Eifersucht? Begann es nicht schon damit, daß man wußte, daß einer zuerst sterben würde?

Joan brachte keinen Calvados. Sie brachte eine Flasche Kognak. Gut, dachte er. Manchmal begriff sie etwas. Er schob die Fotografie beiseite, um sein Glas hinzustellen. Dann nahm er sie wieder auf. Es war das einfachste, um die Wirkung zu brechen — den Nachfolger zu betrachten. »Sonderbar, wie schlecht mein Gedächtnis ist«, sagte er. »Ich dachte, dein Knabe sähe ganz anders aus.«

Sie setzte die Flasche nieder. »Das ist er doch gar nicht.«

»Ach so — schon jemand anders.«

»Ja — deshalb war doch das Ganze.«

Ravic trank einen großen Schluck Kognak. »Du solltest wissen, daß man keine Fotografien von Männern herumstehen hat, wenn der frühere Liebhaber kommt. Man hat überhaupt keine Fotografien herumstehen. Es ist geschmacklos.«

»Sie stand nicht herum. Er hat sie gefunden. Er hat herumgesucht. Und Fotografien hat man. Du verstehst das nicht. Eine Frau versteht das. Ich wollte nicht, daß er sie sah.«

»Dafür hast du jetzt Krach. Bist du abhängig von ihm?«

»Nein. Ich habe meinen Kontrakt. Für zwei Jahre.«

»Hat er ihn dir besorgt?«

»Warum nicht?« Sie war ehrlich erstaunt. »Ist etwas dabei?«

»Nein. Aber es gibt Menschen, die so etwas verbittert.«

Sie hob die Schultern. Er sah es. Eine Erinnerung. Eine Nostalgie. Schultern, die einmal neben einem atmend sich hoben, leise, regelmäßig im Schlaf. Eine flüchtige Wolke beglänzter Vögel am rötlichen Nachthimmel? Weit? Wie weit vorbei? Rede, unsichtbarer Buchhalter! Ist es nur begraben oder sind es wirklich letzte, flüchtige Reflexe? Aber wer wußte das?

Die Fenster standen weit offen. Etwas flog herein, taumelnd, ein dunkler Fetzen, unsicher flatternd, sich haltend am Schirm der Lampe, Flügel aufschlagend, sich breitend — und gleich darauf eine Vision aus Purpur, Blau und allem Braun —, ein Orden der Nacht, an dem seidenen Schirm hängend, hereingeweht — ein buntes Nachtpfauenauge. Die Samtflügel atmeten leise — leise, wie die Brust gegenüber unter dem dünnen Stoff des Kleides — wann war das doch schon einmal so gewesen, endlose Zeiten, hundert Jahre vorbei?

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