Wilkie Collins - Detektiv-Geschichten

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Die Bahnbeamten hielten mich zurück, als ich versuchte, auf den Wagentritt zu springen. So war ich zurückgelassen. Sobald ich mich wieder etwas beruhigt hatte, sah ich nach dem Fahrplan. Wir hatten Waterlank 5 Minuten nach Eins erreicht. Wenn der nächste Zug keine Verspätung hatte, so traf er 1 Uhr 44 Minuten ein und kam in Yateland, der nächsten Station, zehn Minuten später an. Ich konnte nur hoffen, dass Priscilla ebenfalls sich den Fahrplan ansehen und mich erwarten möchte.

Wenn ich versucht hätte, die Entfernung zwischen den beiden Orten zu Fuß zurückzulegen, so würde ich nur Zeit verloren haben. Die Zwischenzeit, die ich zu warten hatte, war nicht sehr lang, und ich benutzte sie, um mir einmal die Stadt anzusehen.

Unbeschadet der gebührenden Achtung für die Bewohner, muss ich doch sagen, dass Waterlank selbst für andere Leute ein langweiliger Ort ist. Ich ging eine Straße hinauf und eine andere hinunter und blieb stehen, um einen Laden zu betrachten, der mir auffiel, nicht wegen der Gegenstände in demselben, sondern weil er das einzige Ladenlokal in der Straße war, das die Erker geschlossen hatte. Ein angeschlagener Zettel kündigte an, dass der Laden zu vermieten sei.

Name und Geschäft des bisherigen Geschäftsmannes, die in den üblichen gemalten Buchstaben darauf angekündigt waren, lauteten: »Jakob Wycomb, Messerschmied«. Zum erstenmal fiel es mir ein, dass wir bei der Versendung der Photographie des Messers ein Hindernis nicht beachtet hatten. Keiner von uns hatte daran gedacht, dass ein Teil der Messerschmiede zufällig uns entgangen sein könnte, sei es, dass sie sich vom Geschäfte zurückgezogen, sei es, dass sie in Konkurs geraten waren. Ich trug immer ein Exemplar der Photographie bei mir und dachte bei mir selbst: Hier könnte sich eine Aussicht eröffnen, die Spur des Messers bis zu Deluc zu verfolgen.

Die Ladentür wurde, nachdem ich zweimal die Schelle gezogen hatte, von einem alten Manne geöffnet, der sehr schmutzig und stocktaub war. Er sagte zu mir: »Sie tun besser, hinaufzugehen und mit Herrn Scorrier, oben im Hause, zu sprechen.« Ich brachte meine Lippen an das Hörrohr des alten Burschen und fragte ihn, wer Herr Scorrier sei. »Schwager des Herrn Wycomb. Herr Wycomb ist tot. Wenn Sie das Geschäft kaufen wollen, wenden Sie sich an Herrn Scorrier.«

Nach dieser Antwort ging ich die Treppe hinauf und fand Herrn Scorrier damit beschäftigt, ein messingenes Türschild zu gravieren. Er war ein Mann in mittlerem Alter mit einer wahren Leichenphysiognomie und blöden Augen. Nach den nötigen Entschuldigungen zeigte ich ihm die Photographie des Messers vor: »Darf ich fragen, ob Sie etwas von der Inschrift auf diesem Messer wissen?« Er nahm sein Vergrößerungsglas und betrachtete es. »Das ist sonderbar,« bemerkte er mir kühn. »Ich erinnere mich des seltsamen Namens Zebedäus. Ja, mein Herr, ich führte die Arbeit aus, soweit sie fertig ist. Doch möchte ich gerne wissen, was mich an der Vollendung der Inschrift hinderte.«

Der Name Zebedäus und die unfertige Inschrift auf dem Messer waren in jeder englischen Zeitung erschienen. Er nahm die Sache so kaltblütig, dass ich zweifelhaft war, wie ich mir seine Antwort auslegen sollte. War es möglich, dass er den Zeitungsbericht über den Mord nicht gelesen hatte? Oder war er ein Mitschuldiger, der mit wunderbarer Kraft der Selbstbeherrschung ausgestattet war?

»Entschuldigen Sie,« sagte ich, »lesen Sie Zeitungen?« »Niemals! Mein Augenlicht ist zu schwach. Ich enthalte mich des Lesens im Interesse meiner Beschäftigung.«

»Haben Sie nicht den Namen Zebedäus erwähnen hören, besonders von Leuten, welche die Zeitungen lesen.« »Sehr wahrscheinlich; aber ich achtete nicht darauf. Wenn mein Tagewerk vorüber ist, mache ich einen Spaziergang. Dann nehme ich mein Abendessen, ein Gläschen Grog und meine Pfeife. Dann gehe ich zu Bett: Sie denken wohl, ein armseliges Dasein das! Ich hatte ein elendes Leben, als ich jung war. Den bloßen Lebensunterhalt und ein wenig Ruhe vor der letzten vollkommenen Ruhe im Grabe – das ist alles, was ich wünsche. Die Welt ist schon lange an mir vorübergegangen; umso besser!«

Der arme Mann redete ehrlich. Ich schämte mich, an ihm gezweifelt zu haben. Dann wendete ich mich wieder zu der Angelegenheit des Messers »Wissen Sie, wo und von wem es gekauft wurde?« fragte ich. »Mein Gedächtnis ist nicht mehr so gut, wie es war,« antwortete er, »aber ich habe etwas, das ihm nachhilft.« Er nahm vom Schranke eine schmutzige, alte Mappe. Soweit ich sehen konnte, waren Papierstreifen mit darauf befindlicher Schrift auf die einzelnen Seiten geklebt. Er wendete nach einem Register um und schlug eine Seite auf. Es blitzte etwas wie Leben auf seinem düsteren Gesichte auf. »Ha! Jetzt erinnere ich mich,« rief er. »Das Messer wurde von meinem verstorbenen Schwager, unten im Laden, gekauft. Alles kommt mir wieder in die Erinnerung. Eine Person, die sich wie wahnsinnig gebärdete, stürzte gerade in dieses Zimmer und riss mir das Messer weg, als ich kaum die halbe Inschrift fertig hatte.« Ich fühlte, dass ich jetzt nahe an der Entdeckung war. »Darf ich sehen, was Ihr Gedächtnis unterstützt hat?« fragte ich. »O ja, Sie müssen wissen, mein Herr, ich lebe von dem Eingravieren von Inschriften und Adressen und klebe die Originale der mir erteilten Aufträge mit meinen eigenen Bemerkungen am Rande in dieses Buch. Zunächst dienen sie mir als Empfehlung neuen Kunden gegenüber, und dann unterstützen sie sicherlich mein Gedächtnis.« Er hielt mir das Buch entgegen und zeigte auf einen Papierstreifen, der den unteren Teil einer Seite einnahm. Ich las die vollständige Inschrift, die für das Messer bestimmt war, mit welchem Zebedäus ermordet wurde: »Dem Johann Zebedäus von Priscilla Thurlby.«

VII

Es ist mir nicht möglich, zu beschreiben, was ich fühlte, als Priscillas Name mir wie ein schriftliches Schuldbekenntnis entgegentrat. Ich kann nicht sagen, wie lange es währte, bis ich mich einigermaßen wieder erholte. Nur dessen kann ich mich deutlich erinnern, dass ich den armen Graveur sehr erschreckte. Mein erstes Verlangen war, das Manuskript der Inschrift an mich zu nehmen. Ich sagte ihm, dass ich Polizeibeamter sei, und forderte ihn auf, mir in der Entdeckung eines Verbrechens behilflich zu sein. Ich bot ihm sogar Geld an. Er wich vor mir zurück. »Sie sollen es umsonst haben,« sagte er, »wenn Sie nur fortgehen und niemals wieder hierher zurückkommen.« Er versuchte, das Manuskript aus dem Blatte herauszuschneiden, aber seine zitternden Hände waren hierzu nicht imstande. Ich schnitt es selbst heraus und versuchte, ihm zu danken. Er wollte mich aber nicht anhören. »Gehen Sie fort!« sagte er, »Ihr Blick gefällt mir nicht.«

Es mag hier erwähnt werden, dass ich mich von Priscillas Schuld nicht so, wie ich tat, hätte überzeugt fühlen sollen, ehe ich mir nicht weitere Beweismittel gegen sie verschafft hatte. Denn das Messer konnte ihr gestohlen worden sein, vorausgesetzt, dass sie die Person war, die es der Hand des Graveurs entrissen hatte, und so konnte es nachher von dem Diebe dazu benutzt worden sein, den Mord zu begehen. Das ist alles richtig. Aber ich war nicht einen Augenblick mehr über ihre Schuld im Zweifel, als ich die entsetzliche Zeile in der Mappe des Graveurs gelesen hatte.

Ich ging ohne irgendeinen bestimmten Plan nach der Bahn zurück. Der Zug, mit welchem ich Priscilla hatte folgen wollen, hatte Waterbank bereits verlassen. Der nächste Zug, welcher ankam, ging nach London. Ich nahm Platz in demselben, ohne dass noch irgend ein Plan zur Reife gekommen war. Zu Charing Cross traf mich einer meiner Freunde und rief: »Sie sehen erbärmlich aus. Kommen Sie mit und trinken Sie etwas!« Ich ging mit ihm. Einen Liqueur bedurfte ich wirklich; er regte mich an und klärte den Kopf. Mein Freund ging dann seinen Weg, und ich tat es ebenso. Kurze Zeit darauf hatte ich mich darüber entschieden, was ich tun wollte.

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