Wilkie Collins - Antonia

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»Der Waffenstillstand wurde geschlossen, Alarich zog mit den Ueberbleibseln seines Heeres ab und lagerte sich bei Aemona, an den Grenzen des von ihm bereits überzogenen Landes, welches er jetzt zu erobern gerüstet ist. – Zwischen unserm Könige und Stilico, dem General der Römer, wurden viele Botschaften gewechselt, denn die Anführer waren noch uneinig über die Bedingungen des Friedens, welcher abgeschlossen werden sollte. unterdessen wurden zum Pfande der gothischen Treue Schaaren von unsern Kriegern und unter ihnen Priulf nach Italien entsendet, um von Neuem als Verbündete der Legionen Rom’s zu dienen, und sie nahmen ihre Frauen, Kinder und Habe mit, die als ihre Geißeln in den Städten des Landes bewahrt werden sollten.

»Ich wurde mit meinen Kindern nach Aquileja gebracht. In einem Gebäude innerhalb der Stadt fanden wir mit unserer Habe Aufnahme. Es war Nacht, als ich von Priulf, meinem Gatten, am Thore Abschied nahm. Ich schaute ihm nach, als er mit dem Heere abzog, und als ihn die Dunkelheit meinen Augen verbarg, begab ich mich wieder in die Stadt, aus welcher ich allein von allen Frauen unsers Volkes entkommen bin.«

Bei diesen letzten Worten begann Goiswinthen’s Wesen, welches bisher ruhig und gesammelt war, sich zu verändern, sie hielt plötzlich in ihrer Erzählung inne, der Kopf sank ihr auf die Brust und ihre Gestalt bebte, wie von schwerer Pein durchzuckt. Als sie sich nach einer Pause zu Herrmanrich wendete, um in ihrer Erzählung fortzufahren, lag auf ihrem Gesicht derselbe bösartige Ausdruck, welcher sich auf demselben gezeigt hatte, als sie ihm ihr verwundetes Kind übergab. Ihre Stimme wurde gebrochen, rauh und unweiblich Sie drängte sich dicht an die Seite des jungen Mannes und legte ihre zitternden Finger auf seinen Arm, wie um seine ungetheilteste Aufmerksamkeit in Anspruch zu nehmen.

»Die Zeit verging,« fuhr sie fort, »und noch immer kam keine Nachricht von dem endlichen Abschluß des Friedens. Wir Geißeln lebten von den Bewohnern der Stadt getrennt, denn wir fühlten selbst damals schon Feindschaft gegen einander. Ich hatte in meiner Gefangenschaft keine Beschäftigung als die Geduld – keine Thätigkeit, als die Hoffnung. Mit meinen Kindern allein pflegte ich über die See hinaus nach dem Lager unsers Königs zu schauen, aber ein Tag folgte dem andern-und seine Krieger erschienen nicht auf der Ebene, und eben so wenig kehrte Priulf mit den Legionen zurück, um sich vor den Thoren der Stadt zu lagern. Ich trauerte also in meiner Einsamkeit, denn mein Herz sehnte sich nach der Heimath meines Volkes, ich verlangte danach, noch einmal das Gesicht meines Gatten zu erschauen und wiederum die Reihen unserer Krieger und die Majestät ihrer Schlachtordnung zu erblicken.

»Während aber der schwere Tags der Verzweiflung schnell näher kam, bereitete sich mir allein eine bittere Kränkung. Die Leute, welche uns bisher bewacht hatten, wurden gewechselt, und unter den neuen Wächtern befand sich Einer, der auf mich, die Augen der Begierde warf. Eine Nacht nach der andern ergoß er seine Bitten in mein unwilliges Ohr, denn er glaubte in seiner Eitelkeit und Schamlosigkeit, daß ich, eine Gothin und die Gattin eines Gothen, von ihm, der nur römischen Geblüts war, gewonnen werden könne! Bald ging er von Bitten zu Drohungen über und eines Nachts erschien er mit Lächeln vor mir und rief, daß Stilico, dessen Wunsch es war, mit den Gothen Frieden zu schließen, für seine Hingebung an unser Volk die Todesstrafe erlitten, daß die Zeit des Verderbens für uns Alle nahe, und daß er, den ich verschmähe, allein im Staude sei, mich vor dem Zorne Rom’s zu bewahren.

»Nach diesen Worten näherte er sich mir, aber ich, die ich mich schon auf vielen Schlachtfeldern befunden hatte, fühlte keine Furcht vor der Aussicht auf Krieg und ich trieb ihn mit Hohnlachen von mir.

»Jetzt erschien mein Feind einige Nächte hindurch nicht wieder vor mir. Eines Abends aber, als ich mit dem Kinde, welches Du gesehen hast, auf der Terrasse vor dem Hause saß, fiel plötzlich ein Helmschmuck vor meinen Füßen nieder und eine Stimme rief aus dem Garten unter mir herauf:

»Priulf, Dein Gatte, ist von den Kriegern Rom’s im Streite erschlagen worden! Schon sind die Legionen, bei denen er gedient hat, nach der Stadt unterwegs, denn das Gebot ist ergangen, die Geißeln umzubringen. Sprich nur ein Wort und ich kann Dich noch jetzt retten!

»Ich blickte auf den Helmschmuck, er war blutig und es war der Seine! Auf einen Augenblick zuckte mir das Herz, als ich an den Krieger, den ich geliebt hatte, dachte. Dann, als ich hörte, wie sich der Todesbote unter Verwünschungen aus seinem Versteck im Garten entfernte, entsann ich mich, daß jetzt meine Kinder nur noch ihre Mutter hatten, um sie zu vertheidigen, und daß die Feinde ihres Geschlechts ihnen Gefahr bereiteten. Außer dem Kleinen auf meinem Arme besaß ich noch zwei, die im Hause schliefen. Als ich mich verwirrt und verzweifelt umschaute, um zu sehen, ob wir noch Aussicht auf Entrinnen besäßen, ertönte durch die Abendstille das Schmettern einer Trompete und auf der Straße unter mir erschallte der Schritt Gewaffneter. Jetzt erhob sich aus allen Theilen der Stadt zu gleicher Zeit im gleichen Augenblicke das Kreischen von Weibern und das Geschrei von Männern. Als ich nach den Betten meiner Kinder stürzte, hatten die Dämonen Rom’s bereits die Treppen erstiegen und schwangen im blutigen Triumph ihre dampfenden Schwerter. Ich gelangte an die Treppe, und als ich aufblickte, warfen sie mir die Leiche meines jüngsten Kindes herab. O Hermanrich! Hermanrich! es war das schönste und geliebteste von allen. Was, wie die Priester sagen, Gott für uns sein soll, das war der lieblichste von meinen Sprößlingen für mich!

»Als ich es verstümmelt und todt sah ich, die ich es kaum eine Stunde vorher an meiner Brust in den Schlaf gewiegt hatte! – verließ mich mein Muth, und als die Mörder auf mich eindrangen, schwankte ich und fiel. Ich fühlte wie die Schwertspitze meinen Hals verwundete, ich sah den Dolch über dem Kinde in meinen Armen blitzen, ich hörte den Todesschrei des letzten Opfers oben, und dann verließen mich die Sinne und ich vermochte nichts mehr zu hören, mich nicht mehr zu regen!

»Ich muß lange bewegungslos am Fuße jener Treppe gelegen haben, denn als ich aus meiner Ohnmacht erwachte, war der Lärm in der Stadt verstummt und der Mond schien mild vom Firmamente herab aus das öde Haus. Ich lauschte, um sicher zu sein, daß ich mich mit meinen gemordeten Kindern allein befinde. Ich vernahm in der Wohnung keinen Laut, die Mörder hatten sich entfernt, in dem Glauben, daß ihr Blutwerk zu Ende sei, als ich unter ihren Schwertern fiel; und ich konnte mich ungefährdet zu dem letzten meiner Kinder schleppen, welches von den Römern erschlagen worden war. Das Kleine an meiner Brust athmete noch. Ich stillte mit von meinen Kleidern abgerissenen Stücken die Blutung seiner Wunden, legte es sanft neben der Treppe im Mondschein nieder, damit ich sehen konnte, wenn es sich bewegte, und fühlte mich im Schatten der Mauer zu dem erstgemordeten Jüngstgeborenen, zu dem Jüngsten und Schönsten meiner Kinder, das sie vor meinen Augen geschlachtet hatten, hin! Als ich den Körper berührte, war er vom Blute schlüpfrig, ich befühlte sein Gesicht und es war kalt, ich erhob es in meinen Armen und seine Glieder waren bereits im Tode erstarrt! Dann dachte ich an das älteste Kind, welches todt oben im Zimmer lag; aber meine Kräfte verließen mich schnell. Ich hatte ein Kind, welches noch gerettet werden konnte und wußte, daß, wenn der Morgen mich noch in dem Hause erblickte, alle Aussicht des Entrinnens mir für immer benommen war. Ich nahm also das todte und das verwundete in meine Arme, obgleich mir das Herz erstarrte, daß ich die Leiche meines ältesten Kindes in der Gewalt der Römer lassen mußte, und begab mich in den Garten und von dort nach dem an der See liegenden Theile der Stadt.

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