Alexandre Dumas der Ältere - Die beiden Dianen

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Nostradamus schrieb sich das auf und sagte dann:

»Ich werde sehen, wie an diesem Tag und zu dieser Stunde der Stand des Himmels war. Doch wenn der Vicomte d’Ermès zwanzig Jahre älter wäre, so würde ich schwören, daß ich seine Hand schon in der meinigen gehalten. Uebrigens ist wenig daran gelegen! nicht der Zauberer wie mich das Volk zuweilen nennt, hat hier zu thun, sondern der Arzt, und ich wiederhole Euch, Frau Aloyse, der Arzt steht nun für den Kranken.«

»Verzeiht, Meister,« sprach Aloyse traurig, »Ihr habt gesagt, Ihr stündet für die Krankheit, doch Ihr stündet nicht für die Leidenschaft.«

»Die Leidenschaft!« murmelte Nostradamus lächelnd, »ei! mir däucht, der Umstand, daß die kleine Zofe täglich zweimal hier erscheint, beweist, daß sie keine verzweifelte ist.«

»Im Gegentheil, Meister, im Gegentheil,« rief Aloyse voll Schrecken.

»Geht doch, Dame Aloyse! reich, brav, jung und schön wie der Vicomte d’Ermès, wird man nicht lange von den Damen in einer Zeit, wie die unsrige ist, zurückgestoßen; man wird höchstens zuweilen vertagt.«

»Nehmt jedoch an, es sei dem nicht so, Meister. Nehmt an, wenn der gnädige Herr wieder zum Leben und zur Vernunft zurückkehrt, sei der erste, der einzige Gedanke, der diese wiedererweckte Vernunft berührt, der: »Die Frau welche ich liebe, ist unwiderruflich für mich verloren.« Was wird dann geschehen?«

»Oh! hoffen wir, daß Eure Voraussetzung nicht gegründet ist, Dame Aloyse, das wäre schrecklich. Dieser mächtige Schmerz in dem so schwachen Gehirn wäre gräßlich! So weit man einen Menschen nach den Zügen seines Gesichtes und dem Blicke seiner Augen beurtheilen kann, ist Euer Herr, Aloyse, kein oberflächlicher Mensch und hier wäre sein energischer, mächtiger Wille nur eine Gefahr mehr und es könnte an dem Unmöglichen gebrochen, das Leben mit ihm brechen.«

»Jesus! mein Kind würde sterben!« rief Aloyse.

»Es wäre wenigstens Gefahr vorhanden, daß wieder eine Hirnentzündung einträte,« sprach Nostradamus. »Doch es gibt immer Mittel, vor seinen Augen einen Schimmer der Hoffnung glänzen zu lassen. Er würde nach der entferntesten, nach der flüchtigsten Möglichkeit greifen und wäre gerettet.«

»Dann wird er gerettet,« sprach Aloyse mit düsterer Miene, »ich werde meineidig, doch er wird gerettet sein. Herr Nostradamus, ich danke Euch.«

Es verging eine Woche und Gabriel schien seinen Geist, wenn nicht zu finden, doch wenigstens zu suchen. Seine noch irren und ausdruckslosen Augen befragten die Gesichter und die Gegenstände; dann fing er an die Bewegungen zu unterstützen, die zu denen man ihm helfen wollte, sich allein aufzurichten, und den Trank zu nehmen, den ihm Nostradamus reichte.

Aloyse stand unermüdlich zu seinen Häupten und wartete.

Nach Verlauf einer weiteren Woche konnte Gabriel sprechen. Es war noch nicht völlig Licht in dem Chaos seines Verstandes; er sprach nur unzusammenhängende Worte ohne Folge, welche jedoch Bezug auf Thatsachen seines vergangenen Lebens hatten. Mehr noch, Aloyse zitterte, wenn der Arzt da war, er könnte eines von seinen Geheimnissen erraten.

Sie täuschte sich nicht gänzlich in ihren Befürchtungen, und eines Tags rief Gabriel in seinem fieberhaften Schlafe in Gegenwart von Nostradamus:

»Sie glauben, ich heiße Vicomte d’Ermès. Nein, nein, nehmt Euch in Acht! Ich bin der Graf von Montgommery.«

»Der Graf von Montgommery!« sprach Nostradamus von einer Erinnerung berührt.

»Stille!« sagte Aloyse, indem sie einen Finger an ihre Lippen legte.

Doch Nostradamus ging weg, ohne daß Gabriel ein Wort beigefügt hatte, und da am andern Tag und an den folgenden Tagen der Arzt nicht mehr von den dem Kranken entschlüpften Worten sprach, so befürchtete Aloyse, darauf zurückkehrend, seine Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was Gabriel zu verbergen ein Interesse haben konnte. Dieser Vorfall schien daher für Beide vergessen.

Bei Gabriel ging es immer besser; er erkannte Aloyse und Martin-Guerre; er verlangte nach dem, was er brauchte, er sprach mit einer traurigen Weichheit, welche glauben ließ, er habe seine Vernunft endlich wieder erlangt.

Eines Morgens, an dem Tag, wo er zum ersten Male aufstand, sprach er zu Aloyse:

»Amme, der Krieg?«

»Welcher Krieg?«

»Der Krieg gegen Spanien und England?«

»Oh! gnädiger Herr, man hört nur klägliche Erzählungen davon. Durch zwölftausend Mann Engländer verstärkt sind die Spanier, wie man sagt, in der Picardie eingefallen. Man schlägt sich auf der ganzen Grenze.«

»Desto besser,« versetzte Gabriel.

Aloyse schrieb diese Antwort einem Rest vom Delirium zu. Am andern Tag aber sprach Gabriel mit vollkommener Geistesgegenwart:

»Ich habe Dich gestern nicht gefragt, ob Herr von Guise aus Italien zurückgekommen ist?«

»Er ist unter Weges, gnädiger Herr,« antworte Aloyse erstaunt.

»Das ist gut. Welchen Tag des Monats haben wir heute?«

»Dienstag den vierten August, gnädiger Herr.«

»Am siebenten ist es also zwei Monate, daß ich mich auf mein Schmerzensbette niedergelegt habe.«

»Oh! wie erinnert sich der gnädige Herr dessen?« rief Aloyse zitternd.

»Ja, ich erinnere mich, Aloyse, ich erinnere mich; aber,« fügte er traurig bei, »wenn ich nichts vergessen habe, so scheint es mir dagegen, daß man mich vergessen hat; Niemand ist gekommen, um sich nach mir zu erkundigen, Aloyse?«

»Doch, gnädiger Herr,« erwiderte mit zitternder Stimme Aloyse, welche ängstlich auf dem Gesichte ihres jungen Gebieters die Wirkung ihrer Worte verfolgte, »eine Zofe Namens Jacinthe kam zweimal jeden Tag, um sich nach Eurem Befinden zu erkundigen. Aber seit vierzehn Tagen, seitdem sich eine merkliche Besserung erklärt hat, kommt sie nicht mehr.«

»Sie kommt nicht mehr! . . . und weißt Du warum, Amme?«

»Ja, gnädiger Herr. Ihre Gebieterin hat, wie mir Jacinthe das letzte Mal sagte, vom König die Erlaubniß erhalten, sich wenigstens bis zum Ende des Krieges in ein Kloster zurückzuziehen.«

»Wahrhaftig!« sagte Gabriel mit einem sanften, schwermüthigen Lächeln.

Und während eine Thräne, die erste, die er seit zwei Monaten vergoß, langsam über seine Wange floß, fügte er bei:

»Theure Diana!«

»Oh! gnädiger Herr,« rief Aloyse außer sich vor Freude, »Ihr habt diesen Namen ausgesprochen, ohne eine Erschütterung, ohne darüber ohnmächtig zu werden. Meister Nostradmus hat sich getäuscht. Der gnädige Herr ist gerettet, der gnädige Herr wird leben, und ich brauche meinen Schwur nicht zu brechen.«

Man sieht, daß die arme Amme vor Freude verrückt war, aber Gabriel verstand zum Glück nur ihre letzten Worte. Mit einem bittern Lächeln erwiderte er:

»Ja, ich bin gerettet, und dennoch, meine gute Aloyse, werde ich nicht leben.«

»Wie so, gnädiger Herr?« fragte Aloyse, an allen Gliedern zitternd.

»Der Körper hat muthig Widerstand geleistet,« antwortete Gabriel, »doch die Seele, Aloyse, glaubst Du, die Seele sei nicht tödtlich verletzt? Es ist wahr, ich werde mich von dieser langen Krankheit erholen, und ich lasse mich heilen, wie Du siehst. Doch zum Glück schlägt man sich auf der Grenze, ich bin Kapitän der Garden, und mein Platz ist da, wo man sich schlägt. Sobald ich zu Pferde steigen kann gehe ich dahin, wo mein Platz ist . . . Und in der ersten Schlacht, die ich mitmache, Aloyse, werde ich es so einrichten, daß ich nicht mehr zurückzukommen brauche.«

»Heilige Jungfrau! Ihr werdet Euch tödten lassen! Und warum dies, gnädiger Herr, warum dies?«

»Warum? weil Frau von Poitiers geschwiegen hat, Aloyse, weil Diana vielleicht meine Schwester ist, und weil ich Diana liebe; weil der König vielleicht meinen Vater hat ermorden lassen, und weil ich den König nicht ohne eine Gewißheit bestrafen kann. Da ich nun weder meinen Vater rächen, noch meine Schwester heirathen kann, so weiß ich nicht, was ich auf der Welt zu thun hätte. Deshalb will ich sie verlassen.«

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