Grigori Bjelych - SCHKID. Die republik der strolche
Здесь есть возможность читать онлайн «Grigori Bjelych - SCHKID. Die republik der strolche» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Издательство: VERLAG NEUES LEBEN BERLIN, Жанр: Проза, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:SCHKID. Die republik der strolche
- Автор:
- Издательство:VERLAG NEUES LEBEN BERLIN
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:3 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 60
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
SCHKID. Die republik der strolche: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «SCHKID. Die republik der strolche»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Übersetzung aus dem Russischen von Lieselotte Remane.
SCHKID. Die republik der strolche — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «SCHKID. Die republik der strolche», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Der Lärm flaute ab. Die „Pferdchen“ zogen nach allen Richtungen davon, aber Grischka stand noch immer wartend da. Nur er und zwei alte Weiblein mit Kinderschlitten waren übriggeblieben. Er hatte schon jede Hoffnung auf Verdienst verloren, scheute sich aber, mit leeren Händen heimzukehren. Da kam ein Bauer aus dem Bahnhof und blickte sich suchend um. „He, Sowjetpferdchen!“ grölte er. „Hier, Väterchen!“ stotterten die alten Frauen. „Bitte, Bürger!“ stieß Grischka leise hervor. Der Bauer musterte die drei Schlittenbesitzer zweifelnd. „Könnt ihr denn überhaupt eine Last ziehen?“ brummte er. Er wählte Grischka und schleppte dann die Säcke heraus. Sie waren bis obenhin mit Kartoffeln vollgestopft. Grischka bekam es mit der Angst. Sein Schlitten krachte unter der Last in allen Fugen, aber der Bauer brachte immer neue Säcke. Sie hatten kaum noch Platz. Sollte Grischka auf die Fuhre verzichten? Nein, entschloß er sich verzweifelt, ich will es doch riskieren!
Und er zog den Schlitten davon. Es war eine lange Fahrt, bis zum Stadttor. Er wurde klitschnaß vor Schweiß, seine Hände starben ab, der Strick schnitt ihm in die Brust, aber er hielt durch. Abends kam er wie zerschlagen heim. Er hatte drei Pfund schwarzes, mit Hafer vermischtes Brot bekommen. Das war für die damalige Zeit ein hoher Verdienst, aber dafür war es auch der letzte. Grischka hatte sich überanstrengt.
Doch es kam noch schlimmer. Sie hatten kein Stück Brot im Hause, Grischka aber brauchte Geld. Er hatte sich das Rauchen angewöhnt und naschte gern die Fettplätzchen, die es auf dem Trödelmarkt zu kaufen gab. Insgeheim stahl er aus dem Elternhaus alle möglichen Dinge — eine Goldmünze, die der Großmutter gehörte, oder eine Kaffeekanne.
Das kam heraus. Der Mutter riß die Geduld. Sie lief eine Woche lang zu den Behörden, bis sie die Erlaubnis erhalten hatte, Grischka aus der Stadt zu bringen — in eine Arbeitskolonie für Kinder. Die Kolonie befand sich in einem Kloster, zu dem ein Friedhof gehörte.
Dort war es kalt, aber lustig. Grischka freundete sich mit den anderen Zöglingen an, hatte sich mit den Gräbern abgefunden und sein Zuhause schon ganz vergessen, als ein neues Unglück hereinbrach. Die Weißen näherten sich der Stadt.
Truppen kamen, Troß und Artillerie zogen heran. Die Insassen der Kolonie flohen in die Gemüsegärten. Sie benutzten die günstige Gelegenheit, um sich mit Kartoffeln, Kohl, Rüben und sonstigem Gemüse einzudecken.
Grischka wurde plötzlich von Liebe zu seinen Angehörigen übermannt, und er begann, sie mit gestohlenen Lebensmitteln zu versorgen. In der Stadt herrschte Alarmzustand. In unmittelbarer Nähe dröhnten die Geschütze. Die Fensterscheiben klirrten. Die Straßen waren mit Stacheldraht und Sandsäcken versperrt.
Jedermann war gehobener Stimmung. Grischka ebenfalls. Noch einmal ging er in sein geliebtes Kloster, betrachtete zum letztenmal die geschnitzten Fensterrahmen und die weißen Grabkreuze, holte sich zwei Paar Filzstiefel aus der Kleiderkammer und verließ den Ort, um niemals zurückzukehren. Neue Heimaufenthalte, neue Diebstähle folgten.
Die Sammelstelle hatte Mühe, den Jungen loszuwerden, als sie ihn in die Schkid einwies. Dort wurde er erst dann aufgenommen, als er zwei Hosen, Bettwäsche, eine Matratze und ein Bett als Mitgift bekam. Zu jener Zeit besaß Grischka bereits eine festumrissene Lebensanschauung. Er verhielt sich seiner Umwelt gegenüber kalt. Nichts vermochte ihn zu rühren oder in Erstaunen zu setzen. Obwohl kaum vierzehn Jahre alt, hatte er schon die Urteilsfähigkeit eines Erwachsenen. Seine Devise lautete: Lebe so, daß es dir gut geht! So stand es um Grischka, als er in der Schkid eintraf. Das geschah an einem Morgen. Er wurde in das Arbeitszimmer des Direktors geführt. Das Aussehen der Schule hatte ihm gefallen, doch beim Eintritt ins Zimmer rutschte ihm das Herz in die Hosen. Der lebt wie ein Reicher! dachte er beim Anblick der weichen Sessel und Sofas, der Fotos, die in strengen schwarzen Rahmen an der Wand hingen.
Vikniksor saß am Schreibtisch. Als er den Neuen erblickte, wies er auf einen Sessel. „Setz dich.“
Grischka nahm wortlos Platz. „Lebt deine Mutter noch?“
„Ja.“
„Was ist sie von Beruf?“
„Wäscherin.“
„So, so.“ Nachdenklich trommelte Vikniksor mit den Fingern auf dem Tisch. „Na, und du? Lernst du gern oder nicht?“ Grischka wollte schon verneinen. Aber dann bedachte er sich — ein Nein würde wohl unvorteilhaft sein.
„Sehr gern“, erklärte er deshalb. „Am liebsten zeichne ich.“ „Zeichnen?“ wiederholte der Direktor verwundert. „Hast du irgendwo zeichnen gelernt?“
Grischka zermarterte sich den Kopf, um aus der verfahrenen Situation herauszukommen, aber er rutschte noch tiefer hinein. „Ja, in einem Zirkel. Ich bin auch gelobt worden.“
„Oh, das ist ausgezeichnet. Wir brauchen Zeichner“, sagte Vikniksor. Seine Stimme klang viel freundlicher als zuvor. „Bei uns wirst du zeichnen und lernen.“ Er kramte in seinen Papieren, fischte ein Schreiben heraus und überflog es. „Tschornych heißt du also mit Nachnamen“, stellte er fest. „Gut, dann komm, Tschornych. Ich bringe dich zu deinen Kameraden.“
Vikniksor ging mit großen Schritten voraus. Grischka trottete hinterher und beäugte den Direktor kritisch. Er bemerkte, daß dessen kariertes Jackett schlecht saß und daß ein Stiefelschaft eingerissen war. Unwillkürlich wunderte er sich darüber.
So was! Haust in einem pikfeinen Zimmer und trägt nichts Anständiges auf dem Leibe!
Sie gingen durch den Eßraum. Dann öffnete Vikniksor die Tür zum Klassenzimmer. Zuerst wurde Grischka von dem unwahrscheinlichen Lärm betäubt, dann von der Stille, die unmittelbar danach eintrat. Er erblickte einige Bankreihen und etwa fünfzehn Schüler, die wie auf Kommando zu Salzsäulen erstarrt waren.
Vikniksor hatte unterdessen den Neuen vergessen. Er betrachtete die Klasse eine Weile.
„Gromonoszew!“ sagte er schließlich ruhig, ja gleichgültig, ohne die Stimme zu erheben. „Du bekommst kein Mittagessen. Sorokin, gib die Stiefel ab, du hast heute Hausarrest. Worobjow, geh aus der Klasse.“
„Warum denn, Viktor Nikolajewitsch?“
„Wir haben doch gar nichts angestellt!“
„Warum schikanieren Sie uns?“ jammerten die Bestraften im Chor.
Vikniksor kratzte sich hinter dem Ohr.
„Ihr habt in der Klasse randaliert!“ erklärte er in einem Ton, der jeden Widerspruch von vornherein ausschloß. „Deshalb geschieht euch recht! Und jetzt stelle ich euch einen Neuen vor. Er heißt Grischka Tschornych, ist ein begabter Junge und kann zeichnen. Er wird in eurer Abteilung den Unterricht besuchen, weil sein Wissensniveau dem eurigen entspricht.“ Schweigend musterte die Klasse den Neuen. Auf den ersten Blick sah Grischka trotz seiner hellen Haare ein wenig jüdisch aus, besonders wegen seiner langen Hakennase.
So standen sie sich ein Weilchen gegenüber — die Klasse auf der einen und Grischka mit Vikniksor auf der anderen Seite. Dann kratzte sich der Direktor noch einmal hinter dem Ohr und verließ den Raum, ohne noch etwas zu sagen.
Grischka war auf seiner Hut. Zigeuner trat auf ihn zu, fixierte ihn wortlos, wandte sich dann plötzlich ab und wies prustend vor Lachen mit dem Finger auf ihn.
„Ein Jankel ist da!“ kicherte er. „Guckt ihn euch an, Halunken! Eine blonde Krummnase!“
„Was lachst du so blöde!“ schnaubte Grischka beleidigt. „Na, wenn schon! Und du — wie siehst du denn aus, du Zigeunerfresse?“
Diesen Gegenangriff hatte niemand erwartet.
„Bravo, Jankel!“ grölte die Klasse lachend. „Hast den Zigeuner gleich erkannt!“
„Hörst du, Kolka? Zigeuner!“
„Dir sieht man den Zigeuner auf sieben Meilen an.“
Kolka war von der Antwort genauso verblüfft. Er schickte sich an, dem Neuen Respekt beizubringen, aber da legte sich Spatz ins Mittel. „Was hackt ihr auf ihm herum! Verdammte Nervensägen! Der Junge muß doch erst mal Luft holen.“ Zu Grischka gewandt, fügte er hinzu: „Komm her, Jankel, setz dich neben mich.“ „Ich bin doch kein Jankel“, protestierte Grischka, aber Spatz winkte gelassen ab.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «SCHKID. Die republik der strolche»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «SCHKID. Die republik der strolche» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «SCHKID. Die republik der strolche» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.