Grigori Bjelych - SCHKID. Die republik der strolche

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SCHKID. Die republik der strolche: краткое содержание, описание и аннотация

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Titel der Originalausgabe: Республика ШКИД.
Übersetzung aus dem Russischen von Lieselotte Remane.

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„'n Abend!“ knurrte Spatz im Namen aller feindselig. Er merkte sofort, daß der Neue sehr bald die erste Geige in der Klasse spielen und damit seine eigene Macht dahinschwinden würde. Ein Blick hatte genügt, um das zu spüren, und darum mochte er den Neuen nicht.

Unterdessen trat Kolka sorglos zum Ofen, stieß die Jungen weg und setzte sich ans Feuer.

Sie rückten beiseite und starrten den Neuen schweigend an. Sein herausforderndes Benehmen, überhaupt sein ganzes Äußeres gefiel ihnen nicht.

Kolka machte einen bösartigen Eindruck. Störrisches Haar fiel ihm in die gerade Stirn. Unter den dunklen Brauen blickten die Augen listig und dreist hervor. Sein hagerer, muskulöser Körper verriet seine Kraft.

Kolka hatte den langen Weg eines Verwahrlosten hinter sich. Mit fünf Jahren hatte er den Vater verloren, später auch die Mutter. Bei entfernten Verwandten war er ohne Aufsicht aufgewachsen und vollständig verwildert. In dem Bestreben, ihn möglichst schnell loszuwerden, hatten ihn die Verwandten in das Gatschinski-Institut gegeben.

Die Verwandten waren erleichtert, aber das Institut hatte an der Neuerwerbung keine Freude. Der kleine Strolch entwickelte sich hemmungslos: Er prügelte sich, er fluchte, er stahl, und wer weiß, womit er seinen Heldentaten noch die Krone aufgesetzt hätte, wenn das Institut zu jener Zeit nicht aufgelöst worden wäre.

Da Kolka ein Waisenjunge war, brachte man ihn in eine andere Anstalt, dann in eine dritte. Er durchlief so viele staatliche Institute daß er sie nicht mehr aufzählen konnte, als ihn ein Diebstahl schließlich im Alexander-Newski-Kloster landen ließ.

Früher hatte das Kloster von schwarzen Mönchskappen und — kapuzen nur so gewimmelt, doch bei Kolkas Eintreffen sah die heilige Stätte schon wesentlich verändert aus. Die Mönche waren verschwunden, und in ihren Behausungen wohnten andere Menschen. Die stillen Klosterzellen hatten sich in Gefängniszellen verwandelt. Dort saßen nun minderjährige Verbrecher einzeln oder zu mehreren. Das Kloster war die letzte Stufe des Besserungssystems. Von hier gab es nur noch zwei Wege: entweder ins Gefängnis oder zurück in ein Heim für normale Kinder.

Im Kloster zu landen, wurde in jenen Jahren für das größte Unglück gehalten, für das Schrecklichste, was einem jungen Rechtsbrecher zustoßen konnte. Man drohte den Schülern und den Zöglingen von Kinderheimen, die sich etwas zuschulden kommen ließen, mit der Schkid. Fiel aber der Name „Kloster“, dann stand ihre Sache schlimm, dann hieß das: der betreffende Junge ist vollständig verdorben. Kolka Gromonoszew war also bis auf das Kloster heruntergekommen. Drei Monate lang war er von einer Zelle in die andere gewandert, hatte seinen Mitgefangenen zugesehen, wenn sie mit selbstgemachten Karten Glücksspielen frönten, hatte den Berichten der Ausgekochten gelauscht, mit seinen Nachbarn Klopfzeichen gewechselt und sogar einen Fluchtversuch gemacht. In einer dunklen Winternacht hatte er mit zwei Kumpanen das Zellengitter aufgebrochen und sich an Handtüchern in den Hof hinabgelassen. Doch als sie den Zaun überklettern wollten, waren sie gefaßt worden. Nachdem Kolka dreißig Tage im Karzer gesessen hatte, war er plötzlich zur Vernunft gekommen. „Ich liebe die Mathematik. Ich möchte Professor werden“, hatte er dem Direktor nachdrücklich erklärt.

Seine kategorische Versicherung hatte Eindruck gemacht. Er war in die Schkid versetzt worden.

Nachdem die Schkider den Neuen näher in Augenschein genommen hatten, hielten sie noch am gleichen Tage Kriegsrat. „Wie soll er heißen?“

„Nennen wir ihn Schornsteinfeger, so schwarz, wie er ist.“ „Oder Käfer?“

„Nein.“

„Na, dann soll er. Zigeuner' heißen.“

„Ja, das paßt!“ „Ein Zigeuner ist er.“

Kolka hörte herablassend zu, und als das Urteil gefällt war, verzog er das Gesicht zu einem hämischen Grinsen.

„Das ist mir gleich“, sagte er. „Meinetwegen Zigeuner.“ „Weshalb nennt ihr die Schule Schkid?“ fragte Kolka während des Unterrichts. Der merkwürdige Name interessierte ihn. „Weil das sowjetisch ist, Mann“, antwortete Spatz. „Eine Abkürzung von, Dostojewski-Schule'.“ [4] Russisch: Schkola imeni Dostojewskogo. Stolz fügte er hinzu: „Ich habe mir das ausgedacht.“ Kolka antwortete nicht.

„Und wie heißt der Direktor?“ forschte er dann plötzlich. „Viktor Nikolajewitsch.“

„Nein… wie nennt ihr ihn?“

„Wir? Wir nennen ihn Vitja.“

„Weshalb habt ihr seinen Namen nicht ebenfalls abgekürzt? Die Abkürzerei muß man doch konsequent durchführen. Wie lautet sein Nachname?“

„Sorokin.“

Spatz zwinkerte hilflos mit den Augen. „Na, bitte. Vik Nik Sor. Das klingt gut.“

„Wahrhaftig! Prima!“

„Hör dir den Zigeuner an.“

„Tatsächlich, wir wollen ihn Vikniksor nennen.“ Sie versuchten, auch die Namen der anderen abzukürzen, aber das gelang nur bei der deutschen Frau des Direktors. Aus ihrem Namen entstand das zärtlich klingende „Elanljum“. Beide Spitznamen wurden einstimmig angenommen.

Vikniksor — der ehemalige Viktor Nikolajewitsch Sorokin — liebte alles Neue und Originelle. Eines Tages kam er zu den Jungen herein und setzte sich auf das Fensterbrett.

„Ihr langweilt euch wohl, Kinder?“ erkundigte er sich mit väterlicher Sanftmut.

„Allerdings“, klang es niedergeschlagen zurück. „Ihr müßt euch zerstreuen!“

„Das müßten wir!“ murmelten die Schkider zustimmend. „Seht ihr, und darum habe ich einen Einfall. Unsere Schule wird immer größer, deshalb sollten wir eine Zeitung herausgeben.“ Die Jungen räusperten sich, aber niemand antwortete. Vikniksor mußte seinen Vorschlag wiederholen. „Wollen wir nicht eine Zeitung herausgeben?“

„Gern, Viktor Nikolajewitsch, aber…“ Kossar kam ins Stottern. „Aber das können wir nicht. Vielleicht machen Sie es?“ Das war ein kühner Vorschlag, doch Vikniksor ging darauf ein. „Gut, Kinder, ich will euch helfen. Im Anfang braucht ihr eine Anleitung. Abgemacht!“

Bald hatten die Jungen die Unterhaltung vergessen. Aber der Direktor hielt zähe an seinem Plan fest. Allabendlich klapperte in der kleinen Kanzlei die Schreibmaschine. Vikniksor arbeitete eigenhändig an der ersten Nummer der Schkider Zeitung.

Gleichzeitig stellten die Jungen fest, daß Zigeuners Beliebtheit beim Direktor ständig zunahm.

Zigeuner lief längst nicht mehr wie ein eben aus dem Ei geschlüpfter Neuling herum. Er plauderte unbefangen mit dem Schulleiter und hockte ganze Abende mit ihm am Schachbrett. „Das Biest schmiert sich bei Vikniksor an“, tuschelten die Jungen boshaft beim Anblick des gewandten Favoriten. Doch Zigeuner kümmerte sich nicht darum. Er wich dem Direktor nicht von der Seite. „Aus dem wird noch ein Denunziant!“ hetzte Spatz die anderen auf. Die Jungen ließen es sich einreden und wurden immer wütender, aber Zigeuner übersah ihre finsteren Gesichter, obgleich es ihn kränkte, daß bisher niemand Neigung zeigte, sich mit ihm anzufreunden oder sich von ihm befehlen zu lassen.

Die Schkider schätzten einen Kameraden nämlich erst dann, wenn sie an ihm etwas Besonderes entdeckten, das kein anderer auf zuweisen hatte. Bei Spatz war das der Fall. Er besaß eine Balalaika, wenn sie auch brüchig und verstimmt war, und konnte recht und schlecht darauf klimpern. Von den Zöglingen beherrschte sonst niemand diese Kunst, und deshalb wurde ihm als einzigem Musikanten Achtung entgegengebracht Zigeuner hatte noch keine Gelegenheit gehabt, die Gunst der Kameraden zu erringen, aber er suchte so lange und hartnäckig danach, bis er sie fand.

Als er eines Tages mit dem Direktor in dessen Zimmer am Schachbrett saß und drei Partien hintereinander gewonnen hatte, ließ er sich bei der vierten absichtlich schlagen. Vikniksors schlechte Laune besserte sich merklich. Obwohl erst fünfzehn Jahre, war Zigeuner schon ein guter Schachspieler, und der Direktor gewann gegen ihn nur selten. Deshalb freute er sich sehr, als sein König, dem schon dauernd Schach geboten worden war, plötzlich wieder Luft bekam, Zigeuner nach sechs Zügen einen entscheidenden Fehler machte und matt gesetz.1 wurde.

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