Honoré Balzac - Große und kleine Welt
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Nach sieben Jahren unermüdlicher, eifriger Arbeit brachte Fougčres es so weit, daß er erträgliche Bilder komponieren und ausführen konnte. Er leistete etwas Mittelmäßiges, wie viele andere Maler auch. Elias kaufte und verkaufte alle diese Bilder des armen Bretonen, der jährlich mühsam hundert Louis verdiente, während er kaum zwölfhundert Francs verbrauchte. Bei der Ausstellung des Jahres 1829 wurden Leon de Lora, Schinner und Bridau, die von großem Einfluß waren und an der Spitze der künstlerischen Bewegung standen, so ergriffen von der Beharrlichkeit und der Armut ihres einstigen Kameraden, daß sie eines seiner Bilder zum großen Salon der Ausstellung zuließen. Dies Gemälde zeigte einen jungen Sträfling, dem die Haare geschoren wurden. Er saß zwischen einem Priester und einem jungen und einem alten Weibe, die weinten, während ein Schreiber ein gestempeltes Schriftstück las. Unberührt standen auf einem schmutzigen Tische Speisen; zwischen den Gitterstäben eines hochgelegenen Fensters fiel das erste Tageslicht herein. Ein Etwas in diesem Bilde mußte die Bürger erschauern lassen – und sie erschauerten. Unverkennbar war Fougčres von Gérard Dous bekanntem Meisterwerk beeinflußt worden; er hatte die Gruppe im Gemälde "Die wassersüchtige Frau" zum Fenster gedreht, statt sie von vorne zu zeigen und die Sterbende durch den Verurteilten ersetzt; es war dasselbe fahle Gesicht, derselbe Blick, derselbe Aufschrei zu Gott. Statt des flämischen Arztes hatte er den schwarzgekleideten Schreiber mit seiner kalten Amtsmiene hingemalt, und dem Mädchen auf dem Bilde Gérard Dous ein greises Weib zugesellt. Beherrscht wurde die Gruppe von dem brutal gleichgültigen Gesicht des Henkers. Das Plagiat war raffiniert ausgeführt, und niemand erkannte es als solches. Der Katalog vermerkte: "No. 510. Grassou de Fougčres, Pierre, 2 Rue de Navarin. Toilette eines im Jahre 1809 zum Tode verurteilten Verbrechers".
Trotz seiner Talentlosigkeit wurde dem Bilde ein beispielloser Erfolg zuteil; erinnerte es doch an den Fall der Heizer von Mortagne. Das Publikum sammelte sich. Tag für Tag vor dem Bilde, das die Sensation von Paris bildete. Auch Karl X. blieb davor stehen. Madame, der man von dem kümmerlichen Dasein des Bretonen erzählt hatte, begeisterte sich für ihn. Der Herzog von Orleans bemühte sich um das Gemälde. Von Prälaten hörte Madame la Dauphine, daß das Bild eine gute Moral enthalte, und es war in der Tat von sympathischen religiösen Gedanken erfüllt. Monseigneur le Dauphin bewunderte, wie der Staub auf den Mauersteinen gemalt sei, worin er übrigens irrte, denn Fougčres hatte durch grünliche Reflexe die schimmlige Feuchtigkeit der Wände andeuten wollen. Madame erwarb das Bild für tausend Francs, und der Dauphin erteilte dem Künstler den Auftrag auf ein zweites, ähnliches. Fougčres, dessen Vater 1799 für die Sache des Königs gefochten hatte, wurde von Karl X. durch Verleihung des Ehrenkreuzes ausgezeichnet, während Josef Bridau, der große Künstler, leer ausging. Der Minister des Innern übertrug Fougčres die Ausführung zweier Kirchengemälde. Somit bedeutete diese Ausstellung des Salon für Pierre Grassou Reichtum, Ruhm und Zukunft. Schöpfer sein, heißt am langsamen Feuer schmoren; nachahmen, das heißt leben!
Eine Goldquelle hatte sich Grassou eröffnet. In seinem skrupellosen Mißbrauch der Kunst war er wieder einmal ein Beispiel dafür, daß die überwältigende Mehrheit der Unfähigen in unseren Tagen überall das Aufkommen der wahrhaft Begabten erschwert und einen erbarmungslosen Kampf gegen das wirkliche Talent führt. Fougčres wunderte sich selbst über seinen Erfolg, und seine Bescheidenheit und Schlichtheit ließen Neid und Mißgunst verstummen. Außerdem hatte er alle Grassous, die schon ihr Glück gemacht hatten, auf seiner Seite, mehr aber noch jene, die darauf hofften. Einige waren von der Willenskraft dieses Mannes, den nichts hatte niederwerfen können, begeistert und sagten: "Man muß seinen Willen zur Kunst anerkennen! Grassou hat sein Glück nicht gestohlen; der arme Kerl hat sich zehn Jahre lang hart darum geschunden!" Alle Glückwünsche, die dem Maler dargebracht wurden, klangen aus in diesem Ausruf: "Der arme Kerl!" Vom Mitleid wird ja ebensoviel Mittelmäßigkeit erhoben, als vom Neid Größe und Bedeutung gestürzt. Die Zeitungen hatten in ihren Kritiken nicht mit bitterer Schärfe gespart, aber Fougčres schluckte sie, ebenso wie die verbessernden Ratschläge seiner Kameraden, mit Engelsgeduld hinunter.
Nachdem er sich nun im Besitz von fünfzehntausend Francs sah, die sauer genug verdient worden waren, richtete er sich in der Rue de Navarin seine Wohnung und sein Atelier ein und gab sich an das vom Dauphin in Auftrag gegebene Gemälde. Auch die vom Ministerium bestellten beiden Kirchenbilder lieferte er so genau am festgesetzten Termin ab, daß der Minister ebenso wie seine Kasse von der unerwarteten Pünktlichkeit des Künstlers aufs höchste überrascht und in Verlegenheit gebracht wurde. Allein den ordnungsliebenden Leuten ist das Glück wohlgesonnen. Hätte Grassou mit der Ablieferung gesäumt, so wäre er wohl infolge der Julirevolution niemals bezahlt worden. Mit siebenunddreißig Jahren hatte Fougčres für Elias Magus nahezu zweihundert Bilder fabriziert. Sie blieben zwar gänzlich unbekannt, aber er war zufrieden damit, und diese Arbeit hatte sein Schaffen so zum Handwerk gemacht, daß die Künstler die Achseln zuckten. Die Bürger liebten ihn. Die Freunde schätzten Fougčres wegen seines biederen und mitfühlenden Wesens, wegen seiner Freundlichkeit und Anhänglichkeit. Während sie seine Palette mißachteten, achteten sie doch den Mann, der sie hielt. "Ein Jammer, daß Fougčres dem Laster des Malens verfallen ist," sagten die Freunde untereinander.
Trotz seiner Talentlosigkeit war Grassou ein schätzenswerter Berater, wie es auch in der Literatur Leute gibt, die selbst kein brauchbares Buch zustandebringen, aber einen guten Blick für die Fehler anderer Werke haben. Dennoch war zwischen dieser Art literarischer Kritik und der Fougčres ein Unterschied; Grassou war im höchsten Grade empfänglich für das Schöne, er war dankbar dafür, und so kamen seine Ratschläge aus einem aufrichtigen Empfinden, dem man wirklich vertrauen durfte.
Seit der Julirevolution schickte Fougčres zu jeder Ausstellung ein Dutzend Bilder, von denen vier oder fünf durch die Jury zugelassen wurden. Der Maler lebte äußerst bescheiden und hielt sich zur Bedienung nur eine Haushälterin. Seine einzige Unterhaltung fand er in Besuchen bei seinen Freunden, im Anschauen von Kunstsammlungen und hin und wieder in einer kleinen Reise, die ihn aber nie über die Grenzen Frankreichs hinausführte. Er beabsichtigte aber, sich demnächst in der Schweiz neue Anregung zu holen. Unser Künstler war ein durchaus einwandfreier Staatsbürger, der seiner Wehrpflicht genügte, sich zu den Musterungen einstellte und seine Steuern ebenso wie seine Miete mit peinlicher Pünktlichkeit entrichtete.
Da sein Leben in Arbeit und Sorgen aufgegangen war, hatte er keine Zeit gefunden, an die Liebe zu denken. Dem armen Junggesellen kam es auch garnicht in den Sinn, sein einsames Leben aufzugeben, und da er nicht wußte, wie er sein Geld nutzbringend anlegen könne, brachte er jeweils die Ersparnisse des Quartals zu seinem Notar Cardot. Als die Summe auf tausend Taler angewachsen war, legte dieser sie als erste Hypothek an. Der Maler wartete auf den glücklichen Augenblick, wo seine Papiere die imposante Summe von zweitausend Francs Rente abwerfen würden, um sich das otium cum dignitate des Künstlers zu geben und Bilder zu malen, oh, wirkliche, vollendete Kunstwerke. Seine Zukunft, seinen Traum von Glück, seiner Hoffnungen Superlativ – wollt ihr ihn hören? Mitglied des Instituts werden und die Rosette der Offiziere der Ehrenlegion erwerben. Seite an Seite mit Schinner und Leon de Lora sitzen, früher als Bridau. Eine Rosette im Knopfloch tragen! Welcher Traum! – Welch kleiner Geist, der nur an diese Dinge denkt!..
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