Oliver Schütte - Die Netflix-Revolution

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Wir alle sind Teil der dritten Revolution in Film und Fern sehen – ein Prozess, der die Welt der Medien und wie wir diese konsumieren rasant verändert.
Seit der Jahrtausendwende bietet das Internet die technischen Möglichkeiten für Videostreaming. Wer Filme, Serien oder sonstige Medieninhalte sehen will, kann dies heute auf seinem Smartphone, Tablet oder Computer jederzeit tun. Streamingdienste wie Netflix und YouTube bieten ihre Produktionen in über 130 Ländern an und haben Hunderte Millionen Abonnenten.
Oliver Schütte beleuchtet in «Die Netflix-Revolution» die Veränderungen, die Kino und Fernsehen mit sich gebracht haben, und er beschreibt die Gegenwart, die vom dritten Neubeginn geprägt ist. Er beschäftigt sich vor allem mit den gesellschaftlichen Folgen dieser Entwicklung und hinterfragt kritisch, ob wir für diese neuen Erfahrungen bereit sind. Denn wir begeben uns in die Hände von multinationalen Konzernen, die bestimmen, was wir sehen können und was nicht. Wir Zuschauer werden zu gläsernen Wesen. Die Anbieter wissen genau, wann, wo und was wir schauen. Sie wissen auch, was uns interessiert, wann wir abgeschaltet haben oder welche Momente uns besonders neugierig machen. Auf Basis dieses Wissens werden die Inhalte geplant und auf uns zugeschnitten. Dieses Buch geht der wichtigen Frage nach, welche gesellschaftlichen Konsequenzen die dritte Revolution nach dem Kino und dem Fernsehen mit sich bringen wird.

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Es waren wieder die Gebrüder Lumière, die über ihre dokumentarischen Arbeiten hinaus die ersten fiktionalen Geschichten erzählten. Ihr L’enfant au ballon ist ein 42-sekündiger Kurzfilm aus dem Jahre 1896. Er handelt von einem kleinen Jungen, der mit seiner Mutter in einem Garten spazieren geht. Als die Frau sich auf eine Parkbank setzt, spielt das Kind mit einem Luftballon. Zwei Arbeiter nähern sich von hinten. Dabei erschrickt der Junge und lässt sein Spielzeug los. Die Aufregung ist groß, und alle schauen dem aufsteigenden Ballon hinterher.

Noch weiter ging der Zauberkünstler Georges Méliès, der den Film intensiv nutzte, um Fiktion zu erzählen. Sein Le Voyage dans la Lune aus dem Jahr 1902 basiert auf dem gleichnamigen Roman von Jules Verne. Darin wird die Geschichte einer Expedition zum Mond erzählt. Sechs Astronauten werden auf den Weg zum Erdtrabanten geschossen und landen auf der zerklüfteten Oberfläche. Nach einer kurzen Besichtigung und einem erholsamen Schlaf geraten sie in eine Höhle, in der sie die Aufmerksamkeit der Mondbewohner auf sich ziehen. Das wilde Volk greift die Fremden an und nimmt sie gefangen. Am Ende einer Verfolgungsjagd gelingt es den Astronauten, wieder zur Erde zurückzukehren, wo sie begeistert empfangen werden.

Dieses kleine Werk markiert den Beginn des filmischen Geschichtenerzählens. Er ist insofern der Vorläufer von Casablanca, Star Wars und Game of Thrones , denn nachdem sich der Kintopp zum Kino entwickelte und ausschließlich nur noch in eigens dafür hergerichteten Räumlichkeiten und nicht mehr zusammen mit Zauberern und Jongleuren stattfand, setzte sich zunehmend das die Fiktion im Film durch.

Was sich da buchstäblich vor den Augen der Welt abspielte, war eine Revolution, ähnlich wie es der Buchdruck mehr als vierhundert Jahre früher gewesen war. Die Menschheit nahm zum ersten Mal bewegte Bilder von etwas wahr, das nur als Abbild vorhanden war. Ermöglichte Gutenbergs Erfindung, Lektüre fast unbegrenzt zu vervielfältigen, so erlaubte der Film auch, dass diese einmal auf Zelluloid gebannten Abläufe massenhaft verbreitet werden konnten.

Was den Film dabei vor allem kennzeichnet, ist der Anspruch, wirkliches Leben zu zeigen. Er besitzt die Unmittelbarkeit, die uns suggeriert, dass wir dem Gesehenen beiwohnen. Auch wenn die Geschichte in einer fernen Zukunft spielt oder in frei erfundenen Welten, so vermittelt sie dem Zuschauer dennoch das Gefühl einer Realität. Das unterscheidet diese interessante Erfindung der Neuzeit von der Sprache.

Die Macht der Bilder

Als das Kino den Kinderschuhen entwachsen war, fand es in den 10er Jahren zu der Form, die es für zwei Jahrzehnte behalten sollte. Stummfilme mit Zwischentiteln und live gespielter Musik wurden Abend für Abend dem zahlenden Publikum präsentiert. Die Spielfilme hatten eine Dauer von etwa 90 bis 120 Minuten. Es gab in der ersten Zeit auch viel längere Filme, so der dreistündige Meilenstein der Filmgeschichte von D. W. Griffith The Birth of a Nation oder später Abel Gances Napoleon (1927) mit über fünf Stunden.

Die Form des filmischen Erzählens, die sich herausbildete, hatte vor allem damit zu tun, dass die Zuschauer am Abend wenig Freizeit hatten. Ein Großteil wurde dabei schon für die An- und Abfahrt zum Kino verbraucht, sodass für den eigentlichen Film nicht mehr viel Zeit übrig blieb.

Und in den ersten Jahren hatte die Filmemacher gelernt, mit welchen Mitteln welche Reaktion erzeugt werden konnten. Wie ein Kind sich die Wörter, den Satzaufbau und die Bedeutung aneignet, hatten die Autoren, Regisseure und Kameramänner die Bilder, den Schnitt und deren Wirkung erprobt. Auf diesem Weg hatte sich die Sprache des Films entwickelt.

Zu den Merkmalen des Kinos gehörte lange Zeit, dass dem Hauptfilm eine Wochenschau vorgeschaltet war, die Neuigkeiten aus aller Welt zusammenfasste. Heute würden wir sagen, dass die die Zuschauer Nachrichten sahen. Zwar verbreiteten Zeitungen die globalen Ereignisse schon seit Jahrhunderten in Schriftform und interpretierten sie in ihrer jeweiligen politischen Ausrichtung für ihre Leser, aber das Publikum im Kino war hautnah dabei und gewann durch das Gesehene den Eindruck, die Wahrheit gezeigt zu bekommen. Es vermittelte ihnen das Gefühl, sich selbst ein Bild machen zu können, da sie der Realität direkt beiwohnten. Durch das visuelle Medium hatte auch jene Bevölkerungsschicht, die mit dem Lesen Mühe hatte, Gelegenheit sich zu informieren. Dabei waren die Wochenschauen genauso manipulativ wie die gedruckten Medien und wurden nicht umsonst von den Nationalsozialisten gnadenlos für ihre Zwecke genutzt. Trotzdem hat das Kino den Menschen die Welt näher gebracht. Die Zuschauer haben der Erfindung der Brüder Skladonowsky und Lumière zu verdanken, dass sie den Alltag eines Eskimos in der Arktis miterleben ( Nanuk, der Eskimo aus dem Jahr 1922) und das Schicksal eines jungen Perlentauchers auf der Südsee-Insel Bora Bora verfolgen konnten ( Tabu von Friedrich Wilhelm Murnau aus dem Jahr 1931).

Das Kino prägte damit auf zweierlei Weise das Bild, das sich die Menschen von der Welt machten – durch die Nachrichten ebenso wie durch die fiktiven Geschichten, die es erzählte.

Während in Amerika die großen Filmstudios entstanden, wurde schon im Laufe des Ersten Weltkriegs in Deutschland die Universum-Film AG (UFA) gegründet, um der Konkurrenz aus Hollywood etwas entgegenzusetzen. Regisseure wie Fritz Lang und Friedrich Wilhelm Murnau drehten für die UFA Großprojekte wie Metropolis, Die Nibelungen oder Faust . Sie alle waren international verwertbar, da die Filme stumm aufgenommen wurden und damit ohne gesprochene Sprache auskommen mussten. Der letzte Mann von Murnau wurde so auch in Nordamerika zum großen Erfolg, und der 1930 entstandene Der blaue Engel (einer der ersten Tonfilme) begründete die internationale Karriere von Marlene Dietrich. Kino war ein globales Phänomen. Erst später etablierte sich Hollywood als das wichtigste Zentrum der Filmwelt, auch dadurch unterstützt, dass nach 1933 immer mehr Talente aus Deutschland emigrierten und in die »Traumfabrik« auswanderten.

Und das Kino brachte die ersten Stars hervor. Weltweit betrachteten die Zuschauer die fiktiven Schicksale der Schauspieler und bekamen das Gefühl, ihnen ganz nah zu sein. Auch wenn diese jenseits des Atlantiks lebten und arbeiteten, die Menschen hatten den Eindruck, sie persönlich zu kennen. Die Wirkung war enorm. Als Charlie Chaplin 1931 Berlin besuchte, wurde er am Bahnhof von einer begeisterten Menschenmenge empfangen. Das Phänomen der Berühmtheiten, die in der Welt bekannt sind, wird durch das Kino etabliert. Es gehört zu den Wesenszügen des Films, dass er Stars produziert.

Mit der Erfindung des Tonfilms und der veränderten politischen Situation in Europa, wurde das vormals globale Kinoerlebnis mit einem Mal zu einer nationalen Angelegenheit. Insbesondere in Deutschland wurde das Kino zu einem zentralen Element der Propagandamaschine und wurde nicht umsonst direkt dem Ministerium von Joseph Goebbels unterstellt. Dieser verstaatlichte den Industriezweig und zwang die Filmemacher, in die Reichsfilmkammer einzutreten, wo ihre Werke einer rigiden Zensur unterlagen. Den Nazis lag dabei weniger an eindeutigen politischen Botschaften, sondern sie forderten ablenkende Unterhaltung, die eher subtil das Menschenbild der Nationalsozialisten vermittelte: Frauen als Mütter und dem Manne untertan, Männer als soldatische Helden. Und alle folgten mit Begeisterung dem Führer.

Es waren Goebbels, Hitler und ihre Vasallen, die der Welt auf eindrückliche Art zeigten, wie das Medium wirksam zur Manipulation eingesetzt werden kann. Es brauchte dabei nicht das Pathos der sowjetischen Propagandawerke, sondern der Film erreichte als Unterhaltungsware einen viel größeren Einfluss auf die Massen.

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