Charlotte Peter - Die Geschichte eines hässlichen Mädchens

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Die kleine Charlotte erlebt schnell, worauf es ihrer Mutter ankommt: Schönheit. Sie ist der Einstiegspreis in die Welt. Das Mädchen entspricht nicht diesem Schönheitsideal, in ihr brennt ein anderes Feuer, die Freude am Abenteuer der Entdeckungsreisen, gepaart mit hervorragender Beobachtungsgabe und Klugheit. So geht Charlotte Peter ihren Weg, sie wagt sich in unbekannte Lande ebenso vor wie in die bunte Welt des Journalismus. Das Gefühl, nicht schön genug zu sein, jedoch begleitet sie, sitzt wie ein tiefer Stachel, doch was sie erlebt, hilft ihr darüber hinweg, dass sie nie dem Ideal ihrer Mutter genügen kann. Erst als reife, ältere Frau erkennt sie, dass die Schönheit und Wunder unseres Planeten für sie einen viel höheren Stellenwert haben.

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Nicht genug mit dem Reportererfolg und dem glorreichen Leben bei den Schönen und Reichen, Susanne wurde früh Mutter einer Tochter, liess sich einige Jahre später scheiden und wechselte schliesslich vom Blick zum Chefredaktoren-Stuhl in der Annabelle. Es schien bestens zu passen. Susanne brachte neuen Wind in die etwas brave Mode- und Hausfrauenzeitschrift, veranstaltete einen Wettbewerb, bei dem es ein Einfamilienhaus zu gewinnen gab, überzeugte die Schweizer Hausfrauen, keine Eier von Käfighühnern zu kaufen, machte eine Kampagne zur Einführung der Fristenlösung und schrieb als Erste von den Schrecken der Mädchenbeschneidung.

Dann ein Ereignis, das auch mich betraf. Die Elle, bei der ich als Chefredaktorin wirkte, wurde an die Annabelle verkauft und der Verlag suchte für die zusammengelegten Zeitschriften eine neue Führung. Ich schlug dem Herausgeber Max Frei eine doppelte Chefredaktion vor: Die schöne Strahlefrau Susanne sollte zuständig sein für Mode, Lifestyle, Society und Sterneküche, ich könnte mit meinem Dr. phil. 1, meinem Einsatz fürs Frauenstimmrecht und meinen kulturellen Interessen einen Hauch von Intellekt ins Blatt bringen. Max Frei aber hatte sich auf seinen Jasskumpel Werner Wollenberger, den populären Feuilletonisten und Cabaretautor, fixiert. Dieser präsentierte sich als von Frauen umschwärmter Star und grosser Macher, garantierte Erfolg, prophezeite zwischen mir und Susanne einen Zickenkrieg, nannte mich eine Emanze und mochte auch Susanne nicht besonders gut leiden. Schön und auch noch gescheit passte nicht in sein Macho-konzept, zudem hatte ihn Susanne ein Jahr zuvor kurzerhand als Annabelle-Kolumnist entlassen, denn er lieferte kaum je termingerecht.

Es kam mit Wolli und mir zu einer kurzen Doppel-Chefredaktion, die nie funktionierte. Schon bald wurde mir ein Brief zugespielt, den Wolli an einen jungen Mitarbeiter geschrieben hatte und in dem es hiess: «Wenn wir die Peter los sind, wird alles besser.»

Um sein Ziel zu erreichen, war dem Witzbold der Nation jedes Mittel recht, auch das Verschwindenlasssen von Texten. So hatte ich einst als Weihnachtsbeitrag vorgesehen, die berühmtesten Festtagsspezialitäten verschiedener Länder vorzustellen und das anhand prominentester Rezepte, also Buche Noel aus dem Elysee-Palast, Turkey aus dem Weissen Haus, Gänsebraten aus dem Kanzleramt in Bonn etc. Die Reaktionen waren positiv, nur der Buckingham Palast bedauerte: Rezepte ihrer Majestät dürften nicht bekannt gemacht werden, doch wir könnten versichert sein, der Christmas-Stollen der Queen wäre nicht anders als der Christmas-Stollen aller Briten. Dann aber geschah es, kurz bevor die Rezepte in Druck gingen, stürmte Wollenberger in die Druckerei, redete von einer Unverschämtheit mit fatalen Konsequenzen und stoppte den Druck. Im Weihnachtsheft stand nur noch eine kleine sinnlose Einleitung.

Nicht weniger hinterlistig war die Reaktion auf mein Interview mit Frau Dr. Aslan in Bukarest. Die rumänische Ärztin war in den Siebzigerjahren bekannt für ihre Verjüngungskuren, berichte von ihren Erfolgen und ihren berühmten Patienten, darunter viele noble Araber, und schenkte mir zum Abschied Shampoo. Wolli konnte die Publikation des Interviews nicht verhindern, erzählte jedoch, ich hätte in Bukarest Heilung von meinem Krebs und meinen Depressionen gesucht und viele Medikamente bekommen. In Wahrheit war ich kerngesund, den Kehlkopfkrebs hatte Wolli, der zwei Jahre später starb. Hat ihn vielleicht die Krankheit unleidig gemacht? Ich weiss es nicht, aber ich weiss nun, was Mobbing anrichten kann.

Unsere Zusammenarbeit endete sehr schnell, ich übernahm die Reiseredaktion der Weltwoche und einiger anderer verlagseigener Zeitungen. Susanne Speich brillierte wieder als Starreporterin und heiratete einen zweiten Mann, diesmal keinen Journalisten, sondern einen Berufsmilitär, mit dem sie eine weitere Tochter bekam. Zudem nutzte sie ihre organisatorischen Fähigkeiten und ihre vielfältigen und guten Beziehungen zum Aufbau einer eigenen Agentur für kulturelle Belange. Das klappt nun schon seit mehr als zwanzig Jahren. Sie gründete ein privates Fernsehen, das sie einige Jahre später zu einem guten Preis verkaufen konnte, veranstaltet Kunstausstellungen im In- und Ausland, betreut Autoren und Galeristen, gestaltet Vernissagen und manches mehr.

Mit dem Glamour der Schönen und Reichen hatte ich wenig Kontakt. Mein Zielpublikum waren Künstler, Galeristen, Reiseveranstalter, Schriftsteller, Politiker, Hoteldirektoren etc., mein Anliegen, Fachauskünfte gemischt mit persönlichen Bekenntnissen zu bekommen. Eine Starreporterin bin ich nie geworden, doch ich konnte öfters mit ehrlichem Interesse, ordentlichem Wissen und vielen Erfahrungen punkten, kurz, ich habe mich auch ohne Dior und Chanel im Pressedschungel recht gut durchgemausert. Selbst drei königliche Hände durfte ich schütteln; die des weltmännischen spanischen Königs in Madrid anlässlich eines grossen Sportanlasses, die des bescheidenen Schwedenkönigs in Stockholm bei einer Tourismus-Promotion und die des legendären Negus in Addis Abeba bei der Einweihung des Hilton. Einen Dress-Code gab es nur in Äthiopien: Die Damen mussten einen weissen Hut tragen. Meiner ruht vielleicht noch immer in einer Prunkvase.

Fazit: Wieviel hat die Schönheit zu Susannes Karriere beigetragen? Ich denke, kaum mehr als zehn Prozent, den Rest machten Susannes sicheres Auftreten, ihr guter Geschmack, ihr Fleiss, ihre Intelligenz und ihr Schreibtalent. Schönheit war für sie nie mehr als ein Accessoire, das man im Beruf geschickt nutzen kann, von dem man jedoch nicht den Märchenprinzen oder andere Wunder erwartet. Auch eine etwas weniger hübsche Susanne hätte ihre Karriere gut gemeistert.

Die Ballade vom schönen Schmetterling

Meine Freundin Gabriela war ein Glückskind: Geboren mit einem silbernen Löffel in der Wiege, umgeben von einer exquisiten Verwandtschaft, Geld im Überfluss, Ausbildung in feinem Internat am Genfersee und ebenso feinem Collage in Oxford, Kunst- und Sprachstudien an besten Adressen in Europa, Foto- und Video-Kurse in den USA. Nicht genug der Himmelsgaben, Gabriela war auch schön: anmutige, etwas puppenhafte Gesichtszüge, kupferrote Lockenpracht und sanftes Mona-Lisa-Lächeln, dazu vielseitige Begabungen. Sie lernte Sprachen im Flug, redete fachkundig über Musik, fotografierte fast professionell. Äusserlich gesehen entsprach sie ziemlich weitgehend dem Idealbild, das in den Siebzigerjahren von den Frauenzeitschriften hochgejubelt wurde: hübsch, fraulich gebildet, gehobener sozialer Status, bei Heirat unbedingt gute Partie. So lesen wir in «Ganz Annabelle – eine Zeitschrift als Freundin»: «Die Annabelle offerierte eine bestimmte Sicht der Eigenschaften und Aufgaben, der Lebensziele und der Lebenserfüllung, Eigenschaften und Aufgaben, welche eine richtige Frau haben soll. Und die Annabelle lebte vor, wie sich Weiblichkeit und im weiteren Sinn auch Häuslichkeit über Zeichenträger wie den Körper, die Kleidung und die Wohnung symbolisch ausdrücken lassen. Das Spezielle war, dass sie die entsprechenden Verhaltungsweisen zu popularisieren suchte. Schönheit, Bewegung, gute Formen in sämtlichen Lebensbereichen pflegte sie mit dezidierter pädagogischer Grundhaltung. Disziplin, ja Selbstzucht führte laut Annabelle zum Erfolg als Frau. Zu diesem Erfolg gehörten ein gepflegtes Äusseres, Liebenswürdigkeit und jene schöne Häuslichkeit, in der sich Mann und Kinder wohl fühlen. Hinter einem richtigen Annabelle-Leben stand ein zutiefst bürgerlicher Habitus, wie ihn die Chefredakteurin Claudine verkörperte.»

Die Reportagen «So lebt die Schweiz», für die auch ich als junge Journalistin Beiträge lieferte, zeigten im Detail, wie es geht. Die zu portraitierenden Familien wurden von Claudine ausgewählt und gaben stets ein ähnliches Bild ab: Adrette, fein gestylte Dame, Ehemann in hoher Position und mit üppigem Einkommen (Chefarzt, Bankdirektor, Juwelier, Top-Grafiker, Geschäftsmann etc.) zwei oder drei wohlerzogene Kinder, gepflegtes Haus, Swimming Pool und Hund. Ganz selbstverständlich, dass die Mustergattin gut kochen konnte, gerne den Garten pflegte, oft Gäste empfing, sich für Mode interessierte, sportlich war und kulturelle Hobbys pflegte. Hinzu gehörte gelegentlich auch eine ausserhäusliche Tätigkeit, zum Beispiel Mitarbeit in einer Galerie oder einer Boutique, dies allerdings meist nur auf Sparflamme. Irgendwelche Mängel am Bilderbuchglück mussten verschwiegen werden. Niemals hätte ich erwähnen dürfen, dass eines der Kinder Schulschwierigkeiten hat, der ganze Haushalt von Hilfskräften besorgt wird oder gar, dass der Mann zur Freundin gezogen ist. Ebenfalls verschweigen musste ich alles Unschöne wie unmodische Strickjacke oder zu wenig Zeit für die Familie. Die Erwähnung eines trockenen Kuchens wurde von Claudine ebenso gestrichen wie das Geständnis, die Galerie könne nur dank grosszügiger Unterstützung des Mannes überleben.

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