Alfred Bratt - Die Welt ohne Hunger

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Der Chemiker Alfred Bell steht kurz vor der Vollendung einer Formel, die den Hunger der Welt ein für alle Mal besiegen soll. Allerdings fehlt ihm jemand, der an seine Arbeit glaubt und sie finanziert. So reist Bell auf den abenteuerlichsten Wegen von Paris nach London und New York, trifft eitle Professoren, reiche Unternehmertöchter und zwielichtige Dema­gogen. Mit der Weigerung, seine Erfindung wirtschaftlich auszubeuten oder in den Dienst der Populisten zu stellen, macht er sich bald gefährliche Feinde.
Der einzige Roman des viel zu jung verstorbenen Schriftstellers Alfred Bratt sorgte bei seinem Erscheinen 1916 für Aufsehen. «Die Welt ohne Hunger» erlangte innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Auflagen und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Auch heute hat der Roman nichts von seiner Spannung und Aktualität verloren.

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Der Hausflur war schmal, der Aufgang finster. Und der enge Vorraum, in den Bell von einer korpulenten Frau eingelassen wurde, sah keineswegs erfreulicher aus.

Hier also würde er leben … Das Zimmer war von einer Kahlheit, die den berauschtesten Mann augenblicklich nüchtern gemacht hätte. Die Möbel wurmstichig und alt, aber peinlich sauber. Auch die abgeschabte Diele glänzte von Reinlichkeit. Es roch nach Küche und Einsamkeit und einem kleinen Strauß Lavendel, der auf dem Kaminsims aus einer Vase leuchtete. Zwei Fenster gingen auf einen trüben Lichthof. Die muffige und doch kalte Atmosphäre eines Heims, das kinderlos ist, betrübend arm an Helligkeit und Frische. Aber der blanke Estrich und die blauen Lavendel verrieten doch eine gewisse verschämte Hoffnungsfreudigkeit, die in dieser »bürgerlichen Wohnung« ein Winkeldasein führte. Bell wurde von dem behenden Redeschwall der Wirtin in ein mit speckig-grünem Sammet überzogenes Fauteuil gedrückt und wartete, bis ein günstiger Zufall ihm gestatten würde, zu Wort zu kommen. Frau Trimbles pries weitschweifend die Vorzüge des Logis und holte nur Atem, als Bell erklärte, das Zimmer mieten zu wollen. Aber auch dann machte sie ihr Mundwerk wieder flott, und Gott weiß, daß sie sich darauf verstand.

Bell saß in dem Fauteuil und wartete auf eine Pause in dieser Fahrt sich überhastender Reden. Doch Frau Trimbles steuerte unentwegt voran und zog ihn erbarmungslos im Schlepptau. Er erfuhr, daß sie eine Kammer neben der Küche bewohne, die sie mit dem Kater Pussy teile. Und wie zur Bestätigung schlich ein zerzaustes, mißfarbenes Tier durch die angelehnte Türe und sprang zutraulich auf Bells Knie. Frau Trimbles beugte sich herab und verstummte in Zärtlichkeit. Hierauf entschloß sie sich endlich, ihren Mieter allein zu lassen.

Bell streckte sich in dem ächzenden Fauteuil … Ein dürftiges Bett, eine Öllampe, graue Tünche an den Wänden; graues Licht in einem grauen Hof, mit einem grauen Stück Himmel darüber …

Ja, hier also würde er leben …

Er lehnte sich in das Fauteuil zurück. Er war wirklich etwas müde – nun, da er sozusagen »heimgekehrt« war. Am liebsten wäre er so sitzen geblieben in der dämmrigen Stube, aber es drängte ihn doch wieder, sich zu erheben; er wußte selbst nicht, was es war …

Es schlug fünf vom Turm der St.-Mary-Kirche, als Bell sich auf den versprochenen Besuch besann. Er zog sich um und nahm am Leicester Square ein Taxi, um nicht zu spät zu kommen.

In der Regent Street fuhr er an einem riesenhaften Gebäude vorbei. Es sah aus wie eine Bank oder ein Hotel.

Sie kreuzten die Wagenkolonnen von Piccadilly und ratterten dann durch stille Straßen mit den monotonen Fassaden der Einfamilienhäuser. Der Chauffeur ließ den Motor laufen. Bald darauf hielt das Auto vor dem Parkgitter einer palastartigen Villa in Westend-Grosvenor Street.

Der Diener führte Bell in einen weitläufigen, von schweren Gerüchen erfüllten Wintergarten.

Bell setzte sich zwischen zwei Orangenbäume auf eine mit Löwenköpfen geschmückte Marmorbank, – er war kein Kenner in künstlerischen Dingen, und Italien war ihm bloß aus der Perspektive von Postkarten und billigen Drucken bekannt – aber er dachte, daß eine solche Bank sehr wohl in dem Garten irgendeines römischen Fürsten gestanden haben könnte. Er atmete den Duft der Orangen und Orchideen, und es kam ihm sonderlich vor, daß er sich hier befand.

Die Blumenwärme, die in dieser gedämpft beleuchteten Hallte herrschte, war gesättigt von betäubenden Düften. Bell sah nicht die beiden knochigen Fäuste, die auf seinen Knien lagen, er hörte nicht das leise Knirschen einer Flügeltüre im Hintergrund, und er blickte erst auf, als eine sehr schlanke und sehr junge Dame vor ihm stand.

Er erkannte sie nicht gleich wieder, so verändert und sicher erschienen ihr Lächeln und ihre Bewegungen. (Er hatte sie anders in der Erinnerung – scheu, bezaubernd verwirrt, in einem dröhnenden Eisenbahnwagen.) Ja – da stand eine kleine Dame vor ihm, eine Dame aus einer andern Welt … eines jener Geschöpfe, die in den Männerblicken leben, die sie umhüllen – in dem Sprühregen einer blendenden Theaterauffahrt, im Carlton zwischen Frackanzügen und Diademen … und in einem Wintergarten zwischen phantastisch geformten, farbig erglühenden Blumen. Fast wollte er sich auflehnen gegen den weichen Hauch von Lorbeer und Glycinien, während das kleine Zauberfräulein seinen Namen aussprach und sich freute, ihn wiederzusehen. Es erschien ihm jetzt lächerlich, daß er an sie gedacht hatte, und er umgab sich gewaltsam mit beinahe schroffer Kälte.

Auch beim Tee, als C. W. Graham erschienen war und den Wintergarten mit seiner vierschrötigen Gestalt und seiner trockenen, fast harten Stimme füllte, antwortete Bell mechanisch, mit abgemessener Höflichkeit, während seine Gedanken durchaus nicht in diesem Hause zu sein schienen.

Doch eine Weile später, während der Unterhaltung am Teetisch, mußte Bell gegen seinen Willen immer wieder Graham betrachten, dessen Erscheinung den kostbaren Rahmen des Raumes unwillkürlich zurücktreten ließ.

C. W. Graham war kein Mann, an dem man vorbeisehen konnte. Man merkte hinter all seiner Glätte, daß er gewohnt war, zu befehlen.

Im übrigen warf er nur hier und da ein kurzes Wort in die Unterhaltungen, die seine Tochter mit umso größerer Lebhaftigkeit bestritt. Aber wenn er sprach, fühlte man sich gezwungen, aufzuhorchen. Und selbst seine Schweigsamkeit schien auf eigentümliche Weise beredt und eindringlich.

Bell – während er aus einer zierlichen chinesischen Tasse goldgelben Tee trank – empfand auf einmal, daß er hier einsam saß, abgetrennt durch eine unsichtbare, aber tiefe Kluft.

Er gab sich keine Mühe, zu erfahren, welcher Gruppe von Finanzgrößen Graham angehören mochte. Er dachte nur daran, daß es ein merkwürdiges und sehr unvorhergesehenes Ereignis war, das ihn diese Bekanntschaft machen ließ. Und daß das Ende seiner Fahrt ihn wiederum einem Manne gegenüberstellte, für den es ein leichtes gewesen wäre, sein Unternehmen zu realisieren. Deutlicher als je empfand Bell, daß er verzweifelt mittellos auf einem gefährlichen Pfade war. Mit dem Instinkt eines Menschen, der »außerhalb« steht, wurde er sich sogleich darüber klar, daß Graham sein Gegner war, daß er von Natur aus sein Gegner sein mußte.

Aber Bell gab sich keine weitere Rechenschaft über diesen Gedanken, und, von Graham abgleitend, sah er auf die Hände des jungen Fräuleins, die Tee einschenkten. Sie waren ihm merkwürdig vertraut, diese Hände, und das war das einzige, was ihm in seiner sonstigen Abwesenheit hier zu lebendigem Bewußtsein wurde.

Auch Graham betrachtete seine Tochter und sagte, weniger laut, mit einem Lächeln, das auf seinen breiten, von feinen Furchen gestrafften Zügen überraschend weich wirkte:

»Vivian freute sich so, daß Sie Ihr Versprechen hielten, Herr Bell! …«

»Vivian« … dachte Bell … »Vivian« … – –

Später, als er wieder auf der Straße stand und sich in der frischen Abendluft, wie von einer ungewohnten Last befreit, aufrichtete – trotzdem es hier draußen finster und betrübend feucht war –, dachte er, daß »Vivian« ein seltener Name wäre. Er schritt in Gedanken das Parkgitter entlang, fuhr aber jäh aus seinen Betrachtungen auf, als hinter der nächsten Laterne ein Mann hervorglitt, der gleich darauf im Nebel verschwunden war.

Bell hatte die Vorortgegend erreicht, die aus dem Villenviertel in die Stadt überleitet. Die Häuser waren hier bunt und bescheiden, in einem Stil, der zwischen bürgerlichem Geschäft und Herabgekommenheit schwankte. Und die Menschen, die sich dazwischen bewegten, waren wie sie ein Gemisch von prosaischem Wert und Dürftigkeit. Sie waren Kaufleute allesamt, noch nicht Unternehmer. Sie wohnten vor den Toren der City, und das gab ihnen einen Abglanz von aktiver Bedeutung. Sie trieben mit ihrer Arbeit, ihrer kleinen Münze nach dem Zentrum hin, wie die Adern dem Herzen zuströmen, und sie hofften, dereinst in den großen Kreislauf aufgenommen zu werden, ein Teil von ihm zu sein.

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