Alfred Bratt - Die Welt ohne Hunger

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Der Chemiker Alfred Bell steht kurz vor der Vollendung einer Formel, die den Hunger der Welt ein für alle Mal besiegen soll. Allerdings fehlt ihm jemand, der an seine Arbeit glaubt und sie finanziert. So reist Bell auf den abenteuerlichsten Wegen von Paris nach London und New York, trifft eitle Professoren, reiche Unternehmertöchter und zwielichtige Dema­gogen. Mit der Weigerung, seine Erfindung wirtschaftlich auszubeuten oder in den Dienst der Populisten zu stellen, macht er sich bald gefährliche Feinde.
Der einzige Roman des viel zu jung verstorbenen Schriftstellers Alfred Bratt sorgte bei seinem Erscheinen 1916 für Aufsehen. «Die Welt ohne Hunger» erlangte innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Auflagen und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Auch heute hat der Roman nichts von seiner Spannung und Aktualität verloren.

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Das Unglück hatte mehr als drei Stunden Zeitverlust gekostet. Der Tag tastete bereits herauf. Die Ausdünstung der Morgenstunde hob sich von den Feldern und wälzte sich neben dem Zuge mit. Milchweiße Schwaden verdeckten die Vegetation; es sah aus, als führe man zwischen Wassern.

Wieder glitten sie dahin wie auf einer magnetischen Ebene.

Draußen wurde es immer heller. Baumkronen und Dächer stiegen aus dem Dunst wie treibende Inseln. Bald war es ein fliegender Dunst von schwebenden Streifen, die sich über der grünen und braunen Landschaft zerteilten. Auch in dem Abteil wurde es hell und sonnenwarm. Bell pfiff auf einmal ganz unbekümmert, er wurde froh in all der Helligkeit. Aber dann verschluckte er den Ton in der Kehle und erhob sich unbeholfen: das fremde Mädchen sah ihn aus weit geöffneten Augen an und richtete sich langsam auf. Er war sogleich bei ihr, ließ sich auf dem Fensterplatz nieder und stützte sie mit einer Sorgfalt, über die er selbst erstaunt war. Sie faßte nach seinem Arm, ohne ein Wort zu sprechen; – er war ihr dankbar dafür. So lehnten sie am Fenster, der Sonne entgegen. Es war Bell, als tönte ein hüpfendes, übermütiges Morgenlied an sein Ohr, aus dem Summsen des Wagens, aus den Feldern dort draußen, aus der atmenden Berührung der Gestalt neben ihm. Der Linoleumboden zu ihren Füßen, die Bank, der Fensterrahmen sausten noch schneller als früher an der Landschaft vorbei. Sie fuhren eine Biegung – und dann sah man weit voraus, in einer Welt von Himmel und Schimmer, den riesenhaft gedehnten Umriß Londons. Zwei gleißende Türme stiegen vor der Stadt schwindelnd in die Atmosphäre, eine gleißende Wölbung spannte sich zwischen ihnen. Das war der Kristallpalast – die weiten Bogen standen flimmernd im Morgen, und es schien, als klängen sie in der Luft.

Der Zug raste mächtiger denn zuvor. Er knatterte über eine Hängebrücke, er hob und senkte sich wie ein fliegendes Fahrzeug, er hämmerte über Land, er knallte pfeifend zwischen zwei kilometerlange Zäune von Plakaten – er nahm keine Notiz davon, daß Madame Feodorowna in der »Alhambra« tanzte, und es wunderte ihn nicht, daß »Pink-Flower« das beste Mundwasser ist – er preßte sich in einem Nu durch diese bemalten Wände, die schon hier draußen für die große Stadt Reklame brüllten, er fuhr – wie ein Bolzen aus dem Blasrohr – wieder aus ihnen heraus, er hatte alle Besinnung verloren, er war nicht mehr zu halten, er witterte das Ziel, er stürmte darauf los – und er streckte sich flach vor Übereilung, als die Halle der Victoria-Station sich vor ihm auftat … hinter ihrem gläsernen Abschluß konnte man den Verkehr der Straße erblicken … er sprang gleichsam in einem Satz aus dem Flachland mitten in das Herz von London, und er wieherte aus den angerissenen Bremsen, als er betäubt stillstand, atemlos und mit zitternden Aluminiumflanken – zwischen den Kolonnen von Omnibussen und Autos, die von der Straße in die Halle gefahren waren.

Bereits um fünf Uhr hatte der Draht das Unglück in die Hauptstadt gemeldet. Die Morgenausgaben der Zeitungen brachten fett gedruckte Titelblätter. Und jetzt – neun Uhr vormittag – staute sich in der Halle von Victoria eine erregte und neugierige Menge. Verwandte und Freunde der Reisenden (man hatte die Namen der Toten und Verletzten noch nicht melden können), mühsam beherrschte Menschen, Nichtstuer, Schreiber, die auf dem Wege zum Bureau eine kleine Frühstückssensation aufschnappen wollten, Reporter, Photographen. Sie stürzten sich auf den Zug, als müßten sie ihn verschlingen, sie kletterten auf die Plattformen … unterdrücktes Aufschluchzen, Freudenschreie … die Photographen knipsten, die Redaktionsautos fuhren davon.

Bell half seiner Reisegefährtin auf den Bahnsteig. Noch einen Augenblick hielt er eine kleine, weiße Hand in der seinen – dann drehte er sich unvermittelt herum, wie jemand, der nach einer traumhaften Luftfahrt gelandet ist und merkt, daß er wieder auf nüchterner Erde steht.

Die junge Dame aber flog von seiner Seite, einem Herrn entgegen und an die Brust, der – elegant und massiv – die Umstehenden um einen Kopf überragte. Gleich darauf standen beide vor Bell – er hörte, wie sie »Papa« sagte, und er murmelte seinen Namen – der Herr sprach einige Worte … er hieß C. W. Graham … ja, und er sei Bell zu außerordentlichem Dank verpflichtet, da seine Tochter … Bell dachte, daß er noch nie einen so imponierenden Kopf gesehen habe – und die junge Dame reichte ihm eine Karte und forderte ihn auf, sie nachmittags zu besuchen – »ganz bestimmt, nicht wahr?«

Als der Tumult schon lange aus dem Bahnhof geebbt war, stand Bell noch immer neben dem Zug und drehte eine kleine, bedruckte Karte zwischen den Händen.

Viertes Kapitel

Das weite Viereck des Trafalgar Square dröhnte von jagenden Rädern. Es war um die Mittagsstunde; die Zeit, in der die Armeen von Schreibern, Verkäufern und Schalterbeamten aller Art sich aus den Banken und Büros ergießen. Der Verkehr am Strand, von Charing Cross und Leicester Square flutete in das von Hast und Geschäftigkeit schallende Viereck und brandete um den Sockel der Nelson-Säule.

Auf einer der kleinen Straßeninseln, an der Mündung des Strand, stand Bell mit ermüdeten Augen. Er war den ganzen Vormittag durch London gegangen, ohne ein bestimmtes Ziel. Er schob sich zwischen die Mauern angehaltener Wagen und ließ sich vor den Portalen der Geschäftshäuser drängen. Er kreuzte an den gefährlichsten Stellen über die Fahrdämme, mit der blinden Unbekümmertheit eines Mondsüchtigen. Und jetzt war er auf dieser Insel gelandet, die nicht mehr als einige Schritte breit war und doch so sicher und unberührbar lag inmitten des ewig vorwärts schiebenden Chaos. Die ermattende Reaktion, die Bell in der Halle von Victoria überkommen hatte, hielt noch an. Er bemühte sich nicht, zurückzudenken; aber aus dem Lärmen der Straße sprang ihm der eine oder andere Ton entgegen, der die Katastrophe der Nacht entfernt wieder aufleben ließ. Er war in einem Rausch unbeherrschter Passivität, wie er da auf dem erhöhten Platz hielt und den Verkehr sich mahlen ließ. Allmählich schlugen die Geräusche ineinander, wurden immer gleichförmiger, statt rhythmisch – so schien es ihm –, und wie er sich umwandte und überall das gleiche treibende Gewirr erblickte, strömte mit einem Schlag das Bewußtsein wie eine körperliche Empfindung in seine Nerven zurück. Er wurde wieder nüchtern, klar und scharf in dem Gefühl dieser bewegten Realität. Er spürte wieder den Boden der Stadt, und es brannte unter seinen Füßen vor Energie. Er verließ seinen Platz und schlug die Richtung über den Square ein.

Als Bell, aus dem Trubel getaucht, zum Green Park kam, schöpfte er tief Luft in der Ruhe, die hier greifbar über den Bäumen lag. Er setzte sich auf eine Bank in den Anlagen und überlegte.

Er war entschlossen, sich wieder in seinem Zimmer einzusperren, irgendwo in einer stillen Gegend. Er sehnte sich mit einem Male nach dem Aufenthalt zwischen vier dicken, abschließenden Wänden, mit dem Bewußtsein, daß man nur die Treppe hinab und einige Ecken zu gehen braucht, um das notwendige Quantum Leben zu trinken. Fast empfand er Ungeduld danach, er drückte die Füße auf den Kies und zog die Schultern hoch.

Noch kannte er seinen Kurs.

Und er war nicht gewillt, davon abzuweichen.

O, noch lange nicht.

Bell sprang auf, indem er sich sagte, daß er nun, beim lebendigen Gott, keine Minute Zeit zu verlieren habe nach seiner Pariser Expedition. Er war sich wohl bewußt, daß diese Eile übertrieben war, aber er freute sich doch – und gestand es sich gerne ein – über den gesunden Durst. Er blinzelte in den verschleierten Sonnennebel und schritt lebhaft aus. Bei einem Boskett am Ende der Anlagen stieß er heftig mit einem Mann zusammen, der schnell und unerwartet um die Ecke bog. Bell rückte den Hut und murmelte eine Entschuldigung. Aber der andere war schon vorübergeeilt. Bell hatte die Straße erreicht, als ein unbehagliches Gefühl ihn halten ließ. Er hatte die unklare Empfindung, daß jemand ihm folgte. Er wandte sich um – und wirklich, da stand der andere in geringer Entfernung und beobachtete ihn. Eine Sekunde lang sahen die beiden Männer sich fest in die Augen. Dann machte der Fremde kehrt; – langsam, fast zögernd, als fühle er sich ertappt und wolle dies nicht eingestehen. In dem kurzen Augenblick bemerkte Bell, daß das Gesicht des Mannes von ungewöhnlicher Häßlichkeit war, und daß er einen schwarzen Lodenmantel trug.

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