Alfred Bratt - Die Welt ohne Hunger

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Der Chemiker Alfred Bell steht kurz vor der Vollendung einer Formel, die den Hunger der Welt ein für alle Mal besiegen soll. Allerdings fehlt ihm jemand, der an seine Arbeit glaubt und sie finanziert. So reist Bell auf den abenteuerlichsten Wegen von Paris nach London und New York, trifft eitle Professoren, reiche Unternehmertöchter und zwielichtige Dema­gogen. Mit der Weigerung, seine Erfindung wirtschaftlich auszubeuten oder in den Dienst der Populisten zu stellen, macht er sich bald gefährliche Feinde.
Der einzige Roman des viel zu jung verstorbenen Schriftstellers Alfred Bratt sorgte bei seinem Erscheinen 1916 für Aufsehen. «Die Welt ohne Hunger» erlangte innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Auflagen und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Auch heute hat der Roman nichts von seiner Spannung und Aktualität verloren.

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Bell stellte sich mit dem Rücken gegen die Windrichtung und steckte seine - фото 3

Bell stellte sich mit dem Rücken gegen die Windrichtung und steckte seine Pfeife in Brand. Dann fuhr er mit den Händen tief in die Taschen seines Gummirocks und schritt breit und vorsichtig über die rollenden Planken.

Die einsame Mädchengestalt lehnte gegen den zweiten Mast, auf dem Hinterdeck. Bell erspähte sie wie einen etwas helleren Streifen in der Finsternis. Er ging weiter, kehrte um und blieb dann ohne Gedanken vor ihr stehen. Sie bewegte sich nicht und sah auch nicht zur Seite. Er zog in kleinen Rucken den Rauch aus der Pfeife; das Aufglühen des Tabaks entblößte sekundenlang ihr Profil in einem roten Leuchten.

Bell spürte, wie die Wärme des Rauches in seinem Mund zerging. Sein Blick war nicht mehr starr wie vorhin, als er dem Sturm ins Antlitz sah. Eine merkwürdig glättende Milde stieg in ihm auf und verbreitete sich in seinem ganzen Körper. Er hatte die Empfindung eines, der nach starker physischer Anspannung aufatmet. Er grübelte nicht mehr; es hatte plötzlich den Anschein – so meinte er –, als sei alles in ihm ganz ordentlich und richtig und an seinem Platz.

Man steht, sozusagen, ganz einfach auf dem Meere und hält seine Pfeife in Brand.

Sehr natürlich.

Er spreizte alle zehn Finger in den Taschen und rauchte mit Bewußtsein. –

Die »Lady Grace« bäumte sich und schwankte heftig. Das aus der Tiefe bullernde Geräusch der Maschine wurde schwächer. Der Sturm heulte auf und verhallte in mehrfachem Echo. Vom Vorderdeck schrillten abgerissene Töne des Läutewerks. Im bleichen Flimmer des Scheinwerfers wuchsen Felsen aus dem Wasser, schwarz, triefend und gezackt. Hinter ihnen kleine, helle Punkte. Das waren die Leuchtfeuer der Hafeneinfahrt. Ermattete Wellen strichen den knarrenden Eisenrumpf entlang. Die salzige Luft wurde wärmer, es roch nach Tank und Teer.

Wieder fiel ein Lichtband von der Salontreppe über Deck, unruhig gefleckt von beweglichen Schatten. Die Fahrgäste drängten herauf.

Bell nahm die Pfeife aus dem Mund und klopfte sie am Handrücken aus.

»Wir sind angekommen«, sagte er laut und freundlich.

»Ja«, erwiderte die Gestalt vor ihm – »das ist Dover.«

Er hörte ihre Stimme zum erstenmal; und fast wunderte er sich darüber …

Ein heftiger Stoß ging über den Rücken der »Lady Grace«. Die Maschine stand still. Das Schiff neigte sich seitwärts und trieb dann schaukelnd an die Mole.

Drittes Kapitel Der breite Abfahrtsperron de D L E DoverLondonExpreß - фото 4

Drittes Kapitel

Der breite Abfahrtsperron de D. L. E. (Dover-London-Expreß) war von hunderten gestikulierender, hastender, in allen Sprachen durcheinanderrufender Menschen besetzt. Die niederen, dreirädrigen Gepäckloren ratterten vom Registriersaal über den betonierten Damm zu den beiden unendlich langen Postwagen, die am Kopf des Zuges hinter die Maschine gekuppelt waren. Die Linie Dover–London war, wie London–Folkstone, London–Harwich und die anderen Kontinentallinien, seit fast zwei Jahren nach dem Schnellverkehrssystem des deutschen Ingenieurs Daniel Forster eingerichtet. Die Forster-Züge waren einschienig. Der ganze Zug war grau wie ein Gigantenmaulwurf, die Untergestelle, Achsen und Räder aus Stahl, alles übrige aus Aluminium. Die Reflektoren, die das Licht von der Bahnhofsdecke herabschleuderten und die Signalaugen der Maschine abblendeten, gossen wellige Strahlenschnüre über die flachen Dächer der Cars. Der Führungswagen empfing seine letzte Ladung Elektrizität aus den Akkumulatoren, es surrte in den Kautschukisolatoren der Kabel, den ganzen Zug entlang surrte der elektrische Strom, die Gleichgewichtskreisel zwischen den Tragachsen der Wagen feilten denselben feinen, rastlosen Ton. Die große Hauptuhr zeigte 11:24 – um 11:25 mußte der Zug ausfahren.

Bell kam als einer der letzten durch die Sperre. Er überblickte unschlüssig die Knäuel der Einsteigenden und sprang erst im letzten Augenblick auf den nächsten Wagentritt. Die Kupplungen ächzten knirschend unter der plötzlichen Anspannung, das Feilen der Kreisel setzte lauter ein und stieg einen Ton höher, die Bahnhofsmauer glitt vorbei. Auf dem Bahnsteig lief ein halbwüchsiger Junge neben dem Zug her und warf die Türe hinter Bell zu.

Bell hatte die Ellbogen auf die gepolsterten Lehnen gestützt. Er legte ein Bein über das andere und genoß die Ruhe. Nun, da sie mit ganzer Kraft dahinschnurrten, verspürte man kaum eine Bewegung, es war, als glitte man auf stählernem Schlitten über eine magnetische Fläche. Manchmal fuhr ein blauer oder grüner Riß durch die Dunkelheit … die Telephonhäuschen der Streckenwächter.

Bell drehte sich von der Scheibe weg und senkte den Kopf. Die Spannung der letzten drei Tage begann nun zu wirken, eine leichte Erschlaffung ließ ihn fröstelnd zusammenschauern. Der helle Wagenraum versank vor seinen müden Augen in farblose, verschobene Umrisse. Sein Kopf schmerzte. Mancherlei Erwägungen kreuzten durch sein Bewußtsein. Er überdachte den Lauf dieser Reise: abgeschlossen … das war vorbei, ja … Und eigentlich war es nicht einmal überraschend – durchaus nicht! Dennoch – es war Raum für sein Projekt in dieser Welt! Und wenn dieser Raum sich nicht selbst bot, so würde er ihn schaffen! Er fühlte die Schnelligkeit der Fahrt in allen Nerven, und das beruhigte ihn. Er rechnete flüchtig und in losen Zusammenhängen seine Aussichten durch, und es dünkte ihn, daß die Rechnung stimmte. Sie mußte stimmen. Bell zog unwillkürlich die Stirne hoch und kniff die Augen zusammen. Dann wurde er innerlich ganz kühl, während er seinen Betrachtungen folgte … Und plötzlich mußte er lächeln – schon halb im Schlaf – als er sich Bourdiers erinnerte, wie er vor ihm stand und sich spreizte, knallrot und ohnmächtig; und die letzten Worte des Professors klangen ihm in den Ohren. Dann verloren auch sie ihren Sinn, und es war nur der Klang, der nachwirkte …

Der Zug flog mit bebenden Flanken. Er fraß sich durch das Dunkel, er schluckte die Kilometer, er flitzte durch sie durch und stieß sie hinter sich ab in einen lustleeren, pfeifenden Raum, der nach ihm über die Strecke fegte. Er legte sich in die Kurven, schleuderte die blanke Barre der Schiene unter sich zurück und schoß in die Schwärze wie ein spiegelglatter Pfeil.

Bell schlummerte ein.

Die Unterhaltung der Mitreisenden zirkulierte gleichförmig um ihn von Drehstuhl zu Drehstuhl. Der Geruch glimmender Zigarren krieselte von den Aschbechern auf den Mahagonitischchen. Die livrierten Diener kamen und gingen mit Teekannen und Toasttabletts.

Bell schlief. Er schlief noch immer, als unter ihnen, wie aus der Erde heraus, ein Dröhnen barst, und die Schiene splitternd sprang, und der lange Wagen wankte.

Er erwachte erst, als es ihn heiß und kalt umwehte. Irgendetwas stürzte tosend zusammen.

Bell spürte etwas Hartes, Schneidendes in den Handflächen. Es war eine aus dem Bahndamm ragende Wagenachse, die er umklammert hielt. Die scharfen Kanten des Metalls schnitten ihn ins Fleisch und verursachten ihm heftige Schmerzen – während ein marternder, an seinen Nerven rüttelnder Lärm wie eine klagende Woge um ihn brandete. Er biß die Zähne zusammen und suchte Erleichterung, indem er abwechselnd den Griff der einen Faust lockerte und die andere dem Gewicht seines Körpers standhalten ließ. Schwelende Wärme stieg unter ihm auf. Ein brandiges Etwas hinderte ihn, frei zu atmen, es legte sich um sein Bewußtsein wie eine zerfließende Wolke. Einen Augenblick war ihm, als müßte er alles verschließen, was noch an Empfindung in ihm lebte, aber dann griff er stärker um das Metall, das seine Haut zu sengen begann, er wollte durchhalten, und gleich darauf ließ er dennoch los. Aber er stürzte nicht; er rollte ganz sanft den Bahndamm hinab und blieb liegen.

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