Alfred Bratt - Die Welt ohne Hunger

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Der Chemiker Alfred Bell steht kurz vor der Vollendung einer Formel, die den Hunger der Welt ein für alle Mal besiegen soll. Allerdings fehlt ihm jemand, der an seine Arbeit glaubt und sie finanziert. So reist Bell auf den abenteuerlichsten Wegen von Paris nach London und New York, trifft eitle Professoren, reiche Unternehmertöchter und zwielichtige Dema­gogen. Mit der Weigerung, seine Erfindung wirtschaftlich auszubeuten oder in den Dienst der Populisten zu stellen, macht er sich bald gefährliche Feinde.
Der einzige Roman des viel zu jung verstorbenen Schriftstellers Alfred Bratt sorgte bei seinem Erscheinen 1916 für Aufsehen. «Die Welt ohne Hunger» erlangte innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Auflagen und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Auch heute hat der Roman nichts von seiner Spannung und Aktualität verloren.

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Als Alfred Bell das Laboratorium betrat, vermochte er niemand zu erblicken. Erst auf ein Räuspern des Professors bemerkte er eine Gestalt, die sich hinter dem Schreibtisch bewegte.

»Guten Abend, mein Herr.« Es klang ölig jovial aus der Ecke.

»Herr Professor Bourdier? …«

»Sehr wohl.« Der Professor hob den rechten Arm und ließ ihn gleich wieder herabfallen. »Hier, bitte.«

Der Fremde setzte sich. Das schwindende Tageslicht fiel auf sein kantig geschnittenes, knochiges Gesicht und die glattgescheitelten braunen Haare.

Der Professor warf einen beflissen interessierten Blick auf die Karte, die vor ihm auf der Tischplatte lag.

»Herr Bell, nicht wahr?«

»Ja.« – Der Fremde blickte dem Professor kühl und ruhig in die Augen.

Bourdier fühlte, daß dieser Blick ohne Scheu durch das Dunkel der Ecke bis zu ihm drang.

»Erfreut«, murmelte er. Und dann laut: »Womit kann ich Ihnen dienen?«

Er tippte gleichgültig die Fingerspitzen aneinander, ließ aber bald erstaunt und gespannt die Hände sinken, als der Fremde folgendermaßen begann:

»Ihr Name und Ihre Stellung, Herr Professor, sind mir bekannt. Ich weiß, daß Ihre Zeit nicht jedermann zur Verfügung steht. Aber – Sie werden mich anhören!«

»Mhmm …!« Der Professor rückte auf seinem Platz und gab keine Antwort.

»Ja«, fuhr der Fremde, der Bell hieß, fort. »Sie müssen mich anhören. Nicht meinetwegen, sondern um dessentwillen, was ich zu sagen habe.«

»Ich bin begierig …«

Der Fremde beugte sich kräftig zurück, wie jemand, der gesonnen ist, sich nicht unterbrechen zu lassen. Er machte eine Pause, als überlegte er noch einmal blitzschnell seine Worte.

Der Professor betrachtete ihn unter zusammengezogenen Augenlidern, ohne an diesen energischen, glatten Zügen irgendein Merkmal, ein bezeichnendes oder verräterisches Kennzeichen entdecken zu können. Der Mann, der vor ihm saß, den hageren Oberkörper mit den kantigen Schultern zurückgebogen, gab sich nicht auf den ersten Blick, das war klar.

Ein merkwürdig sicherer junger Mann. Wie? – Nun, man würde ja sehen.

»Es handelt sich um eine Erfindung«, sagte Bell laut und unvermittelt. »Eine Erfindung, die ohne Zweifel das Leben des einzelnen beeinflussen wird und die ganze zivilisierte Welt zu verändern vermag.«

Der Professor faltete die Hände wie ein erstauntes, neugieriges Kind. Aber in seinen Augen glomm ein Licht auf, das sofort wieder verschwand.

»Mein Gott«, sagte er liebenswürdig lächelnd, »wie sollte dies geschehen – wenn man fragen darf?«

Der andere sah geradeaus. »Durch Schaffung einer neuen sozialen Basis!«, sagte er. »Die Verteilung der Werte, wie sie heute besteht, ist ungesund und rechtlos. Die grenzenlose Stapelung der Kapitalien auf der einen Seite und die mit dem Mangel der primitivsten Entwicklungsmöglichkeiten verbundene Wehrlosigkeit auf der anderen Seite – diese andauernde Verstärkung der wirtschaftlichen Kontraste bis zur hoffnungslosen Erhitzung muß in absehbarer Zeit zu einer Explosion führen. Zu einer Explosion, die in ihrem elementaren Ausbruch, ihrem Umfang und ihren Wirkungen gleich fürchterlich sein kann.«

Der Professor lehnte die Brust an den Tisch.

»Kapitalismus und Proletariat, hm ja … ich verstehe. Sie sprechen von einem alten Problem, mein Herr, das ungezählte Male so heftig und stets so erfolglos diskutiert wurde, daß man nachgerade an seinem Vorhandensein zweifeln könnte. Beiläufig bemerkt, die Katastrophe, die Sie zu prophezeien belieben, scheint mir zumindest der Aktualität zu entbehren.«

Bell hob den Kopf; er saß jetzt vollkommen gerade. »Sie war nie so aktuell wie heute!«, stieß er halblaut hervor. »Wenn zwei konträre Pole sich berühren, entsteht ein Funke. Das können Sie nicht leugnen, Herr Professor … Sie sind Physiker«, fügte er mit einem Lächeln hinzu.

Bourdier erwiderte dieses Lächeln, ohne zu wissen warum.

Er empfand auf einmal eine ihm selbst unerklärliche Nervosität. Er wußte nicht recht, wie er sich diesem unbekannten Besucher gegenüber verhalten sollte.

Von ferne erdröhnte ein prasselndes Rollen, schnell anschwellend. Dann wurde es wieder schwächer und verlor sich in den Mauern. Ein Hochbahnzug war vorbeigerast.

Der Mann, dessen Schädel schwarz wie eine Silhouette im letzten Licht des Fensters ragte, fuhr fort: »Es ist jetzt nicht die Stunde, um die technische oder, besser gesagt, chemische Seite meiner Idee darzulegen. Nur soviel: es müßte ein Mittel geben, das die ursprünglichste Lebensbedingung jedes einzelnen – ohne Ausnahme – absolut und automatisch sicherstellt! Die Wissenschaft ist unsere erste Religion, sie ist das Tatsächliche: das Mittel, von dem ich spreche, müßte aus ihr hervorgehen.«

Der Professor bewegte sich nicht.

»… Dieses Mittel habe ich gefunden«, sagte Bell einfach.

Das Grau der Wände war schwarz geworden. Nur dort, wie der Spiegelglanz der Fensterscheiben reflektierte, blinkte ein matter Majolikastreif.

Ohne sich darüber Rechenschaft zu geben, fühlte Bourdier, daß die Worte des Fremden keine vulgäre Utopie sein konnten. Noch vermochte er das, was er gehört hatte, auf keinerlei Weise in die Form einer greifbaren Vorstellung zu bringen. Er nahm auf, was der andere sagte, ohne eigentlich einen festen Begriff damit zu verbinden. Er hörte, ohne geistig zu sehen. Aber – so rätselhaft ihm dies war – er konnte sich nicht von dem Gefühl befreien, daß, was dieser Fremde sprach, möglich war. Daß es möglich war … weil er es sagte.

Und es war ihm plötzlich, als hätte er diesen abendlichen Besuch schon einmal erlebt – irgendwann, irgendwo.

Er drückte die Hände ineinander, daß die Fingergelenke hörbar knackten.

»Und worin, mein Herr … sollte dieses Mittel bestehen?«

Bell sah an ihm vorbei.

»Der Haß«, sagte er, »die durch Generationen erweiterte und vererbte Kluft zwischen Arbeiter und Unternehmer, muß überbrückt werden. Wir treiben Philosophie auf jedem, selbst dem abseitigsten Gebiet. An unseren Universitäten werden die Geheimnisse der Ethik, die Lehren der Nationalökonomie getrieben. Wir errichten Heilstätten für die arbeitenden Klassen, ach ja … Wir pumpen den Männern in Maschinenhallen, Hochöfen und Eisenwalzwerken die Lungen leer, wir vergiften ihren Atem in Bleigruben, wir jagen ihnen in Kohleschächten und Glasbläsereien die Schwindsucht an den Hals. Und wenn wir den letzten schweißigen Tropfen aus ihnen gepreßt haben, wenn sie ausgedrückt sind und leer bis zum Äußersten, dann schicken wir sie zum Teufel, als Krüppel, ohne Kraft, ohne Verstand, hohle Gespenster … Sie halten die Zeit nicht für reif! … Ich kenne das Sausen der Treibriemen, das mit jeder Umdrehung ein Stück Nerv abschabt, ich kenne den Schweiß des weißglühenden Stahls. Ich kenne die geisternde Stickluft der Werkstätten, die Pest, die in die Herzkammern dringt und das Blut würgt … Der Himmel weiß, ob das aktuell ist! … Entsinnen Sie sich der Katastrophe in Wales, die vor zwei Jahren durch die Presse der ganzen Welt ging? Wissen Sie, daß innerhalb einer Minute sechshundert Leute durch jene Explosion zugrunde gingen? Und wie sie starben? Ich habe sie gesehen: mit offenen Fischmäulern und verkohlten Kiefern, mit gekochten Nieren und geplatzten Eingeweiden! … Denken Sie an den Bau der Dardanellenbrücke! An dieses Galafest der Haie! … Gewiß – diese Arbeiten sind notwendig, sie müssen ausgeführt werden. Wir brauchen sie, wie wir den elektrischen Strom und das Dynamit brauchen: für unsere Bahnen, für unsere Städte, für den Verkehr unter Wasser und in der Luft. Aber haben jene, die diesen Pflichten nachkommen, nicht auch selbstverständliche Rechte? … Vernichten Sie das herrschende System und setzen Sie ein neues an seine Stelle: beschäftigen Sie in denselben Werken zweimal, dreimal so viele Arbeiter; verdoppeln und verdreifachen Sie die Ablösungen von Tag- und Nachtschicht; vermindern Sie die Schwere und Zeit der Arbeit; erhöhen Sie die Löhne – und wir werden dieselben Dampfmaschinen und Motoren bekommen. Sagen Sie nicht, daß dies wirtschaftlich unmöglich ist; alles ist möglich, wenn man die Mittel besitzt, es zu erzwingen! Die Konzerne, die Truste werden einige Prozente weniger verdienen, wir werden die Heilstätten sperren – und das schlimmste Geschwür unserer Zeit, die Arbeitslosigkeit, wird eine Schimäre sein. – Aber dulden Sie nicht, daß Millionen in Whitechapel, in Port-Said, im Judenviertel New Yorks, in San Franzisko, in allen Gold- und Sumpfzentren der Welt vor Hunger und Dreck der Atem ausgeht. Dulden Sie nicht, daß Männer wie John Pitt in den Betongräben von Cornerhill den Streik mit Stinkbomben und schwerem Kaliber bekämpfen, daß die Arbeiter gezwungen werden, Verträge einzuhalten, die sie blind unterschrieben haben … Ich glaube nicht an die moralische oder geistige Berechtigung einzelner, über die Massen zu schreiten, die ihnen gleich geschaffen wurden … Ich glaube nur an die Masse!«

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