Jacqueline Hoffmann - De Temps en Temps

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De Temps en Temps: краткое содержание, описание и аннотация

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Schweißgebadet wachte Aurelie auf. Draußen war es noch dunkel. Der Vollmond schien auf ihr Bett und ließ auch den Rest ihres Zimmers in einem sanften Weiß erstrahlen. Seit fast 10 Jahren hatte sie nun diesen immer wiederkehrenden Traum. Nacht für Nacht.
„Was bedeutest du nur? Was willst du mir sagen?“ Diese Frage stellt sie sich immer nach diesem Traum. Sie steckte die weißen Kopfhörer ein und drückte auf Play. Es gab jetzt nur eine Sache, die sie beruhigen konnte. Nur seine Musik und seine Stimme gaben ihr wie so oft die Ruhe, die sie brauchte. Finn Martinez. Ein französischer Sänger. Seine Stimme gab ihr immer Kraft, weiterzumachen und zu kämpfen, wenn sie nicht mehr konnte.
Als Aurelie seine Stimme das erste Mal hörte, war er bereits 3 Monate tot. Gestorben bei einem tragischen Verkehrsunfall. Doch seine Stimme war für sie immer so vertraut gewesen all die Jahre. Sein Gesicht war ihr so bekannt, und wenn sie ihn sah, auf Bildern oder auf Videos, dann fühlte sich das wie nach Hause kommen an. Von Jahr zu Jahr wuchs dieser schreckliche Schmerz der ç nach ihm in ihr mehr und mehr. Aurelie kam sich blöd und kindisch vor und vertraute sich niemandem an. Man kann doch niemanden vermissen, den man nicht kennt oder doch?

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Sie knuddelte ihre Katze noch einmal und stand dann auf. „Guten Morgen, Anna“, begrüßte sie ihre Schwester, als sie in die Küche kam. Die Küche war nicht besonders groß, eher schlauchförmig. Sodass gerade eine Küchenzeile auf die linke Seite des Raumes passte und gegenüber noch ein kleiner Tisch mit zwei Stühlen Platz fand. Ihre Schwester sah um diese Uhrzeit schon wieder viel zu gut aus. Sie hatte die langen blonden Haare zu einer tollen Frisur nach oben gesteckt, wodurch ihre blauen Augen noch mehr zur Geltung kamen, und sie trug eine Skinny Jeans und ihr schwarzes Kellner-T-Shirt aus Aurelies Café. Es stand ihr. Anna sah so unverschämt gut in den Sachen aus. Aurelie dagegen hatte sich eine bequeme Jeans und ihre Café-T-Shirt angezogen. Ihre Haare trug sie zu einem einfachen Knoten zusammengebunden. Gedankenversunken schenkte sich Aurelie den ersten, so wichtigen Kaffee des Tages ein. „Alles okay bei dir?“, fragte Anna, die bemerkt hatte, dass ihre Schwester etwas belastete. „Alles gut. Ich hatte nur wieder einen schlechten Traum.“

„Die hast du aber in letzter Zeit ziemlich häufig. Vielleicht solltest du mal mit einem Arzt reden.“

„Willst du mir jetzt sagen, ich soll zum Psychologen? Ich bin gesund. Es ist alles okay. Es sind nur Träume, Anna“, antwortete Aurelie ihr etwas gereizt. „Ja, aber Träume, die dich schon eine Weile quälen. Dein Unterbewusstsein will dir etwas sagen und du musst es zulassen. Ich glaube dir auch nicht, dass du die Träume erst seit ein paar Monaten hast, wie du mir versuchst weiszumachen. Ich bin nicht blind, Aurelie. Du bist seit Jahren so komisch am Morgen und willst mir erzählen, dass es erst seit einigen Monaten so ist?“ Aurelie schüttete ihren Kaffee in den Abguss und stellte die blaue Tasse in die Spüle. „Es ist gut, Anna. Ich bin nicht verrückt und es ist nur ein Traum. Er will mir nichts sagen und bedeutet auch nichts.“ Sie machte eine Pause und versuchte, wieder etwas freundlicher zu klingen.

„Und jetzt komm bitte, ich möchte das Café heute pünktlich öffnen.“ Dann verließ sie die Küche.

Sie wollte weg von Anna. Sie wollte nicht mit ihr darüber sprechen und erst recht nicht mit einem Psychologen. Sie ist doch nicht verrückt. Und ein Traum ruft nicht nach einem und er will dir auch nichts sagen. Träume sind nichts weiter als nächtliche Streiche des Gehirns. Dinge, die man sich vielleicht wünscht, aber niemals etwas Unerklärliches. Aber wie sollte sie sich dann nur all die Gefühle der letzten Jahre erklären? Egal. Nicht daran denken. Es gab Wichtigeres, als irgendwelchen Hirngespinsten hinterherzulaufen. Und was wusste Anna schon von ihren Träumen oder Gefühlen. Nichts wusste sie. Gar nichts.

Da Aurelie sie seit Jahren aussperrte, sie nicht an ihren Gedanken oder an ihren Leiden teilhaben ließ. Warum auch, sie war ja schließlich die große Schwester. Sie musste für Anna da sein und sie beschützen, nicht umgekehrt. Wenige Minuten später parkte Aurelie ihren kleinen blauen Wagen vor dem Café und begann, die Sachen, die sie im Großmarkt geholt hatte, auszuräumen. Da wird sie von einer älteren Dame angesprochen. „Guten Tag Aurelie. Ich habe dich ja schon lange nicht mehr gesehen.“

„Oh, Guten Tag Frau Meier.“ Die Dame hatte graues, gelocktes Haar und grüne Augen. Sie trug eine beigefarbene Bluse mit Rosenblütenaufdruck und eine blaue Stoffhose. Und ihr wichtigstes Accessoire, ein sehr liebenswertes, freundliches und warmes Lächeln. Aurelies Blick wanderte zu dem kleinen weißbraunen Jack Russel auf dem Arm der Damen. „Was hat denn ihr kleiner Max? Geht es ihm nicht gut?“ Mit trauriger Stimme antwortete ihr Frau Meier: „Nein, leider geht es ihm gar nicht gut. Er frisst nicht mehr und hat Schmerzen. Ich bin wieder auf dem Weg zur Tierärztin, aber ich denke, sie wird ihm nicht mehr helfen können.“ Dann bricht Frau Meier die Stimme weg. Aurelie reicht ihr ein Taschentuch. „Danke, Kindchen. Ich will dich gar nicht länger aufhalten. Manchmal tut es aber einfach nur gut zu reden. Dann fühlt sich der Schmerz oft nicht mehr so schlimm an und er wird leichter und verkraftbarer.“

Sie verabschiedete sich und ging. Aurelie aber schaute ihr noch eine Weile lang nach und war in Gedanken versunken, als Anna sie vom Türrahmen aus ansprach. „Kommst du jetzt rein oder willst du da Wurzeln schlagen? Die Kaffeemaschine spinnt auch schon wieder.“

„Ja, ich komme. Hilfst du mir noch beim Reintragen?“ Den ganzen Tag über kreisten nun Aurelies Gedanken um die Worte der alten Damen. Wie sollte sie Anna von ihrem Traum erzählen und davon, was sie für eine schreckliche Sehnsucht nach einem Toten hatte? Das klang doch krank! Anna würde sie bestimmt gleich einweisen lassen. Und wie sollte sie es ihr überhaupt sagen? Hallo Anna, ich glaube, ein Toter versucht, mich zu rufen oder mir etwas zu sagen? Allein bei dem Gedanken, es ihr zu sagen, wurde ihr schlecht. Egal, für was sie sich entschied, am Ende stand eines fest, wenn sie nicht bald eine Lösung finden würde, würde sie durchdrehen.

Am Abend schloss sie das Café ab und setzte sich in ihr Auto. Aurelie atmete tief durch und startete dann den Wagen. Sofort sprang auch die CD an, welche sich im Radio befand. Da erklang sie wieder, seine Stimme. Sofort war wieder dieses Gefühl von Sehnsucht und Heimweh in ihrer Brust zu spüren. Sie atmete noch einmal tief durch, machte den Rückwärtsgang rein und fuhr nach Hause.

2

Zuhause wurde sie von Maja begrüßt, die sich ihrem Frauchen um die Beine schmiegte und dabei laut schnurrte. „Na du, hast du mich vermisst?“ Sie zog die dünne graue Jacke aus, legte die Tasche und Autoschlüssel ab und ging in die Küche, um Maja ihr Futter zu geben. Da hörte sie Anna laut fluchen, die auch kurz darauf wutentbrannt in die Küche kam. „Kannst du mir sagen, wo unsere Heißklebepistole ist? Ich geh doch morgen Abend zu einem Geburtstag und beim Geschenkeinpacken ist es mir gerade runtergefallen. Und natürlich ist ein Stück abgebrochen.“

„Die müsste in der Stube sein. In dem kleinen Schrank unterm Fenster.“

„Danke.“ Anna wollte gerade wieder die Küche verlassen, als sie bemerkte, wie abwesend Aurelie aussah. „Sag mal, ist wirklich alles okay bei dir? Also irgendwie kommst du mir heute noch mehr durch den Wind vor als sonst.“

„Ich muss gerade an Frau Meier denken. Ihr kleiner Max musste heute wahrscheinlich eingeschläfert werden. Ihr ging es damit nicht gut. Er ist alles, was sie noch hat, seit ihr Mann vor zwei Jahren verstorben ist. Und sie sagte mir, dass Schmerz weniger wehtut, wenn man drüber redet. Als sie ging, schien sie mir wirklich besser drauf zu sein.“

„Heißt das, du willst endlich mit mir reden und mich nicht mehr ausschließen?“

„Ich würde gerne, aber du wirst mich für verrückt halten oder gleich einen Arzt rufen und mich zwangseinweisen lassen. Wie gerne würde ich mit dir darüber reden, aber ich verstehe meine Gefühle und Gedanken selbst nicht. Warum also dich damit belasten?“ Anna trat einen Schritt auf ihre Schwester zu. „Weil ich deine Schwester bin, Aurelie. Und ich immer für dich da bin, egal wie verrückt du wirst oder bist.“ Aurelie lächelte und nahm ihre Schwester in die Arme. „Danke, Anna.“

Nachdem Anna ihr Missgeschick repariert hatte und auch Maja versorgt war, kochten die Schwestern sich einen Kaffee und setzten sich dann gemeinsam, in eine grüne Fließdecke gekuschelt, auf den Balkon. Der Mond schien hell und die Sterne funkelten auf sie herab. „Fast wie früher“, lachte Anna. „Ja nur, dass es damals Kakao und kein Kaffee war“, sagte Aurelie lächelnd zu ihrer Schwester. „Dann erzähl mir mal von deinem Traum oder was dich sonst belastet.“ Aurelie holte tief Luft und nahm noch einen großen Schluck von ihrem schwarzen Kaffee. „Die Träume habe ich nicht erst seit ein paar Monaten. Da hast du nur das erste Mal gefragt, ob etwas nicht stimmt. Der Traum kommt jetzt seit fast 10 Jahren so gut wie jede Nacht.“

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