Andrzej Olkiewicz - Die Kunst Einwanderer zu sein

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Ganz gewiss kann man glücklich werden in einem anderen Land! Ins Ausland zu ziehen, bringt eine dramatische Veränderung mit sich. Der Verfasser hat selbst in mehreren Ländern und Erdteilen gelebt, gibt anregende und beruhigende Beispiele dafür, was wir selbst tun können, um das Leben in dem neuen Land leichter und fröhlicher zu machen. Pressestimmen zu diesem Buch: »Sein Buch ist ein faszinierendes Kaleidoskop von Situationen, die entstehen können, wenn man sich in einem anderen Land niederlässt.« »Lebensklug und erkenntnisreich, rücksichtsvoll und liebevoll.« »Olkiewiczs Buch ist alltagsnah und pragmatisch, unsentimental und handfest.« »Das ist ein Buch, das von allen gelesen werden sollte, die Ihren Horizont erweitern wollen.« Andrzej Olkiewicz floh als 19-jähriger aus dem kommunistischen Polen nach Westen. Nach der Flucht arbeitete er u. a. als Metallarbeiter und Seemann. Dann absolvierte er ein Studium zum Geologen an der Universität Stockholm. Heute ist er als freier Schriftsteller und Mitarbeiter für Zeitungen und Rundfunk tätig.

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Ayaan Hirsi Ali 5

DIE VERANTWORTUNG DER GESELLSCHAFT

Wenn wir in einer paradiesisch offenen und konfliktlosen Gesellschaft leben würden, wäre dieses Buch überflüssig. Ebenso im entgegengesetzten Fall, also wenn jene Gesellschaft nie irgendeinen Fremden über die Schwelle kommen ließe. Nun ist das aber nicht so. Ein Paradies auf Erden gibt es nicht und ebenso wenig gibt es hermetisch abgeschlossene Länder.

Ich möchte in diesem Buch über unsere Rolle und unsere Verantwortung als Einwanderer schreiben, und darüber, was wir tun können, um die Tür von unserer Seite aus offen zu halten. Aber ein einzelner Einwanderer vermag wenig und selbst der stärkste ist schwach, wenn die Gesellschaft nicht mithilft und alles tut, um ihre Türen zu öffnen. In einer Demokratie ist es die Pflicht der Gesellschaft, dafür zu sorgen, dass alle Menschen, die innerhalb der Landesgrenzen wohnen, ihren angemessenen Platz darin finden.

Der Forscher Ronald Taft schreibt in seinem Buch From Stranger to Citizen (Vom Fremden zum Bürger), dass die Einstellung der Einwanderer zu Australien und der Bevölkerung des Landes in hohem Grade darauf beruhte, wie sie bei der Ankunft behandelt wurden. 6Gruppen, die diskriminiert wurden, schlossen sich schnell in ihren nationalen Gruppen zusammen und isolierten sich von der Gesellschaft. 7Die Gruppen, vor allem Briten, die von der Umgebung freundlich empfangen wurden, kamen schnell in die Gesellschaft hinein. Das Erleben von Vorurteilen und Diskriminierung spielte für die Anpassung der Einwanderer eine wichtige Rolle.

Kurz gesagt: Freundlichkeit bringt Freundlichkeit hervor.

Fremdenfeindliche Gruppen gibt es in jedem Land. Ob sie größer oder kleiner sind, hängt in hohem Maße von denen ab, die steuern und Macht haben und wie sie in diesen Fragen agieren. Das bedeutet, der gesellschaftliche Zerfall beginnt immer bei der Führungsspitze. Das polnische Sprichwort lautet: „Der Fisch verdirbt am Kopf zuerst“. Und das ist tatsächlich wissenschaftlich belegt. Professor Freda Hawkins von der Universität in Warwick stellt fest:

„… in Ländern, in denen Regierungsmitglieder und andere Verwaltungsvertreter sich öffentlich negativ über Einwanderer äußerten, waren Vorurteile und Diskriminierung gegenüber Einwanderern weit üblicher als in anderen Ländern.“ 8

Der Mensch hat ein Grundbedürfnis, dazuzugehören, Teil eines größeren Ganzen zu sein. Wenn er nicht „einbezogen“ wird, wird er daher andere Alternativen suchen und zur Gesellschaft auf Abstand gehen. Das kann dazu führen, dass die nachfolgende Generation sich in dem Land, in dem sie aufgewachsen ist, fremd fühlt. Deshalb liegt es im Interesse der Gesellschaft, eine möglichst große Offenheit zu schaffen. Es ist leicht, Menschen auszustoßen, aber schwer – um nicht zu sagen unmöglich – mit den Konsequenzen zu leben.

Politiker, die nicht aktiv mithelfen, eine für alle Einwanderer, gleich welcher Herkunft, offene Gesellschaft zu schaffen, laden sich schwere Verantwortung auf. Die Folgen können verhängnisvoll sein. Wir können bereits jetzt die Ergebnisse einer solchen Politik sowohl in Europa wie auch in der übrigen Welt sehen: Enklaven isolierter Ausländer, die außerhalb leben, oft in Konflikt mit der Gesellschaft oder untereinander. Ghettobildung, Rassismus, Arbeitslosigkeit und Kriminalität sind die Konsequenzen.

Die Geschichte zeigt, dass es viel Geld und Zeit kostet, Diskriminierung und Separatismus einzuschränken. Das deutlichste Beispiel sind die Schwarzen in den USA, die von der weißen Bevölkerung diskriminiert und ausgegrenzt wurden. Das führte u. a. zu Ghetto-Bildung, Armut und Kriminalität. Obwohl die offizielle Diskriminierung aus den Gesetzestexten verschwand, ist der Weg heraus aus dieser Misere für die Betroffenen lang und mühsam. Die Menschheit ist nicht immer edel. Einer öffentlichen Diskriminierung folgen oft volkstümliche Vorurteile. Dann braucht es eine lange Zeit, wenn es überhaupt geht, die negativen Stempel, die einer Gruppe aufgedrückt wurden, wieder zu beseitigen.

Die heutige Gesellschaft, insbesondere die Führungsriege, muss erkennen, dass die Zeiten für begrenztes nationales Denken vorbei sind. Wir müssen den Begriff „national“ umdefinieren und ausweiten. Veränderungen dieser Art sind in der Geschichte immer wieder vorgekommen, aber in unserer Zeit geschieht dies schneller denn je. Nationalstaaten werden in allen Bereichen jetzt schon und künftig immer stärker von Einwanderern und in neuester Zeit von Flüchtlingen aus vielen Ländern der Welt beeinflusst.

Es gilt, die häufig noch abwartende Einstellung gegenüber Einwanderern zu ändern und aktiv zu beginnen, die hier geballt auftretenden dynamischen Kräfte von Zuwanderern in die richtigen Bahnen zu lenken und somit positiv zu nutzen.

Der Prozess lief schon lange, er hat alle Handlungen und Gefühle gefärbt, lange bevor man sich der Entscheidung [auszuwandern] bewusst war.

Theodor Kallifatides 9

WESHALB MANCHE IHRE HEIMAT VERLASSEN

Als der Vulkan Mt. Saint Helens an der Westküste der USA im Jahr 1980 einen Ausbruch hatte, wollten Rettungskräfte die Menschen aus dem Gefahrenbereich des Vulkans evakuieren. Trotz der drohenden Gefahr weigerten sich einige, mit den Rettungshubschraubern weg zu fliegen. Stattdessen wollten sie bleiben in der Hoffnung, die Gefahr würde sich verziehen. Das Wunder blieb aus und sie wurden unter der Asche begraben.

Überall auf der Welt gibt es Menschen, die meinen, ihre Heimat und ihr Land nicht verlassen zu können. Andere brechen schon bei der ersten Andeutung von Gefahr oder Unannehmlichkeiten auf. Wieder andere verlassen ihr Land anscheinend ohne jeden ersichtlichen Grund.

Manche sind jedoch der Auffassung, dass es immer einen Grund gibt. Sie meinen, dass es stets etwas im Hintergrund eines Auswanderers gibt, das ihn von zuhause wegtreibt. Das heißt, man reist nicht irgendwo hin sondern im Gegenteil von etwas weg.

Die Schriftstellerin Rita Tornborg schreibt:

Es spielt keine Rolle, ob der Einwanderer sein Land abrupt verlässt, wegen Krieg oder anderer Katastrophen, oder ob er den Beschluss nach reiflicher Abwägung selbst gefasst hat. Die Freiwilligkeit ist nur scheinbar. Auch in dem letzteren Fall gibt es im Hintergrund immer Verhältnisse, in die sich Menschen nicht einfinden wollen, die sie nicht beeinflussen können. 10

Vielleicht ist es so, dass es immer mehr oder minder starke Gründe gibt, das Heimatland zu verlassen. Das kann die Sehnsucht sein, dem alltäglichen Trott, den erdrückenden Familienbanden, traditionellen Gesellschaftsstrukturen, wirtschaftlicher Hoffnungslosigkeit oder politischer Unterdrückung zu entkommen. Ohne diese Sehnsucht wären manche Bande schwer zu trennen. Ich habe oft darüber nachgedacht, weshalb keiner meiner Jugendfreunde versuchte, Polen zu verlassen. Sie waren von dem politischen Terror ja genauso betroffen wie ich. Als ich sie danach fragte, sagten sie, dass sie ihr Land niemals verlassen, selbst dann nicht, wenn sie die Möglichkeit dazu gehabt hätten. Manchmal kann der Traum von einem anderen Leben schon von Kindesbeinen an vorhanden sein. Ich selbst erinnere mich, dass ich bereits in meinen frühen Teenager-Jahren die Idee hatte, fortziehen zu wollen. Das war weniger ein Fluchtplan als vielmehr ein diffuser Traum.

Der Schriftsteller Theodor Kallifatides, der als 26-jähriger Griechenland während der Militärdiktatur verließ, schreibt, dass er vielleicht schon als 13-jähriger seine Auswanderung ins Auge gefasst hatte:

Wusste ich etwa schon damals, dass ich eines Tages aufbrechen würde, um fremden Häfen entgegen zu fahren? Das ist nicht unwahrscheinlich, da ich schon sehr früh die Lust oder den Traum hatte, das Land zu verlassen, einen Stein hinter mich zu werfen und den Staub des Heimatlandes von meinen Schuhen zu wischen. Einige von uns werden geboren, um fort zu ziehen. Ich war eindeutig so einer. 11

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