Tim Herden - Toter Kerl
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„Keinen festen Wohnsitz?“, fragte Rieder leise.
„Hat sich so ergeben“, antwortete Else Bars. „Im Sommer bin ich hier, im Winter auf La Palma. Eine Wohnung würde sowieso nur leer stehen und Kosten verursachen.“
„Okay, dann lassen wir es mal bei der Anschrift in Grieben.“
Ein Lächeln ging über ihr Gesicht. „Danke. Das hätte Damp sicher nicht akzeptiert. Der ist mir schon ein paarmal wegen einer Gewerbegenehmigung auf die Pelle gerückt. Aber Sie sind schwer in Ordnung.“
Rieder konnte diese kleine Aufmunterung gebrauchen. Er notierte, wie sie zum Swantiberg gekommen war und den Toten entdeckt hatte.
„Und gestern haben Sie hier auch gemalt? Da ist Ihnen nichts aufgefallen?“
„Gestern habe ich dort oben auf dem Gipfel des Swantiberges gemalt. Von da kann man nicht die Steilküste herabblicken. Die Sanddornbüsche mit ihren gelben Beeren wollte ich mit auf dem Bild haben.“
„Wie lang waren Sie hier?“
„So von acht Uhr morgens bis mittags. Genau kann ich Ihnen das nicht sagen. Wenn ich fertig bin und das Bild trocken, packe ich meine Sachen. Spätestens 14 Uhr muss ich in Kloster stehen. Dann kommen die Reisegruppen zurück von ihren Inselrundfahrten. Das ist die beste Geschäftszeit, so bis 16.30 Uhr. Dann herrscht Flaute. Nur freitags läuft dann noch was. Die Urlauber, die am nächsten Tag abreisen, kaufen oft Bilder auf der Suche nach einem Souvenir der Insel. Sozusagen Last Minute, wie man neudeutsch sagt.“
„Und der Pfarrer ist während dieser Zeit am Vormittag nicht vorbeigekommen …“
„… und dann abgestürzt oder in die Tiefe gesprungen, ohne dass ich es gemerkt hätte? Lieber Mann, ich bin zwar etwas älter, aber noch nicht taub oder blind. Hier war es sehr ruhig. Montags kommen nicht so viele Touristen vorbei. Vielen ist der Weg bis auf den Berg zu beschwerlich. Und die Fuhrwerke fahren nur bis zur Lichtung hinter den Leuchtturmwärterhäuschen und drehen dort.“
„Kannten Sie den Pfarrer?“
„Ich war ein paarmal in der Kirche zum Gottesdienst. Wenn es am Sonntag geregnet hat. War kein Gewinn. Predigen konnte der nicht, kaum zu glauben, wenn man jetzt hört, was der so verfasst haben soll und dafür sogar einen Preis kriegt … Komisch nicht?“
Rieder wusste nicht, was er darauf antworten sollte und überspielte seine Verlegenheit, indem er sein Notizbuch zusammenklappte und eine Visitenkarte aus der Brieftasche zog. „Wenn Ihnen noch etwas einfällt, rufen Sie mich doch bitte an.“
Jetzt musste er im „Godewind“ anrufen, um den Raum für Bökemüller zu reservieren, und dann dafür sorgen, dass im Pfarrhaus die Zimmer versiegelt wurden. Damp war nirgendwo zu sehen.
Diesen plagte ein wenig das schlechte Gewissen. Vielleicht war er etwas zu hart mit Rieder umgesprungen. Warum musste der Neue auch immer so den Chef raushängen lassen?
Der Polizist saß im Hiddenseer Streifenwagen, der neben dem Inselfriedhof vor der örtlichen Informationstafel, genau gegenüber vom Pfarrhaus stand. Vielleicht war es auch nicht in Ordnung gewesen, so einfach von der Steilküste hierher zu fahren, ohne Rieder Bescheid zu sagen. Aber er wollte ihm einfach mal zeigen, dass er auch sein Handwerk gelernt hatte. Er versuchte, seine Kleidung zu ordnen. Seine Uniform hatte bei der Hetzerei durch das Gestrüpp am Steilufer gelitten. Er roch an seinen Achselhöhlen und verzog das Gesicht. Damp öffnete das Handschuhfach. Nach einigem Wühlen kam ein Deospray zum Vorschein. Großzügig sprühte er sich damit den Oberkörper ein und bekam von den ausströmenden Gasen einen Hustenanfall. Er kurbelte das Seitenfenster herunter, um wieder Luft zu bekommen.
Nachdem er sich etwas beruhigt hatte, stieg er aus, setzte ordentlich die Dienstmütze auf den Kopf und ging zum Pfarrhaus. Er drückte den Klingelknopf neben der Tür.
Birgit Thurow öffnete. Ihre Augen waren gerötet. Sie trug heute einen eng anliegenden kurzärmligen schwarzen Rollkragenpullover und Damps Blick glitt unwillkürlich auf den sich abzeichnenden vollen Busen. Doch er riss sich zusammen.
Ehe er etwas sagen konnte, sagte die Küsterin: „Ich habe es schon gehört.“ Dann gab sie den Weg frei und Damp trat ein.
Das dunkle Gemeindebüro wurde nur vom Schein einer riesigen brennenden Kerze auf dem Schreibtisch erhellt. Birgit Thurow blieb davor stehen. Damp wusste nicht so recht, wie er es anfangen sollte.
„Frau Thurow …“ Er machte eine Pause, bemerkte, dass er noch die Mütze auf dem Kopf hatte, und riss sie augenblicklich herunter. „Eh … es tut mir leid. Mein Beileid. .Ich müsste die Räume des Pfarrhauses versiegeln.“
Sie schaute ihn mit leerem Blick an, als hätte sie ihn nicht verstanden.
„Verstehen Sie mich nicht falsch. Der Tod von Herrn Schneider geht auch mir nah … aber die Spurensicherung will die Räume untersuchen, auch die Zimmer des Pfarrers in der oberen Etage.“
Statt zu antworten, brach Birgit Thurow in einen heftigen Weinkrampf aus. Sie warf sich auf einen Stuhl. Damp war hin und her gerissen. Gern hätte er die Frau jetzt getröstet. Er wollte aber auch nicht seine Rolle als Polizeibeamter verlassen.
„Soll ich Ihren Mann informieren, dass er Sie abholt?“
Birgit Thurow schüttelte den Kopf. Da klingelte Damps Handy. Mit gedämpfter Stimme meldete er sich. „Wo sind Sie?“, rief ihm Rieder aus dem Hörer entgegen.
„Im Pfarrhaus.“
„Was? Was tun Sie dort?“
Damp straffte sich etwas, als müsste er sich für die Antwort an seinen Kollegen rüsten. Er flüsterte: „Ich wollte die Räumlichkeiten versiegeln, damit keine Spuren verwischt werden.“
Im Hörer herrschte plötzlich Stille. Dann gab es ein kurzes Räuspern.
„Sehr gut … Können Sie bitte Bökemüller und Behm vom Hafen in Kloster abholen und hierher bringen, zum Toten Kerl?“
Damp konnte sich, trotz der Situation, ein leichtes Lächeln nicht verkneifen. „Ja, gern. Wenn ich das hier geklärt habe.“
„Okay.“
Damit beendeten beide das Gespräch.
Birgt Thurow war aufgestanden und hatte einige Unterlagen auf dem Schreibtisch zusammengesammelt. „Ich werde am besten erst mal mit dem Gemeindebüro in die Galerie am Torbogen umziehen.“ Die Galerie am Torbogen war früher das Küsterhaus der Hiddenseer Kirchengemeinde gewesen, aber vor einigen Jahren umgebaut worden. Der Name bezog sich auf ein kleines Backsteinportal, das gleich neben dem Gebäude am Weißen Weg stand und die letzte Spur des einstigen Klosters auf Hiddensee war. Im Erdgeschoss befanden sich Ausstellungsräume, im Obergeschoss ein Zimmer, das sowohl als Beratungsraum, Büro oder Bleibe für die ausstellenden Künstler diente.
Damp nickte zustimmend. Als Birgit Thurow die Unterlagen in die Tasche schieben wollte, hielt der Polizist seine Hand dazwischen. „Verzeihen Sie, aber ich muss sehen, was Sie mitnehmen.“ Die Küsterin überließ sie ihm. Damp schaute sie kurz durch, konnte aber nichts entdecken, was mit Schneider zu tun gehabt hätte.
„Sagen Sie, kennen Sie die Angehörigen des Pfarrers?“
Sie schüttelte den Kopf. „Nein. Seine Eltern sind tot. Sie liegen auf dem Inselfriedhof. Geschwister hatte er keine. Und sonst hatte er, soweit ich weiß, keinen Kontakt zu Verwandten. Wenn es überhaupt jemanden geben sollte.“
Damp notierte sich die Information, während Birgit Thurow noch ein Hinweisschild schrieb, das sie beim Verlassen des Pfarrhauses an die Tür heftete. Damp holte ein papiernes Dienstsiegel aus seiner Tasche und klebte es quer über Türschloss und Türrahmen. Grußlos ging Birgit Thurow davon. Damp blickte ihr nicht ohne Wehmut hinterher.
XII
Bökemüller, Behm, Rieder und Damp betraten das „Godewind“. Das Hotel mit dem gläsernen Vorbau galt in Vitte mit seinem Restaurant als erstes Haus am Platze. Der Gastraum war rustikal eingerichtet, mit dunklen Tischen und Stühlen. Jetzt, zu Mittag, saßen die meisten Gäste draußen, auf dem kleinen Rasenstück zur Straße und genossen ihr Essen in der warmen Mittagssonne. Beim Betreten des Restaurants waren Rieder zwei Herren aufgefallen, die so gar nicht nach Hiddensee passten. Sie trugen dunkle Anzüge mit weißen Hemden und Krawatte. Die beiden waren gerade beim Mittagessen. Rieder hatte beobachtet, dass Bökemüller ihnen kurz zugenickt hatte. Die Kellnerin zeigte den Polizisten den Weg in einen Nebenraum. Der war hell und fast schon festlich zu nennen. Auf den Tischen lagen weiße Tischdecken, die Polsterstühle waren mit feinem Stoff bespannt. Rieder wusste, dass dieser Raum oft an Hochzeitsgesellschaften vermietet wurde. Die Kellnerin zeigte auf einen großen runden Tisch, eingedeckt mit Gläsern, Besteck und Tellern für eine Vorspeise.
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