László F. Földenyi - Melancholie

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Einer der brillantesten Essayisten der Gegenwart wendet sich mit seiner charakteristischen Fülle an literarischen, ästhetischen und historischen Einsichten der Melancholie zu. Sein Buch, teils Geschichte des Begriffs und teils Analyse der melancholischen Disposition, taucht weit in die Vergangen­ heit, um die Zweideutigkeiten der Melancholie zu untersuchen. Unterwegs entdeckt Földényi die Melancholie als Energie­ und Kreativitätsquelle wieder, die in der Lage wäre, uns inmitten unserer verhärteten Gegenwart in Be­wegung zu setzen.
"Das Leben heute ist ja so geplant, dass man eigentlich nicht Melancholiker sein darf. Als ich dieses Buch geschrieben habe, versuchte ich eine Art unterirdischer Geschichte von Europa aufzudecken, und ich glaube, dass der Melancholiker dadurch ausgezeichnet ist, dass er sich vor dieser Welt verstecken möchte, er will aber nicht ins Jenseits flüchten, vielmehr ist er vertraut mit einer Geschichte, die verschwiegen und verdrängt wird."

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1So sehr, dass zum Beispiel nach Hippokrates die Melancholie, wenn sie mit einer Entzündung des Zwerchfells einhergeht, den Heilungsprozess von Hämorrhoiden positiv beeinflusst.

2Obwohl er, ohne viele Worte darüber zu verlieren, den melancholischen Typ erwähnt ( μελαγχολικός ) und, die spätere Anschauung vorwegnehmend, die Krankheit im Falle bestimmter Menschen für allgemeingültig hält und somit aus dem Zirkel der Krankheiten heraushebt.

3 ὃν θυμὸν κατέδων. θυμός bedeutet gleichermaßen geistige Kraft, Gemüt, Mut, Zorn, Seele und Sinn.

4Vielleicht erklärt diese metaphysische Einsamkeit, dass Homer Herakles in seinen Epen, die das gesellschaftliche Wohingehören der Menschen so plastisch schildern, eine ganz untergeordnete Rolle zukommen lässt.

5Herodot wird darauf aufmerksam, dass Herakles wegen seiner zwiespältigen Natur sowohl als Heros als auch als Gott gefeiert wurde, und Diodorus Siculus benennt sogar noch die Schauplätze: in Opus und in Theben wurde er als Held, in Athen aber als Gott verehrt.

6Das auch von Aristoteles gebrauchte περιττότης bedeutet zugleich Außerordentlichkeit und Unmäßigkeit.

7Die Orphiker hielten die Ratschläge der dunklen und unbeleuchteten Nacht für die tiefsten Quellen der Weisheit.

8In Also sprach Zarathustra erklingt das Lied der Schwermut ebenfalls mit dem Eintreten der Nacht.

9Es geht um die melancholischen Helden; gegen die Melancholie der »alltäglichen« Wahnsinnigen haben die Alten zahlreiche Medikamente verschrieben. (Das bekannteste unter ihnen ist die sogenannte schwarze Nieswurz [ elleborus niger ], der man auch noch im 19. Jahrhundert eine bedeutende Rolle zuschrieb.) Die mythologische Analyse der Melancholie und des Wahnsinns verweist auf die in der Melancholie und im Wahnsinn verborgen liegende Unauflöslichkeit und »Unheilbarkeit« und ist als Anschauung in die engere, auch heute noch gültige Melancholieauffassung einzubauen.

10»Ich habe noch Augen und Ohren« (Od.XX.365), sagt der Seher Theoklymenos in der Odyssee ; dem Mysterienglauben gemäß ist die Fähigkeit des Sehens und Hörens eine besondere Gabe der Eingeweihten.

11Aristoteles drückt die in uns gepflanzte göttliche Gesinnung ebenfalls mithilfe des Verbs »wahrsagen« aus: μαντεία περί τόν ϑεόν .

12In der Poetik führt Aristoteles aus, dass der Dramatiker, um die Leidenschaften seiner Helden nachempfinden zu können, selbst am Leiden teilhaben muss: Der Dramatiker sei μαντικός , das heißt Wahrsager (1455a), was so viel bedeutet wie, dass die höchste Aufgabe des Wahrsagers auch hier nicht das Voraussagen zukünftiger Ereignisse ist, sondern das Aufdecken der Gesetze des Seins.

13In seiner Geographie beschreibt Strabon den Fall jenes indischen Brahmanen, der sich in Eleusis lachend ins Feuer stürzte und dessen Grabinschrift folgendermaßen lautet: »Hier ruht der aus Bargose stammende Zarmonokhegas, der sich nach alter Sitte der Inder unsterblich gemacht hat« (XV.1.73). Ähnlich bereitete der Lydier Kroisos (der sich im Übrigen als einen Nachkommen des Herakles ansah!) seinem Leben ein Ende, ebenso Hamilkar aus Phönizien oder Sardanapal – so hofften sie, für sich und ihr Volk die Auferstehung zu erlangen.

14Den Ritus des selbst gewählten Feuertodes nennt Josephus die »Auferstehung des Herakles« (7) ( ή τοῦ Ἠηρακλέους ἔγερσις ) (Antiqu. Jud. VIII. 5.3). Fügen wir hinzu: An gewissen Orten wurde Herakles auch als Sonnengott verehrt.

15Die Auffassung ist vom Christentum beibehalten worden: Im Neuen Testament wird Jesus die Menschen mit dem Heiligen Geist und, nach einigen Varianten, mit Feuer taufen: πνεύματι ἀγίω καὶ πυρί (Mk. 1, 8).

16Die Wahrheit – griechisch: ἀλὴθεια – bedeutet wörtlich das, was dem Vergessen nicht ausgesetzt ist, was sich der Macht Lethes entzieht.

17Nach Galen ist die Galle »organum plenum mysterii« – gleichwie die Melancholie, die in ihrer Rätselhaftigkeit selbst ein Mysterium ist.

18Heidegger ist, wenn auch in anderem Zusammenhang, auf den Charakter des Privativen der Wahrheit aufmerksam geworden.

19Schopenhauer, der das Ziel der antiken Mysterien darin sah, dass Auserwählte durch sie von der Masse getrennt werden, hat nur bedingt recht. Er ist bemüht, die auf eine Elite gerichtete Anschauung seiner Epoche in der Antike zu entdecken.

20Dies bezieht sich wortwörtlich auf die Mithras-Mysterien: Die Eingeweihten erheben sich symbolisch durch die Sphären der Planeten hindurch zum Sonnengott.

21Der frühe Tod bedeutet griechisch: προτελευτή .

22Setzen wir hinzu: Über eine allgemeine Erlösungslehre haben die Griechen nicht verfügt.

23Ihren Namen bringt Hölderlin auf der Basis des Wortes περσέφοσσα mit dem Licht in Beziehung.

24Für Persephones Sitz wurde Akragas auf Sizilien – der Geburtsort von Empedokles – gehalten.

25Antonin Artaud wird die Sonne später für den Gott des Todes ansehen; doch ist die wahre Erscheinung der absolute Tod der Sonne, das heißt des Lichts, der »zum Ritus der schwarzen Nacht und des ewigen Todes der Sonne« führt und von da aus zur das Leben bis zur Unerträglichkeit steigernden Ekstase (Artaud, Tutuguri , S. 58).

26In seinem Werk Über die Mysterien schreibt der neuplatonische Jamblichos über die Heraufbeschwörung des Lichts oder die Erweckung des Lichts, was er für einen Zustand der Erhellung hält und was von der neueren Theosophie als das Erblicken des nächtlichen Lichts der Sonne bezeichnet wird.

27Einigen Sagen nach ist der auf dem römischen Forum befindliche Saturnus-Tempel von Herakles/Hercules selbst gegründet worden.

28Die Mysterien waren in ihrem Beginn auf Kreta noch öffentlich; von da aus haben sie sich auf die übrigen Gebiete Griechenlands verbreitet, wo sie zu Geheimnissen wurden.

29»Wo die Liebe zu großen Geheimnissen vorherrscht«, schreibt Aristophanes über die Mysterien in den Wolken (299–300), »und am Tage des Festes der Erdenmutter, das Aufzeigen heiliger Geheimnisse.«

30Die Ägypter verehrten das Krokodil als das Symboltier des göttlichen Schweigens, weil es keine Zunge hat; und dieses mystische Schweigen hatte auch einen eigenständigen Gott; nämlich den seinen Zeigefinger auf dem Mund haltenden Harpokrates.

31Aristoteles zum Beispiel bestimmte die Vorstellung als eine der Wahrnehmung ähnliche, als ihr Ergebnis entstehende Bewegung ( De anima , 427).

32Der Kosmos bedeutete ursprünglich nicht nur das Weltall, sondern auch Ordnung – Homer verwendet dieses Wort noch im Sinne der Schlachtordnung und als solche verweist es im Wesentlichen auf die Geschlossenheit. Obwohl der Begriff der Unendlichkeit dem griechischen Denken nicht fremd war, unterscheidet Aristoteles die aktuelle und die potenzielle Unendlichkeit, und nur die Letztere ist es, die er anerkennt. Die im Sinne der Unbestimmbarkeit verstandene Unendlichkeit ist aus der Sicht der menschlichen Vernunft Unvollkommenheit, so Aristoteles, und deshalb ist es ausgeschlossen, dass dieses Denken über die unendliche Kette von Ursache und Wirkung zur Unbestimmbarkeit gelange. Die Melancholiker, und dies muss wohl kaum erwähnt werden, betrachteten die Kette von Ursache und Wirkung als menschliche Anschauung, als eine, aber nicht als ausschließliche Form des Seinsverständnisses, und sahen deshalb auch in der Unbestimmbarkeit nicht die bloße Unvollkommenheit.

33Die Hybris lässt sich etymologisch auf die indogermanischen Stämme картинка 3d = »empor«, »hinauf«, sekundär auch »hinaus«, sowie g картинка 4er = »schwer« zurückführen, deren gemeinsame Bedeutung so etwas wie: mit aller Macht und allem Kraftaufwand etwas beginnen, alles auf eine Karte setzen, ausmacht.

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