Tove Jansson - Briefe von Klara

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Neben der alten Klara, die in ihren Briefen schonungslos offen ist, begegnen wir dem stolzen Kind, dem verschlossenen jungen Künstler, despotischen Müttern und alten Schulkameraden. Ihre Kreise überschneiden sich zufällig unterwegs oder auch geplant bei Klassentreffen oder im Sommerurlaub. Deutlich Ausgesprochenes steht neben niemals Erwähntem. Mal bewirkt Ersteres nichts, mal Letzteres alles. Doch jeder dieser Eigenwilligen scheint
seinen Weg zu finden.
Ein klarer Blick auf das Leben in seinen unterschiedlichsten Ausprägungen und ein klares Ja dazu durchziehen die dreizehn scharfsinnigen Erzählungen dieses Bandes – und wie immer Tove Janssons feiner Humor und ihre eigensinnigen Protagonisten.

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Bertil machte sich immer mehr Sorgen. Die Tage vergingen, und nichts wurde besser, im Gegenteil. Schließlich musste er mit Kati darüber sprechen. Kati erkundigte sich ganz sachlich: Käme seine Mutter drei Wochen alleine zurecht? Nein. Wäre sie mit einer Haushaltshilfe einverstanden? Nein.

»Kati, mein Kätzchen, das ist nicht leicht für mich!«, rief Bertil aus.

»Ja, ich glaube, ich weiß Bescheid. Der große Kater hat es nicht leicht gehabt.«

Er fuhr fort: »Und warum ausgerechnet jetzt! Ganz plötzlich. Sie drückt ihre Zigaretten nicht ordentlich aus, lässt sie überall glühend herumliegen. Sie weiß nicht, ob sie ihre Medikamente mehrmals täglich genommen hat oder gar nicht!«

»Und was«, fragte Kati, »was würde passieren, wenn sie die Tabletten mehrmals nehmen würde oder sie wegließe?«

Als Bertil nicht antwortete, sagte sie: »Großer Kater, lass sie mitkommen. Wahrscheinlich ist es an der Zeit, dass ich deine Mutter kennenlerne.«

Und er sagte: »Ich liebe dich, danke, danke, mein Kätzchen!«

Bertil und seine Mutter stiegen an der Kreuzung aus dem Bus und nahmen den kurzen Pfad durch den Wald. Kati hatte das Essen fertig vorbereitet. Bertil brachte Wein mit und je einen Strauß Blumen für die Damen, er war geradezu ausgelassen und gab während der ganzen Mahlzeit Anekdoten zum Besten. Als es still wurde, drehte die Mutter sich zu ihm um und sagte: »Aber mein kleines Eichhörnchen hat ja keinen Aschenbecher hingestellt?« Und er antwortete mit ebenso zärtlicher Stimme: »Ja, weil das große Eichhörnchen viel zu viel raucht …« Dann zündete er ihre Zigarette an, und sie klatschte ihm neckisch leicht auf die Hand und sagte: »Na, na, jetzt wollen wir nicht gleich übertreiben …«

Kati stellte einen Aschenbecher auf den Tisch, räumte das Geschirr ab und brachte den Kaffee.

Jeden Tag gingen die Rituale weiter, winzig und unauffällig, kleine Koketterien, die wohl schon so lange eingeübt waren, dass Bertil und seine Mutter sie einander vorspielten, ohne sich dessen bewusst zu sein. Rituale, die aus Andeutungen bestanden, aus halb fertigen Sätzen, die auf das lange gemeinsame Leben der beiden anspielten und sie in einen unerreichbaren Kokon aus Erinnerungen einwebten, manchmal waren es nur ein paar Worte, ein kleines Lachen, ein Seufzer, ein Händedruck.

»Kati«, sagte Bertil, »was meinst du, fühlt meine Mutter sich wohl?«

»Das möchte ich doch annehmen«, antwortete Kati, »aber sag mal, wo habt ihr das mit den Eichhörnchen hergenommen?«

Bertil sagte:

»Ich könnte den Abwasch übernehmen, das wird vielleicht lästig für drei anstatt für zwei …«

»Kein bisschen«, sagte sie, »Hauptsache, ihr haltet euch so viel wie möglich im Freien auf. Jetzt, wo so schönes Wetter ist.«

Bertil hatte Gartenmöbel in fröhlichen glänzenden Farben besorgt und dazu einen Sonnenschirm, das alles war auf dem Hang vor dem Seerosenteich aufgestellt.

Die Mutter fragte, warum blühen sie denn nie, diese Seerosen, und Kati antwortete, dauert nicht mehr lang, demnächst.

Die Mutter fuhr fort: »Es ist mir wichtig, dass sie blühen. Sag Bertil, er soll herkommen.«

Und Kati sah durchs Fenster, wie sie unter dem Sonnenschirm saßen und miteinander flüsterten, ja, bestimmt flüsterten sie.

Das gute Wetter hielt an.

»Mein kleines Eichhörnchen«, sagte die Mutter, »warum ist sie so schweigsam?«

»Ist sie das? Kati? Tja, mag sein …« Und Bertil rückte den Sonnenschirm zurecht und ging zum Tischlerschuppen, um irgendwas, das ihn interessierte, auszubessern.

Es war am Anfang ihrer zweiten Woche, als das Eichhörnchen aus dem Wald heraushüpfte und planlos hin und her rannte, bis es sich in der Nähe der Stelle, wo die Mutter saß, hinhockte und sie mit, wie es schien, großer Aufmerksamkeit anguckte.

»Es hat mich angeschaut! Lange!«, erzählte sie. »Als wollte es etwas von mir … Wir müssen es füttern.«

Bertil stellte den Futternapf des Eichhörnchens von Tag zu Tag näher an den Stuhl der Mutter, und wie sie so dasaß und unter dem Sonnenschirm wartete, wurde das neugierige, freche Tierchen immer wichtiger für sie. Schließlich kam es zu ihr her und fraß ihr aus der Hand. Bertil saß ihr gegenüber, er konnte nicht immer unterscheiden, ob die Mutter mit dem Eichhörnchen plauderte oder mit ihm. Das wurde zu einem kleinen Familienscherz zwischen den beiden.

»Und wann blühen diese Seerosen endlich auf, damit das Wasser weniger schwarz wird!«, fragte sie. »Großes Eichhörnchen mag es nicht, dass es so schwarz ist …« Mit einem traurigen Lächeln sah sie Bertil an, er sagte: »Ich weiß. Aber darüber wollen wir nicht … Bis dahin dauert es noch lange …« Sie verstummten, und der Sonnenuntergang nahm seinen gewohnten Weg über den Tannenwald und in einer kurzen brandgelben Spur über den Teich.

Eines Morgens war das Eichhörnchen verschwunden. Den ganzen Tag lang kam es nicht an seine Futterstelle. Die Mutter wartete und wartete und wurde von einer Bedrücktheit erfasst, die nur Bertil verstehen konnte. Er kam ins Haus und sagte: »Kati, wir müssen dieses Eichhörnchen für sie finden. Sie hat ihre Medikamente jetzt am Vormittag zweimal nehmen müssen. Es gelingt mir nicht, sie zu beruhigen! Dieses Eichhörnchen bedeutet etwas, verstehst du!«

»Das habe ich gemerkt«, sagte Kati. »Reg dich nicht auf, alte Leute bilden sich alles Mögliche ein.« Und an den Herd gewandt fügte sie hinzu: »Vielleicht haben die Krähen es geholt.« Bertil ging in den Wald, um das Eichhörnchen zu suchen, er rief und lockte und kam zurück und sagte, es ist wohl woandershin gezogen, was sollte er sonst sagen.

Die Mutter rief: »Aber es hat etwas bedeutet! Das macht mir Angst!«

Da wurde er müde und sagte: »Du übertreibst! Das hat nichts mit dir zu tun, in jeder Ecke gibt es tausend idiotische Eichhörnchen, und die bedeuten einfach nur tausend idiotische Eichhörnchen!«

Die Mutter weinte ein bisschen, ganz leise, und er versuchte sie zu trösten und bat um Verzeihung, direkt vor dem Abendessen versöhnten sie sich.

Als Bertil Kati in dieser Nacht in die Arme nahm, flüsterte er: »Mein Kätzchen …« Sie entzog sich und sagte: »Hör auf damit. Das ist kindisch.«

Am nächsten Morgen waren die Seerosen auf dem ganzen Teich aufgeblüht. Bertil stellte den Gartenstuhl der Mutter hinunter ans Ufer.

»Schön, nicht wahr«, sagte Kati, sie holte die Zigaretten, die Streichhölzer und den Aschenbecher.

»Lass mich das machen«, sagte Bertil, zündete die Zigarette der Mutter an und rückte den Sonnenschirm so hin, dass ihr die Sonne nicht in die Augen schien.

»Danke«, sagte sie. »Mein kleines Eichhörnchen. Du wirst immer dafür sorgen, dass es mir gut geht.«

»Immer«, sagte er, »immer …« und ging zum Tischlerschuppen, um irgendwas, das ihn interessierte, zu reparieren.

»Ach, liebe Kati«, sagte die Mutter, »ich würde mir so gern die Beine abkühlen. Kannst du mir zum Teich helfen?« Als sie beim Teichrand ankamen, sagte sie: »Jetzt darfst du nicht gucken, außer Bertil soll niemand meine alten Beine sehen.«

Kati wandte sich ab und wartete. Es versprach ein sehr heißer Tag zu werden. Die Mutter zog Schuhe und Strümpfe aus und steckte die Beine in das schwarze Wasser, fand keinen Grund und tastete sich etwas weiter hinaus, schrie auf und fiel der Länge nach hin, kopfüber. Kati gelang es, sie an Land zu hieven, die alte Frau war ziemlich schwer, sie war schwarz vom Schlamm, hatte aber kaum Wasser geschluckt.

Bertil kam angerannt, er warf sich neben der Mutter hin und schrie immer wieder: »Kati, was hast du getan! Was hast du mit Mutter getan!«

Und genau da, fast wie in einer Novelle, hüpfte das Eichhörnchen ins Gras hinaus, als ob überhaupt nichts gewesen wäre.

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