Tove Jansson - Briefe von Klara

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Neben der alten Klara, die in ihren Briefen schonungslos offen ist, begegnen wir dem stolzen Kind, dem verschlossenen jungen Künstler, despotischen Müttern und alten Schulkameraden. Ihre Kreise überschneiden sich zufällig unterwegs oder auch geplant bei Klassentreffen oder im Sommerurlaub. Deutlich Ausgesprochenes steht neben niemals Erwähntem. Mal bewirkt Ersteres nichts, mal Letzteres alles. Doch jeder dieser Eigenwilligen scheint
seinen Weg zu finden.
Ein klarer Blick auf das Leben in seinen unterschiedlichsten Ausprägungen und ein klares Ja dazu durchziehen die dreizehn scharfsinnigen Erzählungen dieses Bandes – und wie immer Tove Janssons feiner Humor und ihre eigensinnigen Protagonisten.

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Ich habe ziemlich viel an Robert gedacht, vielleicht vor allem an seine Abschiedsbriefe. Inzwischen glaube ich zu verstehen, dass diese Briefe aus unwiderstehlichem Zwang geschrieben wurden und ein enormes Gefühl der Erleichterung und Befreiung hinterließen. Waren da noch andere, außerhalb der Schule, denen er auf dieselbe Art geschrieben hatte? Hatte er an seine Eltern geschrieben? Ja, mit Sicherheit an seine Eltern.

Unglaublich, so etwas zu wagen – die eigene Umgebung von sich zu distanzieren, alle diese Personen, entweder sie sind unerreichbar oder man hat sie zu nahe an sich herankommen lassen!

… aus verschiedenen Gründen, die ausschließlich meine eigenen sind, sehe ich mich gezwungen …

Aber so etwas macht man ja nicht.

IM AUGUST

Eines Abends im August saßen Tante Ada und Tante Ina auf der Veranda und erholten sich, die letzten Verwandten waren in ihre Autos gestiegen und weggefahren, und jetzt war nur der Wind draußen im Garten zu hören. Der Abend war sehr warm, aber man konnte keine Fenster aufmachen, denn dann flogen die Nachtfalter gegen die Lampe und lagen schließlich mit zitternden Flügeln über großen haarigen Körpern da, und sie zu töten, war scheußlich.

»Ist alles gutgegangen?«, fragte Ina. »Es waren zu viele. Und warum mussten sie die kleinen Kinder mitbringen, es war doch eine Gedenkfeier? Wir haben den Salat vergessen.«

Ada antwortete nicht, und ihre Schwester fuhr fort: »Müssen wir das jedes Mal am Todestag wiederholen? Das können doch die anderen übernehmen, in der Stadt ist das einfacher. Was ist eigentlich alles schiefgegangen?«

»Nichts«, sagte Ada, »überhaupt nichts, nur, dass du sie in Verlegenheit gebracht hast. Du hast zu viel über Mama geredet. Warum willst du unbedingt, dass sie ein schlechtes Gewissen bekommen? Gestatte ihnen lieber, zu vergessen. Mama war schrecklich alt, und es ging sehr schnell.«

Einem Nachtfalter war es gelungen hereinzukommen und sich an der Lampe zu verbrennen. Ada sagte rasch: »Lass mich« und zerdrückte das Insekt mit einer Kaffeetasse.

»Mach die Lampe aus!«, rief Ina.

Als es auf der Veranda dunkel wurde, kam der Garten näher, mit Silhouetten von Bäumen, die sich im Nachtwind bewegten. »Aber ich will, dass sie sich erinnern«, sagte Ina. »Warum soll ich die Einzige sein, die sich erinnert?«

»Was weißt du schon, woran die sich erinnern«, bemerkte Ada. »Übrigens trafen sie Mama meistens nur an irgendwelchen Feiertagen. Das mit der Badezimmerdecke bedrückt sie nur.«

»Und das geschieht ihnen recht, Ada, das geschieht ihnen ganz recht! Da war sie, ganz allein …«

»Ja, ja. Ich weiß. Mama klettert auf eine Leiter, um die Badezimmerdecke zu streichen, selbstständig und wie immer klammheimlich. Und dann passiert Folgendes: Sie vertraut niemandem, nur sich selbst, sie fällt von der Leiter und bricht sich das Genick. Sie ist über achtzig. Ein guter Abgang. Und jetzt predigst du, wir hätten Gott weiß was tun sollen, um ihr noch weitere zehn Jahre zu ermöglichen! Ina, du weißt doch, im Innersten war sie ziemlich, ja – ziemlich …«

»Überhaupt nicht«, protestierte Ina, »überhaupt nicht!« Sie fuhr hoch und begann auf der Veranda auf und ab zu gehen.

»Sie war überhaupt nicht despotisch!«

»Aber das hab ich nie gesagt!«

»Aber das hast du damit gemeint!«

»Setz dich«, sagte Ada, »setz dich um Himmels willen und beruhige dich. Ich weiß, was du nie aussprechen kannst, jetzt lass es ausnahmsweise mal gesagt sein – erinnere dich bitte: Was macht Mama jetzt, wo steckt sie, warum schweigt sie so hartnäckig, ist sie gekränkt oder geht es ihr irgendwie schlecht, was habe ich gesagt oder nicht gesagt oder getan – das alles wissen wir doch noch, na und?«

»Du klingst so hart«, sagte Ina. »Mama war wunderbar.«

»Setz dich endlich.«

»Ada, weißt du, damals, als es passierte, hab ich Zahnschmerzen bekommen, und der Arzt sagte, das hätte damit zu tun, dass ich immerzu die Zähne zusammenbiss.«

»Ja, ja, hast du schon erzählt. Setz dich. Du wirst mir jetzt zu anstrengend, und dir geht es genauso. Fang jetzt bloß nicht an zu weinen. Ich hole Kerzen.«

Ada kam mit zwei brennenden Kerzen zurück, stellte sie auf den Tisch und sagte, sehr freundlich: »Ina, lässt sich eine angenehmere Art zu sterben überhaupt vorstellen? So geschickt, und kein einziger Mensch war daran schuld! Sie hatte ihren Spaß, begreif das doch, es hat ihr Spaß gemacht! Und es blieb ihr erspart, im Ernst alt zu werden. Sie befand sich in einem neuen Trotzalter, und was hätten wir groß dagegen tun können?«

Jetzt weinte Ina.

»Ja, ja, genau«, sagte ihre Schwester. »Was willst du eigentlich? Vielleicht, dass du die Decke hättest streichen sollen? Fleckig und halbfertig ist sie immer noch, und ich kann mir gut vorstellen, dass du jedes Mal die Augen schließt, wenn du zum Zähneputzen hineinkommst … Bist du etwa zu diesem schlechten Gewissen verpflichtet? Als ob du auch nur das Recht dazu hättest!«

»Jetzt bist du diejenige, die predigt!«, rief Ina aus. »Jetzt weißt du alles besser als alle anderen, genau wie Mama! Darf man nicht einmal in Ruhe trauern!«

»Gut. Tu das. Du hast natürlich das Monopol darauf. Hier hast du ein Taschentuch. Ina. Überleg doch. Es ist so einfach: Mama musste unbedingt alles selbst machen, sie kam uns immer zuvor und hat sich auf nichts und niemand verlassen! So war das!«

»Freilich verließ sie sich auf etwas«, sagte Ina.

»Wie meinst du das?«

»Sie verließ sich darauf, dass wir sie in Ruhe lassen würden.«

»Ha, das war gut!«, bemerkte Ada. »Sehr gut sogar! Und wir haben sie in Ruhe gelassen. Das ist das Beste, was du seit Langem gesagt hast.«

»Findest du wirklich?«

»Ja, das finde ich. Liebste Ina, könnten wir jetzt nicht zu Bett gehen?«

»Geh du nur, ich bleibe noch ein bisschen.«

»Und denkst hoffentlich daran, die Kerzen ordentlich zu löschen?«

»Komisch«, bemerkte Ina. »Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Ja, ja. Ich werde die Kerzen schon löschen.«

In jener Nacht kam es in der Villa der alten Schwestern zu einem eigenartigen Vorfall: Eine von ihnen war auf eine Leiter gestiegen, um die Badezimmerdecke zu streichen, war heruntergefallen und hatte sich den Arm sowie ein paar Rippen gebrochen. Auf dem Regal im Bad standen noch zwei brennende Kerzen. Aber das Erstaunlichste war, dass die bedauernswerte Frau nach dem Unfall so gut gelaunt war, geradezu aufgekratzt. Das muss der Schock gewesen sein.

DER SEEROSENTEICH

Das Sommerhaus hatten sie vor allem deshalb gemietet, weil das Haus an einem Seerosenteich lag und ihr Urlaub angeblich in die Zeit der Seerosenblüte fiel. Außerdem gab es dort eine kleine Sauna, das Brennholz mussten sie jedoch extra bezahlen. An drei Seiten des Häuschens standen die Tannen wie eine dichte dunkelgrüne Mauer, die den Rest der Welt ausschloss, kein Mensch hätte ahnen können, dass der Bus nur einen Steinwurf entfernt vorbeifuhr. Es waren ihre ersten gemeinsamen Sommertage.

Kati hatte Bertils Mutter bisher noch nicht kennengelernt, nur die Fotos gesehen, die Bertil von ihr hatte. Sie hatte das aristokratische Profil bewundert und die weißen Haare. Er versicherte, seine Mutter habe nichts gegen ihre freie Beziehung einzuwenden. »Kati«, sagte er, »mein Kätzchen, sie ist sehr modern, ich würde fast sagen jugendlich! Du wirst ja sehen!«

Eine Woche bevor sie ins Sommerhaus ziehen wollten, wurde Bertils Mutter etwas matt, wie sie es nannte, und tastete sich durch die Wohnung, als wüsste sie nicht, was sie eigentlich suchte, und als Bertil helfen wollte, setzte sie sich einfach hin, sah ihn mit einem leichten Lächeln an und sagte: »Mein kleines Eichhörnchen, es ist nichts … Das große Eichhörnchen fühlt sich nur ein bisschen matt. Das geht bestimmt vorbei.«

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