Tove Jansson - Briefe von Klara

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Neben der alten Klara, die in ihren Briefen schonungslos offen ist, begegnen wir dem stolzen Kind, dem verschlossenen jungen Künstler, despotischen Müttern und alten Schulkameraden. Ihre Kreise überschneiden sich zufällig unterwegs oder auch geplant bei Klassentreffen oder im Sommerurlaub. Deutlich Ausgesprochenes steht neben niemals Erwähntem. Mal bewirkt Ersteres nichts, mal Letzteres alles. Doch jeder dieser Eigenwilligen scheint
seinen Weg zu finden.
Ein klarer Blick auf das Leben in seinen unterschiedlichsten Ausprägungen und ein klares Ja dazu durchziehen die dreizehn scharfsinnigen Erzählungen dieses Bandes – und wie immer Tove Janssons feiner Humor und ihre eigensinnigen Protagonisten.

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Klara

Meine liebe Cecilia ,

wie lieb von dir, mir meine alten Briefe zu schicken. Was für ein schrecklich großer Karton, hat dir wenigstens jemand dabei geholfen, ihn auf die Post zu befördern? Es rührt mich, dass du alles aufbewahrt hast (die Briefe sind sogar nummeriert), aber, mein Schatz, das mit dem Durchlesen, also, du verstehst? Die Briefmarken alle abgeschnitten, sicherlich für irgendein Briefmarken sammelndes Kind. Falls du noch mehr Korrespondenzen vom Anfang des Jahrhunderts hast, solltest du den ganzen Umschlag aufbewahren; für einen Philatelisten z. B. wird es dann gleich viel erstrebenswerter, und auf Viererblocks musst du ganz besonders achten.

Ich nehme an, du machst gerade reinen Tisch, eine höchst natürliche und lobenswerte Beschäftigung. Ich tue desgleichen und habe nach und nach einiges gelernt, unter anderem, dass junge Leute sich von diesen Kleinodien, die man ihnen schenken will, peinlich berührt fühlen. Sie reagieren mit der Zeit immer höflicher und sind nach und nach immer peinlicher berührt. Hast du das auch schon bemerkt? Weißt du was, zurzeit gibt es auf dem Sandviksplatz einen Flohmarkt, geöffnet Samstag und Sonntag, was sagst du dazu? Da kann jeder selbst was aufstöbern, und niemand braucht gekränkt oder dankbar zu sein. Sehr gute Idee.

Du schreibst, du seist melancholisch geworden, aber Cecilia, das gehört doch dazu, darüber brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Ich habe irgendwo gelesen, das sei ein physiologisches Phänomen, klingt das nicht tröstlich? Also, man wird melancholisch – dann setzt man sich hin und denkt, aha, das hier zählt nicht, ich kann nichts dafür, das wird einfach so. Nicht wahr?

Was weiter kann ich berichten – tja, ich habe mich von meinen Topfpflanzen befreit und versuche, ein bisschen Französisch zu lernen. Wie du weißt, habe ich dich immer bewundert, weil du diese Sprache perfekt sprichst. Wie heißt doch gleich diese elegante Formulierung am Ende eines Briefes – chère madame, ich schließe Sie ein in, nein, mich in Ihr – du weißt schon.

Ich bin erst am Anfang.

Chère petite madame, Sie fehlen mir manchmal –

Deine Klara

Lieber Sven Roger ,

mit Dankbarkeit habe ich festgestellt, dass der Kamin wieder funktioniert. Sollten diese Behörden je wiederkommen und behaupten, er sei unzulässig, werde ich mich an meinen Rechtsanwalt wenden; der Kamin ist historisch , und dessen sind wir uns durchaus bewusst.

Wenn Sie von Ihrem Urlaub zurückkommen, werden Sie feststellen, dass bei Frau Fagerholm im ersten Stock eine mehr als notwendige Entrümpelung ihrer Bodenkammer stattgefunden hat. Aber da sie ihre unsäglichen Besitztümer direkt vor meiner Bodenkammer deponierte, sah ich mich selbstredend gezwungen, alles ins Treppenhaus hinauszubefördern.

Im Hof neben den Mülltonnen habe ich, im Hinblick darauf, dass Sie bei einer Gelegenheit einen Wunsch nach Topfpflanzen für Ihr Sommerhaus zum Ausdruck brachten, meine Kollektion zur freien Auswahl aufgereiht. Lassen Sie das Unbrauchbare einfach in den Tonnen verschwinden. Vorläufig gieße ich sie abends noch, sicherheitshalber. Als eine Erklärung für mein offenbar herzloses Betragen möchte ich erwähnen, dass diese Topfpflanzen eine lebenslange Verantwortung bedeutet haben: Entweder sie bekommen zu wenig Wasser oder zu viel, das weiß man nie. Ich glaube übrigens, mit dem Fensterputzen können wir noch warten, jetzt gerade liegt auf den Scheiben ein leichter, schöner Nebel, den man nicht stören sollte.

Mit freundlichem Sommergruß K. Nygård

PS: Sagen Sie nichts zur Fagerholmerin. Als ich ihren Krempel entsorgte, hatte ich eigentlich ziemlich viel Spaß.

Camilla Alleén

»Von Frau zu Frau«

Sehr geehrtes Fräulein Alleén ,

vielen Dank für Ihren freundlichen Brief. Allerdings sehe ich mich ehrlich gesagt nicht imstand, mich, wie Sie es nennen, an der Umfrage zu beteiligen, die Probleme und kleinen Freuden des Alters betreffend.

Man könnte natürlich behaupten, das Alter sei lästig, aber auch recht interessant – aber wozu selbstverständliche Missgeschicke notieren, und der Versuch, das Interessante daran zu formulieren, ist eine Aufgabe, die mir in jene Privatsphäre zu gehören scheint, der definitive Äußerungen fremd sind.

Liebes Fräulein Alleén, ich befürchte, Sie werden keine allzu ehrlichen Antworten auf Ihre Fragen erhalten.

Mit freundlichen Grüßen Klara Nygård

ROBERT

In der Kunstschule hatten wir einen Mitstudenten, der hieß Robert. Robert war lang und mager, den großen Kopf hielt er leicht zur Seite geneigt, als wäre er nachdenklich oder erschöpft. Er war sehr schweigsam und hatte offensichtlich keine Freunde in der Klasse.

Robert malte unerhört langsam, seine Leinwände wurden nie fertig, die meisten übermalte er immer wieder mit Weiß und fing von vorne an, um sie dann erneut zu übermalen.

Aber manchmal signierte er. Wir nahmen es sehr aufmerksam zur Kenntnis, wenn Robert signierte, zwar schauten wir nicht hin, aber wir wussten, was gerade geschah. Die Signatur erfolgte mit der gleichen langsamen Sorgfalt, die Farbe für die Buchstaben wurde immer wieder neu gemischt und übermalt; nichts, das kein organischer Teil des Werkes, des Absoluten, war, durfte sein Bild stören. Nachdem Robert alles endlich zu seiner Zufriedenheit vollbracht hatte, konnten wir mit unserer eigenen Arbeit fortfahren. Zu jener Zeit signierten wir unsere Bilder noch nicht. Eines Tages bekam ich einen Brief von Robert, er hatte ihn auf meine Staffelei gestellt. Er schrieb »Sie«.

»Sie sind so fröhlich, Sie besitzen die leichte Freude. Soweit ich verstehe, gibt es niemanden, den Sie nicht gernhaben, weil es nämlich einfacher ist, jeden gernzuhaben. Ich habe Sie beobachtet; Sie fliegen lieber über alles hinweg, Sie wollen weder klettern noch sich durchbohren – oder warten.

Ich wünsche Ihnen nichts Böses, im Gegenteil, bitte glauben Sie an meine Aufrichtigkeit – aber es muss mir gestattet sein mitzuteilen, dass ich, aus verschiedenen Gründen, die ausschließlich meine eigenen sind, mich gezwungen sehe, unsere Bekanntschaft zu beenden.

Mit größtem Respekt Robert«

Ich verstand das nicht, der Brief beunruhigte mich, nicht um Roberts willen, nein, ich fühlte mich eher unangenehm berührt. Hatte ich jemals auch nur ein Wort mit ihm gewechselt? Kaum. Als wir dann eines Tages alle auf dem Weg zur Kunstgeschichtsvorlesung den Hof überquerten, holte Robert mich ein und fragte: »Haben Sie verstanden?« Und ich sagte: »Vielleicht nicht unbedingt viel …« Ich war verlegen. Robert ging an mir vorbei, setzte seinen Weg über den Hof fort.

Was hätte ich sagen sollen? Hätte er etwas erklären können, wollte er das überhaupt – also, ich meine, so benimmt man sich doch nicht! Aber trotzdem, ich hätte fragen können.

Mit der Zeit kam heraus, dass Robert an jeden Einzelnen aus der Malklasse geschrieben hatte, und jeder Brief schloss mit einer sehr höflichen Kündigung der Bekanntschaft. Wir zeigten einander seine Briefe nicht und besprachen die Angelegenheit auch nicht. Vielleicht fanden wir es irgendwie komisch, auf etwas, das nie existiert hat, zu verzichten, aber wir sprachen es nicht aus. Alles ging so weiter wie immer, ganz so wie immer.

Dann kam die Zeit, als wir unsere Leinwände signierten. Und sehr bald kam der Krieg.

Nach dem Krieg stieß ich einmal zufällig auf einen Kollegen aus der Malschule, wir gingen in ein Café. Irgendwann kam ich auf Robert zu sprechen. »Weißt du, wo er sich heutzutage aufhält?«

»Niemand weiß das. Er verirrte sich. Er ging über die Grenze.«

»Wie meinst du das?«

»Das war so typisch für ihn«, fuhr mein Studienfreund fort. »Also, er lief einfach in die falsche Richtung. Das war in jener Zwischenzeit, als nichts passierte, man wartete nur und machte Holzschnitzereien oder was immer man damals trieb. Robert war mit seinem Skizzenblock unterwegs, machte den Wald unsicher und kehrte dann mit seinen Skizzen zur Kantine zurück. Ich glaube, er wollte damals zur Kantine, dort gab es einen anständigen Mittagstisch. Aber er ging in die falsche Richtung. Er hatte keinen Orientierungssinn.«

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