Maja Lunde - Über die Grenze

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Norwegen unter deutscher Besatzung 1942. Der zehnjährige Daniel und seine kleine Schwester Sarah sind Juden und müssen über die Grenze
nach Schweden fliehen, wo ihr Vater wartet. Doch die Fluchthelfer werden verhaftet, und zwei norwegische Kinder springen ein: die zehnjährige
Gerda, die gerade die «Die drei Musketiere» gelesen hat und zu jedem Abenteuer bereit ist – und ihr Bruder Otto. Es wird für die vier Kinder ein
Abenteuer auf Leben und Tod.
Maja Lunde stellt die vier Kinder lebendig und authentisch dar: in geschwisterlichem Streit, in Trotz, Leichtsinn, Spieltrieb und Abenteuerlust. In
beeindruckender Weise bringt sie so das wichtige Thema auch jüngeren Kindern nahe.

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Otto schüttelte den Kopf. Mit Freundlichkeit kam man hier wohl nicht weiter. Also richtete ich das Schwert auf ihn: »Ich fordere Euch hiermit zu einer Runde Verstecken heraus … du, äh … Kaiser Brillenschlange von und zu Kinderzimmer.«

Otto musste lachen. Das war ein gutes Zeichen.

»Also gut. Aber nur ein Mal.«

»Jippieh! Du darfst als Erster suchen!«

Das beste Versteck Papa war der Doktor des Ortes Deshalb wohnten wir im - фото 4

Das beste Versteck

Papa war der Doktor des Ortes. Deshalb wohnten wir im sogenannten Doktorhaus. Das Haus war rot und stand in einem großen Garten. Dort gab es Apfelbäume, Johannisbeerbüsche und Stachelbeersträucher. Und große Blumen. Aber jetzt, im Krieg, hatte Klara in den Blumenbeeten Kartoffeln angepflanzt. Außerdem hatten wir Hühner bekommen und ein nettes Schwein, das Knut hieß. Die Erwachsenen sagten, Knut solle zu Weihnachten gegessen werden. Doch da war ich mir nicht so sicher.

Es gab viele Verstecke in unserem Haus. Wir hatten einen großen Keller und einen riesigen Dachboden, drei Stuben, zwei Schlafzimmer und eine Bibliothek. Es gab vier kleine Kammern und viele Kleiderschränke. In der Waschküche standen große Körbe, und in der Kartoffelhorde im Keller konnte man fast gänzlich verschwinden. All das waren prächtige Verstecke, aber nicht die besten. Das allerbeste Versteck war das, zu dem ich jetzt hinwollte.

Klara hatte angefangen, draußen Wäsche aufzuhängen, die Luft in der Küche war also rein. Lautlos lief ich in meinen Wollsocken die Treppe hinunter. Oben hörte ich Otto zählen: »Fünfzehn, sechzehn, siebzehn, achtzehn.« Ich öffnete die kleine Tür zum besten Versteck der Welt und kroch hinein. Dann zog ich die Luke hinter mir zu. Ein bisschen eng war es dort – eng und sicher.

Nun musste ich nur noch warten. Es konnte lange dauern, bis er mich hier finden würde. Ich befand mich nämlich im Speisenaufzug, in der Wand. Der Aufzug startete im entlegensten Raum im Keller, da, wo die Kartoffelhorde und die Marmeladengläser standen, ging hoch zur Küche und weiter in den ersten Stock. Mit ihm wurden Speisen hinauf und hinunter geschickt – jedenfalls als noch der alte Doktor hier wohnte. Wir benutzten ihn nicht mehr. Nur beim Versteckspielen, wenn uns niemand sah.

»Eins, zwei, drei, vier, Eckstein, alles muss versteckt sein, hinter mir, vor mir, neben mir – ich komme!«, rief Otto aus der ersten Etage.

Dann begann er zu suchen. Er suchte und suchte. Ich hörte seine Schritte in der Stube und im Flur.

Es dauerte ewig. Er war lahm wie eine Schnecke, die einen Berg hochkriecht.

Vom langen Sitzen in der Hocke taten mir meine Beine weh. Eine Weile war es ganz still. Vielleicht suchte er im Garten?

Dann hörte ich seine Schritte wieder. Er kam in die Küche, öffnete die Tür zur Speisekammer und ging hinein.

Stille.

Schließlich kam er wieder heraus. Die Schritte stoppten direkt vor der Wand, hinter der ich saß.

»Mäuschen, sag mal Piep!«, rief er.

Nun taten mir die Beine richtig weh. Außerdem musste ich mal, da passte es doch ganz gut.

»Piep«, machte ich.

Es hörte sich an, als öffnete Otto den Küchenschrank.

Er dachte bestimmt, das Piep käme von dort. Aber da der Schrank ja ganz und gar Gerdalos war, musste Otto weitersuchen.

»Sag mal Piep!«

Ich piepste noch einmal.

Nun hatte Otto offensichtlich erraten, wo ich war, denn die Schritte näherten sich. Die kleine Tür wurde geöffnet, und er starrte mich an.

»Papa hat gesagt, wir dürfen da drinnen nicht spielen«, sagte er.

»Aber er hat nicht gesagt, dass wir uns hier nicht verstecken dürfen!«

»Das kann echt gefährlich werden«, sagte Otto.

»Pah! Vielleicht für Angsthasen!«

Ich begann, vor und zurück zu schaukeln. Der Aufzug knarrte laut.

»Guck! Das ist doch nicht gefährlich!«

Otto wurde böse und versuchte, mich herauszuziehen.

»Du sollst da rauskommen!«

Aber ich schaukelte einfach weiter.

»Hör auf!«, schrie Otto und zog an meinem Arm, aber ich war stärker als er.

»Fischklops, Fischklops!«, johlte ich.

Das hätte ich nicht sagen sollen. Nun zog er nämlich noch heftiger, und das tat weh.

Ich schubste ihn kräftig. Mit einem Rumms fiel er auf den Boden und schlug mit dem Hinterkopf gegen das Tischbein.

»Auuu!« Otto schrie auf und fing fast an zu heulen.

Im selben Augenblick kam Klara mit dem Wäschekorb in den Händen herein.

»Gerda! Was machst du denn da?«

Es hörte sich so an, als könnte ich das Zuckerei vergessen. Als könnte ich das Zuckerei für immer vergessen.

Klara half Otto hoch. Er hielt sich den Kopf und versuchte vergeblich, nicht zu schluchzen. Dann drehte er sich zu mir um. Hinter den Tränen und der Brille hatte er Schlangenaugen.

»Blöde Kuh!«, rief er.

»Ich bin keine blöde Kuh!«

»Du bist ja noch nicht einmal ein richtiges Mädchen!«

»Bin ich doch!«

»Pah! Du wirst nie einen Mann finden und heiraten – niemals!«

Dann ging er.

Ich kroch vorsichtig aus dem Speisenaufzug heraus.

»Ist mir doch egal. Ich will sowieso nicht heiraten«, sagte ich leise. Ich meinte das vielleicht nicht so, aber ich war ohnehin nicht sicher, ob Otto mitbekam, was ich da sagte. Sein übellauniger Rücken verschwand im Flur.

Klara sah mich an und schüttelte den Kopf. Dann nahm sie den Wäschekorb und ging auch.

Ein Musketier im Keller Nachdem ich Otto geschubst hatte begann ich wieder - фото 5

Ein Musketier im Keller

Nachdem ich Otto geschubst hatte, begann ich wieder, Die drei Musketiere zu lesen. Anfangs las ich langsam, Wort für Wort – es ergab kaum einen Sinn. Ich musste immerzu an Ottos Schlangenaugen denken. Aber zum Glück war das Buch auch dieses Mal spannend, und bald ging es schneller voran. Nach einem Kapitel war ich fast selbst zu einem Musketier geworden.

Nun stand ich vor dem Spiegel in der Stube. Ich war allein. Otto saß in unserem Zimmer und drehte bestimmt an seinem Globus. Und Klara briet irgendetwas in der Küche. Es roch nach Steckrüben. Igitt.

Ich betrachtete mich im Spiegel. Das Haar war zerzaust, die Hose hatte ein Loch am Knie. Ich band mir ein Geschirrhandtuch um den Hals. Dann malte ich mir mit einem Stück Kohle aus dem Kamin einen großen Bart unter die Nase. Ein bisschen ähnelte ich einem Musketier, aber irgendetwas war noch nicht richtig. Ich sah mir das Bild von Porthos auf dem Buchumschlag an. Irgendetwas war absolut falsch.

Die Haare.

Ich untersuchte den Nähkorb, aber darin lagen nur Nähnadeln, Garn und Knöpfe.

Ich guckte in die Kommode, aber dort war die Schere auch nicht.

Dann machte ich einen Abstecher in die Küche. Ohne Klara um Hilfe zu bitten, wühlte ich in den Schubladen herum. Und dort lag sie.

Schnell lief ich zurück zum Spiegel und betrachtete mich eine Weile. Traute ich mich? Vielleicht gab es Ärger, aber ich würde viel hübscher aussehen.

Ja, ich traute mich!

Zack. Zack. Zack . Dreimal schnappte die Schere zu, dann waren die Haare ab.

Mit dem Schwert in der Hand war ich draufgängerischer als ein Zug mit Blitzgeschwindigkeit. Nun war ich bereit für gefährliche Aufträge und grandiose Heldentaten, wie es im Buch hieß.

Klara hatte keine Ahnung, dass ein echter Musketier in der Stube stand, während sie in der Küche das Mittagessen zubereitete.

Alles war still, aber wir waren nicht allein. Graf Schwarzblut schlich in unserem Haus umher. Ich sah den Schatten seines Umhangs unter dem Esszimmertisch, wo er sich versteckte. Zur Deckung warf ich mich hinter das Sofa.

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