Deshalb funktionierte das “Gespräch” mit den Entenküken so hervorragend.
Aber wichtiger war: Ich bewegte mich völlig offen auf die Küken zu. Das bewirkte, dass sie umgekehrt auf mich zukamen, ohne jeden Argwohn.
In einem esoterischen oder philosophischen Sinne handelte es sich bei den Küken um mich selbst, sie waren mein Spiegel, sie waren verschränkt mit mir, wie man das ausdrücken könnte. Will sagen: “Ich” war in diesem Augenblick kein Menschenkörper, kein Homo sapiens, keine erwachsene Frau – sondern ich “wurde” zu den Küken, ich “war” die gesamte Szene. Ich werde später noch genauer auf diese esoterische oder spirituelle Erfahrung eingehen.
Als plötzlich die Entenmutter erschien, “wurde” ich die Entenmami. Aber dann beging ich einen entscheidenden Fehler. Plötzlich sprudelten alte, frühere Lehrsätze oder Programme, wie man das nennen könnte, wieder an die Oberfläche meines Bewusstseins. Es handelte sich um falsche Glaubenssätze, was Enten angeht. Sie lauteten etwa so:
“So verhalten sich Enten nicht.”
“Die Entenmutter wird ihren Küken den Kontakt mit einem Menschen nicht erlauben.”
“Eine Entenmutter schützt ihre Küken.”
Und so weiter. Sie verstehen? Man könnte auch sagen: Ich kultivierte einige Vorurteile gegenüber Enten und speziell Entenmüttern. Ich war vollgestopft mit falschen Programmen. Die Entenmutter konnte sich also gar nicht anders verhalten, als sie es tat. Ich hatte gewissermaßen meine Skepsis in sie hineinprojiziert. Auch auf solche alten, falschen Programme werde ich noch genauer zu sprechen kommen. Hierbei handelt es sich ebenfalls um Dynamit.
Es waren also meine eigenen falschen, unangebrachten, alten Gedanken und Überlegungen, die den Zauber des Augenblicks zerstörten. Ich selbst war verantwortlich dafür, dass die Küken mir vertrauten, und ich selbst war ebenfalls dafür verantwortlich, dass die Entenmutter die Küken zurückpfiff, wie man das salopp ausdrücken könnte.
Was dieses Buch Ihnen bietet
Ich habe diese Beispiele bewusst an den Anfang dieses Buches gesetzt, damit deutlich wird, dass es sich bei den vorliegenden Seiten um ein ganz anderes Buch handelt, als das üblicherweise beim Thema Tierkommunikation der Fall ist.
Persönlich glaube ich tatsächlich, dass der Mensch mit Tieren regelrecht kommunizieren und in Verbindung treten kann. Ich werde meine Methode in den folgenden Kapiteln sehr genau darlegen.
Doch was bietet das vorliegende Buch im Detail?
· Wie Tiere miteinander sprechen
· Auf welche Art und Weise ein Mensch mit Tieren in Kommunikation treten kann
· Wie Sie mit Hunden sprechen können
· Worin das Geheimnis der Katzensprache besteht
· Was Zoobetreiber selten wissen
· Was Zirkusbesitzer immer wieder erleben
· Welche unglaublichen Storys existieren bezüglich menschlicher Kommunikation mit Hasen, Hamstern und Vögeln?
· Wie man zu einem echten Pferdeflüsterer wird
· Wie man mit Elefanten und Affen spricht
· Welche falschen Programme man zuerst ausräumen muss, wenn man mit Tieren kommunizieren will
· Welchen Einfluss das Verhalten des Menschen auf Tiere hat
· Was der Unterschied zwischen Mensch und Tier ist
· Worin die wahre Macht des Menschen besteht
· Mit welcher Methode man seine Führungsqualitäten verbessern kann
· Was die Krankheiten eines Haustieres mit dem Besitzer zu tun haben – und wie man sie rasch zum Verschwinden bringen kann
· Welche unterschiedlichen telepathischen Begabungen es gibt
· Welche fünf Stufen Sie gehen müssen, damit Sie selbst telepathisch mit Tieren “ins Gespräch” kommen können …
So weit, so gut! Keine kleinen Versprechen, die ich hier gebe … Aber darüber hinaus werde ich zahlreiche Beispiele aus meiner Praxis und der anderer vorstellen, wenn ich selbst oder andere “begabte” Tierkommunikatoren mit der Tierwelt direkt in Verbindung traten – Geschichten, die verblüffend sind.
Wichtiger aber ist der Umstand, dass auf den folgenden Seiten preisgegeben wird, wie Sie selbst relativ rasch alle möglichen “Tiersprachen” erlernen und mit Tieren direkt in Verbindung treten können. Es erwartet Sie also eine aufregende Lektüre, die den Rahmen der normalen, allgemein akzeptierten Realität vollständig sprengt.
Steigen wir ohne weitere Präambeln einfach ein.
2.
MEIN GANZ PERSÖNLICHER WEG
Doch halt! Bevor wir ans Eingemachte gehen, ist es nur fair, zunächst noch einige Worte über meine Person zu verlieren. Ich finde, der Leser hat ein Anrecht darauf zu wissen, mit wem er es zu tun hat. Daher möchte ich in aller Kürze auf meine Vita und meine ersten Erfahrungen mit der Tierkommunikation eingehen.
Ich wusste selbst lange nicht, dass ich über genau dieses Talent verfügte – mich mit Tieren auf deren “Wellenlänge” auszutauschen und Gespräche zu führen – aus dem ganz einfachen Grund, weil ich sozusagen “unbewusst” unterwegs war und agierte und mir meiner selbst noch nicht sicher war. Ja, ich liebte Tiere abgöttisch, von Kindesbeinen an. Aber ich realisierte kaum, dass ich mich mit meinem Bewusstsein in Tiere förmlich hineinversetzen und mich auf einer mentalen Ebene mit ihnen unterhalten konnte.
Es gibt für dieses Talent viele Ausdrücke: Einige sprechen von Tierkommunikatoren , andere von Dog Whisperern oder Hundflüsterern, wenn es um Hunde geht. Es gibt ferner den Ausdruck Pferdewhisperer und sogar schon den Ausdruck Elefantenflüsterer . Man spricht auch von paranormalen Fähigkeiten , und je und je von psychics , von psychisch begabten Medien.
Aber alle diese Vokabeln treffen meines Erachtens nicht den Kern der Sache.
Jedenfalls wurde ich schon früher darauf aufmerksam, dass mit mir “etwas nicht stimmte” oder besser gesagt: dass ich mich gänzlich anders verhielt, wenn es um Tiere ging.
Meine früheste Beziehung zu einem Tier
Eines meiner frühesten Erlebnisse bestand darin, dass ich, gerade mal vier Jahre alt und noch ein Grashüpfer, mit einem Huhn eine besondere “Beziehung” aufbaute. Das Huhn gehörte meinen Großeltern und war Teil eines Hühnerstalls, was für ein Kind immer interessant und begeisternd ist. Dieses Huhn rannte seltsamerweise nicht etwa vor mir davon, wenn ich wild wie aus dem Nichts vor ihm auftauchte – so wie Hühner das normalerweise tun. Es kam im Gegenteil zu mir, ließ sich anfassen, streicheln und liebte es, wenn ich es direkt auf meinen Schoß setzte. Das Huhn benahm sich wie ein völlig zahmes Huhn – etwas, wovon man selten oder nie gehört hat.
Meine Eltern und Großeltern schauten nur ungläubig zu. Sie schossen Fotos von mir mit dem Huhn auf dem Schoß und schüttelten den Kopf. Früh hörte ich Kommentare wie: “Das kann doch nicht normal sein.” Oder: “Etwas stimmt nicht mit dem Huhn.” Sowohl meine Eltern als auch meine Großeltern staunten nur. Sie konnten sich einfach nicht die Tatsache erklären, dass ich ein besondere Verbindung zu einem Huhn aufbauen konnte. Mit schien das alles völlig normal zu sein.
Ich konnte umgekehrt die Aufregung und den Unglauben um mich herum nicht einordnen, nicht mit vier Jahren. Ich fragte mich im Gegenteil: “Was soll daran nicht normal sein? Warum sollte sich das Huhn nicht bei mir wohlfühlen?” Genau dies schien mir wiederum völlig normal zu sein. Das Huhn legte ganz normal Eier, wie jedes andere Huhn auch, aber es war auch gern und oft mit mir im Gras unterwegs. Ich liebte das Huhn und genoss seine Freundschaft. Ich wünschte mir damals, ständig dieses Huhn um mich herum zu haben, denn es lief nie von mir davon. Aber mein Wunsch ging nicht in Erfüllung, denn, so belehrte man mich, “Hühner gehören in einen Stall”. Alle belächelten mich. Und immer wieder hörte ich den Satz: “So verhält sich kein normales Huhn.”
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