Lena Klassen - Die weiße Möwe

Здесь есть возможность читать онлайн «Lena Klassen - Die weiße Möwe» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Die weiße Möwe: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die weiße Möwe»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Das 16-jährige Albinomädchen Mino und der dunkelhaarige Blitz haben immer davon geträumt, gemeinsam durchs Kaiserreich zu reisen. Doch dann hindert Mino ihren besten Freund daran, seinem größten Traum zu folgen und das sagenhafte Rinland zu suchen. Wütend macht Blitz sich auf die Suche nach einem anderen Abenteuer und fällt prompt unter die Räuber. Die Begegnung mit Zukata, dem abtrünnigen Riesenprinzen, verändert sein Leben für immer. Und auch für Mino bleibt nichts mehr, wie es war, als sie in ein heftiges Unwetter gerät und von der Klippe stürzt. Ohne etwas voneinander zu ahnen, kämpfen sie bald für dieselbe Sache – dem großen Kaiser sein Glück zurückzubringen.
"Die weiße Möwe" ist der Auftakt der christlichen Fantasy-Trilogie «Sehnsucht nach Rinland», in der es um die Sehnsucht nach Heilung und Geborgenheit in Gott geht, um eine nicht auszulöschende Sehnsucht zwischen Pflicht und Ehrgeiz, Schuld und Hoffnung. Dazu bedient sich die Trilogie zahlreicher biblischer Motive und schlägt den Bogen von der Schöpfung und der Vertreibung aus dem Paradies (im Prolog des ersten Bandes) bis zum Ende der Welt im dritten Band.
"Ich bin nicht wie deine Männer", sagte Blitz leise. «Du hast sie aus dem Gefängnis geholt und von der Straße. Aber mich hast du aus der Luft gegriffen wie eine Möwe auf ihrem Flug. Ich werde nie im Staub zu deinen Füßen sitzen und auf deine Anweisungen warten wie auf Futter. In meinem Herzen sind das Meer und die Wellen, die gegen die Küste schlagen, und die Schiffe, die zum Horizont segeln. In mir ist der Traum von den Glücklichen Inseln.» Er wusste nicht, ob Zukata ihn noch hörte. «In mir ist die Sehnsucht nach Rinland. Was du auch tust, um mich an dich zu binden, ich bin frei.»

Die weiße Möwe — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die weiße Möwe», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Er reichte Mino das Glas. Goldgelber Wein schimmerte darin. Mino schnupperte daran; der Duft der Obstplantagen stieg ihr entgegen – Pfirsiche, reif und köstlich, die Süße und Kraft der Sonne.

»Du darfst doch keinen Wein trinken«, sagte sie.

»Bald wird El Jati mir nichts mehr verbieten. Komm, lass uns trinken.«

Mino wollte sagen: Und auch Lexan erlaubt nicht, dass jemand auf sein Schiff kommt, der getrunken hat. Aber sie sagte es nicht. Sie nippte an ihrem Glas, sie dachte: Das ist der Geschmack der Glücklichen Inseln, das ist unsere Heimat. Wir werden sie nicht eintauschen gegen den kalten, nassen Tod auf dem Meer, gegen Sturm und Einsamkeit.

»Wir wollten zusammen in die Wälder, weißt du noch? Ins Kaiserreich. All die Abenteuer, die wir uns ausgemalt haben ...«

Je länger sie Blitz davon abhalten konnte, durch diese Tür zu gehen, umso besser. Sie hoffte nur, dass Alika El Jati auch wirklich herholte.

»Das alles ist nichts im Vergleich zu diesem Abenteuer«, sagte Blitz knapp. »Es gibt nun mal kein Ziel, das mit Rinland vergleichbar wäre.«

Er hatte es jetzt auf einmal eilig. Er klopfte Mino auf die Schulter, bückte sich dann zu seinen beiden prall gefüllten Rucksäcken und sagte: »Mach die Tür auf. Lexan hat gesagt, er wird nicht warten.«

Mino rührte sich nicht von der Stelle. »El Jati und Alika brauchen dich hier«, sagte sie.

»Geh zur Seite.« Blitz klang erstaunt, aber jetzt schien es ihm langsam zu dämmern, was Mino vorhatte. »Ich sagte, geh zur Seite.«

»Nein.«

Sie maßen sich mit Blicken. Mino wusste, dass sie nicht wirklich eine Chance gegen ihn hatte. Eigentlich hatte sie überhaupt keine Chance. Blitz konnte kämpfen wie ein Wilder. Niemand auf der Insel legte sich gerne mit Blitz an, nicht einmal die Brüder seiner wechselnden Freundinnen, denn wenn er kämpfte, tat er es wie ein Besessener. Alika hatte ihm beigebracht, sich mit einem Messer zu verteidigen, und hatte es später bedauert – wenn er ein Messer in der Hand hatte, war es für alle besser, sich von ihm fernzuhalten, selbst wenn sie doppelt so groß gewesen wären wie er. Blitz war recht klein für seine siebzehn Jahre, aber kräftig, und obwohl der Sommer auf dem Schiff auch ihre Muskeln gestählt hatte, kam Mino bei weitem nicht an ihn heran. Alika hatte ihr ein paar Kniffe im Ringen beigebracht, damit sie sich verteidigen konnte, wenn sie jemals angegriffen werden sollte, aber körperliche Auseinandersetzungen lagen ihr nicht. Mino verabscheute es, hart angefasst zu werden; schon als Kind war sie jedes Mal in Tränen ausgebrochen, wenn andere Kinder mit ihr raufen wollten. Aber sie musste Blitz ja auch nicht besiegen. Sie musste ihn nur so lange aufhalten, bis El Jati kam.

»Mino, jetzt lass mich vorbei.«

Sie wappnete sich innerlich gegen den Angriff. Es wird sein, als müsste ich einen wildgewordenen Hund abwehren, dachte sie. Es ist zu seinem eigenen Besten. Nur deshalb tue ich es, nur aus diesem Grund.

»Wir wollten nach Deret-Aif«, sagte sie leise. »In die Wälder. Wir wollten nach Kirifas und den Kaiser sehen. Wir wollten ... willst du das alles denn nicht mehr?«

Blitz hatte beschlossen, keine Zeit mehr zu verlieren. Er stellte sein Gepäck ab, aber er dachte gar nicht daran, sie anzugreifen. Fassungslos blickte er in das Gesicht seiner Freundin.

»Was soll das, Mino? Es ist meine Entscheidung, nicht deine.«

Als sie nicht antwortete, trat Blitz näher vor sie hin, aber Mino stieß ihn heftig mit beiden Händen zurück. Sie wollte den Kampf, jetzt sofort, sie wollte nichts mehr als das. Als er aufstehen wollte, warf sie sich über ihn, um ihn daran zu hindern.

»Du dumme Kuh!«, schrie Blitz, während sie am Boden rangen. »Du wirst die Abfahrt verpassen! Du wirst nicht dabei sein, wenn Lexan fährt!«

»Und du auch nicht«, ächzte Mino.

Bis zu diesem Augenblick hatte sie geglaubt, dass es ihr nichts ausmachte, das Schiff nicht abfahren zu sehen. Sie und Lexan waren im Streit auseinandergegangen und sie hatte keinen Bedarf, sich noch einmal zu verabschieden. Aber während sie Blitz auf den Fußboden zwang und seine Hände abwehrte, wollte sie gleichzeitig dort sein, dort im Hafen, und die Weiße Möwe festhalten. Sie wollte sich den Anker um den Leib binden und ihren Bruder dazu zwingen, bei ihr zu bleiben. »Du bleibst hier«, schrie sie, während sie zuschlug, »du bleibst hier, hast du verstanden, du bleibst!«

Dann spürte sie Blitz’ Faust in ihrem Gesicht und der Schmerz benebelte sie. Sie fiel zurück und schlug mit dem Hinterkopf gegen ein Tischbein. Benommen sah sie zu, wie Blitz sich aufrappelte und zu seinen Taschen wankte. Er stieß die Tür mit dem Fuß auf.

»Du darfst nicht gehen!«

Hatte sie das gesagt? Mino hatte nicht gemerkt, wie die Worte über ihre Lippen gekommen waren.

Es war El Jati. Er stand in der Tür, hinter sich seine Frau Alika, die mit großen erschrockenen Augen ins Zimmer starrte.

»Lasst mich endlich vorbei!«, schrie Blitz.

Nun war es nicht mehr Minos Kampf. El Jati hatte sich noch nie davor gescheut, seinen kleinen Bruder mit Gewalt zu erziehen; gegen ihn hatte Blitz keine Chance. Er wusste es und versuchte es dennoch, während Alika sich heraushielt und nur zuschaute. Sie kam nicht einmal zu Mino, um ihr zu helfen. Sie schaute nur zu, wie die Brüder kämpften – nein, wie El Jati Blitz verprügelte und wie dieser sich verzweifelt wehrte. Das war kein Kampf mehr, das war die Maßregelung eines ungezogenen Kindes. Erst als es schließlich vorbei war und El Jati seinen Bruder in den Keller gesperrt hatte, wo sie ihn toben und schreien hörten, kam Alika zu ihr.

»Du blutest«, sagte sie. »Brauchst du etwas?« Ihre Stimme klang kühl, und in dem Bewusstsein, dass sie Alikas Verachtung verdiente, stand Mino auf, hielt sich den Ärmel an die blutende Lippe und ging hinaus.

Das Schiff hatte schon abgelegt. Sie hatte erwartet, dass es nicht mehr zu sehen sein würde, aber anscheinend hatte Lexan doch so lange gewartet, wie er konnte. Aber Blitz war nicht gekommen. Und sie, Lexans einzige Schwester, Jußaits und Bajads Freundin, war nicht da gewesen, um zu winken, um ihnen alles Gute zu wünschen. Vielleicht hätte Bajad ihr einen Abschiedskuss gegeben und nur wegen Blitz war es nicht dazu gekommen. Alles wegen Blitz...

Ein kleiner weißer Fleck, dort hinten am Horizont. Eine weiße Möwe auf ihrem Flug nach Rinland.

Mino drehte sich um und sah ihre Mutter Binajatja den Pfad zwischen den Dünen hinabkommen. Sie war groß und blond, manchmal hoheitsvoll wie eine Königin, Herrin der Gärten und der Bäume auf dieser Insel, doch manchmal, aber diese Seite ließ sie ihre Kinder selten sehen, traurig und verzagt und zu schwach, um auch nur einen Tag durchzustehen. Sie hatte Re nie verziehen, dass er losgezogen war, um seinen eigenen Tod zu finden.

»Nun sind nur noch wir beide da«, sagte sie und legte ihren Arm um Minos Schulter. »Nur noch wir beide.«

Das Schiff war jetzt schon so klein, dass Mino nicht wusste, ob es nicht nur eine Sinnestäuschung war. Ein weißer Punkt, wo Meer und Himmel sich trafen...

»Es ist fort«, sagte Binajatja. »Lass uns nach Hause gehen.«

Der helle Fleck war noch dort. Nichts als eine Spiegelung, ein Funkeln der Sonne auf den Wellen.

Blitz hatte aufgehört zu weinen. Er hatte aufgehört, alles zu zerschlagen, was ihm in die Hände geriet. Zwischen den Scherben der Gläser hockte er und atmete den Duft der eingelegten Pfirsiche ein, die Alika den ganzen Sommer über gesammelt und eingezuckert hatte. Die guten Früchte gingen in den Verkauf ins Kaiserreich Deret-Aif, aber angeschlagenes oder von Wespen, Vögeln und Siebenschläfern angefressenes Obst durften die Pflückerinnen behalten. Da Alika sich um die Blumen am Haus der Herrin kümmerte, nahm sie das Recht für sich in Anspruch, auch schöne, duftende, unversehrte Früchte in einem kleinen Korb mit nach Hause zu tragen, obwohl ihr Binajatja nie ausdrücklich die Erlaubnis dazu gegeben hatte. So hatte sie Tag für Tag etwas mitgebracht, und was sie nicht aßen, legte sie ein: Aprikosen in Weißwein, Pfirsiche in Zucker oder in Essig, Apfelmus, Marmelade jeder Art. Sie hatte es ihm erzählt, als Blitz von der Bootsfahrt mit der Weißen Möwe zurückgekehrt war; nicht, um ihm ein schlechtes Gewissen zu machen, dass alle arbeiteten und sie, die doch längst keine Kinder mehr waren, sich ein schönes Leben machten. Weil er süßes Obst so liebte, hatte sie ihm erzählt, wie viele Gläser sie zusammenbekommen hatte. Sie verwöhnte ihn gerne; noch hatten sie und El Jati keine Kinder, und obwohl Blitz gar nicht so viel jünger war als sie, behandelte sie ihn manchmal, als wäre er ihr Sohn. Mein kleiner Bruder, sagte sie zu ihm. Es hatte ihn nicht gestört, denn zugleich hatte sie respektiert, dass er erwachsen geworden war, und wenn es nach ihr gegangen wäre, hätte er längst seine eigenen Entscheidungen treffen dürfen. Es war El Jati, der ihn so kurz hielt, El Jati, der glaubte, er dürfte über sein Leben bestimmen, als wäre er sieben und nicht siebzehn.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Die weiße Möwe»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die weiße Möwe» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Die weiße Möwe»

Обсуждение, отзывы о книге «Die weiße Möwe» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x