Charles Beauclerk - Nell Gwyn

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"Ich bin doch die protestantische Hure!", ruft Nell 1681 dem aufgebrachten Londoner Pöbel entgegen,der im Begriff steht, ihre Kutsche zu stürmen, und kann daraufhin ihren Weg unbehelligt und unter den Jubel-rufen der Menge fortsetzen. «Eine Prinzessin des Volkes» nennt Charles Beauclerk seine Urahnin Nell Gwyn. Der legendären Mätresse Charles II., des englischen Königs, widmet er eine ebenso brillante wie warmherzige Biografie, die zugleich ein farbenprächtiges Epochenbild entrollt: England in den übermütig aufschäumenden Jahren der zweiten Hälfte des 17.Jahrhunderts, die das Duckmäusertum der Ära Cromwell hinwegfegten.-

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Heute habe ich, sehr gegen meinen Willen, in Drury Lane zwei oder drei Häuser mit einem roten Kreuz an der Tür gesehen, und »Gott erbarme sich unser« stand dazugeschrieben – ein trauriger Anblick, das erste Mal, dass ich so etwas gesehen habe. Mir wurde richtig übel, und ich bildete mir ein, dass ein sonderbarer Geruch von mir ausgehe; war gezwungen, mir etwas Tabak zum Riechen und Kauen zu kaufen; danach war mir gleich besser.

Es war dies das letzte Mal, dass eine der mittelalterlichen Plagen über England hereinbrach, und eingeschleppt hatten sie die mit Flöhen verseuchten Ratten, die mit den Schiffen in die Stadt gelangt waren. Als die wöchentliche Zahl der Opfer anstieg, begann ein Exodus aus der Hauptstadt in die außerhalb Londons und entfernter gelegenen Dörfer. Am Stadtrand entstanden Zeltstädte, aber auch dort blieb man nicht vor Ansteckung gefeit. Männer und Frauen krümmten sich unter Schmerzen, wenn die grauenhaften Schwellungen unter der Haut aufbrachen, und verendeten schließlich wie die Tiere am Straßenrand, auf dem Feld, in den Gräben, Wäldern und Flüssen. Mit dieser furchtbaren Seuche ging ein kurzes Wiederaufflackern der Endzeitstimmung einher, und in ihrem Entsetzen machten die Leute den Hof und sein lasterhaftes Treiben für das Elend verantwortlich. Am nächtlichen Himmel tauchte ein leuchtender Komet auf, in den Straßen wimmelte es nur so von falschen Astrologen und »üblen Gestalten, die sich als magiekundig ausgaben«. Die raue Stimme des apokalyptischen Predigers Solomon Eagle hallte durch die menschenleeren Straßen und warnte: »Noch vierzig Tage, und London wird zerstört werden!« Und Defoe schrieb in seinem Journal of the Plague Year (1722): »Ein anderer [Prophet] rannte nackt bis auf die Unterhosen herum und schrie Tag und Nacht, gleich jenem Mann, den Josephus erwähnt, welcher ›Wehe Jerusalem!‹ rief, kurz bevor jene Stadt der Zerstörung anheim fiel.«

In kürzester Zeit glich London einer Geisterstadt. In den Straßen spross das Unkraut, und die Häuser, die man hermetisch abgeriegelt hatte, um ein Umsichgreifen der Seuche zu verhindern, wurden zu leibhaftigen Gräbern, in denen sich Kranke und noch nicht Angesteckte gemeinsam verschanzten. In Behelfshospitälern machten Ärzte in makabren, vogelähnlichen Pestmasken die Runde. Pepys musste in der Stadt bleiben und in der Admiralität die Stellung halten (schließlich befand sich England im Krieg mit Holland), und das war ein Segen für die Nachwelt, hat er uns doch in seinem Tagebuch ein eindringliches Bild von der Stadt gezeichnet. Die Zahl der Toten in der Woche vom 11. September 1665 betrug 8297, von denen waren 7165 der Pest zum Opfer gefallen. Mittwoch, den 20. September schrieb Pepys: »Eine traurige Zeit, keine Schiffe auf dem Fluss, das Gras wächst in Whitehall, und nur ein paar elende Figuren auf den Straßen.« Auf dem Höhepunkt der Seuche stieg die Zahl der Opfer bis auf 10000 in der Woche an, und als der Winter mit seinem heilsamen Frost endlich Erleichterung brachte, musste man feststellen, dass allein in London hunderttausend Menschen umgekommen waren. Das bedeutet ein Fünftel der Bevölkerung. Die meisten wurden in Massengräbern außerhalb der Stadtgrenze verscharrt. Der Gestank dort und in den Straßen war so unerträglich, dass er den Menschen schier die Sinne raubte.

Mit der Hilfe von John Pritchard, dem Sohn ihres Londoner Wirtes im Cock and Pie, floh Nell zusammen mit ihrer Mutter nach Oxford, doch nicht, wie einige vermutet haben, um dort bei ihrem Großvater, dem Kanonikus Edward Gwyn, unterzukommen (denn der war schon 1624 gestorben), sondern um dem König und seinem Hof nachzufolgen. Oxford war zur Zeit des Bürgerkriegs das Hauptquartier Charles’ I. gewesen, und sein Sohn hat die Stadt immer als eine zweite Kapitale betrachtet. Dass während eines länger währenden Asyls der Wunsch nach Theaterunterhaltung laut werden würde, stand außer Frage, und wer war wohl besser geeignet, diese zu liefern, als des Königs eigene Schauspieltruppe? Am 29. Juni beobachtete Pepys, wie sich die königliche Familie und der Hof zur Abreise rüsteten. Ganz Whitehall war voller Wagen. Am darauffolgenden Tag erging die königliche Order, dass den elf »weiblichen Mitgliedern des Theaters Seiner Majestät«, darunter auch einer gewissen »Ellen Gwyn«, je vier Yard scharlachroten Tuchs sowie ein Viertel Yard Samt geliefert werden sollten. Jetzt durfte Nell von sich behaupten, sie gehöre zur Dienerschaft des Königs und trage seine Livree.

Der Hof hielt sich einige Zeit in Hampton Court auf, danach in Salisbury und Wilton, bevor er sich nach Oxford begab; die nächste Station nach Oxford war Tunbridge Wells, dessen eisenhaltige Quellen zum Trinken einluden. Ob Nell ihm bei diesem Hin und Her überallhin folgte oder in Oxford blieb, entzieht sich schlichtweg unserer Kenntnis. Es gibt auch keine Berichte darüber, was sie während der Zeit tat. Wenn sie damals Rochesters Geliebte war, ist es durchaus möglich, dass sie ihn im nahe gelegenen Adderbury oder aber in Ditchley Park besucht hat, wo er seine Kindheit verbracht hatte. Nachdem er sich in Bergen durch Tapferkeit ausgezeichnet hatte, 3stand Rochester beim König hoch in der Gunst. Allerdings nutzte ihm das nicht viel, solange London verriegelt war und die Regierung fern des Machtzentrums weilte. Das ganze Land war irgendwie zum Stillstand gekommen, und Nachrichten vom Kontinent trafen, wenn überhaupt, nur tröpfelnd ein. Der Tod Philipps IV. von Spanien blieb unbemerkt, und das kam Ludwig XIV. nur recht. Er ergriff die Gelegenheit und erhob im Namen seiner Frau, der Infantin Marie-Thérèse, Anspruch auf die Spanischen Niederlande. 4

Am 1. Februar 1666 kehrte der König nach London zurück. Drei Tage später erlitt seine Frau, die in Oxford geblieben war, im Merton College eine Fehlgeburt. Es wäre ein Junge gewesen. In eben diesem College hatte nur wenige Monate zuvor Barbara ihrem fünften Kind vom König das Leben geschenkt. Jetzt war jedem klar, dass die Königin keine Kinder bekommen konnte, sie selber jedoch schien nicht sonderlich betroffen, denn ihr Herz fand Trost in der Religion. Pepys war regelrecht schwindelig geworden, als er einmal einen Blick in das mit Dutzenden von Uhren, Bildern und sonstigem Tand vollgestopfte Privatgemach des Königs hatte werfen dürfen; der Raum der Königin dagegen war ein Beispiel an Schlichtheit gewesen, denn dort, so schreibt er, »bewahrte sie nichts weiter auf als einige hübsche fromme Bilder sowie Gebetsbücher; und am Kopfende ihres Bettes Weihwasser ...«.

Der Glaube der Königin und der des ganzen Landes sollte noch einmal einer schweren Prüfung unterzogen werden, als London in der Nacht zum 2. September 1666 in Flammen aufging. Die Almanache und Pestpropheten hatten das Unglück vorausgesagt, als Strafe und Erlösung gleichermaßen. War denn nicht ein zweiter Komet über London gesichtet worden? Doch dieses Mal nicht ein kalter, behäbiger wie der erste, sondern einer, der in der Form eines flammenden Schwertes hell leuchtend mit Brausen herniedergestürzt war. Es gab keinen Zweifel mehr, das Jüngste Gericht stand kurz bevor. Das bestätigten auch das unvorstellbare Ausmaß und das Wüten des Brandes. »Der ganze Himmel war feuerrot«, schrieb Evelyn, »wie ein glühender Ofen, und der Schein war noch nächtelang in einem Umkreis von vierzig Meilen zu sehen. Möge Gott meinen Augen einen solchen Anblick ein zweites Mal ersparen, die jetzt mehr als zehntausend Häuser in Flammen stehen sahen. Das laute Bersten und das Getöse der unbändigen Flammen, das Schreien von Frauen und Kindern und die fliehenden Menschen, die einstürzenden Türme, Häuser und Kirchen, das alles glich einem grausamen Sturm ...« Vögel verbrannten mitten im Flug, vom Dach der guten, alten St.-Paul’s-Kathedrale floss das Blei, und die Häuser weinten Glas; der Himmel selber schien in Flammen aufgegangen zu sein. Sogar noch im fernen Oxford hielt Anthony à Wood fest, dass »der Mond von Rauchwolken verdüstert wurde und rötlich erschien«, so als sei das sechste Siegel des Buchs der Offenbarung aufgebrochen worden. Man machte die Franzosen und auch die Holländer für den Brand verantwortlich; beide Mächte hätten Truppen an Land gebracht und stünden bereit, London einzunehmen – so oder ähnlich lauteten die Gerüchte. Nicht viele Menschen glaubten an die Geschichte vom Ofen des Bäckers in der Pudding Lane.

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